Vor zwei Tagen hatte ich auf eine Meditation Abraham Melzers über Henryk M. Broder verlinkt. Ich will nicht verhehlen, dass ich bei diesem Infight auch Schadenfreude - wenig Menschliches ist mir fremd - empfunden habe. Ich habe - und das ist das erste Mal auf diesem Blog - diese Post gestern wieder gelöscht. Meine minima moralia, mein Standard auf diesem Blog ist, dass alles, was Sie hier an Lächerlichem und Erhabenem zu lesen bekommen, durch Zitate bzw. einen Link auf die Quellen belegt wird. Abraham Melzer hat behauptet, dass Henryk M. Broder nach seiner kurzen und hochmotivierten Aliyah in der Mission eines bezahlten Hasbara Agenten wieder zu uns herabgestiegen sei. Sei´s wie es sei, gegen derartige Hypothesen hatte ich immer wieder eingewendet, dass dann der Dienst sein Bodenpersonal noch fahrlässiger ausgesucht habe als der Allerhöchste.
Ich dagegen will Broder selbst sprechen lassen in his own words
Anti-Atom-Demos als "Nie wieder Auschwitz"
Wenn wir Broder nicht hätten, hätten wir keinen Generalschlüssel, Dietrich für Alles und Jedes, was in diesem Land der Fall ist. Über Fukushima und die Folgen war auf der Achse schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Jetzt hat auch der Meister auf seine Weise, so wie wir es von ihm erwartet haben, dazu beigetragen.
Parerga und Paralipomena zu einem Netzwerk mit "lediglich bloßen" Beziehungen, Henryk M. Broder und seine domini canes z.B. Lizas Welt, Castollux, Spirit of Entebbe, Heplev, Honestly Concerned, der legendäre Lehrer "Walter Schmidt". Dazu der unglückliche Alan Posener und Querverweise zu den "nun wahrlich unseriösen Islamophoben um Politically Incorrect."
Ein radikal monothematisches Blog - seit September 2009 - lädt zum Widersprechen ein
Flectere si nequeo superos Acherontas movebo
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Montag, 4. April 2011
Mittwoch, 30. März 2011
Katastrophe mit Stil
Es ist das Verdienst der Analytiker der Achse des Guten, Benny Peiser, Hannes Stein, Gideon Böss, David Harnasch u.a., gegenüber den Räuschen der German Angst, dem Delirium der Apokalypsen zwar vergeblich, aber unverdrossen nüchtern geblieben zu sein, "Es IST eine valide Aussage", so David Harnasch zu den Ereignissen in Fukushima, "dass exakt überhaupt kein Schaden diagnostiziert werden kann."
Die deutschen Trinksitten, Komasaufen bei Katastrophen, Jammern und Kotzen, haben in der Tat keinen Stil. Ich krame ein bißchen im Archiv der WELT; wie man den Weltuntergang richtig geniesst, hat kein geringerer als der Feingeist und Ästhet auf der Achse, Hannes Stein, in seinem Tagebuch einer Ein- und Auswanderung einen Tag vor Heiligabend 2007 zum Besten gegeben. Mit der bezaubernden und von mir sehr geschätzten Thea Dorn und David Harnasch sitzt er im Algonquin, New York City, bitte, hören Sie mal her:
"Jetzt besaufen wir uns sinnlos, hinterher gehen wir ins Kino und schauen "Charlie Wilson´s War" an, mit Tom Hanks und der anbetungswürdigen Julia Roberts.
Der Barraum des "Algonquin" ist dunkel getäfelt und wirkt schon geradezu unanständig englisch. David, Thea und ich sind uns über Folgendes einig einig: Sollte Manhattan von einen weiteren Terroranschlag getroffen werden, vielleicht mit einer "schmutzigen Bombe", wäre dies kein schlechter Ort, um seinen letzten Martini zu kippen."
Hat eine "schmutzige Bombe" mitten in N.Y.C. nicht mehr Thriller-Qualität als eine kleine, aufgebauschte Reaktor-Explosion? Dabei einen Martini zu kippen leuchtet mir ein, ebenso, sich vorher sinnlos zu besaufen, hinterher ins Kino zu gehen. Cheers!
Die deutschen Trinksitten, Komasaufen bei Katastrophen, Jammern und Kotzen, haben in der Tat keinen Stil. Ich krame ein bißchen im Archiv der WELT; wie man den Weltuntergang richtig geniesst, hat kein geringerer als der Feingeist und Ästhet auf der Achse, Hannes Stein, in seinem Tagebuch einer Ein- und Auswanderung einen Tag vor Heiligabend 2007 zum Besten gegeben. Mit der bezaubernden und von mir sehr geschätzten Thea Dorn und David Harnasch sitzt er im Algonquin, New York City, bitte, hören Sie mal her:
"Jetzt besaufen wir uns sinnlos, hinterher gehen wir ins Kino und schauen "Charlie Wilson´s War" an, mit Tom Hanks und der anbetungswürdigen Julia Roberts.
Der Barraum des "Algonquin" ist dunkel getäfelt und wirkt schon geradezu unanständig englisch. David, Thea und ich sind uns über Folgendes einig einig: Sollte Manhattan von einen weiteren Terroranschlag getroffen werden, vielleicht mit einer "schmutzigen Bombe", wäre dies kein schlechter Ort, um seinen letzten Martini zu kippen."
Hat eine "schmutzige Bombe" mitten in N.Y.C. nicht mehr Thriller-Qualität als eine kleine, aufgebauschte Reaktor-Explosion? Dabei einen Martini zu kippen leuchtet mir ein, ebenso, sich vorher sinnlos zu besaufen, hinterher ins Kino zu gehen. Cheers!
Montag, 28. März 2011
Walter Schmidt state of the art auf der Höhe der Zeit
Walter Schmidt ist der legendäre "Lehrer aus Leipzig", mithin Pädagoge: German Horror Picture Show
"Erst wenn der letzte Baum gefällt wurde, das letzte Atomkraftwerk explodiert ist und das letzte Windrad in der Nordsee das Zeitliche gesegnet hat, werdet ihr merken, daß die Kernkraft doch eine vergleichsweise umweltfreundliche Brückentechnologie war!"
"Erst wenn der letzte Baum gefällt wurde, das letzte Atomkraftwerk explodiert ist und das letzte Windrad in der Nordsee das Zeitliche gesegnet hat, werdet ihr merken, daß die Kernkraft doch eine vergleichsweise umweltfreundliche Brückentechnologie war!"
Sonntag, 27. März 2011
Iß mit - für eine strahlende Zukunft
Betreiber Tepco von eigenen Messwerten verwirrt, berichtet FOCUS und die FAZ schreibt Tepco zieht Angaben über Strahlungen zurück. Während die Japaner, bisher für ihre Ruhe und Disziplin vorbildlich, nicht ganz auf dem laufenden zu sein scheinen, heißt es für uns, Ruhe bewahren und der Hysterie in Deutschland entgegentreten: Die Lage ist ernst, aber sie ist unter Kontrolle. Während die FAZ dramatisiert
"Seit Beginn der Krise in dem Atomkraftwerk wurden 17 Arbeiter verstrahlt. Zwei kamen mit Verbrennungen ins Krankenhaus, weil sie in dem verseuchten Wasser gestanden waren. Die beiden Arbeiter waren einer Strahlung von 2000 bis 6000 Millisievert ausgesetzt. Das teilte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA mit. Nach amtlichen Angaben kann diese Strahlenbelastung bei Personen, die ihr mit ganzem Körper ausgesetzt sind, innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen."
beruhigt David Harnasch meine Nerven und schreibt mir, dass dies ein glatte Lüge sei. "Selbst die zwei, die leider mit den Füßen in der verstrahlten Suppe standen und behandelt werden mussten,weil sie das Äquivalent zu einem sehr leichten Sonnenbrand erlittem, erlitten eine Strahlungsbelastung, die unter dem zulässigen Grenzwert blieb."
Hysterisch reagieren die Deutschen vor allem auf die angebliche Kontamination unserer Lebensmittelkette. Die Zusammenhänge zwischen radioaktiver Strahlung und der angenommenen Gesundheitsgefährdung sind bisher noch nicht hinreichend untersucht. Angeregt durch den früheren türkischen Ministerpräsidenten Turgut Özal ("Radioaktiver Tee schmeckt noch besser, noch leckerer." Quelle) will ich über die politischen Gräben hinweg zusammen mit meinen Freunden von den Einzigwahren Freunden Israels Sie bitten, an einer beispiellosen und sicherlich in kurzer Zeit legendären Pilotuntersuchung teilzunehmen
Iß mit - für eine strahlende Zukunft
Wir essen frische Fische und Sushis aus einer Aquakultur vor dem AKW Fukushima, Rind, Eier und Gemüse aus der Präfektur Fukushima. Für diese bahnbrechende Feldforschung brauchen wir 10.000 Freiwillige; Zeitraum: 15 Jahre. Die Einkaufscommunity wird von Tepco und Vattenfall gesponsert. Die Freiwilligen zu gewinnen, wird im Zeitalter von Facebook kein Problem sein. Die weiteren Initiativmitglieder werden - so Gott will - auf ihren Seiten ihre Leser und follower werben.
Othmar Kaufmann
Bernd Dahlenburg (angefragt)
Benny Peiser (angefragt), David Harnasch (angefragt), Gideon Böss (angefragt), Hannes Stein (angefragt), Maxeiner & Miersch (angefragt), Henryk M. Broder (angefragt)
Mit Ihrem Kommentar können Sie sich verbindlich anmelden!
"Seit Beginn der Krise in dem Atomkraftwerk wurden 17 Arbeiter verstrahlt. Zwei kamen mit Verbrennungen ins Krankenhaus, weil sie in dem verseuchten Wasser gestanden waren. Die beiden Arbeiter waren einer Strahlung von 2000 bis 6000 Millisievert ausgesetzt. Das teilte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA mit. Nach amtlichen Angaben kann diese Strahlenbelastung bei Personen, die ihr mit ganzem Körper ausgesetzt sind, innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen."
beruhigt David Harnasch meine Nerven und schreibt mir, dass dies ein glatte Lüge sei. "Selbst die zwei, die leider mit den Füßen in der verstrahlten Suppe standen und behandelt werden mussten,weil sie das Äquivalent zu einem sehr leichten Sonnenbrand erlittem, erlitten eine Strahlungsbelastung, die unter dem zulässigen Grenzwert blieb."
Hysterisch reagieren die Deutschen vor allem auf die angebliche Kontamination unserer Lebensmittelkette. Die Zusammenhänge zwischen radioaktiver Strahlung und der angenommenen Gesundheitsgefährdung sind bisher noch nicht hinreichend untersucht. Angeregt durch den früheren türkischen Ministerpräsidenten Turgut Özal ("Radioaktiver Tee schmeckt noch besser, noch leckerer." Quelle) will ich über die politischen Gräben hinweg zusammen mit meinen Freunden von den Einzigwahren Freunden Israels Sie bitten, an einer beispiellosen und sicherlich in kurzer Zeit legendären Pilotuntersuchung teilzunehmen
Iß mit - für eine strahlende Zukunft
Wir essen frische Fische und Sushis aus einer Aquakultur vor dem AKW Fukushima, Rind, Eier und Gemüse aus der Präfektur Fukushima. Für diese bahnbrechende Feldforschung brauchen wir 10.000 Freiwillige; Zeitraum: 15 Jahre. Die Einkaufscommunity wird von Tepco und Vattenfall gesponsert. Die Freiwilligen zu gewinnen, wird im Zeitalter von Facebook kein Problem sein. Die weiteren Initiativmitglieder werden - so Gott will - auf ihren Seiten ihre Leser und follower werben.
Othmar Kaufmann
Bernd Dahlenburg (angefragt)
Benny Peiser (angefragt), David Harnasch (angefragt), Gideon Böss (angefragt), Hannes Stein (angefragt), Maxeiner & Miersch (angefragt), Henryk M. Broder (angefragt)
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Freitag, 25. März 2011
Bernd Dahlenburg, Was der Fall ist, von Augsburg aus gesehen
bitte, quälen Sie sich damit:
Wie eine Fukushima-Katastrophe in Pakistan oder Indien aussehen würde.
Bernd Dahlenburgs Kriterium: Israelfreundliche AKWs sind bombensicher, israelfeindliche AKWs sind eine Bedrohung für die Menschheit und sollten abgeschaltet werden. Was dort (bei den Muselmanen und Hindus) nicht beherrschbar ist und, so MEMRI,
"While Remaining a Perpetual Danger, Nuclear Technology has not met any reasonable Fraction of Pakistan´s Energy Needs. It´s time to down-size Pakitan´s nuclear fission power production"
ist in unserem schönen Ländchen not at all a problem (Bernd Dahlenburg weiß, "wenn einzelne Brennstäbe problematische Reaktionen zeigen heißt das noch lange nicht, dass ein Super-Gau bevorsteht, abgesehen davon, dass mit dem Terminus Super-Gau semantisch insinuiert wird, auf Brand folge zwangsläufig eine Feuersbrunst." ). Sondern ist, so unser Gewährsmann Bernd Dahlenburg, "unverantwortliche Panikmache" und wird von SPON, wie schon die Causa Guttenberg "politisch ausgeschlachtet. ... SPON versucht jetzt sein Bestes, die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit einer neuen Horror-Story zugunsten von Rot-Grün zu manipulieren."
Wir leben, so Bernd Dahlenburg, atomtechnisch in der Besten aller Welten. Das "wissen" auch Merkel und Brüderle. Das schlimmste an Deutschland ist nicht, dass die, die wissen, was der Fall ist, nicht für sie (die Wahrheit) einstehen, sondern dass so gegen sie manipuliert wird, dass sie quasi genötigt sind, nicht zu ihrer Überzeugung zu stehen. Verstehe ich das falsch? Die CDU/CSU - ist ihr letzter Ritter Bernd Dahlenburg?
Wie eine Fukushima-Katastrophe in Pakistan oder Indien aussehen würde.
Bernd Dahlenburgs Kriterium: Israelfreundliche AKWs sind bombensicher, israelfeindliche AKWs sind eine Bedrohung für die Menschheit und sollten abgeschaltet werden. Was dort (bei den Muselmanen und Hindus) nicht beherrschbar ist und, so MEMRI,
"While Remaining a Perpetual Danger, Nuclear Technology has not met any reasonable Fraction of Pakistan´s Energy Needs. It´s time to down-size Pakitan´s nuclear fission power production"
ist in unserem schönen Ländchen not at all a problem (Bernd Dahlenburg weiß, "wenn einzelne Brennstäbe problematische Reaktionen zeigen heißt das noch lange nicht, dass ein Super-Gau bevorsteht, abgesehen davon, dass mit dem Terminus Super-Gau semantisch insinuiert wird, auf Brand folge zwangsläufig eine Feuersbrunst." ). Sondern ist, so unser Gewährsmann Bernd Dahlenburg, "unverantwortliche Panikmache" und wird von SPON, wie schon die Causa Guttenberg "politisch ausgeschlachtet. ... SPON versucht jetzt sein Bestes, die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit einer neuen Horror-Story zugunsten von Rot-Grün zu manipulieren."
Wir leben, so Bernd Dahlenburg, atomtechnisch in der Besten aller Welten. Das "wissen" auch Merkel und Brüderle. Das schlimmste an Deutschland ist nicht, dass die, die wissen, was der Fall ist, nicht für sie (die Wahrheit) einstehen, sondern dass so gegen sie manipuliert wird, dass sie quasi genötigt sind, nicht zu ihrer Überzeugung zu stehen. Verstehe ich das falsch? Die CDU/CSU - ist ihr letzter Ritter Bernd Dahlenburg?
Mittwoch, 23. März 2011
Bernd Dahlenburg, Von Fukushima zu Deutschland und Hitler
Ich habe es gewusst, dass einer von den einzigwahren Freunden Israels auf kurz oder lang die Hitlerkarte ziehen wird, dass Hitler bei den Reaktionen der deutschen Atomkraftgegner seine Pfoten im Spiel hat. Das sind doch Antisemiten! Wer das sein wird, darauf habe ich keine Wette abgeschlossen. Bernd Dahlenburg zählte zu den üblichen Verdächtigen, aber da sind ja auch noch andere Kandidaten. Also, es ist Bernd Dahlenburg mit Theo Sommers Ground Zero und seine Gehirnschmelze. Auszug:
Dienstag, 22. März 2011
Auf der Achse des Guten tummeln sich die letzten Faktenmenschen
"Angeblich hat Deutschland eine neue „AKW-Debatte“. Das glaube ich nicht. Zu einer Debatte gehören zwei Seiten, die miteinander streiten, Argumente austauschen, sich zwar nicht sympathisch finden müssen, aber zumindest einen gewissen Grundrespekt voreinander an den Tag legen. Das ist hier nicht der Fall. AKW-Befürworter sind skrupellose Monstermenschen, ... Herz und Gewissen sind dafür im Überfluss auf der anderen Seite vorhanden. ...
Dabei gibt es unter den Kernkraftgegnern ein etwas irritierendes Phänomen. Die allermeisten von ihnen wissen offenbar nichts über AKWs, nichts über Radioaktivität und nichts über Atomkraft. Ihr Expertentum baut auf der Lektüre von „Die Wolke“ auf und dem Wissen, dass rund um Tschernobyl nur noch dreiköpfige Kinder zur Welt kommen. Werden sie mit unliebsamen Fakten konfrontiert, kommt als Antwort nicht mehr als ein fassungsloses „wie kannst du jetzt noch für Atomkraft sein!“
Zumindest sind das meine Erfahrungen aus der „AKW-Debatte“ der letzten Tage. ... dann kommt einer daher und verteidigt die Atomkraft und stellt Fakten in den Raum. Und die bleiben da auch stehen, die interessieren niemanden."
so der Atomkraftexperte und als "Monstermensch" diffamierte Gideon Böss auf der Achse des Guten: Bundesrepublik Pausewang. Na ja, die Fakten bleiben im Raum stehen. Ich würde gerne mal wissen, auf welchen Parties, an welchen Imbissen sich Gideon Böss herumtreibt; der gute Mann unterstellt, dass die Kernkraftgegner, halt! die "allermeisten" von ihnen, sich in dieser Krise immer noch bei Gudrun Pausewang informieren, nicht in der Lage sind, den SPIEGEL zu lesen oder sich in anderen "Mainstreammedien", geschweige denn in Fachjournalen, kundig zu machen. Keine Angst, meine Damen und Herren, der Mann ist kein Bösmensch, der heisst nur so ähnlich, aber kann noch nicht mal richtig böse, sondern nur so schwerinformiert sein, wie man das eben auf der Achse des Guten zu sein pflegt. Hier darf jeder Schütze Arsch als Experte antreten, der seine "Fakten in den Raum" stellt. Ich hatte die Ehre, in den letzten Tagen zwei Schwergewichte der faktengesättigten Information vorzustellen, den Bodycounter Hannes Stein (Hannes Stein zählt die Seelen) und den Starmoderator David Harnasch (David Harnasch scheisst nicht in die Hosen, Warum ich über die Kernkraftwerke in Japan nicht beunruhigt bin). Nach den beiden Rechenkünstlern und Statistikfüchsen will ich jetzt als dritten Fachmann, der die Fakten in den Raum der Achse des Guten stellt, den Experten für vergleichende Unfallforschung, Burkhard Müller-Ullrich vorzustellen:
"Während aller Augen nach Fukushima starrten, ereignete sich am vergangenen Mittwoch ein dramatischer Zwischenfall des Schweregrades vier bis fünf im deutschen Luftraum. Ein Polizeihubschrauber vom Typ Superpuma 332, der kurz zuvor Angela Merkel zu einem Wahlkampftermin transportiert hatte, sackte aus 1600 Metern Höhe ab, nachdem beide Antriebsturbinen ausgefallen waren. Erst im letzten Moment vor dem Aufschlagen am Boden gelang es der Crew, mit Hilfe von Wasserwerfern und eiligst verlegten Notstromkabeln, ein größeres Desaster zu verhindern. Der Beinahe-Absturz zeigt aber, daß Helikopter ein nicht hinnehmbares Risiko für die Sicherheit der Bevölkerung darstellen." (Quelle)
In einer Gleichung verhält sich A zu B wie X zu Y. In diesem Falle lautet die Gleichung bei Herrn Müller-Ullrich "Ausfall des Kühlsystems bei AKW" verhält sich zu "Hilfe von Wasserwerfern und eiligst verlegten Notstromkabeln" wie "Absturz des Kanzlerhubschraubers" zu "Hilfe von Wasserwerfern und eiligst verlegten Notstomkabeln". Nun, ich bin sehr beeindruckt, dass bei sehr unterschiedlchen Fast-Katastrophen die gleichen Maßnahmen greifen, insbesondere aber darüber, wie schnell der Katastrophenschutz für die Kanzlerin zur Stelle ist. Das beruhigt.
Man mag mir nun entgegenhalten, dass mir die größten Kartoffeln auf der Achse des Guten entgehen, ich immer nur die dümmsten Bauern finde. Ich muß gestehen, dass ich in der Informationsverarbeitung etwas überfordert bin, da die Achse hinsichtlich ihrer releases nicht nur inkontinent, sondern auch offenbar praecox west. Stellen wir uns doch vor, wie die Experten David Harnasch, Hannes Stein, Gideon Böss und Burkhard Müller-Ullrich, vielleicht noch mit Begleitschutz von Henryk M. Broder, auf eine Party gehen und dort ihre "Fakten in den Raum stellen". Da wird kein Auge trocken bleiben.
Dabei gibt es unter den Kernkraftgegnern ein etwas irritierendes Phänomen. Die allermeisten von ihnen wissen offenbar nichts über AKWs, nichts über Radioaktivität und nichts über Atomkraft. Ihr Expertentum baut auf der Lektüre von „Die Wolke“ auf und dem Wissen, dass rund um Tschernobyl nur noch dreiköpfige Kinder zur Welt kommen. Werden sie mit unliebsamen Fakten konfrontiert, kommt als Antwort nicht mehr als ein fassungsloses „wie kannst du jetzt noch für Atomkraft sein!“
Zumindest sind das meine Erfahrungen aus der „AKW-Debatte“ der letzten Tage. ... dann kommt einer daher und verteidigt die Atomkraft und stellt Fakten in den Raum. Und die bleiben da auch stehen, die interessieren niemanden."
so der Atomkraftexperte und als "Monstermensch" diffamierte Gideon Böss auf der Achse des Guten: Bundesrepublik Pausewang. Na ja, die Fakten bleiben im Raum stehen. Ich würde gerne mal wissen, auf welchen Parties, an welchen Imbissen sich Gideon Böss herumtreibt; der gute Mann unterstellt, dass die Kernkraftgegner, halt! die "allermeisten" von ihnen, sich in dieser Krise immer noch bei Gudrun Pausewang informieren, nicht in der Lage sind, den SPIEGEL zu lesen oder sich in anderen "Mainstreammedien", geschweige denn in Fachjournalen, kundig zu machen. Keine Angst, meine Damen und Herren, der Mann ist kein Bösmensch, der heisst nur so ähnlich, aber kann noch nicht mal richtig böse, sondern nur so schwerinformiert sein, wie man das eben auf der Achse des Guten zu sein pflegt. Hier darf jeder Schütze Arsch als Experte antreten, der seine "Fakten in den Raum" stellt. Ich hatte die Ehre, in den letzten Tagen zwei Schwergewichte der faktengesättigten Information vorzustellen, den Bodycounter Hannes Stein (Hannes Stein zählt die Seelen) und den Starmoderator David Harnasch (David Harnasch scheisst nicht in die Hosen, Warum ich über die Kernkraftwerke in Japan nicht beunruhigt bin). Nach den beiden Rechenkünstlern und Statistikfüchsen will ich jetzt als dritten Fachmann, der die Fakten in den Raum der Achse des Guten stellt, den Experten für vergleichende Unfallforschung, Burkhard Müller-Ullrich vorzustellen:
"Während aller Augen nach Fukushima starrten, ereignete sich am vergangenen Mittwoch ein dramatischer Zwischenfall des Schweregrades vier bis fünf im deutschen Luftraum. Ein Polizeihubschrauber vom Typ Superpuma 332, der kurz zuvor Angela Merkel zu einem Wahlkampftermin transportiert hatte, sackte aus 1600 Metern Höhe ab, nachdem beide Antriebsturbinen ausgefallen waren. Erst im letzten Moment vor dem Aufschlagen am Boden gelang es der Crew, mit Hilfe von Wasserwerfern und eiligst verlegten Notstromkabeln, ein größeres Desaster zu verhindern. Der Beinahe-Absturz zeigt aber, daß Helikopter ein nicht hinnehmbares Risiko für die Sicherheit der Bevölkerung darstellen." (Quelle)
In einer Gleichung verhält sich A zu B wie X zu Y. In diesem Falle lautet die Gleichung bei Herrn Müller-Ullrich "Ausfall des Kühlsystems bei AKW" verhält sich zu "Hilfe von Wasserwerfern und eiligst verlegten Notstromkabeln" wie "Absturz des Kanzlerhubschraubers" zu "Hilfe von Wasserwerfern und eiligst verlegten Notstomkabeln". Nun, ich bin sehr beeindruckt, dass bei sehr unterschiedlchen Fast-Katastrophen die gleichen Maßnahmen greifen, insbesondere aber darüber, wie schnell der Katastrophenschutz für die Kanzlerin zur Stelle ist. Das beruhigt.
Man mag mir nun entgegenhalten, dass mir die größten Kartoffeln auf der Achse des Guten entgehen, ich immer nur die dümmsten Bauern finde. Ich muß gestehen, dass ich in der Informationsverarbeitung etwas überfordert bin, da die Achse hinsichtlich ihrer releases nicht nur inkontinent, sondern auch offenbar praecox west. Stellen wir uns doch vor, wie die Experten David Harnasch, Hannes Stein, Gideon Böss und Burkhard Müller-Ullrich, vielleicht noch mit Begleitschutz von Henryk M. Broder, auf eine Party gehen und dort ihre "Fakten in den Raum stellen". Da wird kein Auge trocken bleiben.
Donnerstag, 17. März 2011
Neue Achse? Entente cordiale zwischen Achse des Guten und Erdogans islam-konservativer Partei?
Helter skelter scheint die Signatur unserer Zeit zu sein. Solche Zeiten zeichnen sich dadurch aus, dass bisherige Koalitionen sich auflösen (z.B. Christdemokratie + Atomkraft), neue Koalitionen, die man so nicht erwartet hat, plötzlich möglich sind. Die Achse des Guten zeichnet sich, wie bekannt, als Zitadelle im Kampf gegen den Islamismus und als feste Burg im Kampf für die Atomkraft aus. Ist ein Brückenschlag möglich? Es ist ja nicht so, dass Glaubensstärke für Broder, Maxeiner & Miersch, Benny Peiser, David Harnasch et tutti quanti keine Rolle spielt.
"Der einstige türkische Handelsminister Cahit Aral zum Beispiel: Kurz nach der Katastrophe von Tschernobyl im April 1986 erklärte er, jeder, der behaupte, die radioaktive Wolke habe die türkischen Tee-Anbaugebiete am Schwarzen Meer erreicht, sei ein "Atheist" und "Verräter". Später, als die Geigerzähler auch in der Türkei anschlugen, hielt er eine Tasse türkischen Tees in die Kamera und teilte mit, er trinke "sieben oder acht Tassen am Tag". Turgut Özal, der Premierminister [als Angehöriger des Sufi-Ordens der Naqschbandi betrieb Özal sowohl die wirtschaftliche Öffnung der Türkei als auch deren Re-Islamisierung] , setzte noch eins drauf: "Radioaktiver Tee", schwärmte er, "schmeckt noch besser, noch leckerer." ... "Es gibt keine Investition ohne Risiko. Wer ein Leben ohne Risiko will, braucht sich auch keine Propangasflasche für die Küche kaufen." Erdogan sagte dies am Dienstagabend. Dann stieg er in die Maschine nach Moskau, wo er mit russischen Partnern den Bau eines Atomkraftwerks in Akkuyu am Mittelmeer verhandelt. ...Die Pläne für das zweite AKW stehen auch schon. Nach Sinop soll es, ans Schwarze Meer. ... Am Freitag, dem Tag des Tsunamis, erklärte Taner Yildiz fast triumphierend, die japanischen Atomkraftwerke hätten "den Test bestanden". ... Am Samstag, da war gerade die Hülle des ersten Reaktorblocks in Fukushima explodiert, sagte er, das Problem sei nicht die radioaktive, das Problem sei vielmehr die "Informations-Verschmutzung". ... "Selbst wenn man wollte - man kann gar keine schlechten Atomkraftwerke der dritten Generation bauen", sagte Yildiz, und fügte hinzu: "Wir wollen natürlich ohnehin ein gutes." Und zwar von wem? Da schweigt der Minister lieber - bauen nämlich sollen in Sinop die Japaner." (Quelle)
Wäre das nicht Grund genug für eine Stippvisite ans Goldene Horn, Benny Peiser und David Harnasch? Tee trinken und entspannen mit unseren türkischen Freunden? Feststellen, dass es zwischen Gläubigen unterschiedlicher Provinienz genügend große Schnittmengen gibt? Unerschütterliche Überzeugung: das kann doch einen Seeman nicht erschüttern ... wir lassen uns das Leben nicht verbittern ... und wenn die ganze Erde bebt und die Welt sich aus den Angeln hebt ... (Songtext, Video, unbedingt ansehen! Nur Mut!) Ihre Grundzuversicht ist nicht weit entfernt vom Gottvertrauen, dem Inshallah der Muselmanen! Das kann der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden, nehmen Sie Henryk, einen Conaisseur der türkischen Küche, und Claudia Fatima Roth, die famose Kennerin der danses a la turque, mit! In diesen Zeiten ist nichts so wichtig wie eine schöne amour fou.
P.S. Taner Yildiz: Ehelosigkeit gefährlicher als Atomkraft
"Der einstige türkische Handelsminister Cahit Aral zum Beispiel: Kurz nach der Katastrophe von Tschernobyl im April 1986 erklärte er, jeder, der behaupte, die radioaktive Wolke habe die türkischen Tee-Anbaugebiete am Schwarzen Meer erreicht, sei ein "Atheist" und "Verräter". Später, als die Geigerzähler auch in der Türkei anschlugen, hielt er eine Tasse türkischen Tees in die Kamera und teilte mit, er trinke "sieben oder acht Tassen am Tag". Turgut Özal, der Premierminister [als Angehöriger des Sufi-Ordens der Naqschbandi betrieb Özal sowohl die wirtschaftliche Öffnung der Türkei als auch deren Re-Islamisierung] , setzte noch eins drauf: "Radioaktiver Tee", schwärmte er, "schmeckt noch besser, noch leckerer." ... "Es gibt keine Investition ohne Risiko. Wer ein Leben ohne Risiko will, braucht sich auch keine Propangasflasche für die Küche kaufen." Erdogan sagte dies am Dienstagabend. Dann stieg er in die Maschine nach Moskau, wo er mit russischen Partnern den Bau eines Atomkraftwerks in Akkuyu am Mittelmeer verhandelt. ...Die Pläne für das zweite AKW stehen auch schon. Nach Sinop soll es, ans Schwarze Meer. ... Am Freitag, dem Tag des Tsunamis, erklärte Taner Yildiz fast triumphierend, die japanischen Atomkraftwerke hätten "den Test bestanden". ... Am Samstag, da war gerade die Hülle des ersten Reaktorblocks in Fukushima explodiert, sagte er, das Problem sei nicht die radioaktive, das Problem sei vielmehr die "Informations-Verschmutzung". ... "Selbst wenn man wollte - man kann gar keine schlechten Atomkraftwerke der dritten Generation bauen", sagte Yildiz, und fügte hinzu: "Wir wollen natürlich ohnehin ein gutes." Und zwar von wem? Da schweigt der Minister lieber - bauen nämlich sollen in Sinop die Japaner." (Quelle)
Wäre das nicht Grund genug für eine Stippvisite ans Goldene Horn, Benny Peiser und David Harnasch? Tee trinken und entspannen mit unseren türkischen Freunden? Feststellen, dass es zwischen Gläubigen unterschiedlicher Provinienz genügend große Schnittmengen gibt? Unerschütterliche Überzeugung: das kann doch einen Seeman nicht erschüttern ... wir lassen uns das Leben nicht verbittern ... und wenn die ganze Erde bebt und die Welt sich aus den Angeln hebt ... (Songtext, Video, unbedingt ansehen! Nur Mut!) Ihre Grundzuversicht ist nicht weit entfernt vom Gottvertrauen, dem Inshallah der Muselmanen! Das kann der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden, nehmen Sie Henryk, einen Conaisseur der türkischen Küche, und Claudia Fatima Roth, die famose Kennerin der danses a la turque, mit! In diesen Zeiten ist nichts so wichtig wie eine schöne amour fou.
P.S. Taner Yildiz: Ehelosigkeit gefährlicher als Atomkraft
Mittwoch, 16. März 2011
Hannes Stein zählt die Seelen
Hannes Stein ist die schöne Seele unter den expendables auf der Achse des Guten, ein Mann mit interessanten intellektuellen Positionen
"Ich neige im Moment ganz besonders [sic!] zu beiden Haltungen. Eine interessante intellektuelle Position" (näheres hier)
und kühnem Sinn; zitternd vor Kühnheit hat er zu fragen gewagt
""Ja, gehört sich das denn? Schamlos auf die Kriegsverletzung eines politischen Gegners hinzuweisen? Das unfeine Wort “Krüppel” zu verwenden? Das politisches Programm des Gegners mit seiner Behinderung zu erklären? Natürlich gehört es sich nicht. Gerade darum ist es ja so treffend. " (Quelle)
Also, Hannes Stein scheut sich nicht vor interessanten intellektuellen Positionen und ungehöriger Schamlosigkeit; wenn es brennt, ist er zur Stelle: Zahlen
"Zahlen sind etwas Kaltes. ... Ich wage jetzt ein paar Voraussagen in kalten Zahlen ...
Die vier Reaktorunfälle in Japan werden ungefähr 30 Menschenleben fordern. Zu dieser Zahl komme ich aufgrund folgender Überlegung: Experten sagen, dass diese Unfälle auf der Skala des Unglücks etwa zwischen dem Zwischenfall von „Three Miles Island“ in Pennsylvania und der Katastrophe von Tschernobyl liegen. Der Zwischenfall „Three Miles Island“ forderte ungefähr [sic!] null Menschenleben, wie die BBC meldete. Die Katastrophe von Tschernobyl war schlimmer: vielleicht – sehr grobe Schätzung , die eher zu hoch als zu niedrig liegt – 60 Menschen verloren ihr Leben ..."
"ungefähr null" ist in der Mengenlehre nicht von schlechten Eltern. Ich bin jedoch der letzte, der die rechnende Vernunft in Frage stellt; rückt Hannes Stein nicht die Maßstäbe zurecht? Tausende von zu erwartenden Opfern des Oberst Ghaddafi, weniger als 10.000 zu erwartende Opfer von Erdbeben und Tsunami in Japan, hunderte, die in Japan an Vergiftungen noch dahinsiechen werden, 11.000 zu erwartende Opfer der Cholera in Haiti - im Vergleich dazu 30 Seelen, die "direkt auf die Reaktorkatastrophe (in Japan) zurückzuführen" sein werden, so die Wette von Hannes Stein.
"Die schlimmsten Spätfolgen der Katastrophe von Tschernobyl waren übrigens psychologischer Natur: Trunksucht und Depressionen. Um die Japaner, die nie unter einer kommunistischen Diktatur leben mussten, mache ich mir in dieser Hinsicht nicht so viele Sorgen." - Nun ja, das klingt erst mal plausibel, Rechnen mit kalten Zahlen und Statistik lehren uns jedoch, dass wir nicht allzusehr auf unsere Intuition, den gesunden Menschenverstand und unsere Hypothesen, auch wenn sie noch so verführerisch und schön sind, stützen sollten: Japan hat, so ein Artikel in der WELT, die höchste Selbsmordrate weltweit. "Im vergangenen Jahr haben sich über 30.000 Japaner umgebracht ... Japans Ministerpräsident Naoto Kan bezeichnete die Zahlen am Dienstag als Beweis, dass zu viele Menschen wirtschaftlichem und emotionalem Leid ausgesetzt seien. „Es gibt viele Gründe für Selbstmord“, sagte Kan. „Wenn wir sie reduzieren, wäre dies ein Weg zu einer 'Gesellschaft mit einem Minimum an Unzufriedenheit und Elend'“."
Hannes Stein weiß natürlich, dass die aufrechnende Vernunft (Kommunismus vs. Japan) die Frage nach dem "Warum?" nicht letztgültig beantworten kann. Dies könnte, so Hannes Stein, nur die Frage nach Gott
"Und zu der Frage „Wie kann Gott all das Böse nur zulassen?“ kommen wir in der nächsten Folge. Oder wir lesen das Buch Hiob in der hebräischen Bibel, das eine eher ungemütliche Antwort bereithält." - Ich warte auf die nächste Folge, weil ich z.Z. lieber Michel Houellebecqs neues Buch "Karte und Gebiet" gemütlich lesen will.
"Ich neige im Moment ganz besonders [sic!] zu beiden Haltungen. Eine interessante intellektuelle Position" (näheres hier)
und kühnem Sinn; zitternd vor Kühnheit hat er zu fragen gewagt
""Ja, gehört sich das denn? Schamlos auf die Kriegsverletzung eines politischen Gegners hinzuweisen? Das unfeine Wort “Krüppel” zu verwenden? Das politisches Programm des Gegners mit seiner Behinderung zu erklären? Natürlich gehört es sich nicht. Gerade darum ist es ja so treffend. " (Quelle)
Also, Hannes Stein scheut sich nicht vor interessanten intellektuellen Positionen und ungehöriger Schamlosigkeit; wenn es brennt, ist er zur Stelle: Zahlen
"Zahlen sind etwas Kaltes. ... Ich wage jetzt ein paar Voraussagen in kalten Zahlen ...
Die vier Reaktorunfälle in Japan werden ungefähr 30 Menschenleben fordern. Zu dieser Zahl komme ich aufgrund folgender Überlegung: Experten sagen, dass diese Unfälle auf der Skala des Unglücks etwa zwischen dem Zwischenfall von „Three Miles Island“ in Pennsylvania und der Katastrophe von Tschernobyl liegen. Der Zwischenfall „Three Miles Island“ forderte ungefähr [sic!] null Menschenleben, wie die BBC meldete. Die Katastrophe von Tschernobyl war schlimmer: vielleicht – sehr grobe Schätzung , die eher zu hoch als zu niedrig liegt – 60 Menschen verloren ihr Leben ..."
"ungefähr null" ist in der Mengenlehre nicht von schlechten Eltern. Ich bin jedoch der letzte, der die rechnende Vernunft in Frage stellt; rückt Hannes Stein nicht die Maßstäbe zurecht? Tausende von zu erwartenden Opfern des Oberst Ghaddafi, weniger als 10.000 zu erwartende Opfer von Erdbeben und Tsunami in Japan, hunderte, die in Japan an Vergiftungen noch dahinsiechen werden, 11.000 zu erwartende Opfer der Cholera in Haiti - im Vergleich dazu 30 Seelen, die "direkt auf die Reaktorkatastrophe (in Japan) zurückzuführen" sein werden, so die Wette von Hannes Stein.
"Die schlimmsten Spätfolgen der Katastrophe von Tschernobyl waren übrigens psychologischer Natur: Trunksucht und Depressionen. Um die Japaner, die nie unter einer kommunistischen Diktatur leben mussten, mache ich mir in dieser Hinsicht nicht so viele Sorgen." - Nun ja, das klingt erst mal plausibel, Rechnen mit kalten Zahlen und Statistik lehren uns jedoch, dass wir nicht allzusehr auf unsere Intuition, den gesunden Menschenverstand und unsere Hypothesen, auch wenn sie noch so verführerisch und schön sind, stützen sollten: Japan hat, so ein Artikel in der WELT, die höchste Selbsmordrate weltweit. "Im vergangenen Jahr haben sich über 30.000 Japaner umgebracht ... Japans Ministerpräsident Naoto Kan bezeichnete die Zahlen am Dienstag als Beweis, dass zu viele Menschen wirtschaftlichem und emotionalem Leid ausgesetzt seien. „Es gibt viele Gründe für Selbstmord“, sagte Kan. „Wenn wir sie reduzieren, wäre dies ein Weg zu einer 'Gesellschaft mit einem Minimum an Unzufriedenheit und Elend'“."
Hannes Stein weiß natürlich, dass die aufrechnende Vernunft (Kommunismus vs. Japan) die Frage nach dem "Warum?" nicht letztgültig beantworten kann. Dies könnte, so Hannes Stein, nur die Frage nach Gott
"Und zu der Frage „Wie kann Gott all das Böse nur zulassen?“ kommen wir in der nächsten Folge. Oder wir lesen das Buch Hiob in der hebräischen Bibel, das eine eher ungemütliche Antwort bereithält." - Ich warte auf die nächste Folge, weil ich z.Z. lieber Michel Houellebecqs neues Buch "Karte und Gebiet" gemütlich lesen will.
Dienstag, 15. März 2011
David Harnasch: Warum ich über die Kernkraftwerke in Japan nicht beunruhigt bin
"Wenn Sie mitreden wollen, MÜSSEN Sie diesen Text lesen. Sie wissen anschließend mehr als jeder einzelne Redakteur, der die Ereignisse bei der Aufbereitung verfälscht. Die erste akkurate, für Laien verständliche Erklärung der Vorgänge in Fukushima"
hat uns David Harnasch, Starautor auf der Achse des Guten, angeboten. Das ist ein Angebot, dem wir nicht widerstehen sollten, auf einen Schlag mehr über Atomkraftwerke zu wissen "als alle Journalisten unseres Planeten zusammen"; das erspart uns Wege und Umwege, die eine oder andere andere Seite zu hören (audiatur et altera pars) können wir uns auch ersparen. Dies ist DER kanonische Text "Jetzt auch auf Deutsch: Warum ich über die Kernkraftwerke in Japan nicht beunruhigt bin".
"Zunächst:", eröffnet Dr. Josef Oehme, MIT Boston, "Die Situation ist ernst, aber unter Kontrolle." Verbindlich sagt er zu "Es hat *keine* und wird *keine* signifikante Freisetzung von Radioaktivität (ge)geben."
Kurzfassung: Die Situation ist ernst, aber unter Kontrolle. Es kann alles falsch kalkuliert sein, es kann alles schief gehen, aber der innere, dritte Container hält auf Teufel komm raus. Inzwischen teilt uns David Harnasch in einem Update mit
"Korrektur 20:40 Uhr: Die japanischen AKW haben keine Core Catcher, sind aber aus Gründen des Erdbebenschutzes auf massive Gesteinsschichten gebaut. (Inwieweit die bei einem Meltdown die Brühe auffangen würden, versuche ich grade herauszufinden.) DH" - David Harnasch, wird die "Brühe" bei der Kernschmelze aufgefangen oder nicht? Und was ist damit? Fukushima-Arbeiter in höchster Strahlengefahr und Betreiber gibt Kontrollraum auf. Das Ungeplante ist die Guillotine der Wahrheiten.
Langfassung:
hat uns David Harnasch, Starautor auf der Achse des Guten, angeboten. Das ist ein Angebot, dem wir nicht widerstehen sollten, auf einen Schlag mehr über Atomkraftwerke zu wissen "als alle Journalisten unseres Planeten zusammen"; das erspart uns Wege und Umwege, die eine oder andere andere Seite zu hören (audiatur et altera pars) können wir uns auch ersparen. Dies ist DER kanonische Text "Jetzt auch auf Deutsch: Warum ich über die Kernkraftwerke in Japan nicht beunruhigt bin".
"Zunächst:", eröffnet Dr. Josef Oehme, MIT Boston, "Die Situation ist ernst, aber unter Kontrolle." Verbindlich sagt er zu "Es hat *keine* und wird *keine* signifikante Freisetzung von Radioaktivität (ge)geben."
Kurzfassung: Die Situation ist ernst, aber unter Kontrolle. Es kann alles falsch kalkuliert sein, es kann alles schief gehen, aber der innere, dritte Container hält auf Teufel komm raus. Inzwischen teilt uns David Harnasch in einem Update mit
"Korrektur 20:40 Uhr: Die japanischen AKW haben keine Core Catcher, sind aber aus Gründen des Erdbebenschutzes auf massive Gesteinsschichten gebaut. (Inwieweit die bei einem Meltdown die Brühe auffangen würden, versuche ich grade herauszufinden.) DH" - David Harnasch, wird die "Brühe" bei der Kernschmelze aufgefangen oder nicht? Und was ist damit? Fukushima-Arbeiter in höchster Strahlengefahr und Betreiber gibt Kontrollraum auf. Das Ungeplante ist die Guillotine der Wahrheiten.
Langfassung:
Sonntag, 13. März 2011
David Harnasch scheisst nicht in die Hosen
"Gudrun Pausewang siegt auf ganzer Linie: Tausende, vielleicht Zehntausende Menschen sterben bei einer schrecklichen Naturkatastrophe und sie interessieren die Deutschen Medien einen Dreck. Denn ein Störfall in einem Kernkraftwerk könnte mit etwas Glück Pech außer Kontrolle geraten. ... Im Moment haben die japanischen Experten die Lage wohl halbwegs unter Kontrolle. ...Während wir uns einfäkieren wegen einer Katastrophe die bisher ausbleibt, zeigt ein anderes Volk bewundernswerte Gelassenheit angesichts der tatsächlichen - allerdings rein natürlichen - Katastrophe: Die Japaner machen sich bereits still und fleißig ans Aufräumen, während noch nicht mal die Zahl der Toten feststeht." (Quelle)
Das andere Hobby der Achse des Guten, der Kampf gegen die Gutmenschen und Umweltspinner ist auf diesem Blog nur sehr beiläufig (und hier) erwähnt worden. Die Komplexität der Materie, insbesondere der Klimaforschung, hält mich davon ab, meine Meinung dazu zum Besten zu geben. Ob das Klima-Spezial, das auf der Achse des Guten als Vademecum publiziert wurde, Hand und Fuß hat, sei dahingestellt; unfreiwillig komisch ist jedoch, wenn Laien wie Henryk M. Broder mit breiter Brust den Klimaforschern die Meinung blasen:
"Und dieselben Aufschneider, die ohne zu zögern das Klima im Jahre 2050 voraussagen, zeigen sich vom Ausbruch des Winters mitten im Dezember total überrascht. Damit konnte wirklich niemand rechnen! Fest entschlossen, den Anstieg der Durschnittstemperatur auf 2° C zu begrenzen, sind sie nicht in der Lage, das Wetter für Heiligabend vorherzusagen. Geschweige denn, die Autobahnen vom Glatteis zu befreien" (Quelle)
Der schlagende Einsatz von kurzfristigen Zeitreihen (Wettervorhersage) gegen langfristige Zeitreihen (Klimaprognose) - Broder schafft es spielend, uns in einen Taumel der statistischen Vernunft zu setzen (spricht das für den Klima-Spezial Grundkurs?).
Dieser Beitrag des Stammautors der Achse des Guten, David Harnasch, verdient jedoch eine Würdigung, lesen Sie ihn noch mal:
"Gudrun Pausewang siegt auf ganzer Linie: Tausende, vielleicht Zehntausende Menschen sterben bei einer schrecklichen Naturkatastrophe und sie interessieren die Deutschen Medien einen Dreck. Denn ein Störfall in einem Kernkraftwerk könnte mit etwasGlück Pech außer Kontrolle geraten. ... Im Moment haben die japanischen Experten die Lage wohl halbwegs unter Kontrolle. ... Während wir uns einfäkieren wegen einer Katastrophe die bisher ausbleibt, zeigt ein anderes Volk bewundernswerte Gelassenheit angesichts der tatsächlichen - allerdings rein natürlichen - Katastrophe: Die Japaner machen sich bereits still und fleißig ans Aufräumen, während noch nicht mal die Zahl der Toten feststeht."
Denken Sie mit:
1. Es gibt eine tatsächliche - allerdings rein natürliche - Katastrophe.
2. Dafür interessieren sich die Deutschen Medien einen Dreck, egal sind ihnen die Tausende und Abertausende von Toten.
3. Dann gibt es eine "Katastrophe die bisher ausbleibt" (die Experten haben die Lage "wohl halbwegs unter Kontrolle")
4. Weil die "Deutschen Medien" ein QED haben, wünschen sie klammheimlich, dass "ein Störfall" in einem KKW "außer Kontrolle" gerät.
5. Und "wir" scheißen uns in die Hose bei einer "Katastrophe die bisher ausbleibt".
6. Während "wir" in die Hose scheissen, bleiben die Japaner ganz gelassen und krempeln die Ärmel hoch. Keine Spur von unserer Hysterie vor einer "Katastrophe die bisher ausbleibt", während SPON unkt "Die Folgen des Mega-Erdbebens und der gigantischen Tsunami-Flutwellen sind unübersehbar. Aber Japans Bevölkerung ängstigt noch mehr, wie groß die unsichtbare radioaktive Verstrahlung ist. Immer neue Kraftwerkspannen werden bekannt." (Quelle). Die Deutschen projezieren ihre Deutsche Angst auf die Japaner.
Ich vermute, dass David Harnasch von seinem point of view aus sehr konsistent argumentiert. In Deutschland wird, so David Harnasch, eine "Katastrophe die bisher ausbleibt" zu sehr durchsichtigen Zwecken instrumentalisiert. Und wenn der "Störfall" doch außer Kontrolle gerät? Keine Panik! Selbst der SPIEGEL hat, so lässt uns David Harnasch heute wissen, 2007 von "Legenden vom bösen Atom" berichtet:
"Deutsche Forscher untersuchen in Sibirien eine berüchtigte Atomfabrik aus Sowjetzeiten. Die nukleare Verseuchung, so ihr Befund, wurde überschätzt. Starben auch an den Spätfolgen der Superkatastrophen von Hiroshima und Tschernobyl weit weniger Menschen als gedacht?"
So "böse" ist das Atom gar nicht. Ich glaube, ich muß jetzt eingestehen, dass"wir" sind zu zimperlich sind, keine gesunde Risikotoleranz haben, eingebildete Gefährdete sind. Lassen "wir" uns dadurch beruhigen, dass "weit weniger Menschen als gedacht" das Zeitliche segnen mußten (damit man mich nicht mißversteht, ich bin für lückenlose Aufklärung).
Das andere Hobby der Achse des Guten, der Kampf gegen die Gutmenschen und Umweltspinner ist auf diesem Blog nur sehr beiläufig (und hier) erwähnt worden. Die Komplexität der Materie, insbesondere der Klimaforschung, hält mich davon ab, meine Meinung dazu zum Besten zu geben. Ob das Klima-Spezial, das auf der Achse des Guten als Vademecum publiziert wurde, Hand und Fuß hat, sei dahingestellt; unfreiwillig komisch ist jedoch, wenn Laien wie Henryk M. Broder mit breiter Brust den Klimaforschern die Meinung blasen:
"Und dieselben Aufschneider, die ohne zu zögern das Klima im Jahre 2050 voraussagen, zeigen sich vom Ausbruch des Winters mitten im Dezember total überrascht. Damit konnte wirklich niemand rechnen! Fest entschlossen, den Anstieg der Durschnittstemperatur auf 2° C zu begrenzen, sind sie nicht in der Lage, das Wetter für Heiligabend vorherzusagen. Geschweige denn, die Autobahnen vom Glatteis zu befreien" (Quelle)
Der schlagende Einsatz von kurzfristigen Zeitreihen (Wettervorhersage) gegen langfristige Zeitreihen (Klimaprognose) - Broder schafft es spielend, uns in einen Taumel der statistischen Vernunft zu setzen (spricht das für den Klima-Spezial Grundkurs?).
Dieser Beitrag des Stammautors der Achse des Guten, David Harnasch, verdient jedoch eine Würdigung, lesen Sie ihn noch mal:
"Gudrun Pausewang siegt auf ganzer Linie: Tausende, vielleicht Zehntausende Menschen sterben bei einer schrecklichen Naturkatastrophe und sie interessieren die Deutschen Medien einen Dreck. Denn ein Störfall in einem Kernkraftwerk könnte mit etwas
Denken Sie mit:
1. Es gibt eine tatsächliche - allerdings rein natürliche - Katastrophe.
2. Dafür interessieren sich die Deutschen Medien einen Dreck, egal sind ihnen die Tausende und Abertausende von Toten.
3. Dann gibt es eine "Katastrophe die bisher ausbleibt" (die Experten haben die Lage "wohl halbwegs unter Kontrolle")
4. Weil die "Deutschen Medien" ein QED haben, wünschen sie klammheimlich, dass "ein Störfall" in einem KKW "außer Kontrolle" gerät.
5. Und "wir" scheißen uns in die Hose bei einer "Katastrophe die bisher ausbleibt".
6. Während "wir" in die Hose scheissen, bleiben die Japaner ganz gelassen und krempeln die Ärmel hoch. Keine Spur von unserer Hysterie vor einer "Katastrophe die bisher ausbleibt", während SPON unkt "Die Folgen des Mega-Erdbebens und der gigantischen Tsunami-Flutwellen sind unübersehbar. Aber Japans Bevölkerung ängstigt noch mehr, wie groß die unsichtbare radioaktive Verstrahlung ist. Immer neue Kraftwerkspannen werden bekannt." (Quelle). Die Deutschen projezieren ihre Deutsche Angst auf die Japaner.
Ich vermute, dass David Harnasch von seinem point of view aus sehr konsistent argumentiert. In Deutschland wird, so David Harnasch, eine "Katastrophe die bisher ausbleibt" zu sehr durchsichtigen Zwecken instrumentalisiert. Und wenn der "Störfall" doch außer Kontrolle gerät? Keine Panik! Selbst der SPIEGEL hat, so lässt uns David Harnasch heute wissen, 2007 von "Legenden vom bösen Atom" berichtet:
"Deutsche Forscher untersuchen in Sibirien eine berüchtigte Atomfabrik aus Sowjetzeiten. Die nukleare Verseuchung, so ihr Befund, wurde überschätzt. Starben auch an den Spätfolgen der Superkatastrophen von Hiroshima und Tschernobyl weit weniger Menschen als gedacht?"
So "böse" ist das Atom gar nicht. Ich glaube, ich muß jetzt eingestehen, dass"wir" sind zu zimperlich sind, keine gesunde Risikotoleranz haben, eingebildete Gefährdete sind. Lassen "wir" uns dadurch beruhigen, dass "weit weniger Menschen als gedacht" das Zeitliche segnen mußten (damit man mich nicht mißversteht, ich bin für lückenlose Aufklärung).
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