Mittwoch, 9. März 2011

Deutsche "Panik"

Vorausbemerkung: Nachfolgende Meditation ist keine Belehrung, sondern eine Brandschrift. Wer Feuerlöscher kennt, mag mich darauf hinweisen.

Panik in Deutschland! Sarrazins "Deutschland schafft sich ab" ist der größte Kassenschlager seit Menschengedenken. "Die Panikmacher, Die Deutsche Angst vor dem Islam", Patrick Bahners schreibt dagegen an.

SPIEGEL: Herr Bahners, glauben Sie, dass die Angst vor dem Islam einem neuen Nationalismus in die Hände spielt?
Bahners: Ja, denn es gibt radikale Parolen, die vor wenigen Jahren allenfalls am äußersten rechten Rand populär waren: dass die Deutschen endlich wieder mehr Selbstbewusstsein zeigen sollten und dass die historische Schuld sie in Unfreiheit halte. Diese Parolen werden von Leuten verbreitet, die eine Partei nach dem Vorbild von Geerd Wilders gründen wollen. Die gleichen Formulierungen werden aber von den etablierten Islam-Kritikern verwendet.
Kelek: Wissen Sie was, Herr Bahners, jetzt betreiben Sie Panikmache.
(DER SPIEGEL 8/2011, S.127)

Panik ist, so die Definition von Wikipedia,  ein Zustand äußerster Angst vor gegenwärtiger oder angenommener (Lebens-)Gefahr. Die Wahrnehmung einer wirklich oder vermeintlich ernsten Bedrohung kann im Hirn die besonnene Aufmerksamkeit einschränken oder ausschalten zugunsten eines der drei archaischen Notfallprogramme, welches dann ohne bewusste Kontrolle abläuft: Flucht, Kampf oder Starre (flight, fight, or freeze).

Erlauben Sie mir, mein Schärflein zur Panik beizutragen. Erlauben Sie sich für ein paar Minuten, sich der Panik hinzugeben. Oder verfolgen Sie, sofern Sie können, stoisch, mit Gleichmut, meine Panikmache. Die Frage, ob es noch Rettendes gibt, lassen Sie uns diese hinausschieben.



Die treuen Connaisseure dieses Blogs wissen, dass ich - bereits vor Sarrazin - ein ceterum censeo eingeworfen habe, Kostproben:

Hinter all dem Schlachtenlärm um eine genetische Entität geht es ja auch um die  Frage, ob es denn ein deutsches kollektives Identitätsmuster (wie bei Broders "Mustervölkern", den Isländern, Armeniern, den Juden) gibt, das für und in die Zukunft in einem Konzert der Nationen zu retten sei, für das sich ein Einsatz lohnt. Klar ist, dass ein deutsches Identätsangebot, das hauptsächlich durch Hitler und Auschwitz definiert wird, keinem Menschen auf der Welt Lust macht, in Deutschland "Deutscher" zu werden. Klar ist auch, dass eine selbstbewusste Mehrheitsbevölkerung, die hinsichtlich ihres "Egoismus der Gene" nicht schwächelt, mit Einwanderung besser zurechtkommt, die United Colours besser integrieren und assimilieren kann, weil ihre Farbe kräftig genug ist. (Post: Deutschland abschaffen! Und Europa gleich mit!)

Die mit diesem Schlachtenlärm vom Untergang des Abendlandes durch die muselmanische Bedrohung von ihrer "tödlichen Sünde" oder ihrem defätistischen "Amor fati"  ablenken wollen, ihrem Autogenozid, ...  die Angst vor dem Tod lässt sich nicht verdrängen, lediglich verschieben, gerade von den Angstbeissern nicht, die das Leben scheuen und dem Risiko und dem harten Glück einer Elternschaft aus dem Weg gehen, kein (Zwischen-)Glied mehr in einer Kette von Generationen sein wollen, sondern Endmoränen sind - und sich nicht mehr um ihre Kinder, sondern nur um sich selbst Sorgen machen müssen. Die dämmern im Halbschlaf in ihrer Matrix, es zuckt noch, wenn von aggressiv fertilen Muselmanen geträumt wird. (Post: Henryk M. Broder, Hetzer ohne Parallelen)

Natürlich soll man wie Matthias Matussek die Frage stellen, wer sind wir, was die anderen nicht sind, aber was hilft das denn, wenn wir nicht ausreichend und nachhaltig Stamm-HalterInnen zeugen, die diese Identitätspositionen einnehmen könnten? Insofern, in aller Kürze, ist der Schlachtenlärm gegen dem Islam und den Muselmanen auch die panische Ablenkung von der uneingestandenen Angst vor dem Autogenozid. Man erlaube mir, dies hier unter einer ethnischen Dimension zu betrachten. Ich persönlich halte diesen Prozess für kaum noch reversibel; "Deutschland" (und Europa) wird ein Denkmal, das Museum eines untergegangenen Volkes sein; noch für das Abendglühen dieser Kultur empfindsame deutsche Zeitgenossen, Sarrazin mit seiner Sorge um Wanderers Nachtlied, ich mit meiner Sorge um den Bestand von Bachchören, Matthias Matussek mit seiner "religiösen DNA" neigen zu einer antiquarischen Einstellung  als zu einer heroischen oder kritischen. Das sind sind bildungsbürgerliche Relikte, mit denen man bald einsam wie die Buchmenschen in Truffauts Fahrenheit451 durch die Wälder streifen kann.

Ich gebe zu, das ist ein sehr hoher Ton mit Tremolo.

Die archaische Notfallprogramme in Zeiten der Panik sind: flight, fight or freeze. Diese können ohne bewußte Kontrolle ablaufen. Gegenüber der Bedrohung fertiler Muselmanen trommeln die Männchen (seien sie Alphamännchen oder die allerletzten) auf die Brust (fight), gegenüber der Bedrohung durch Autogenozid ziehen sie ihren Schwanz ein (flight or freeze).

Martin Lichtmesz: Eine Gretchenfrage

Kann man von den Migranten, den Ankömmlingen aus anderen Kulturen, Integration und/oder Empathie für unsere Beklemmung und Angst erwarten, fragt Martin Lichtmesz.  Ist das noch Selbstbehauptung oder schon schiere Verzweifllung, wenn Martin Lichtmesz, einer der brilliantesten Denker der intellektuellen Rechten, schreibt

"Zu verlangen, daß die Deutschen angesichts dieser Lage keine Beklemmung und Angst (Foroutan spricht von „Ressentiments“) empfinden sollen, ist schon viel. Noch viel mehr ist es, von ihnen abzuverlangen, dieser Zukunft auch noch freudig entspannt und widerstandslos, oder gar mit Begeisterung entgegenzublicken. Das zukünftige „plurale Deutschland“, das Foroutan offenbar als unausweichlich ansieht, meint nichts anderes als einen Vielvölkerstaat, ein Mega-Jugoslawien, in dem die Deutschen teils mit anderen vermischt, teils zu einer Ethnie unter anderen geschrumpft sind.

... Foroutan drückt sich dabei beharrlich um die Basis von Sarrazins Argumentation herum, die viel entscheidender ist als der richtige Prozentsatz an Kopftuchträgerinnen und türkischen Abiturabschlüssen: nämlich die Gretchenfrage, ob denn überhaupt noch ein territoriales und kulturelles Vorrecht der authochtonen Bevölkerung gegenüber den Eingewanderten Gültigkeit haben soll. 

... Zum Schluß: daß es soweit kommen konnte, ist nicht die Schuld der Migranten, sondern die logische Quittung für eine jahrzehntelange inkonsequente und schwache Integrations- und Selbstbehauptungspolitik der Deutschen. Sie haben selbst ihre eigene Mitte preisgegeben, und dürfen sich nun nicht wundern, wenn andere in das Vakuum ihrer Selbstabschaffung und Selbstnegierung eindringen. Man kann es keinem Migranten verdenken, wenn er heute die Forderung nach „Integration“ gelangweilt bis gereizt zurückweist, weil er diese, völlig zu Recht, als „Phrase ohne tieferen Sinn“ betrachtet."

Wenn das so ist, wie Martin Lichtmesz abschließt, hat dann der Kampf um die Gretchenfrage überhaupt noch eine Relevanz?  Bestenfalls ist das eine Sysiphus-Arbeit, aber wer wird den Stein noch nach oben schieben? Soll man nicht stossen, was bereits fällt?

 Modell Israel?

Es ist nicht zufällig, wenn für die neue Rechte in Europa Israel das Vorbild ist, ein kleiner Staat mit einer klaren nationalen Identität und einer starken Selbstbehauptungpolitik der Israelis - auch auf Kosten der nationalen Ambitionen eines anderen Volkes.  Israel ist die Reaktion auf das, was David Ben-Gurion die "Sünde" der jüdischen Machtlosigkeit nannte, ein Überlebensbollwerk, das unilateral im eigenen nationalen Interesse handelt, weitgehend ungebunden durch supranationale Vereinbarungen. Ich empfehle wärmstens,  den Essay "Ist die Idee des Nationalstaats überholt?" von Yoram Hazony im Merkur Januar 2011 zu studieren; Yoram Hazony schließt: 

"Das Problem besteht darin, dass viele in Europa sich für ein Konzept internationaler Beziehungen entschieden haben, das der nationalen Unabhängigkeit sehr große Opfer abverlangt, wenn ein Volk als wirklich legitimes Mitglied der Völkergemeinschaft anerkannt sein will. Es sind Opfer, die selbst einigen europäischen Nationen schwerfallen. Realistisch betrachtet besteht keine Möglichkeit, dass Israel diese Opfer bringen wird. Israel wurde mit dem ausdrücklichen Ziel gegründet, ein unabhängiger Nationalstaat zu sein, der Staat des jüdischen Volkes, und das wird es aus den von mir dargelegten Gründen auch bleiben. Solange viele in Europa weiterhin daran arbeiten, ihre eigenen unabhängigen Nationalstaaten abzuschaffen, werden sie weiterhin den Übergang zu einem neuen Paradigma vorantreiben, dem es äußerst schwer fällt, einer Nation wie Israel darin einen Platz einzuräumen.
Ich bin mir bewusst, dass viele Europäer auf ein anderes Israel hoffen. Ich selber hoffe, dass wir einen Gesinnungswandel in Europa erleben werden. Anständige Menschen sollten in der Lage sein, auf Israel zu schauen und einzuräumen, dass der jüdische Staat nicht notwendig deshalb dem neuen Paradigma nicht entspricht, weil etwas faul ist in Israel, sondern weil vielleicht etwas faul ist an dem neuen Paradigma. Vielleicht ist die Europäische Union nicht in jeder Hinsicht eine so vielversprechende Idee, wie man vermutete. Vielleicht haben sich die europäischen Völker geirrt und ihre nationale Unabhängigkeit zu gering eingeschätzt und waren bereit, zu einem allzu niedrigen Preis auf sie zu verzichten. Die Geschichte ist unbeständig und wechselhaft, und wer das heute nicht zu erkennen vermag, wird es vielleicht morgen sehr deutlich erkennen.
Wenn die Europäer erst einmal Anlass haben, den Wert, den sie ihren nationalen Traditionen und ihrer nationalen Unabhängigkeit zuerkennen, zu überprüfen, ist das Beispiel Israels vielleicht von größerem Interesse für sie – in einem positiven Sinne. Und wenn das geschieht, da bin ich mir sicher, werden sich die Beziehungen zwischen Europäern und Israel verbessern, vielleicht sogar überraschend schnell."

Israel als Nationalstaat und Territorium für eine nationale Überlebensgemeinschaft  - dieses Modell hat eine große Fazination für diejenigen, die sich auf eigenem Territorium von eindringenden fremden "Kulturbereicherern" bedroht fühlen (möglicherweise schon mit der europäischen Integration überfordert sind). Diejenigen, die sich davon faszinieren lassen, sollten jedoch apriori folgende Fragen klären

1. Wer sind "wir" im Unterschied zu den "anderen"? Welche Identitätsmerkmale hat dieses "Wir"?
2. Können wir uns wie die Juden als "nationale Überlebensgemeinschaft" definieren? Haben wir als Volk einen so starken nationalen Identitätskern (unabhängig von der Problematik der Bestimmung der Zugehörigkeit durch Abstammung) wie "die Juden" (in ihrer Heterogenität eine kleine Welt für sich)? Ich möchte daran erinnern, dass bei aller Angst der jüdischen communities in den Vereinigten Staaten vor Assimilation ("Holocaust durch Assimilation") die Juden dort zwar sehr erfolgreich integriert, aber nicht assimiliert sind, während die deutschen Einwanderer gänzlich in den amerikanischen Mainstream untergetaucht sind, von einer deutschen community in Amerika nicht die Rede sein kann. Am Israel Chai (Das Volk Israel lebt)! Kann sich jemand eine deutsche Entsprechung dazu vorstellen? "Es lebe das heilige Deutschland!" Dazwischen liegen Welten. (En passant: Der Held dieses Blogs hat sehr nüchtern zum Besten gegeben: Deutschland schafft sich ab - das kann je nach Blickwinkel gut oder schlecht sein; je weniger Deutsches oder Blondes oder Protestantisches oder Arisches in Deutschland, desto besser.)
3. Welchen Status haben unsere Mitbewohner auf unserem Territorium? Ist das israelische Modell ein stabiler oder fragiler Modus vivendi? Kann Europa eine gated communty, eine durch überlegene Waffengewalt geschützte Festung sein?
4. Last but not least: Israel ist die einzige entwickelte Industrienation, deren Geburtenrate über der Reproduktionsrate liegt. Die Geburtenrate pro Frau liegt in Israel bei  2,72, in Deutschland bei 1,42 (2010). Ich vermute, dass sich diese Geburtenrate in Israel nicht in erster Linie besonderen ökonomischen, soziologischen, ökologischen etc. Faktoren verdankt, sondern einem "Überlebenselan". Hier haben bevölkerungspolitische Maßnahmen nur einen begrenzten Einfluss. Unter welchen Voraussetzungen könnte man sich in Deutschland und Europa eine Revitalisierung dieses Elans vorstellen?  Gibt es einen Willen zu Überleben ohne einen Willen zur Macht? Wenn unsere westliche Gesellschaft nach Alan Posener "die lebens- und liebenswürdigste Gesellschaft" seit Menschengedenken ist, ist diese gänzlich unabhängig vom Demos? Warum motiviert sie nicht zum Überlebenskampf?

Ein paar nackte Zahlen 

Dem demoskopisch implodierenden Deutschland und Europa steht eine demoskopisch explodierende arabische Welt und Afrika gegenüber. "Menschenmaterial", die dem panischen Gefühl Alpträume bescheren können.  Ich beziehe mich hier hauptsächlich auf Gunnar Heinsohns Untersuchung "Söhne und Weltmacht" (Zürich 2003); Gunnar Heinsohn, ein Wissenschaftler, der auch für Wissenschaftskeptiker wie Henryk M. Broder über jeden Verdacht erhaben ist (Broder hat viel von ihm abgeschrieben), auf der Achse des Guten Experte für die politische Großwetterlage, titelt die Schlagzeilen: Sohnesreichtum ist Kampfvorteil, Islamische Länder tragen den Siegesbanner der Fortpflanzung, Die Gebärmütter der Frauen entscheiden den Krieg,  die Hoffnung stirbt auch bei Heinsohn zuletzt: Das Zeitalter muslimischer Kriege könnte in 20 Jahren soweit sein.

In den 30 OECD Staaten plus osteuropäische SU-Nachfolgestaaten u. EU-Kandidaten beträgt der Anteil von Kindern unter 15 Jahren 215 Mio von 1.2 Milliarden, d.s. 18% der Bevölkerung, gegenüber 1.4 Milliarden von 3.8 Milliarden, d.s. 36%, in der weniger entwickelten Welt ohne China. Die Länder mit den höchsten youth bulges (Jugendüberschüssen) liegen allesamt in der islamischen Welt und in Afrika. Ausgewählte Länder:

Pakistan            60 Mio unter 15 Jahren von 148 Mio,  40%
USA                  59 Mio                                  285 Mio,  21%
Ägypten            24 Mio                                    71 Mio,  35%
Rußland            24 Mio                                  144 Mio,  16%
Türkei               19 Mio                                    67 Mio,  27%
Deutschland      12,7 Mio                                 83 Mio,  15%
Großbrittanien  11,4 Mio                                  60 Mio,  19%
Algerien            11 Mio                                     33 Mio, 33%
Frankreich         10,7 Mio                                  60 Mio, 18%
Marokko            10,6 Mio                                  31 Mio, 33%

Dabei muß berücksichtigt werden, dass in den Zahlen der europäischen Länder der Kinderanteil der Immigranten bereits enthalten ist, pi x Daumen 20% beträgt.

Nach Heinsohn verursacht der Jungmännerüberschuss einen Positionsmangel innerhalb der Gesellschaft;  in den nächsten 15 Jahren (er schrieb dies 2003) müßten 300 Mio von 900 Mio junger Männer aus der Dritten Welt, "young people desperate for positions" außerhalb ihrer Heimat um Positionen kämpfen. Ihnen gegenüber stünden 100 Mio junge Männer aus der entwickelten Welt.

Gunnar Heinsohn schreibt an die Wand

 "... Hinblick auf die erschreckenden demografischen Vorhersagen für die nächsten dreißig Jahre, wobei die von mir erwähnten noch die günstigsten sind. Eingeschlossen inmitten von sieben Miliarden Menschen leben nur siebenhundert Millionen Weiße, davon in unserem kleinen Europa ein nicht mehr junges, sondern sehr gealtertes knappes Drittel, gegenüber einer Vorhut von fast vierhundert Millionen Maghrebinern und Muselmanen auf dem gegenüberliegenden Ufer des Mittelmeeres, wovon fünzig Prozent jünger als zwanzig Jahre alt sind und die dem Rest der Dritten Welt vorausgehen. Kann man bei einem solchen Mißverhältnis nur eine Sekunde und im Namen irgendeiner Vogelstraußblindheit an ein Überleben glauben? (…)" (Quelle)

Auf eine glänzende literarische Dramatisierung dieses Befundes, bei der Sie Ihre Panik geniessen nd kultivieren können, macht uns Martin Lichtmesz aufmerksam: Jean Raspail und das "Heerlager der Heiligen"

Auch wenn man geneigt ist, das worst case Szenario Heinsohns, dass dieser Überschuss an verzweifelten jungen Männern zwingend zu Expansion, Krieg, Bürgerkrieg, Terror führt, zu bestreiten und als Schwarzseherei und Panikmache zu kritisieren, bleibt wohl unbestritten, dass auf absehbare Zeit in diesen Ländern (Vorderer Orient, Afrika) nicht die ökonomischen Bedingungen geschaffen werden können, die für diese Generationen ausreichend Positionen zur Verfügung stellen, dass es zu gewaltigen Migrationsbewegungen Richtung der saturierten Länder des Westens kommen wird. Europas bisherige Strategie, durch Vereinbarungen mit kommoden Despoten südlich des Mittelmeers diesen Migrationsbewegungen Riegel vorzuschieben, scheint gescheitert zu sein. Bei den derzeitigen Revolutionen in der arabischen Welt geht es sicherlich um Freiheit von oligarchischen Tyranneien,  aber auch um Kampf gegen feudale Vetternwirtschaft, um mehr und bessere Positionen und Lebenschancen für die nachwachsenden Generationen. Diese Länder und Gesellschaften ökonomisch und politisch zu stabilisieren, ist eine Titanenaufgabe.

 Dem gegenüber steht ein korrelierender Alptraum:

"Wenn Deutschlands derzeitige Einwohnerschaft von etwa achtzig Millionen zumindest quantitativ stabil bleiben soll, muß die Zahl der Einwanderer bis 2050 auf 700.000 jährlich steigen. Damit ließe sich das seit 1972 bestehende Geburtendefizit der Deutschen ausgleichen, rein quantitativ, wie gesagt: Über den Bildungsstand oder den Grad der Qualifizierung reden wir noch gar nicht. Und selbst bei einem stabilen Bevölkerungsvolumen von achtzig Millionen ist die Vergreisung auf ein Durchschnittsalter von 52 Jahren unvermeidlich." (Quelle)

Ursache ist nach Heinsohn, a.a.O, S. 46

"Das gegenwärtige Paradox von den reichsten Territorien der Erde, die nicht imstande sind, sich aus eigener Fortpflanzung zu reproduzieren, löst sich also darin auf, dass Erwerbsquoten von Männern und Frauen von über 80 Prozent zwar den Reichtum steigern, aber die Verausgabung gerade der konkurrenztüchtigsten Lebensjahre für Vermehrung und Erziehung so gut wie unmöglich machen. ...
Dieses enge Fenster einer biologisch und sozial auf zehn Jahre reduzierten Vermehrungszeit ist identisch mit dem Zeitraum , in dem die jungen Männer und ihre Partnerinnen in der Konkurrenz nach oben kommen müssen oder eben Verlierer werden. Selbst diejenigen, die Vaterschaftswünsche haben, müssen - mitten im härtesten Konkurrenzkampf ihres Lebens stehend - das Ansinnen zurückweisen oder können ihm nur widerwillig nachkommen. [gilt dieser Zusammenhang, den ich für plausibel halte auch in Ländern wie z.B. Rumänien, Ukraine, Litauen etc., die nicht konkurrenzfähig sind und noch nicht mal genügend Positionen für schwache Geburtenjahrgänge bereitstellen?]

Es ist diese Zwickmühle, aus der auch die einfallsreichste Familienpolitik nicht heraushilft. ... Die einzige feste Bezugsgröße für Familienpolitik bleibt deshalb der emotionale Wunsch der Frauen nach Kindern. Da sich dieses psychische Bedürfnis mit mit einer einzigen Geburt bereits weit gehend erfüllt, tendieren die westlichen Gesellschaften zu Einzelkindern. Und aus dieser Perspektive liefern die youth bulges der weniger entwickelten Welt für die OECD-Staaten keineswegs nur ein Bedrohungspotential, sondern eröffnen zugleich ihre - allerdings nur vorübergehende und partielle - demographische Sanierung."


(Quelle: Martin Lichtmesz, Der Naika-Foroutan-Typus; interessant wäre aber auch, die Bevölkertungsentwicklung ohne Zuwanderung zu visualisieren)

Könnte Europa nicht gesundschrumpfen? Was Bevölkerungsrückgang ökonomisch und gesellschaftlich bedeutet, darüber kann man sich hier einen ersten Eindruck verschaffen. Unter dem bisherigen vorherrschenden wirtschaftspolitischen Paradigma, das auf Wachstum beruht, ist das nicht vorstellbar. Gibt es ein anderes Paradigma?

Kann es eine demographische Sanierung und wirtschaftliche Stabilisierung durch Zuwanderung geben? Gunnar Heinsohn resümiert (a.a.O., S. 160):

"Denn selbst bei einer extrem liberalen Öffnung der Grenzen können Einwanderer eines nicht sonderlich gut - nämlich viele begabte junge Leute bereitstellen, die von klein auf in einer hochtechnologischen Gesellschaft heranwachsen, souverän mit ihr umgehen lernen und dann die kritische Masse bilden, die sie siegreich auf neue Höhen führt. Diese Voraussetzung für ein Verbleiben Europas im Spitzensegment der Weltwirtschaft kann womöglich mit direkt aus der Wissensgesellschaft aufgewachsenem Nachwuchs leichter erreicht werden als mit wie auch immer motivierten Zuzüglern aus Afrika und der muslimischen Welt."

"Geburtenschwache Länder auf der Suche nach Hochqualifizierten. ... Aber selbst nach fast vierzig Jahren Export von Hochqualifizierten aus der gesamten  unentwickelten Welt (1960 - 2000) sind dabei gerade einmal 40.000 jährlich bzw. 1,5 Millionen insgesamt für alle entwickelten Staaten gemeinsam zusammengekommen (CIA-NFIB 2000, 15). Soviel will jetzt Deutschland in fünf Jahren alleine für sich. ... Man funkt in die Welt, dass man sehr viele von da draußen braucht, aber an den Grenzen wird dann Klartext gesprochen: Ihr nicht!" (a.a.O, S. 150f)

Hier müßte die Quadratur des Kreises gelingen, nachdem, so Heinsohn, in der gegenwärtig herrschenden Konkurrenzwirtschaft die von allen, Männlein und Weiblein, geforderte Konkurrenzfähigkeit nicht mit einer "Verausgabung für Vermehrung und Erziehung" vereinbart werden kann. Gibt es ein alternatives wirtschaftliches Paradigma, einen Ausstieg aus diesem selbstzerstörerischen System?

Kann eine sehr hohe Zuwanderung ("In Wirklichkeit braucht es allein in Deutschland bis 500.000 jährlich, um die seit Jahrzehnten an der Nettoreproduktion fehlenden Geburtenzahlen auszugleichen")  wirtschaftlich und gesellschaftlich bewältigt werden? Sind dafür die ökonomischen und sozialen Ressourcen gegeben? Es handelt sich ja nicht um kommunizierende Röhren, Druckausgleich. M.E. gibt es Grenzwerte für die Aufnahmebereitschaft und -Fähigkeit einer Gruppe, Gemeinschaft oder Population.

Was exemplarisch für das jüdische Volk gilt
"Man kann ihm beitreten ..., aber die orthodoxen Rabbiner bauen sehr bewusst hohe Hürden auf, wohl wissend, dass Massenkonversionen das jüdische Volk (...) in der Substanz schwächen würden"

gilt m.E. allgemein
"Selbstverständlich ist es nicht nur legitim, sondern leider auch oft genug notwendig, darauf hinzuweisen, dass dieser Wille zur Zusammengehörigkeit, der ein Volk ausmacht, nur im Ausnahmefall ohne das Bewusstsein gemeinsamer Abstammung auskommen wird. Abstammung ist also nicht alles, aber ohne einen Kern gemeinsamer Abstammung wird es normalerweise auch kein Volk geben. Selbst Völker, denen man als Einzelperson beitreten kann, können nur eine begrenzte Anzahl solcher Beitritte absorbieren. Zugespitzt: Zehntausend Afrikaner können Deutsche werden, zehn Millionen können es nicht; das ist keine Frage der Staatsangehörigkeit, sondern des Zusammengehörigkeitsgefühls. Ab einer bestimmten Größenordnung wird die Integrationskraft jedes Volkes überfordert." (Quelle)

Geht es überhaupt noch um Integration? Welche Integrationsangebote (vgl. Martin Lichtmesz, Deutsche Täter, Deutsche Opfer "Die Deutschen sind heute nicht einmal imstande, sich selbst eine Identität zu geben, geschweige denn irgendjemand andern." - Einwand: bleibt das multikulturelle und multiethnische Model. Integration heißt nicht Identifizierung) können wir denn geben?

Genug Stoff für panische Gefühle; ich sehe z.Z. keine Lösungskompetenz. Die m.E. nach wie vor beste Reflexion der Situation hat Botho Strauss vor 18 Jahren mit "Anschwellender Bocksgesang" geschrieben. Mit ein paar Absätzen daraus will ich abschließen

"Welche Transformierbarkeit besitzt das Unsere, das Angerichtete noch? Allem Anschein nach keine mehr. Wir sind in die Beständigkeit des sich selbst korrigierenden Systems eingelaufen. Ob das noch Demokratie ist ode schon Demokratismus: ein kybernetisches Modell, ein wissenschaftlicher Diskurs, ein politisch-technische Selbstüberwachungsverein, bleibe dahingestellt. Sicher ist, dieses Gebilde braucht immer wieder wie ein physischer Organismus den inneren und äußeren Druck von Gefahren, Risiken, sogar eine Periode von ernsthafter Schwächung, um seine Kräfte neu zu sammeln, die dazu tendieren, sich an tausenderlei Sekundäres zu verlieren. Es ist bislang konkurrenzlos, weder Totalitarismus noch Theokratie brächten etwas Besseres zum Wohl der größtmöglichen Zahl zustande als dieses System der abgezweckten Freiheiten.

      Natürlich gilt das nur solange, wie wir davon überzeugt sind, daß allein der ökonomische Erfolg die Massen formt, bindet und erhellt. Nach Lage der Dinge dämmert es manchem inzwischen, daß Gesellschaften, bei denen der Ökonomismus nicht im Zentrum aller Antriebe steht, aufgrund ihrer geregelten, glaubensgestützten Bedürfnisbeschränkung im Konfliktfall eine beachtliche Stärke oder gar Überlegenheit zeigen werden.

      Wenn wir Reichen nur um minimale Prozente an Reichtum verlieren, so zeitigt das in unserem reizbaren, nervösen Gefüge nicht nur innenpolitische Folgen, sondern vor allem abrupte Folgen der politischen Innerlichkeit, den impulsiven Ausbruch von Unduldsamkeit und Aggression.

      Wir warnen etwas zu selbstgefällig vor den nationalistischen Strömungen in den osteuropäischen und mittelasiatischen Neu-Staaten. Das jemand in Tadschikistan es als politischen Auftrag begreift, seine Sprache zu erhalten, wie wir unsere Gewässer, das verstehen wir nicht mehr. Das ein Volk sein Sittengesetz gegen andere behaupten will und dafür bereit ist, Blutopfer zu bringen, das verstehen wir nicht mehr und halten es in unserer liberal-libertären Selbstbezogenheit für falsch und verwerflich.

      Es ziehen aber Konflikte herauf, die sich nicht mehr ökonomisch befrieden lassen; bei denen es eine nachteilige Rolle spielen könnte, daß der reiche Westeuropäer sozusagen auch sittlich über seine Verhältnisse gelebt hat, da hier das 'Machbare' am wenigsten an eine Grenze stieß. Es ist gleichgültig, wie wir es bewerten, es wird schwer zu bekämpfen sein: das die alten Dinge nicht einfach überlebt und tot sind, daß der Mensch, der einzelne wie der Volkszugehörige, nicht einfach nur von heute ist. Zwischen den Kräften des Hergebrachten und denen des ständigen Fortbringens, Abservierens und Auslöschens wird es Krieg geben.

      Wir kämpfen nur nach innen um das Unsere. Wir werden nicht zum Kampf herausgefordert durch feindliche Eroberer. Wir werden herausgefordert, uns Heerscharen von Vertriebenen und heimatlos Gewordenen gegenüber mitleidvoll und hilfsbereit zu verhalten, wir sind per Gesetz zur Güte verpflichtet. Um dieses Gebot bis in die Seele der Menschen (nicht nur der Wähler und Wählerinnen) zu versenken, bedürfte es nachgerade einer Rechristianisierung unseres modernen egoistischen Heidentums. Da die Geschichte nicht aufgehört hat, ihre tragischen Dispositionen zu treffen, kann niemand voraussehen, ob unsere Gewaltlosigkeit den Krieg nicht bloß auf unsere Kinder verschleppt."


Ich persönlich, ohne Macht und Einfluss, mit allen anderen an der Klippe stehend, plädiere für eine Notstandsverordnung, dass nur diejenigen unter uns in leitende und sonstige höheren Positionen in Wirtschaft, Politik, Administration, Verbänden gelangen dürfen, die nachweisen, dass sie in der Lage sind, ein eigenes kleines Familienunternehmen erfolgreich zu führen. Welche flankierenden Maßnahmen sozialtechnischer, ökonomischer und bedürfnispsychologischer Art getroffen werden müssen - das bitte ich in einer Charta des Überlebens zu formulieren. Ist diese "autochtone" Perspektive obsolet oder illegitim? Ich vermute, dass die Konflikte des demographischen Wandels eher größer und unkontrollierbarer werden, wenn wir darauf verzichten zu überleben - und verschwinden.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Da haben sie aber eine saubere Arbeit hingelegt! Dieser Artikel umfasst immerhin 11 Wordseiten, leider kommt mir aber ihre Meinung zu wenig rüber. (Der Beitrag ließt sich ja ein bisschen wie KT's Flickenteppich)
Für eine Brandschrift eindeutig zu lange und zu liberal formuliert.

Ihre Angst um die Bachchöre kann ich verstehen, meine aber, dass sie unbegründet ist. Schon in der autochthonen deutschen Bevölkerung schwärmt ein sehr geringer Prozentsatz der Menschen für Bach oder für "Wanderers Nachtlied", solche Dinge sind nie Mainstream. Auch in der "neuen", gemischten Bevölkerung wird es einen angemessenen Anteil an Menschen geben, die klassische Musik mögen.
Es sind schließlich nicht alle Einwanderer dem Prekariat zuzuordnen, und nicht alle Einwanderer schauen lieber RTL2 anstatt sich kulturell zu bilden. Ob der IQ nun bei den autochtonen Deutschen höher liegt als bei den migrierten vermag ich nicht zu sagen.

Das eigentliche Problem ist der Islamismus, der die Einwanderung so kompliziert und gefährlich macht. Ein Türke, der sich zur demokratisch-freiheitlichen Grundordnung in Deutschland bekennt, und sich den westlichen Werten zumindest in soweit unterordnet, dass er sie akzeptiert und toleriert ist keine Gefahr für das deutsche Volk. (Was ist das eigentlich? So lange gibt es das ja auch noch nicht!)
Problematisch wird es mit Einwanderern, die andere Wertvorstellungen haben und welche die hier herrschende Lebensart nicht akzeptieren können. Sei es das Problemfeld "Zwangsheiraten" oder die Ablehnung und Diabolisierung der hier herrschenden Freiheit.

Da Deutschland schon immer ein Mischvolk war und ist, geht von gesteuerter und maßvoller Einwanderung keine Gefahr aus, so meine ich.

Das waren kurz meine Gedanken zu dem Thema,

Gruß

Da.

Anonym hat gesagt…

wie gunnar heinsohn (in besseren tagen !) einmal feststellt gibt es nur "ISLAMISTEN": CHRISTIANISEN dagegen, darauf verschliesst sich unser eurozentristischer blick in geschichtsbücher ...

eigenartigerweise haben andere völker die "autochtonie" der deutschen meistens akzeptiert, gerade im orient. so waren es auch in der siedlungsgeschichte palästinas nicht zionisten, die mit der kolonisierung des landes begannen, sondern die schwäbischen templer und französischen st-simonisten.

wie gesagt, der grosse alte konservative, scholl-latour hat recht. das problem lässt sich nur demographisch lösen. ende dieses jahrhunderts wird der anteil der europäer nur noch 4 % der weltbevölkerung betragen. ob dadurch aber der anteil der leute, die so grossen unsinn schreiben, wie verteidiger der freiheitlich-demokratischen grundordnung relativ ansteigt, ist so gut wie sicher.

Anonym hat gesagt…

"Die Liebe der Türken und Deutschen zueinander ist so alt, daß sie niemals zerbrechen wird." - Otto von Bismarck

Oscar Mercator hat gesagt…

@ Da

Was meinen Sie mit "zu liberal formuliert"?

Das Zusammenfügen verschiedener Perspektiven (wobei ich die Quellen im Gegensatz zu KT nicht unterschlagen habe) hat sicherlich etwas ungefüges, das ist nicht aus einem Guß.

Ich habe nichts gegen eine maßvolle Einwanderung, etwas anderes können wir uns gar nicht leisten (ich habe auch immer die gemischten Bevölkerungsgebiete im eh. Kakanien für sehr anregend gehalten, ich weiß nicht, ob ich dabei idealisiere, und würde auch ein Europa der Vaterländer, in denen auch die United Colours eine Rolle spielen können, begrüssen). Der Punkt ist eine Reproduktionsrate der autochtonen Deutschen und der meisten europäischen Nationen, die ich zugespitzt für autogenozidal halte. Ich befürchte auch, dass ich mit der Annahme, dass der Prozess nicht reversibel ist, Recht habe.
Halten Sie meinen Vorschlag, den ich zum Schluß gemacht habe, für utopisch? Es mag wohl ein erhabenes Gefühl sein, dem Untergang eines Volkes bzw. einer Kultur beizuwohnen, wenn sie keinen Überlebenswillen und schöpferische Kraft mehr hat, als Angehöriger lässt mich das nicht gleichgültig.

mondoprinte hat gesagt…

Insgesamt äußerst lesenswert und streckenweise fantastisch formuliert. Bei allem Nachdenken über die Adaptierbarkeit des "israelischen Modells": eine deutsche Ethnokratie, really?

Anonym hat gesagt…

Man kann das auch ohne Panik sehen, wie z.B. Broder

Frage: Wo sehen Sie die Integrationsdebatte in 20 Jahren?

Broder: Wahrscheinlich wird sich das Thema bis dahin erledigt haben. Auf der Straße wird dann türkisch gesprochen, in den Hochschulen englisch, und ein paar alte Männer wie ich werden sich heimlich zu Literaturzirkeln treffen. Das wird gemütlich.

http://www.hna.de/nachrichten/politik/politik-lokal/henryk-broder-das-absoluter-nullsatz-1155405.html

Oscar Mercator hat gesagt…

@ mondoprinte

Ich habe versucht darzustellen, dass das Konzept der Ethnokratie, sofern man daran Gefallen finden kann, hierzulande gänzlich illusorisch ist. Es fehlt schlicht der Wille zu Überleben, damit steht der Wille zur Macht auf tönernen Füssen.

Anonym hat gesagt…

Hallo und danke für die Antwort!
Gut, meine Formulierung war schlecht gewählt, ich meinte, dass ihr Traktat für eine Brandschrift zu wenig polemisch ist und zu wenig zuspitzt.
Dass sie verschiedene Quellen benutzen ist natürlich ok, ein Text aus einem Guß ließt sich nur einfach besser.
Ich sehe der Entwicklung auch eher mit Schrecken als mit Frohsinn entgegen, aber, was soll ich tun? Für mich persönlich ist die Entwicklung gar nicht so bedeutend, Sorgen mache ich mir eher um meine Nachkommen. Wie wird Europa für sie aussehen?
Brauchen wir eine 4-Kind-Politik für Arier?

mfg

Da.

Oscar Mercator hat gesagt…

@ Da

Ich empfehle Ihnen, in dieser Sache Wutbürger zu werden. Gibt es etwas wichtigeres, als für das Wohl der Nachkommen zu kämpfen?

Es dreht sich nicht um die Arier. Nach dem, was ich gelesen haben, gleicht sich die Reproduktionsrate der Migranten sehr schnell dem "deutschen" Schnitt an. Die Kardinalfrage scheint mir zu sein, ob eine Population, die hinsichtlich des Egoismus der Gene, aus welchen Gründen auch immer, schwächelt, gefestigt und selbstwußt genug für die Integration von Migranten ist.

Der Bundesdenker hat gesagt…

Das ist doch was für die netten Herren hier:
Der Bundesdenker und die Kopftuchmädchen
„Wir werden auf natürliche Weise immer dümmer.“ Thilo Sarrazin hat in einem überzeugenden Selbstversuch gezeigt, wie ernst wir diese These nehmen müssen. Um dieser dramatischen Entwicklung entgegenzuwirken, hat Heinrich Pachl maßgebliche Stimmen zusammengetragen, die Sarrazins Theorien buchstäblich ins rechte Licht stellen. Immer nach dem Motto: Nur wer Sarrazin versteht, kann die Welt verstehen."

Oscar Mercator hat gesagt…

@ Der Bundesdenker

Vielen Dank für die Anregung. Ich bin ja nicht für Dauerpanik.

Anonym hat gesagt…

"Herr" Kaufmann!
Auch wenn Sie diesen Beitrag wiederum nicht freischalten, wahrscheinlich aus Angst, möchte ich Sie darauf hinweisen, dass ein Process gegen Sie angestrebt wird. Dafür werden alle vergangenen und zukünftigen Äußerungen von Ihnen berücksichtige werden. Seien Sie vorsichtig, in welcher Weise Sie sich äußeren! Ich sage Ihnen das als Freund der guten Willen zeigen möchte.
Ich gebe Ihnen den guten Rat, diesen Blog zu löschen und alle weitere Maßnahmen zu unterlassen, durch die Sie andere in Misskredit zu bringen suchen!

L.Z.

Anonym hat gesagt…

adelsprädikate und doktorentitel sind ja inzwischen mega-out, oder ? falls der prozess gegen sie angestrengt wird, auch wegen der "ZUKÜNFTIGEN" äusserungen, lassen sie es bitte über ihre website wissen.

es wäre doch das erste mal, dass keine solidaritätskampagne gestartet werden könnte, um nicht die anwalts- und gerichtskosten zu decken. sie müssten nur die imponderabilien der "ZUKÜNFTIGEN" kosten ansetzen ! vielleicht muss der "herr" l.z. dann vor den khadi treten ?

Oscar Mercator hat gesagt…

In jedem großen Drama tauchen Narren auf. Das ist doch Slapstick.