Helter skelter scheint die Signatur unserer Zeit zu sein. Solche Zeiten zeichnen sich dadurch aus, dass bisherige Koalitionen sich auflösen (z.B. Christdemokratie + Atomkraft), neue Koalitionen, die man so nicht erwartet hat, plötzlich möglich sind. Die Achse des Guten zeichnet sich, wie bekannt, als Zitadelle im Kampf gegen den Islamismus und als feste Burg im Kampf für die Atomkraft aus. Ist ein Brückenschlag möglich? Es ist ja nicht so, dass Glaubensstärke für Broder, Maxeiner & Miersch, Benny Peiser, David Harnasch et tutti quanti keine Rolle spielt.
"Der einstige türkische Handelsminister Cahit Aral zum Beispiel: Kurz nach der Katastrophe von Tschernobyl im April 1986 erklärte er, jeder, der behaupte, die radioaktive Wolke habe die türkischen Tee-Anbaugebiete am Schwarzen Meer erreicht, sei ein "Atheist" und "Verräter". Später, als die Geigerzähler auch in der Türkei anschlugen, hielt er eine Tasse türkischen Tees in die Kamera und teilte mit, er trinke "sieben oder acht Tassen am Tag". Turgut Özal, der Premierminister [als Angehöriger des Sufi-Ordens der Naqschbandi betrieb Özal sowohl die wirtschaftliche Öffnung der Türkei als auch deren Re-Islamisierung] , setzte noch eins drauf: "Radioaktiver Tee", schwärmte er, "schmeckt noch besser, noch leckerer." ... "Es gibt keine Investition ohne Risiko. Wer ein Leben ohne Risiko will, braucht sich auch keine Propangasflasche für die Küche kaufen." Erdogan sagte dies am Dienstagabend. Dann stieg er in die Maschine nach Moskau, wo er mit russischen Partnern den Bau eines Atomkraftwerks in Akkuyu am Mittelmeer verhandelt. ...Die Pläne für das zweite AKW stehen auch schon. Nach Sinop soll es, ans Schwarze Meer. ... Am Freitag, dem Tag des Tsunamis, erklärte Taner Yildiz fast triumphierend, die japanischen Atomkraftwerke hätten "den Test bestanden". ... Am Samstag, da war gerade die Hülle des ersten Reaktorblocks in Fukushima explodiert, sagte er, das Problem sei nicht die radioaktive, das Problem sei vielmehr die "Informations-Verschmutzung". ... "Selbst wenn man wollte - man kann gar keine schlechten Atomkraftwerke der dritten Generation bauen", sagte Yildiz, und fügte hinzu: "Wir wollen natürlich ohnehin ein gutes." Und zwar von wem? Da schweigt der Minister lieber - bauen nämlich sollen in Sinop die Japaner." (Quelle)
Wäre das nicht Grund genug für eine Stippvisite ans Goldene Horn, Benny Peiser und David Harnasch? Tee trinken und entspannen mit unseren türkischen Freunden? Feststellen, dass es zwischen Gläubigen unterschiedlicher Provinienz genügend große Schnittmengen gibt? Unerschütterliche Überzeugung: das kann doch einen Seeman nicht erschüttern ... wir lassen uns das Leben nicht verbittern ... und wenn die ganze Erde bebt und die Welt sich aus den Angeln hebt ... (Songtext, Video, unbedingt ansehen! Nur Mut!) Ihre Grundzuversicht ist nicht weit entfernt vom Gottvertrauen, dem Inshallah der Muselmanen! Das kann der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden, nehmen Sie Henryk, einen Conaisseur der türkischen Küche, und Claudia Fatima Roth, die famose Kennerin der danses a la turque, mit! In diesen Zeiten ist nichts so wichtig wie eine schöne amour fou.
P.S. Taner Yildiz: Ehelosigkeit gefährlicher als Atomkraft
Parerga und Paralipomena zu einem Netzwerk mit "lediglich bloßen" Beziehungen, Henryk M. Broder und seine domini canes z.B. Lizas Welt, Castollux, Spirit of Entebbe, Heplev, Honestly Concerned, der legendäre Lehrer "Walter Schmidt". Dazu der unglückliche Alan Posener und Querverweise zu den "nun wahrlich unseriösen Islamophoben um Politically Incorrect."
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Flectere si nequeo superos Acherontas movebo
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Donnerstag, 17. März 2011
Dienstag, 15. März 2011
David Harnasch: Warum ich über die Kernkraftwerke in Japan nicht beunruhigt bin
"Wenn Sie mitreden wollen, MÜSSEN Sie diesen Text lesen. Sie wissen anschließend mehr als jeder einzelne Redakteur, der die Ereignisse bei der Aufbereitung verfälscht. Die erste akkurate, für Laien verständliche Erklärung der Vorgänge in Fukushima"
hat uns David Harnasch, Starautor auf der Achse des Guten, angeboten. Das ist ein Angebot, dem wir nicht widerstehen sollten, auf einen Schlag mehr über Atomkraftwerke zu wissen "als alle Journalisten unseres Planeten zusammen"; das erspart uns Wege und Umwege, die eine oder andere andere Seite zu hören (audiatur et altera pars) können wir uns auch ersparen. Dies ist DER kanonische Text "Jetzt auch auf Deutsch: Warum ich über die Kernkraftwerke in Japan nicht beunruhigt bin".
"Zunächst:", eröffnet Dr. Josef Oehme, MIT Boston, "Die Situation ist ernst, aber unter Kontrolle." Verbindlich sagt er zu "Es hat *keine* und wird *keine* signifikante Freisetzung von Radioaktivität (ge)geben."
Kurzfassung: Die Situation ist ernst, aber unter Kontrolle. Es kann alles falsch kalkuliert sein, es kann alles schief gehen, aber der innere, dritte Container hält auf Teufel komm raus. Inzwischen teilt uns David Harnasch in einem Update mit
"Korrektur 20:40 Uhr: Die japanischen AKW haben keine Core Catcher, sind aber aus Gründen des Erdbebenschutzes auf massive Gesteinsschichten gebaut. (Inwieweit die bei einem Meltdown die Brühe auffangen würden, versuche ich grade herauszufinden.) DH" - David Harnasch, wird die "Brühe" bei der Kernschmelze aufgefangen oder nicht? Und was ist damit? Fukushima-Arbeiter in höchster Strahlengefahr und Betreiber gibt Kontrollraum auf. Das Ungeplante ist die Guillotine der Wahrheiten.
Langfassung:
hat uns David Harnasch, Starautor auf der Achse des Guten, angeboten. Das ist ein Angebot, dem wir nicht widerstehen sollten, auf einen Schlag mehr über Atomkraftwerke zu wissen "als alle Journalisten unseres Planeten zusammen"; das erspart uns Wege und Umwege, die eine oder andere andere Seite zu hören (audiatur et altera pars) können wir uns auch ersparen. Dies ist DER kanonische Text "Jetzt auch auf Deutsch: Warum ich über die Kernkraftwerke in Japan nicht beunruhigt bin".
"Zunächst:", eröffnet Dr. Josef Oehme, MIT Boston, "Die Situation ist ernst, aber unter Kontrolle." Verbindlich sagt er zu "Es hat *keine* und wird *keine* signifikante Freisetzung von Radioaktivität (ge)geben."
Kurzfassung: Die Situation ist ernst, aber unter Kontrolle. Es kann alles falsch kalkuliert sein, es kann alles schief gehen, aber der innere, dritte Container hält auf Teufel komm raus. Inzwischen teilt uns David Harnasch in einem Update mit
"Korrektur 20:40 Uhr: Die japanischen AKW haben keine Core Catcher, sind aber aus Gründen des Erdbebenschutzes auf massive Gesteinsschichten gebaut. (Inwieweit die bei einem Meltdown die Brühe auffangen würden, versuche ich grade herauszufinden.) DH" - David Harnasch, wird die "Brühe" bei der Kernschmelze aufgefangen oder nicht? Und was ist damit? Fukushima-Arbeiter in höchster Strahlengefahr und Betreiber gibt Kontrollraum auf. Das Ungeplante ist die Guillotine der Wahrheiten.
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