Manchmal läuft ein Wendepunkt in der Geschichte wie ein geiler Comic ab (die Menschenfreunde mögen mir die "Begeisterung" nachsehen). Ein bißchen voreilig, doch sehr visionär waren die Jungs und Iran-Analysten von Honestly Concerned, zur WM 2006 präsentierten sie die Videoanalyse "Was ist das Ziel eines atomaren Iran":
Der Kandidat John McCain wäre nicht so ein zögerlicher Peacenik wie Barack Hussein Obama gewesen:
Jetzt gilt es, der Welt zu zeigen, dass den Iran bombardieren heißt Auschwitz bombardieren. Netanyahu hat sich auf den Weg gemacht; er sagt den Amerikanern "You also refused to bomb Auschwitz". Bis auf Barack Hussein Obama applaudieren die Yankees. (Ergänzend lesen Sie bitte die schöne Glosse von MondoPrinte: "Solange der Holocaust wieder vor der Tür steht, kann ihnen nichts passieren"). Die Agenda der Administration Netanyahu & Lieberman hat Juliane von Mittelstaedt im SPIEGEL so zusammengefasst:
".... verwirklicht die rechtsnationalistische Regierung in Jerusalem derzeit mit viel Elan ihren Traum von einem Großisrael, baut völkerrechtswidrig Siedlungen aus und hat die Gespräche mit den Palästinensern praktisch eingefroren. Aus Washington ist kaum Kritik zu hören. Netanjahu hat sich durchgesetzt. Seine Regierung ist so stabil wie schon lange keine mehr. Kein Streit über Siedlungen schafft Unruhe, die Abgeordneten dürfen sich gegenseitig bei ihren wahnwitzigen Gesetzesvorhaben übertrumpfen. Was ihm fehlt, ist eine feste Verpflichtung Obamas, ein nukleares Iran um jeden Preis zu verhindern." (Quelle)
In dieser Stunde der Bewährung darf natürlich der größte Holocaustfachmann aller Zeiten, Henryk M. Broder, nicht fehlen, und zwar wieder mit einem dicken Wälzer, in dem, ich wette, der Zettelkasten rumpelt und pumpelt.
Meint er natürlich nicht so. Der Schlaumeier weiß natürlich, was eine paradoxe Intervention ist - und wie die Deutschen hier die Hacken zusammenschlagen und die Ohren steif machen.
Da ich weiterhin nicht motiviert bin, die Einzigwahren Freunde Israels mehr als flüchtig zu beobachten (same as it ever was) - die Situation im Nahen Osten jedoch eher eskaliert als einem unvollkommenen Frieden nahezukommen, schlage ich Ihnen, liebe Besucher, die trotz meiner Abstinez diesen Blog immer wieder besuchen, vor, sich jenseits des Mainstreams auf der Facebookseite der "Nahost-Blogger" kundig zu machen und dort lesenswerte Informationen und Kommentare mitzunehmen. Die Jungs bleiben am Ball.
Parerga und Paralipomena zu einem Netzwerk mit "lediglich bloßen" Beziehungen, Henryk M. Broder und seine domini canes z.B. Lizas Welt, Castollux, Spirit of Entebbe, Heplev, Honestly Concerned, der legendäre Lehrer "Walter Schmidt". Dazu der unglückliche Alan Posener und Querverweise zu den "nun wahrlich unseriösen Islamophoben um Politically Incorrect."
Ein radikal monothematisches Blog - seit September 2009 - lädt zum Widersprechen ein
Flectere si nequeo superos Acherontas movebo
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Montag, 12. März 2012
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Henryk M. Broder: Shalom we Lehidraot
Freunde, Chaverim,
offenbar bin ich von Broder & den anderen Etappenhengsten Zions mit beschränkter Haftung kuriert. Da hat es doch in Aachen zuletzt einen Tsunami im Wasserglas gegeben, mittenmeng Henryk Marcin zusammen mit Ralf Giordano und Vera Lengsfeld.
Die Aachener Nachrichten berichten
"Broders Rhetorischer Sturmangriff auf das "friedensbewegte Pack". Auszug:
"Der 65-Jährige ist am Sonntag von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Aachen mit ihrem Ehrenpreis ausgezeichnet worden.
Für alle Freunde undifferenzierter Brachialkritik war es ein Festnachmittag. Schon in seiner Begrüßung gab der DIG-Vorsitzende Axel Holst die Tonlage der Veranstaltung vor. Holst stellte «schleimige Moralapostel» an den Pranger, die ihren «Antisemitismus scheinheilig hinter einer obskuren Israel-Kritik verstecken». Das Verdienst Broders - den Überraschungsgast Ralph Giordano zu einem «Gesamtkunstwerk» erhob - sei es, auf den «unsäglichen Wildwuchs von Sumpfblüten» immer wieder wortgewaltig hinzuweisen. Damit setze er sich deutlich vom Mainstream in den Medien ab, der auf Distanz zu Israel gegangen sei.
Diesen Ball nahm die Laudatorin Vera Lengsfeld auf. Die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin und CDU-Bundestagsabgeordnete verkündete, «ohne Broder wäre die geistige Öde in Deutschland noch größer, der Diskurs noch konformer». Broders «Witz und Mut» unterscheide ihn von dem meisten deutschen Intellektuellen."
Hier stinkt zusammen, was sich zusammen beölt. Die Kriegsberichterstattung auf der Achse des Guten:
Aachener Leckereien (machen Sie ruhig den Link "Portrait des Reporters" auf; sowas ist feinste Broder-Recherche)
Aachener Anal-Phabeten
Ein Plätzchen in Aachen
Es geschieht nichts Gutes, außer man tut es
Nun, mir ging das glatt am Arsch vorbei. Kein Ausschlag meines Erregunglevels, weder nach oben noch nach unten. Ennui. Nicht Neues unter der Sonne. Freunde, mir hat die comedia dell´arte der Einzigwahren Freunde Israels mit dem Hanswursten Broder in der Hauptrolle oft ein derbes Vergnügen bereitet, jetzt ist es mir fade geworden. Broder hat das Schlechteste am Monotheismus aufgeschnappt: Er glaubt zwar nicht an Gott, aber will daran glauben, dass es keine Wahrheit neben seiner Wahrheit gibt, und dass es gottgefällig ist, die "Feinde Israels" in den Staub zu treten und zu zerschmettern. Für den einen oder anderen, die diesen Blog gerne besucht haben, könnte es interessant sein, meinen Scan weiterzuführen, einen Blick auf Broder (nom de guerre "Schlagoberst"), Leon de Winter ("Flandern in Not"), Herbert Eitneier a.k.a. heplev ("Plattmacher"), Bernd Dahlenburg a.k.a. Castollux ("Gott-sei-bei-uns"), Alex Feuerherdt a.k.a. Lizas Welt ("Fahnenpullererversteher"), Claudio Pinocchio Casula a.k.a. Spirit of Entebbe ("Body-Counter"), nicht zu vergessen Dr. Clemens Heni ("A-A-A-A-Antisemiten") und Bernd Zeller ("der mit dem Hammer pinselt"), zu werfen. Sie dürften - auf der Mauer, auf der Lauer - mit des Wahnsinns fetter Beute belohnt werden. Ich gehe hier in den Ruhestand, sage jedoch wie James Bond "Never say never"; vielleicht juckt es mich ja das eine oder andere mal. Man ist ja im Ruhestand nicht immer ausgeglichen.
Was den "Friedensprozess" im Gelobten Land angeht, bin ich sehr zuversichtlich; so schnell wird er nicht aufhören; das geht doch noch ein paar Generatiönchen, nicht wahr Claudio Casula? Ich vermute, wenn Claudio Casula seinen Geist aufgibt, wäre sein letzer Seufzer: "Chaverim, passt auf, dass der "Friedensprozess" nicht aufhört."
In meinem Ruhestand werde ich in Zukunft eher Überlegungen sub specie aeternitas vorlegen. Ich habe vor, in nächster Zeit Reflexionen über die mosaische Unterscheidung von Jan Assmann, Peter Sloterdijk u.a. oder die Reflexionen des großen Geschichtswissenschaftler Ernst Nolte, Historische Existenz und Späte Reflexionen zu lesen und vielleicht zu rekapitulieren. Möglicherweise ist das sehr reaktionär.
offenbar bin ich von Broder & den anderen Etappenhengsten Zions mit beschränkter Haftung kuriert. Da hat es doch in Aachen zuletzt einen Tsunami im Wasserglas gegeben, mittenmeng Henryk Marcin zusammen mit Ralf Giordano und Vera Lengsfeld.
Die Aachener Nachrichten berichten
"Broders Rhetorischer Sturmangriff auf das "friedensbewegte Pack". Auszug:
"Der 65-Jährige ist am Sonntag von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Aachen mit ihrem Ehrenpreis ausgezeichnet worden.
Für alle Freunde undifferenzierter Brachialkritik war es ein Festnachmittag. Schon in seiner Begrüßung gab der DIG-Vorsitzende Axel Holst die Tonlage der Veranstaltung vor. Holst stellte «schleimige Moralapostel» an den Pranger, die ihren «Antisemitismus scheinheilig hinter einer obskuren Israel-Kritik verstecken». Das Verdienst Broders - den Überraschungsgast Ralph Giordano zu einem «Gesamtkunstwerk» erhob - sei es, auf den «unsäglichen Wildwuchs von Sumpfblüten» immer wieder wortgewaltig hinzuweisen. Damit setze er sich deutlich vom Mainstream in den Medien ab, der auf Distanz zu Israel gegangen sei.
Diesen Ball nahm die Laudatorin Vera Lengsfeld auf. Die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin und CDU-Bundestagsabgeordnete verkündete, «ohne Broder wäre die geistige Öde in Deutschland noch größer, der Diskurs noch konformer». Broders «Witz und Mut» unterscheide ihn von dem meisten deutschen Intellektuellen."
Hier stinkt zusammen, was sich zusammen beölt. Die Kriegsberichterstattung auf der Achse des Guten:
Aachener Leckereien (machen Sie ruhig den Link "Portrait des Reporters" auf; sowas ist feinste Broder-Recherche)
Aachener Anal-Phabeten
Ein Plätzchen in Aachen
Es geschieht nichts Gutes, außer man tut es
Nun, mir ging das glatt am Arsch vorbei. Kein Ausschlag meines Erregunglevels, weder nach oben noch nach unten. Ennui. Nicht Neues unter der Sonne. Freunde, mir hat die comedia dell´arte der Einzigwahren Freunde Israels mit dem Hanswursten Broder in der Hauptrolle oft ein derbes Vergnügen bereitet, jetzt ist es mir fade geworden. Broder hat das Schlechteste am Monotheismus aufgeschnappt: Er glaubt zwar nicht an Gott, aber will daran glauben, dass es keine Wahrheit neben seiner Wahrheit gibt, und dass es gottgefällig ist, die "Feinde Israels" in den Staub zu treten und zu zerschmettern. Für den einen oder anderen, die diesen Blog gerne besucht haben, könnte es interessant sein, meinen Scan weiterzuführen, einen Blick auf Broder (nom de guerre "Schlagoberst"), Leon de Winter ("Flandern in Not"), Herbert Eitneier a.k.a. heplev ("Plattmacher"), Bernd Dahlenburg a.k.a. Castollux ("Gott-sei-bei-uns"), Alex Feuerherdt a.k.a. Lizas Welt ("Fahnenpullererversteher"), Claudio Pinocchio Casula a.k.a. Spirit of Entebbe ("Body-Counter"), nicht zu vergessen Dr. Clemens Heni ("A-A-A-A-Antisemiten") und Bernd Zeller ("der mit dem Hammer pinselt"), zu werfen. Sie dürften - auf der Mauer, auf der Lauer - mit des Wahnsinns fetter Beute belohnt werden. Ich gehe hier in den Ruhestand, sage jedoch wie James Bond "Never say never"; vielleicht juckt es mich ja das eine oder andere mal. Man ist ja im Ruhestand nicht immer ausgeglichen.
Was den "Friedensprozess" im Gelobten Land angeht, bin ich sehr zuversichtlich; so schnell wird er nicht aufhören; das geht doch noch ein paar Generatiönchen, nicht wahr Claudio Casula? Ich vermute, wenn Claudio Casula seinen Geist aufgibt, wäre sein letzer Seufzer: "Chaverim, passt auf, dass der "Friedensprozess" nicht aufhört."
In meinem Ruhestand werde ich in Zukunft eher Überlegungen sub specie aeternitas vorlegen. Ich habe vor, in nächster Zeit Reflexionen über die mosaische Unterscheidung von Jan Assmann, Peter Sloterdijk u.a. oder die Reflexionen des großen Geschichtswissenschaftler Ernst Nolte, Historische Existenz und Späte Reflexionen zu lesen und vielleicht zu rekapitulieren. Möglicherweise ist das sehr reaktionär.
Sonntag, 18. Dezember 2011
Henryk M. Broder: Sämtliche antisemitische Register zieht ...
Wer die zieht und welche das sind, erfahren Sie von Henryk M. Broder
hier.
Henryk wird immer modester und trennschärfer. Henryk, das hier war Ihre linke Hand.
Ich hoffe, dass wir auch in diesem Jahr die Charts der besten Weihnachtslieder aller Zeiten, die uns bis Pessach und Ostern nicht aus den Ohren gehen, von Henryk geliefert bekommen.
hier.
Henryk wird immer modester und trennschärfer. Henryk, das hier war Ihre linke Hand.
Ich hoffe, dass wir auch in diesem Jahr die Charts der besten Weihnachtslieder aller Zeiten, die uns bis Pessach und Ostern nicht aus den Ohren gehen, von Henryk geliefert bekommen.
Freitag, 30. September 2011
Henryk M. Broder, nine eleven und die Afterwissenschaft
Die Kenner dieses Blogs wissen, dass Henryk M. Broder ein sehr robustes, ja herzhaftes Verhältnis zur Wissenschaft als Weg der Wahrheitsfindung hat. Ich habe dem mehrere Meditationen gewidmet.
Wissenschaft sei „absurd und abstrus“ – und habe sich in fünf Jahren sowieso überholt (Quelle). "Eine wertfreie Wissenschaft gibt es ebensowenig wie objektiven Journalismus. Gesinnung ... sei "das Gegenteil von freier Wissenschaft". Auch das stimmt nicht. Wissenschaft ist Gesinnung" (Quelle). In "Kritik der reinen Toleranz" hat Broder mit einem unsterblichen Syllogismus seinen eigenen Wissenschaftsbegriff, seine Methode der Wahrheitsfindung dargestellt
"Weil aber sowohl [sic!] die Volkswirtschaft [sic!] wie [sic!] die Psychoanalyse ebenfalls spekulative Disziplinen sind, deren Vertreter retrospektiv immer die richtigen Voraussagen treffen, will auch ich mir eine begründete Spekulation erlauben.“ (Wolf Jobst Siedler jr., Berlin, 2008, 1. Auflage, S. 213)
Daraus darf man jedoch nicht schließen, dass Broder ein Anhänger einer Theorie "anything goes" ist, wo jeder nach Lust und Laune, jeder nach seiner Gesinnung "begründet" spekulieren oder spinnen kann. Broder hat ein klares Verständnis von wahr und unwahr, was Fakt ist und was gesponnen. In "A bissel und a bissel gibt a volle schissel" fühlt er den Verschwörungstheortikern von nine eleven auf den Zahn. Auf der Seite Patriots Question 9/11 stellen mehr als 220 Senior Military, Intelligence Service, Law Enforcement, and Government Officials, mehr als 1.500 Engineers and Architects, mehr als 250 Pilots and Aviation Professionals, mehr als 400 Professors, mehr als 300 9/11 Survivors and Family Members, mehr als 200 Artists, Entertainers, and Media Professionals, mehr als 400 Medical Professionals Fragen an die offizielle Version von nine eleven.
Nun, das kann doch einen Seemann wie Broder nicht erschüttern. Da, so Broder, Wissenschaft eh abstrus und absurd, Gesinnung sei, ist es nur folgerichtig, dass Broder sich nicht die vergebliche Liebesmüh macht, einige "Verschwörungstheoretiker" aus den Reihen der Ingenieure und Architekten, der Piloten oder der Medizinmänner und -frauen unter die Lupe zu nehmen. Für Broder vollkommen ausreichend ist eine kleine repräsentative Stichprobe aus den Reihen der Künstler und Entertainer, nämlich Roseanne Barr, Harry Belefonte und Charlie Sheen, um zeigen zu können, wie abstrus die Herrschaften sind und beurteilen. Keinen unnötigen Aufwand treiben ist Broders Interpretation von Ockham´s Messer. Merke: Wenn Du auf den Lukas hauen willst, dann schlag nicht auf diplomierte oder promovierte oder habilitierte oder emeritierte Fachidioten, sondern auf Jahrmarktsfiguren (siehe).
Besonders überzeugend gelungen ist das Henryk mit Indira Weiss, "Wer eine Seele rettet, rettet die ganze Welt". Ob Indira nun ein Pop-Dummchen ist oder von Broder verschaukelt wurde, das darf man m.E. offenlassen, ebenso, ob Indiras Nachruf auf Broder verdient oder unverdient ist:
"Warum hat ein fast 70-jähriger Mann so etwas nötig? Am Ende bist Du die Nutte, lieber Henryk, der sich für ein bisschen mehr Quote prostituiert. Hast Du mir nicht ständig Komplimente gemacht, wie klug und belesen ich sei? Warum diese Heuchelei? Was ist mit Anstand, Moral und Größe? Ist das zu viel für Dein Alter, bist Du dafür schon zu senil?"
Egal, Broder hat viel getan, um die offizielle Version von 9/11 hieb- und stichfest zu machen. Bröckers, Wischnewski, Elsässer, Bülow und Co. kriechen ab sofort in ihren Bau.
In desem Sinne, lieber Broder: שנה טובה ומתוקה, ein gutes und süßes Neues Jahr 5772. Man muß dabei nicht 30 sein.
Wissenschaft sei „absurd und abstrus“ – und habe sich in fünf Jahren sowieso überholt (Quelle). "Eine wertfreie Wissenschaft gibt es ebensowenig wie objektiven Journalismus. Gesinnung ... sei "das Gegenteil von freier Wissenschaft". Auch das stimmt nicht. Wissenschaft ist Gesinnung" (Quelle). In "Kritik der reinen Toleranz" hat Broder mit einem unsterblichen Syllogismus seinen eigenen Wissenschaftsbegriff, seine Methode der Wahrheitsfindung dargestellt
"Weil aber sowohl [sic!] die Volkswirtschaft [sic!] wie [sic!] die Psychoanalyse ebenfalls spekulative Disziplinen sind, deren Vertreter retrospektiv immer die richtigen Voraussagen treffen, will auch ich mir eine begründete Spekulation erlauben.“ (Wolf Jobst Siedler jr., Berlin, 2008, 1. Auflage, S. 213)
Daraus darf man jedoch nicht schließen, dass Broder ein Anhänger einer Theorie "anything goes" ist, wo jeder nach Lust und Laune, jeder nach seiner Gesinnung "begründet" spekulieren oder spinnen kann. Broder hat ein klares Verständnis von wahr und unwahr, was Fakt ist und was gesponnen. In "A bissel und a bissel gibt a volle schissel" fühlt er den Verschwörungstheortikern von nine eleven auf den Zahn. Auf der Seite Patriots Question 9/11 stellen mehr als 220 Senior Military, Intelligence Service, Law Enforcement, and Government Officials, mehr als 1.500 Engineers and Architects, mehr als 250 Pilots and Aviation Professionals, mehr als 400 Professors, mehr als 300 9/11 Survivors and Family Members, mehr als 200 Artists, Entertainers, and Media Professionals, mehr als 400 Medical Professionals Fragen an die offizielle Version von nine eleven.
Nun, das kann doch einen Seemann wie Broder nicht erschüttern. Da, so Broder, Wissenschaft eh abstrus und absurd, Gesinnung sei, ist es nur folgerichtig, dass Broder sich nicht die vergebliche Liebesmüh macht, einige "Verschwörungstheoretiker" aus den Reihen der Ingenieure und Architekten, der Piloten oder der Medizinmänner und -frauen unter die Lupe zu nehmen. Für Broder vollkommen ausreichend ist eine kleine repräsentative Stichprobe aus den Reihen der Künstler und Entertainer, nämlich Roseanne Barr, Harry Belefonte und Charlie Sheen, um zeigen zu können, wie abstrus die Herrschaften sind und beurteilen. Keinen unnötigen Aufwand treiben ist Broders Interpretation von Ockham´s Messer. Merke: Wenn Du auf den Lukas hauen willst, dann schlag nicht auf diplomierte oder promovierte oder habilitierte oder emeritierte Fachidioten, sondern auf Jahrmarktsfiguren (siehe).
Besonders überzeugend gelungen ist das Henryk mit Indira Weiss, "Wer eine Seele rettet, rettet die ganze Welt". Ob Indira nun ein Pop-Dummchen ist oder von Broder verschaukelt wurde, das darf man m.E. offenlassen, ebenso, ob Indiras Nachruf auf Broder verdient oder unverdient ist:
"Warum hat ein fast 70-jähriger Mann so etwas nötig? Am Ende bist Du die Nutte, lieber Henryk, der sich für ein bisschen mehr Quote prostituiert. Hast Du mir nicht ständig Komplimente gemacht, wie klug und belesen ich sei? Warum diese Heuchelei? Was ist mit Anstand, Moral und Größe? Ist das zu viel für Dein Alter, bist Du dafür schon zu senil?"
Egal, Broder hat viel getan, um die offizielle Version von 9/11 hieb- und stichfest zu machen. Bröckers, Wischnewski, Elsässer, Bülow und Co. kriechen ab sofort in ihren Bau.
In desem Sinne, lieber Broder: שנה טובה ומתוקה, ein gutes und süßes Neues Jahr 5772. Man muß dabei nicht 30 sein.
Mittwoch, 14. September 2011
Politically Incorrect
Die Frankfurter Rundschau hat eine ausführliche Hintergrunddokumentation "Politically Incorrect" - Im Netz der Islamfeinde veröffentlicht.
Für den hattip danke ich der Achse des Guten Die FR deckt eine Verschwörung auf
Siehe auch: Broder, Politically Incorrect, Rabbi Meir Kahane
Für den hattip danke ich der Achse des Guten Die FR deckt eine Verschwörung auf
Siehe auch: Broder, Politically Incorrect, Rabbi Meir Kahane
Montag, 29. August 2011
Henryk M. Broder erklärt Natur und Zivilisation
Wenn Broder will, dann kann er was. Es gibt bei ihm Momente, da glaube ich, dass der Heilige Geist in ihn gefahren ist. Die entschädigen mich für den ennui bzw. die Fadesse, die ich zumeist empfinde. Mit dem Kabinettstückchen "Natur! Natur!" ist er wieder auf dem Gipfel seiner Manneskraft! Ich staune immer wieder Bauklötze, wie Broder es schafft, auch komplexeste Zusammenhänge in einfachen klaren Sätzen auch dem Dümmsten verständlich zu machen. Aber seien Sie vorsichtig! "Natur! Natur!" ist ein wahrer Erkenntnisschock; Sie werden nicht mehr wissen, ob Sie lachen oder weinen sollen. - Zum Bild: dieser Vorgang gehört nach Broder zum Register der Natur, während nach Lévi-Strauss die Umwandlung von Rohem zu Gekochtem bzw. Gebratenen für den Übergang von der Natur zur Kultur steht. Kannibalismus ist eine Zivilisation, lieber Henryk, ein Grill ist eine technologische Errungenschaft wie eine Mikrowelle!
Mittwoch, 17. August 2011
Ach Henryk - Mitleid mit Broder
Meinen aufmerksamen Lesern dürfte nicht entgangen sein, dass ich in letzter Zeit reichlich lustlos war, mich mit den einzigwahren Freunden Israels zu beschäftigen. Nichts Neues unter der Sonne, same as it ever was. Insbesondere Broder lebt intellektuell von ca. zehn rhetorischen Figuren, Claudio Casula von dreien.
Gerne weise ich deshalb in dieser Unlust auf die schöne Meditation "Ach Henryk - Mitleid mit Broder" von Mark T. Fliegauf auf The European hin.
Ich meditiere über einen anderen Zugang ...
Gerne weise ich deshalb in dieser Unlust auf die schöne Meditation "Ach Henryk - Mitleid mit Broder" von Mark T. Fliegauf auf The European hin.
Ich meditiere über einen anderen Zugang ...
Samstag, 13. August 2011
Henryk M. Broder: Love is in the air
Indira Weis ist das Broder-Girl 2011. Gut, schaun mer mal an, wie sie auf den Broder kam.
Montag, 1. August 2011
Henryk M. Broder ist überhaupt unschuldig!
Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Er ist sogar total unschuldig. Wenn ich ihn hier gegenüber bösartigen Beschuldigungen in Schutz nehme, bin ich sicherlich gänzlich unverdächtig, dies als ein Parteigänger und Spießgeselle Broders zu tun.
In der FR postuliert Christian Bommarius, dass Broders Schriften das "Entrebillet für aggressiven Antiislamismus" seien. "„Nach den Niederlagen von Poitiers (732) und Wien (1683) sollen die Europäer nun mit den Waffen der Demografie besiegt werden.“ Aber den Satz schrieb nicht Breivik. Er stammt von Henryk M. Broder."
En passant: Warum eigentlich geben die Europäer auf diesem Schlachtfeld so ein jämmerlich schwaches Bild ab? Und auf dem Autorenblog Starke Meinungen greift Alan Posener Broder an, ohne ihn direkt beim Namen zu nennen
"Umso bezeichnender ist es, dass die neurechten Maulhelden, aus deren Dunstkreis Anders B. hervorging, ... keinen Gedanken auf Selbstkritik verwenden, sich vielmehr in bekannter Manier wehleidig schon jetzt als Opfer des linken „Mainstreams“ und jener „Kulturmarxisten“ hinstellen, die Anders B. absolut folgerichtig seinerseits als Opfer heraussuchte. ... Und es gibt einen Zusammenhang zwischen der Neuen Rechten und den Terror-Attentaten in Norwegen. Ideen haben Konsequenzen. Worte haben Folgen. Wer das leugnet, verwirkt den Anspruch, ernst genommen zu werden."
Das ist schon starker Tobak, Broder muß ganz schön einstecken und steckt es weg wie einst Aap Müller. Wankt Henryk M. Broder? Nein, aber er ist gezwungen, eine Apologie in eigener Sache zu verfassen
In der FR postuliert Christian Bommarius, dass Broders Schriften das "Entrebillet für aggressiven Antiislamismus" seien. "„Nach den Niederlagen von Poitiers (732) und Wien (1683) sollen die Europäer nun mit den Waffen der Demografie besiegt werden.“ Aber den Satz schrieb nicht Breivik. Er stammt von Henryk M. Broder."
En passant: Warum eigentlich geben die Europäer auf diesem Schlachtfeld so ein jämmerlich schwaches Bild ab? Und auf dem Autorenblog Starke Meinungen greift Alan Posener Broder an, ohne ihn direkt beim Namen zu nennen
"Umso bezeichnender ist es, dass die neurechten Maulhelden, aus deren Dunstkreis Anders B. hervorging, ... keinen Gedanken auf Selbstkritik verwenden, sich vielmehr in bekannter Manier wehleidig schon jetzt als Opfer des linken „Mainstreams“ und jener „Kulturmarxisten“ hinstellen, die Anders B. absolut folgerichtig seinerseits als Opfer heraussuchte. ... Und es gibt einen Zusammenhang zwischen der Neuen Rechten und den Terror-Attentaten in Norwegen. Ideen haben Konsequenzen. Worte haben Folgen. Wer das leugnet, verwirkt den Anspruch, ernst genommen zu werden."
Das ist schon starker Tobak, Broder muß ganz schön einstecken und steckt es weg wie einst Aap Müller. Wankt Henryk M. Broder? Nein, aber er ist gezwungen, eine Apologie in eigener Sache zu verfassen
Montag, 25. Juli 2011
Anders Breivik verstehen
Anders Breivik ist kein Irrer, kein Wirrkopf. Er hat die Welt 9 Jahre auseinander genommen und montiert, bevor er sich zur Tat entschloß. Er wird uns seine Weltanschauung noch weiter kundtun. Wir sollten uns dem nicht verweigern, genau lesen und hinhören, was er zu sagen hat. Ich versuche hier ein paar Texte zusammenzustellen, die das Denken und das Milieu, dem er sich zugehörig fühlt, darstellen; zögern Sie nicht, in die Kommentarstränge zu gehen. Vor Kurzschlüssen müssen wir uns hüten. Und es führt auch kein direkter Weg von Stichworten und Stichwortgebern zur Tat, auch wenn es verlockend erscheint, das Wort des Evangelisten zu paraphrasieren: Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gehaust.
Anders Behring Breivik, 2083 A European Declaration of Independence
Wenn Sie runterscrollen, können Sie das PDF öffnen
SPIEGEL, 1516 Seiten Wahn: Manifest des Massenmörders
SPIEGEL, Der Attentäter und die Hassblogger
Henryk M. Broder a.k.a. Fundstück, Me and the Manifesto
Manfred Kleine-Hartlage (Korrektheiten), Mutmaßlicher Oslo-Attentäter soll zur islamkritischen Szene gehören
Manfred Kleine-Hartlage (Korrektheiten), Warum?
Manfred Kleine-Hartlage (Korrektheiten), Osloer Merkwürdigkeiten
Martin Lichtmesz (Sezession im Netz), Das Blutbad von Norwegen
Martin Lichtmesz (Sezession im Netz), Fjordman antwortet
As der Schwerter, Zu den Anschlägen in Oslo
As der Schwerter, Warum wir nach Oslo nicht einknicken und rumheulen
Politically Incorrect, Breaking News: Bomben-Anschlag in Oslo
Politically Incorrect, Warum bombt der Islam ausgerechnet in Oslo?
Politically Incorrect, Korrektur Amoklauf Norwegen: 87 Tote
Politically Incorrect, Broder zu Broder in Breiviks Manifest
Politically Incorrect, Fall Anders B. eine konservative Katastrophe
Politically Incorrect, Der größte Feind der Islamkritik
Politically Incorrect, Utoya: Jugendliche dachten an Pali-Theater
Gates of Vienna, A Weaponized Madman
Gates of Vienna, Fjordman welcomes our new readers
Gates of Vienna, Thoughts on the recent atrocities
Mark Humphrys, The Norway attacks, 2011
Bernd Zeller (Achse des Guten), Und wenn
Anders Behring Breivik, 2083 A European Declaration of Independence
Wenn Sie runterscrollen, können Sie das PDF öffnen
SPIEGEL, 1516 Seiten Wahn: Manifest des Massenmörders
SPIEGEL, Der Attentäter und die Hassblogger
Henryk M. Broder a.k.a. Fundstück, Me and the Manifesto
Manfred Kleine-Hartlage (Korrektheiten), Mutmaßlicher Oslo-Attentäter soll zur islamkritischen Szene gehören
Manfred Kleine-Hartlage (Korrektheiten), Warum?
Manfred Kleine-Hartlage (Korrektheiten), Osloer Merkwürdigkeiten
Martin Lichtmesz (Sezession im Netz), Das Blutbad von Norwegen
Martin Lichtmesz (Sezession im Netz), Fjordman antwortet
As der Schwerter, Zu den Anschlägen in Oslo
As der Schwerter, Warum wir nach Oslo nicht einknicken und rumheulen
Politically Incorrect, Breaking News: Bomben-Anschlag in Oslo
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Politically Incorrect, Fall Anders B. eine konservative Katastrophe
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Politically Incorrect, Utoya: Jugendliche dachten an Pali-Theater
Gates of Vienna, A Weaponized Madman
Gates of Vienna, Fjordman welcomes our new readers
Gates of Vienna, Thoughts on the recent atrocities
Mark Humphrys, The Norway attacks, 2011
Bernd Zeller (Achse des Guten), Und wenn
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Sonntag, 24. Juli 2011
Bernd Zeller: Islamkritik ist Frieden
Bernd Zeller, der Scharfzeichner auf der Achse des Guten, ihr "Wilhelm Busch", ist nicht unbedingt mein Freund - an ihm beisse ich mir häufig meine Zähne entweder stumpf oder blutig - kommentiert das Geschehen in Norwegen:
"Muss man wirklich aussprechen, dass Kritik am Islamismus gerade nicht die Schlussfolgerung auf Individuen bedeutet und eben am Wert des Einzelnen ansetzt?
Leider ja, denn hier wird sie vom linksvölkischen Deutschtum systematisch und vorsätzlich falsch verstanden. Was ist denn, wenn Leute, die das Scheitern des Multokulto sehen, gesagt kriegen, sie seien Nazis und müssten NPD wählen? Vielleicht glauben sie es selbst und handeln entsprechend. Wenn Sarrazin der Rassist und Faschist ist und seine Leser desgleichen, dann hat man sich schön von ihnen distanziert und ist schon mal besser, aber was sollte dann die Leser noch hindern, Rassismus und Faschismus als Alternative anzunehmen?
Könnte man nicht vermuten, der Attentäter habe sich diese Missinterpretationen zueigen gemacht? Er sei darauf hereingefallen, Islamkritik würde in der Vertreibung der Moslems, in der Nachfolge des Antisemitismus, enden müssen? Hat er geglaubt, die Parolen von Gegengewalt und Widerstandsrecht gegen Verbrecherstaat und Willkür gälten auch für ihn? Ist er womöglich nicht zu wenig tolerant, sondern hat sich wegen Übertoleranz legitimiert gefühlt?"(Quelle)
Lesen Sie das ruhig zwei Mal, drei Mal. Was will uns Bernd Zeller damit sagen? Anders Breivik hat die Islamkritik gründlich mißverstanden: Islamkritik ist Frieden; Islamkritik bedeutet nicht die Vertreibung der Moslems in der Nachfolge des Antisemitismus; Islamkritik schlussfolgert nicht auf die Individuen (die "Musels", "Kameltreiber" und "Kulturbereicherer" etc. in den islamkritischen Blogs), sondern postuliert lediglich Gegengewalt und Widerstandsrecht gegen Verbrecherstaat und Willkür. Ist das klar? Warum hat Anders Breivik diese Losung der Islamkritik so gnadenlos mißverstanden? Es liegt nicht an der Islamkritik, sondern deren willkürlichen Mißinterpretation durch "linksvölkisches Deutschtum", in der Sprache Anders Breiviks der "kulturelle Marxismus" (wir Alten kennen noch die treffende Charakterisierung "Kulturbolschewismus" - da geht uns das Messer in der Tasche auf). Anders Breivik konnte gar nicht anders, als unter diesen Umständen Rassismus und Faschismus als Alternative anzunehmen.
Wie wäre es denn, wenn z.B. ein Pierre Vogel auf die Idee käme, die Islamisten hätten den Islam gründlich mißverstanden; schuld daran seien die Islamkritiker, weil sie den Islam total mißverstanden hätten, und dadurch hätten die Islamisten gar keine andere Wahl gehabt, als Islamnazis und Terroristen zu werden? Dann könnte er sich aber über das breite Schmunzeln und den donnernden Applaus "Islam ist Frieden" von Henryk und seinen Freunden freuen.
Insbesondere Henryk M. Broder muß von Breivik unglaublich mißverstanden worden sein (siehe); es wäre allerdings töricht, eine direkte Linie von der benevolenten Kritik eines Riesenintellektuellen zur Endlösung eines Breivik zu ziehen. Bekommen wir noch eine Klarstellung von Henryk M. Broder? In einem seiner aufklärerischen Momente hat er kundgetan, dass das Problem der Palästinenser nicht sei, dass sie vertrieben wurden, sondern dass sie nicht weit genug vertrieben wurden. Was würde er denn sagen, wenn die Israelis im Geiste des Rabbi Meir Kahane, im Geiste der Gush Emunim, im Geiste von Herbert Eiteneier a.k.a. heplev ("es besteht Einigkeit, dass die Nachkommen Ismaels im Gelobten Land nichts zu suchen haben, ihr Land ist die Wüste"), nach dem Programm der Partei HaTikva einen "Transfer" der Palästinenser betreiben würden? Würde er dann einwenden "Freunde! Man darf nicht auf die Individuen schlußfolgern, man muß den Wert des Einzelnen berücksichtigen!"?
Andererseits: könnte er die Islamkritiker, seien es die Fans von Thilo Sarrazin, die Angstbeisser von Politically Incorrect, in den Niederlanden und in Norwegen nicht halbwegs sedieren, dass sie sich nicht so sehr über ihre "Abschaffung" echauffieren und in die Hose machen sollten?
"Deutschland schafft sich ab” . Wissen Sie, das sagt erst mal gar nichts, das kann gut sein oder das kann schlecht sein. ... Ich finde es grundsätzlich [sic!] gut, dass das so genannte «weisse, heterosexuelle, blonde, arische» Europa seinem Ende entgegengeht ..."
Kanonenfutter eines Strategen.
P.S. "Fundstück" schreibt "Me and the Manifesto"
"Muss man wirklich aussprechen, dass Kritik am Islamismus gerade nicht die Schlussfolgerung auf Individuen bedeutet und eben am Wert des Einzelnen ansetzt?
Leider ja, denn hier wird sie vom linksvölkischen Deutschtum systematisch und vorsätzlich falsch verstanden. Was ist denn, wenn Leute, die das Scheitern des Multokulto sehen, gesagt kriegen, sie seien Nazis und müssten NPD wählen? Vielleicht glauben sie es selbst und handeln entsprechend. Wenn Sarrazin der Rassist und Faschist ist und seine Leser desgleichen, dann hat man sich schön von ihnen distanziert und ist schon mal besser, aber was sollte dann die Leser noch hindern, Rassismus und Faschismus als Alternative anzunehmen?
Könnte man nicht vermuten, der Attentäter habe sich diese Missinterpretationen zueigen gemacht? Er sei darauf hereingefallen, Islamkritik würde in der Vertreibung der Moslems, in der Nachfolge des Antisemitismus, enden müssen? Hat er geglaubt, die Parolen von Gegengewalt und Widerstandsrecht gegen Verbrecherstaat und Willkür gälten auch für ihn? Ist er womöglich nicht zu wenig tolerant, sondern hat sich wegen Übertoleranz legitimiert gefühlt?"(Quelle)
Lesen Sie das ruhig zwei Mal, drei Mal. Was will uns Bernd Zeller damit sagen? Anders Breivik hat die Islamkritik gründlich mißverstanden: Islamkritik ist Frieden; Islamkritik bedeutet nicht die Vertreibung der Moslems in der Nachfolge des Antisemitismus; Islamkritik schlussfolgert nicht auf die Individuen (die "Musels", "Kameltreiber" und "Kulturbereicherer" etc. in den islamkritischen Blogs), sondern postuliert lediglich Gegengewalt und Widerstandsrecht gegen Verbrecherstaat und Willkür. Ist das klar? Warum hat Anders Breivik diese Losung der Islamkritik so gnadenlos mißverstanden? Es liegt nicht an der Islamkritik, sondern deren willkürlichen Mißinterpretation durch "linksvölkisches Deutschtum", in der Sprache Anders Breiviks der "kulturelle Marxismus" (wir Alten kennen noch die treffende Charakterisierung "Kulturbolschewismus" - da geht uns das Messer in der Tasche auf). Anders Breivik konnte gar nicht anders, als unter diesen Umständen Rassismus und Faschismus als Alternative anzunehmen.
Wie wäre es denn, wenn z.B. ein Pierre Vogel auf die Idee käme, die Islamisten hätten den Islam gründlich mißverstanden; schuld daran seien die Islamkritiker, weil sie den Islam total mißverstanden hätten, und dadurch hätten die Islamisten gar keine andere Wahl gehabt, als Islamnazis und Terroristen zu werden? Dann könnte er sich aber über das breite Schmunzeln und den donnernden Applaus "Islam ist Frieden" von Henryk und seinen Freunden freuen.
Insbesondere Henryk M. Broder muß von Breivik unglaublich mißverstanden worden sein (siehe); es wäre allerdings töricht, eine direkte Linie von der benevolenten Kritik eines Riesenintellektuellen zur Endlösung eines Breivik zu ziehen. Bekommen wir noch eine Klarstellung von Henryk M. Broder? In einem seiner aufklärerischen Momente hat er kundgetan, dass das Problem der Palästinenser nicht sei, dass sie vertrieben wurden, sondern dass sie nicht weit genug vertrieben wurden. Was würde er denn sagen, wenn die Israelis im Geiste des Rabbi Meir Kahane, im Geiste der Gush Emunim, im Geiste von Herbert Eiteneier a.k.a. heplev ("es besteht Einigkeit, dass die Nachkommen Ismaels im Gelobten Land nichts zu suchen haben, ihr Land ist die Wüste"), nach dem Programm der Partei HaTikva einen "Transfer" der Palästinenser betreiben würden? Würde er dann einwenden "Freunde! Man darf nicht auf die Individuen schlußfolgern, man muß den Wert des Einzelnen berücksichtigen!"?
Andererseits: könnte er die Islamkritiker, seien es die Fans von Thilo Sarrazin, die Angstbeisser von Politically Incorrect, in den Niederlanden und in Norwegen nicht halbwegs sedieren, dass sie sich nicht so sehr über ihre "Abschaffung" echauffieren und in die Hose machen sollten?
"Deutschland schafft sich ab” . Wissen Sie, das sagt erst mal gar nichts, das kann gut sein oder das kann schlecht sein. ... Ich finde es grundsätzlich [sic!] gut, dass das so genannte «weisse, heterosexuelle, blonde, arische» Europa seinem Ende entgegengeht ..."
Kanonenfutter eines Strategen.
P.S. "Fundstück" schreibt "Me and the Manifesto"
Donnerstag, 7. Juli 2011
Test: Sind Sie im Nahen Osten sattelfest? Ein Freund Israels? Oder ein Antisemit?
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Wie dem auch sei, wir sind alle mehr oder weniger beansprucht. Testen Sie hier, ob Sie ein sattelfester Etappenhengst Zions mit beschränkter Haftung sind oder ein "Israelkritiker", Antiisraelit, Antizionist, Antisemit. Seien Sie open minded, es sind 20 Fragen:
* Initiativen zum Nahost-Konflikt, die eine Ein-Staaten-Lösung für Palästina und Israel fordern, sind antisemitisch.
a) voll einverstanden
b) sehr fraglich
* Initiativen, die die Zweistaatenlösung für Palästina und Israel unterstützen, sind antisemistisch. International support for the establishment of a Palestinian state is support for the establishment of a state whose aim is the destruction of Israel. (Avigdor Lieberman)
a) auch hier einverstanden
b) a-a-alles a-a-antisemitisch, oder?
* Es gibt bereits einen palästinensischen Staat - Jordanien. 80% der Menschen in Jordanien sind Palästinenser (Arje Eldad). Jordan is Palestine. Changing its name to Palestine will end the conflict in the Middle East and provide the Palestinians with an alternate homeland. (Geert Wilders)
a) Amen!
b) Israelwood
Montag, 9. Mai 2011
Henryk M. Broder erklärt den "finalen Rettungschuß"
Und zwar hier: Ihr feigen Deutschen seid passiv-aggressiv
"Schönenborn, der sonst Umfragen erklärt, vergisst zu erwähnen, dass es in allen Ländern der Bundesrepublik Gesetze über den „finalen Rettungsschuss“ gibt, der die Ermittlungsarbeit verkürzt und die Strafzumessung erleichtert." (Fettdruck durch mich)
Soweit mir bekannt, ist nach den Polizeigesetzen der Bundesländer der finale Rettungsschuss nur als Ultima ratio zur Abwendung einer akuten Gefahr für Leib oder Leben zulässig:
"Ein Schuss, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit tödlich wirken wird, ist nur zulässig, wenn er das einzige Mittel zur Abwehr einer gegenwärtigen Lebensgefahr oder der gegenwärtigen Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung der körperlichen Unversehrtheit ist."
Die Brodersche Auslegung, dass die ultima ratio des finalen Rettungsschusses darin besteht, die Ermittlungsarbeit zu verkürzen und die Strafzumessung zu erleichtern, ist natürlich viel eleganter und ein Quantensprung zu einem wahrhaft effizienten Rechtssystems. Nicht nur im Nahen Osten, wo "targeted assassinations" die Ermittlungsarbeit verkürzen, auch hier könnte ich mir bei einigen Strafdelikten vorstellen, durch einen finalen Rettungsschuß das Ermittlungsverfahren zu straffen und quälende Diskussionen über das richtige Strafmaß zu verkürzen.
Ansonsten ist dieses Essay über die Deutschen und das Recht ein "ächter" Broder; der Griff in den Zettelkasten und der Einsatz von schon seit Jahrzehnten bewährten Textbausteinen verschaffen dem Rap einen hohen Wiedererkennungswert. A-A-A-Antiamerikanismus, A-A-A-Antisemitismus ist so selbstverständlich, dass er noch nicht mal artikuliert werden muß, A-A-A-Adolf bricht wieder aus und spuckt wieder Lava. Spuckt er schon jetzt oder müssen wir uns noch etwas gedulden? Das ist ist noch nicht ganz entschieden, sicher ist jedoch, dass hier der ächte Broder, der "hemmungslose Freiheitskämpfer" der WELT-Gruppe, ausgebrochen ist und Gift und Galle spuckt. Dass die Deutschen "Exportweltmeister" waren oder "Weltmeister der Herzen" sind, geht dem Beute-Deutschen ganz schön an die Nieren. Und den A-A-A- Adolf in der deutschen Brust will er sich nicht wegnehmen lassen, das ist immer noch sein allerbestes Wirtstier.
"Schönenborn, der sonst Umfragen erklärt, vergisst zu erwähnen, dass es in allen Ländern der Bundesrepublik Gesetze über den „finalen Rettungsschuss“ gibt, der die Ermittlungsarbeit verkürzt und die Strafzumessung erleichtert." (Fettdruck durch mich)
Soweit mir bekannt, ist nach den Polizeigesetzen der Bundesländer der finale Rettungsschuss nur als Ultima ratio zur Abwendung einer akuten Gefahr für Leib oder Leben zulässig:
"Ein Schuss, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit tödlich wirken wird, ist nur zulässig, wenn er das einzige Mittel zur Abwehr einer gegenwärtigen Lebensgefahr oder der gegenwärtigen Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung der körperlichen Unversehrtheit ist."
Die Brodersche Auslegung, dass die ultima ratio des finalen Rettungsschusses darin besteht, die Ermittlungsarbeit zu verkürzen und die Strafzumessung zu erleichtern, ist natürlich viel eleganter und ein Quantensprung zu einem wahrhaft effizienten Rechtssystems. Nicht nur im Nahen Osten, wo "targeted assassinations" die Ermittlungsarbeit verkürzen, auch hier könnte ich mir bei einigen Strafdelikten vorstellen, durch einen finalen Rettungsschuß das Ermittlungsverfahren zu straffen und quälende Diskussionen über das richtige Strafmaß zu verkürzen.
Ansonsten ist dieses Essay über die Deutschen und das Recht ein "ächter" Broder; der Griff in den Zettelkasten und der Einsatz von schon seit Jahrzehnten bewährten Textbausteinen verschaffen dem Rap einen hohen Wiedererkennungswert. A-A-A-Antiamerikanismus, A-A-A-Antisemitismus ist so selbstverständlich, dass er noch nicht mal artikuliert werden muß, A-A-A-Adolf bricht wieder aus und spuckt wieder Lava. Spuckt er schon jetzt oder müssen wir uns noch etwas gedulden? Das ist ist noch nicht ganz entschieden, sicher ist jedoch, dass hier der ächte Broder, der "hemmungslose Freiheitskämpfer" der WELT-Gruppe, ausgebrochen ist und Gift und Galle spuckt. Dass die Deutschen "Exportweltmeister" waren oder "Weltmeister der Herzen" sind, geht dem Beute-Deutschen ganz schön an die Nieren. Und den A-A-A- Adolf in der deutschen Brust will er sich nicht wegnehmen lassen, das ist immer noch sein allerbestes Wirtstier.
Samstag, 16. April 2011
Henryk M. Broder ist katholisch und bittet darum, beim Sex die Gardinen vorzuziehen
Der "hemmungslose Freiheitskämpfer" der WELT ist sogar pästlicher als der Papst und katholischer als Anette Schavan
Schavans törichtes Lob für den selbstbewussten Islam
"Wer erleben möchte, wie selbstbewusst Menschen ihre Frömmigkeit leben, der muss nicht nach Mekka und Medina schauen, es reicht ein Blick nach Kevelaer am Niederrhein und Maria Vesperbild in Bayrisch-Schwaben. Was die moslemische von der katholischen Frömmigkeit freilich unterscheidet, das ist die Art wie sie gegenüber Dritten praktiziert wird.
Man kann als Christ die Unfehlbarkeit des Papstes anzweifeln und als Jude Jesus für den Erlöser halten. Man riskiert dabei den Zorn der Schwiegereltern, aber nicht das eigene Leben. Aber ein Moslem, der auch nur die Frage stellt, ob der Koran von Gott geschrieben oder nur inspiriert wurde, hört auf ein echter Moslem zu sein.
Der Preis der Frömmigkeit ist die kulturelle Rückständigkeit, die das Fundament der Herrschaft liefert. Wo Gottes Wille regiert, sind Zweifel verboten. Und wo nicht gezweifelt werden darf, da bleibt der Fortschritt aus. Deswegen gehören die reichsten Länder dieser Welt zu den ärmsten. Wenn in Ägypten eine Brücke gebaut werden soll, müssen Ingenieure aus dem Ausland eingeflogen werden. Wenn ein Saudi operiert werden muss, reist er nach München, London oder Wien, vorausgesetzt er kann es sich leisten. "
Also wenn man als Christ die Unfehlbarkeit des Papstes anzweifeln kann, dann kann der Jude Broder Jesus für den Erlöser halten. Wenn ich Broder lese, komme ich immer leicht in einen Zustand der geistigen Ekstase, einen Gnadenstand, im dem der gesunde Menschenverstand nichts mehr zu sagen hat. Verstehen Sie, wenn Broder ausführt : "Deswegen gehören die reichsten Länder dieser Welt [sowohl Ägypten als auch Sauiarabien] zu den ärmsten."?
Ich habe bereits in früheren Posts von den vorbereitenden Exerzitien Broder für eine Konversion zum Katholizismus bei dem Prälaten Imkamp in Maria Vesperbild geschrieben. Prälat Imkamp bietet ja Taufen zu Sonderkonditionen. Dass Broder bereits durch das Sakrament der Taufe erleuchtet ist ist, zeigt sich jetzt auch daran, dass er dafür plädiert, beim Sex die Gardinen vorzuziehen und den Nachbarn nicht zu stören:
"Sex ist, wie Religion, Privatsache. Daheim, in den eigenen Wänden, können die Menschen machen, wozu sie Lust haben. Aber sie möchten bitte die Gardinen zuziehen, um die Nachbarn nicht zu belästigen. "
Wenn Sünder umkehren, gefällt das dem Herrn. Es ist immer wieder ergreifend, zu verfolgen, wie aus Hurenböcken bei Bedarf Betschwestern, pardon Betbrüder (ich kenne das noch aus meiner Pubertät; wenn man sowohl fromm als auch cool sein wollte, hat man die Hände vor dem Gemächt gefaltet) werden. Dass Broder peu á peu zahnloser und altersmilde wird, ich sollte der Letzte sein, der das beklagt.
Schavans törichtes Lob für den selbstbewussten Islam
"Wer erleben möchte, wie selbstbewusst Menschen ihre Frömmigkeit leben, der muss nicht nach Mekka und Medina schauen, es reicht ein Blick nach Kevelaer am Niederrhein und Maria Vesperbild in Bayrisch-Schwaben. Was die moslemische von der katholischen Frömmigkeit freilich unterscheidet, das ist die Art wie sie gegenüber Dritten praktiziert wird.
Man kann als Christ die Unfehlbarkeit des Papstes anzweifeln und als Jude Jesus für den Erlöser halten. Man riskiert dabei den Zorn der Schwiegereltern, aber nicht das eigene Leben. Aber ein Moslem, der auch nur die Frage stellt, ob der Koran von Gott geschrieben oder nur inspiriert wurde, hört auf ein echter Moslem zu sein.
Der Preis der Frömmigkeit ist die kulturelle Rückständigkeit, die das Fundament der Herrschaft liefert. Wo Gottes Wille regiert, sind Zweifel verboten. Und wo nicht gezweifelt werden darf, da bleibt der Fortschritt aus. Deswegen gehören die reichsten Länder dieser Welt zu den ärmsten. Wenn in Ägypten eine Brücke gebaut werden soll, müssen Ingenieure aus dem Ausland eingeflogen werden. Wenn ein Saudi operiert werden muss, reist er nach München, London oder Wien, vorausgesetzt er kann es sich leisten. "
Also wenn man als Christ die Unfehlbarkeit des Papstes anzweifeln kann, dann kann der Jude Broder Jesus für den Erlöser halten. Wenn ich Broder lese, komme ich immer leicht in einen Zustand der geistigen Ekstase, einen Gnadenstand, im dem der gesunde Menschenverstand nichts mehr zu sagen hat. Verstehen Sie, wenn Broder ausführt : "Deswegen gehören die reichsten Länder dieser Welt [sowohl Ägypten als auch Sauiarabien] zu den ärmsten."?
Ich habe bereits in früheren Posts von den vorbereitenden Exerzitien Broder für eine Konversion zum Katholizismus bei dem Prälaten Imkamp in Maria Vesperbild geschrieben. Prälat Imkamp bietet ja Taufen zu Sonderkonditionen. Dass Broder bereits durch das Sakrament der Taufe erleuchtet ist ist, zeigt sich jetzt auch daran, dass er dafür plädiert, beim Sex die Gardinen vorzuziehen und den Nachbarn nicht zu stören:
"Sex ist, wie Religion, Privatsache. Daheim, in den eigenen Wänden, können die Menschen machen, wozu sie Lust haben. Aber sie möchten bitte die Gardinen zuziehen, um die Nachbarn nicht zu belästigen. "
Wenn Sünder umkehren, gefällt das dem Herrn. Es ist immer wieder ergreifend, zu verfolgen, wie aus Hurenböcken bei Bedarf Betschwestern, pardon Betbrüder (ich kenne das noch aus meiner Pubertät; wenn man sowohl fromm als auch cool sein wollte, hat man die Hände vor dem Gemächt gefaltet) werden. Dass Broder peu á peu zahnloser und altersmilde wird, ich sollte der Letzte sein, der das beklagt.
Henryk M. Broder, Was Sie wissen müssen, um ein Handy benutzen zu dürfen
Machen Sie den Handyführerschein! Ab Minute 7:45 stellt Broder die Prüfungsfragen; vorher erfahren Sie nochmals alles, was Broder in seinem Zettelkasten über die Akte Islam hat. Also: von den alten Griechen brauchen Sie nichts zu wissen, die kennt er auch nur dem Namen nach, aber die sollten Sie schon kennen: die schottischen Philosophen, Spinoza, Panizza, Goethe, Erasmus von Rotterdam, Freud, Oswald Kolle, also die Befreiungsgeschichte der Menschheit. Ich kann Ihnen nicht sagen, ob es reicht, die Namen dieser Heroen zu kennen, oder ob Sie wissen müssen, was z.B. die schottischen Philosophen oder Baruch Spinoza oder der große Oscar Panizza philosophiert haben oder ob Sie gar wie Thilo Sarrazin "Wanderers Nachtlied" rezitieren können müssen. Was Sie nicht wissen müssen, ist die Geschichte der Nachrichtentechnik, die Informationstheorie, die Quantenphysik, die Halbleitertechnik, Computertechnologie. Das ist irrelevant, nein, die geistigen Väter des Handys sind die schottischen Philosophen, Oscar Panizza und Oswald Kolle. Beginnen Sie mit Kolle, falls Sie den noch nicht kennen.
Zum Großvater des Handys ist Sigmund Freud mit diesem Satz geworden :
"Es gibt ebensowenig hundertprozentige Wahrheit wie hundertprozentigen Alkohol."
Dienstag, 12. April 2011
Henryk M. Broder wird katholisch II
Warum Broder katholisch wird? Das können Sie hier lesen:
Das Wort zum Sonntag
Was Broder an dieser Art von Volksfrömmigkeit und Verkündigung am meisten behagt, ist, dass das, was man glauben und hören will, nur so ungefähr stimmen muß, z.B.
"Für Imkamp ist die Geschichte damit nicht beendet. Der Mann, der die Stressforschung auf den Weg brachte, hieß Richard Lazarus (1922-2002); Moritz Lazarus (1824-1903) war ein jüdischer Gelehrter, der den Begriff "Völkerpsychologie" prägte: "Der Name Lazarus zieht sich durch die Geschichte." Aber damals wie heute sei "der Tod nur ein vorläufiger Zustand", was die Menschen nicht wahrnehmen wollen, denn sie glauben "nur noch an den Klimawandel" und setzen alle Hoffnung "auf grün"." (Links sind von mir gesetzt).
Nun, so eine Predigt ist doch viel gelockerter und amüsanter, also mitmenschlicher, als ein trockener wissenschaftlicher Fachvortrag. Hier werden die letzten Fragen nicht vermieden. Und noch was schönes: Belegen und Beweisen muß man hier nichts. Von hier aus kann man ohne Stress ins Wirtshaus gehen. Ich glaube, die größte Hürde wird für Broder sein, mal ein ordentliches Fass aufzumachen, und eine Maß statt einem Pott Kaffee mit Schlagober zu trinken. Ich hoffe, dass diese Hürde der Konversion für ihn nicht zu hoch liegt. Lieber Henryk, torkeln nach einem Frühschoppen ist so schwer nicht; wenn man schon nicht nüchtern, klaren Verstandes sein will, sondern fromm und fidel, dann aber richtig. Wer fromm ist, muß ein richtiger Kerl sein und ganz entspannt im hier und jetzt.
(hattip: Darimund)
Das Wort zum Sonntag
Was Broder an dieser Art von Volksfrömmigkeit und Verkündigung am meisten behagt, ist, dass das, was man glauben und hören will, nur so ungefähr stimmen muß, z.B.
"Für Imkamp ist die Geschichte damit nicht beendet. Der Mann, der die Stressforschung auf den Weg brachte, hieß Richard Lazarus (1922-2002); Moritz Lazarus (1824-1903) war ein jüdischer Gelehrter, der den Begriff "Völkerpsychologie" prägte: "Der Name Lazarus zieht sich durch die Geschichte." Aber damals wie heute sei "der Tod nur ein vorläufiger Zustand", was die Menschen nicht wahrnehmen wollen, denn sie glauben "nur noch an den Klimawandel" und setzen alle Hoffnung "auf grün"." (Links sind von mir gesetzt).
Nun, so eine Predigt ist doch viel gelockerter und amüsanter, also mitmenschlicher, als ein trockener wissenschaftlicher Fachvortrag. Hier werden die letzten Fragen nicht vermieden. Und noch was schönes: Belegen und Beweisen muß man hier nichts. Von hier aus kann man ohne Stress ins Wirtshaus gehen. Ich glaube, die größte Hürde wird für Broder sein, mal ein ordentliches Fass aufzumachen, und eine Maß statt einem Pott Kaffee mit Schlagober zu trinken. Ich hoffe, dass diese Hürde der Konversion für ihn nicht zu hoch liegt. Lieber Henryk, torkeln nach einem Frühschoppen ist so schwer nicht; wenn man schon nicht nüchtern, klaren Verstandes sein will, sondern fromm und fidel, dann aber richtig. Wer fromm ist, muß ein richtiger Kerl sein und ganz entspannt im hier und jetzt.
(hattip: Darimund)
Sonntag, 10. April 2011
Henryk M. Broder wird katholisch
Spricht etwas dagegen, dass dieses "Fundstück" von Broder gefunden wurde und bei Achgut eingestellt?
Gott als Restrisiko - Bruder Imkamp in Topform
"Bruder", Entschuldigung, Monsignore Imkamp bietet ja Taufen zu Sonderkonditionen an.
Zum Thema "Ohne Religion wäre die Welt besser dran" diskutierten, so Matthias Matussek, einer der Beteiligten, "acht wortgewaltige Persönlichkeiten" pro und kontra. Bei dem Konter des Prälaten gegen den Lehrer und Atheisten Philipp Möller hat Henryk herzhaft gelacht und sich auf die Schenkel geklopft. Mit dem Abschluß "Und eine Mythologie, die 2000 Jahre alt ist und von einer primitiven Hirtenkultur entwickelt wurde, wird uns dabei [bei der Bewältigung der Probleme unserer Zeit] nicht weiterhelfen." hat der arme Möller dem gewitzten Monsignore eine "Steilvorlage" geliefert.
"Herr Möller, ganz herzlichen Dank für Ihre Steilvorlage. Dafür könnte ich Ihnen eine Küßchen geben, aber das wäre dann Mißbrauch. Sie haben gesagt und gesprochen von einer primitiven Hirtenkultur, auf der unsere Religion basiert. Wissen Sie was? Der Mann hat recht! Pius XI hat schon gesagt: "Religiös sind wir alle Semiten". Jawohl, ich bekenne mich zu dem, was Rosenberg den Wüstendämon genannt hat. Ich bekenne mich zu dem religiös semitisch zu sein."
Monsignore ist ein begnadeter Taschenspieler. Der arme Möller hat einen Ball geworfen, mit dem er die Religion als antiquiert, von vorgestern, als nicht mehr zeitgemäß fertig machen wollte (und dabei verkennt, dass Religion gerade dem Werden und Vergehen zeitgenössischer Moden widerstehen will), und Monsignore knallt ihm den Ball um die Ohren: Hier geht es darum: Semit - oder Antisemit zu sein. Das ist doch so ganz nach dem Herzen Henryk M. Broders, hier ist auch er Virtuose. Glaube, Liebe, Hoffnung ist zwar nicht so sein Feld, schon gar nicht Einkehr und Besinnung, aber eine schlagfertige Pointe kann dies spielend wettmachen. Wenn also "Bruder" Imkamp als Katholik religiös Semit ist, dann kann "Bruder" Broder als Semit spielend auch Katholik sein.
Broder genießt den Monsignore in Maria Vesperbild, der Zitadelle noch ungebrochener und zuversichtlichen katholischen Volksfrömmigkeit, von 10:00 bis 20:00 im Video
Haben Sie Henryk jemals so schwärmerisch und bejahend gesehen als bei der Predigt des Monsignore?
Gott als Restrisiko - Bruder Imkamp in Topform
"Bruder", Entschuldigung, Monsignore Imkamp bietet ja Taufen zu Sonderkonditionen an.
Zum Thema "Ohne Religion wäre die Welt besser dran" diskutierten, so Matthias Matussek, einer der Beteiligten, "acht wortgewaltige Persönlichkeiten" pro und kontra. Bei dem Konter des Prälaten gegen den Lehrer und Atheisten Philipp Möller hat Henryk herzhaft gelacht und sich auf die Schenkel geklopft. Mit dem Abschluß "Und eine Mythologie, die 2000 Jahre alt ist und von einer primitiven Hirtenkultur entwickelt wurde, wird uns dabei [bei der Bewältigung der Probleme unserer Zeit] nicht weiterhelfen." hat der arme Möller dem gewitzten Monsignore eine "Steilvorlage" geliefert.
"Herr Möller, ganz herzlichen Dank für Ihre Steilvorlage. Dafür könnte ich Ihnen eine Küßchen geben, aber das wäre dann Mißbrauch. Sie haben gesagt und gesprochen von einer primitiven Hirtenkultur, auf der unsere Religion basiert. Wissen Sie was? Der Mann hat recht! Pius XI hat schon gesagt: "Religiös sind wir alle Semiten". Jawohl, ich bekenne mich zu dem, was Rosenberg den Wüstendämon genannt hat. Ich bekenne mich zu dem religiös semitisch zu sein."
Monsignore ist ein begnadeter Taschenspieler. Der arme Möller hat einen Ball geworfen, mit dem er die Religion als antiquiert, von vorgestern, als nicht mehr zeitgemäß fertig machen wollte (und dabei verkennt, dass Religion gerade dem Werden und Vergehen zeitgenössischer Moden widerstehen will), und Monsignore knallt ihm den Ball um die Ohren: Hier geht es darum: Semit - oder Antisemit zu sein. Das ist doch so ganz nach dem Herzen Henryk M. Broders, hier ist auch er Virtuose. Glaube, Liebe, Hoffnung ist zwar nicht so sein Feld, schon gar nicht Einkehr und Besinnung, aber eine schlagfertige Pointe kann dies spielend wettmachen. Wenn also "Bruder" Imkamp als Katholik religiös Semit ist, dann kann "Bruder" Broder als Semit spielend auch Katholik sein.
Broder genießt den Monsignore in Maria Vesperbild, der Zitadelle noch ungebrochener und zuversichtlichen katholischen Volksfrömmigkeit, von 10:00 bis 20:00 im Video
Haben Sie Henryk jemals so schwärmerisch und bejahend gesehen als bei der Predigt des Monsignore?
Mittwoch, 6. April 2011
Deutsche "Panik" II
Deutsche "Panik", Teil I Ich nehme hier den Faden nochmals auf und versuche, die Überlegungen, die über das Sujet und den Kontext dieses Blogs hinausgehen, zu vertiefen.
"Deutschland schafft sich ab" - das kann man so entspannt sehen wie der "Beute-Deutsche" oder "neue Deutsche" Henryk M. Broder
"Deutschland schafft sich ab” . Wissen Sie, das sagt erst mal gar nichts, das kann gut sein oder das kann schlecht sein. ... Ich finde es grundsätzlich [sic!] gut, dass das so genannte «weisse, heterosexuelle, blonde, arische» Europa seinem Ende entgegengeht ... Ich würde gerne das weisse Europa aufgeben, aber ich würde ungern das demokratische Europa aufgeben. ... Wir Beute-Deutsche sind die neuen Deutschen. Das heißt nicht, Deutscher zweiter Klasse zu sein. Ganz im Gegenteil. Sie kommen in Deutschland heute ja nicht weit ohne Migrationshintergrund. Wenn Sie sagen, Sie sind ein gewöhnlicher Deutscher aus dem Sauerland und essen gerne Königsberger Klopse - mit dieser Biographie können Sie doch nichts werden. ...Für die autochthonen Deutschen ist das Deutschsein mit Leiden und Schwermut verbunden, mit diesem ganzen schweren Gepäck im [sic!] Rücken. Ich habe das alles nicht. Ich reise mit leichtem Gepäck. ... Wenn du dich scheisse benimmst und keiner nimmt es dir übel, dann bist du integriert."
Hier spricht ohne Zweifel einer, der mit Fleisch und Blut überzeugt ist, ein Sieger der Geschichte zu sein. Bei weitem nicht mehr auf der Höhe der Zeit, müßte der "gewöhnliche", der "autochtone" Deutsche mit seinen Königsberger Klopsen und Leiden und Schwermut sein schweres Gepäck abwerfen, so er denn kann, oder denen das Feld überlassen, die mit leichtem Gepäck weit kommen und sich scheisse benehmen. Ob das Thilo Sarrazin oder Geert Wilders, mit denen zusammen der Meister gegen die grüne Flut kämpft, auch so sehen? Ist das eine Alliance oder Mesalliance? Kennen Wilders oder Sarrazin, Prototypen des weissen, blonden, protestantischen, arischen Europas der Nationen oder Vaterländer, oder die Bataillione und Sturmgeschütze des "Freien Westens" gegen die Islamisierung Europas von Politically Incorrect ihren Pappenheimer und Lautsprecher Henryk M. Broder? Kämpfen diese blonden Bestien für ein ethnisch entsorgtes "demokratisches Europa" der, sagen wir, "neuen Europäer"? Ich fürchte, ich muss Broder enttäuschen: Sarrazin macht sich wirklich Sorgen, dass "Deutschland" sich abschafft, und Wilders, Strache, Politically Incorrect & Co. begeistern sich für Israel nicht nur deswegen, weil es die "einzige Demokratie im Nahen Osten" ist, sondern vor allem wegen des prononcierten und vorbildlichen völkischen Verständnisses des jüdischen Staates, der sich gegen seine heteroethnische Umgebung einmauert bzw. zur Wehr setzt. Ebenso wie Israel werden ihnen die Muselmanen nur noch verdächtiger, wenn sie sich von Tyrannei befreien und Demokraten werden wollen. "Jeder Mensch - und jede Nation - hat das heilige Recht, im Namen ihrer Zukunft und im Namen ihrer Vergangenheit ihre Differenzen und ihre Identität zu bewahren." (Jean Raspail). Wäre es nicht wahrlich ungerecht, wenn diese Maxime nur für den geschichtlichen Ausnahmestaat Israel und das Volk Israel (Am Yisrael Chai) gelten würde?
Gibt es noch ein kleines gallisches Dorf, das dem nahezu "alternativlosen" Prozess der Geschichte in der Form des Broderschen Narrativs widersteht? Als Sprecher für eine Sichtweise der "autochthonen Deutschen" und der anderen Vaterländer Europas will ich Martin Lichtmesz nehmen. Martin Lichtmesz, Vordenker der aufrechten Deutschen in Sezession im Netz, dessen klare Aussagen und dessen vorzüglichen Stil ich sehr schätze (Das Manifest der Vielen oder Patrick-Bahners-Typus, Der Naika-Foroutan-Typus, Jean Raspail und das "Heerlager der Heiligen", Der Traum einer Reconquista (Gesammelte Raspailiana) schreibt - ich denke, dass sein Unbehagen besser auf die triumphale Verachtung Broders passt als auf die Reaktionen auf Sarrazins schneidenden, entwertenden und kränkenden Diskurs im "Manifest der Vielen" -
"Deutschland schafft sich ab" - das kann man so entspannt sehen wie der "Beute-Deutsche" oder "neue Deutsche" Henryk M. Broder
"Deutschland schafft sich ab” . Wissen Sie, das sagt erst mal gar nichts, das kann gut sein oder das kann schlecht sein. ... Ich finde es grundsätzlich [sic!] gut, dass das so genannte «weisse, heterosexuelle, blonde, arische» Europa seinem Ende entgegengeht ... Ich würde gerne das weisse Europa aufgeben, aber ich würde ungern das demokratische Europa aufgeben. ... Wir Beute-Deutsche sind die neuen Deutschen. Das heißt nicht, Deutscher zweiter Klasse zu sein. Ganz im Gegenteil. Sie kommen in Deutschland heute ja nicht weit ohne Migrationshintergrund. Wenn Sie sagen, Sie sind ein gewöhnlicher Deutscher aus dem Sauerland und essen gerne Königsberger Klopse - mit dieser Biographie können Sie doch nichts werden. ...Für die autochthonen Deutschen ist das Deutschsein mit Leiden und Schwermut verbunden, mit diesem ganzen schweren Gepäck im [sic!] Rücken. Ich habe das alles nicht. Ich reise mit leichtem Gepäck. ... Wenn du dich scheisse benimmst und keiner nimmt es dir übel, dann bist du integriert."
Gibt es noch ein kleines gallisches Dorf, das dem nahezu "alternativlosen" Prozess der Geschichte in der Form des Broderschen Narrativs widersteht? Als Sprecher für eine Sichtweise der "autochthonen Deutschen" und der anderen Vaterländer Europas will ich Martin Lichtmesz nehmen. Martin Lichtmesz, Vordenker der aufrechten Deutschen in Sezession im Netz, dessen klare Aussagen und dessen vorzüglichen Stil ich sehr schätze (Das Manifest der Vielen oder Patrick-Bahners-Typus, Der Naika-Foroutan-Typus, Jean Raspail und das "Heerlager der Heiligen", Der Traum einer Reconquista (Gesammelte Raspailiana) schreibt - ich denke, dass sein Unbehagen besser auf die triumphale Verachtung Broders passt als auf die Reaktionen auf Sarrazins schneidenden, entwertenden und kränkenden Diskurs im "Manifest der Vielen" -
Montag, 4. April 2011
Henryk M. Broder, Eine Theorie für Alles und Jedes
Vor zwei Tagen hatte ich auf eine Meditation Abraham Melzers über Henryk M. Broder verlinkt. Ich will nicht verhehlen, dass ich bei diesem Infight auch Schadenfreude - wenig Menschliches ist mir fremd - empfunden habe. Ich habe - und das ist das erste Mal auf diesem Blog - diese Post gestern wieder gelöscht. Meine minima moralia, mein Standard auf diesem Blog ist, dass alles, was Sie hier an Lächerlichem und Erhabenem zu lesen bekommen, durch Zitate bzw. einen Link auf die Quellen belegt wird. Abraham Melzer hat behauptet, dass Henryk M. Broder nach seiner kurzen und hochmotivierten Aliyah in der Mission eines bezahlten Hasbara Agenten wieder zu uns herabgestiegen sei. Sei´s wie es sei, gegen derartige Hypothesen hatte ich immer wieder eingewendet, dass dann der Dienst sein Bodenpersonal noch fahrlässiger ausgesucht habe als der Allerhöchste.
Ich dagegen will Broder selbst sprechen lassen in his own words
Anti-Atom-Demos als "Nie wieder Auschwitz"
Wenn wir Broder nicht hätten, hätten wir keinen Generalschlüssel, Dietrich für Alles und Jedes, was in diesem Land der Fall ist. Über Fukushima und die Folgen war auf der Achse schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Jetzt hat auch der Meister auf seine Weise, so wie wir es von ihm erwartet haben, dazu beigetragen.
Ich dagegen will Broder selbst sprechen lassen in his own words
Anti-Atom-Demos als "Nie wieder Auschwitz"
Wenn wir Broder nicht hätten, hätten wir keinen Generalschlüssel, Dietrich für Alles und Jedes, was in diesem Land der Fall ist. Über Fukushima und die Folgen war auf der Achse schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Jetzt hat auch der Meister auf seine Weise, so wie wir es von ihm erwartet haben, dazu beigetragen.
Sonntag, 13. März 2011
David Harnasch scheisst nicht in die Hosen
"Gudrun Pausewang siegt auf ganzer Linie: Tausende, vielleicht Zehntausende Menschen sterben bei einer schrecklichen Naturkatastrophe und sie interessieren die Deutschen Medien einen Dreck. Denn ein Störfall in einem Kernkraftwerk könnte mit etwas Glück Pech außer Kontrolle geraten. ... Im Moment haben die japanischen Experten die Lage wohl halbwegs unter Kontrolle. ...Während wir uns einfäkieren wegen einer Katastrophe die bisher ausbleibt, zeigt ein anderes Volk bewundernswerte Gelassenheit angesichts der tatsächlichen - allerdings rein natürlichen - Katastrophe: Die Japaner machen sich bereits still und fleißig ans Aufräumen, während noch nicht mal die Zahl der Toten feststeht." (Quelle)
Das andere Hobby der Achse des Guten, der Kampf gegen die Gutmenschen und Umweltspinner ist auf diesem Blog nur sehr beiläufig (und hier) erwähnt worden. Die Komplexität der Materie, insbesondere der Klimaforschung, hält mich davon ab, meine Meinung dazu zum Besten zu geben. Ob das Klima-Spezial, das auf der Achse des Guten als Vademecum publiziert wurde, Hand und Fuß hat, sei dahingestellt; unfreiwillig komisch ist jedoch, wenn Laien wie Henryk M. Broder mit breiter Brust den Klimaforschern die Meinung blasen:
"Und dieselben Aufschneider, die ohne zu zögern das Klima im Jahre 2050 voraussagen, zeigen sich vom Ausbruch des Winters mitten im Dezember total überrascht. Damit konnte wirklich niemand rechnen! Fest entschlossen, den Anstieg der Durschnittstemperatur auf 2° C zu begrenzen, sind sie nicht in der Lage, das Wetter für Heiligabend vorherzusagen. Geschweige denn, die Autobahnen vom Glatteis zu befreien" (Quelle)
Der schlagende Einsatz von kurzfristigen Zeitreihen (Wettervorhersage) gegen langfristige Zeitreihen (Klimaprognose) - Broder schafft es spielend, uns in einen Taumel der statistischen Vernunft zu setzen (spricht das für den Klima-Spezial Grundkurs?).
Dieser Beitrag des Stammautors der Achse des Guten, David Harnasch, verdient jedoch eine Würdigung, lesen Sie ihn noch mal:
"Gudrun Pausewang siegt auf ganzer Linie: Tausende, vielleicht Zehntausende Menschen sterben bei einer schrecklichen Naturkatastrophe und sie interessieren die Deutschen Medien einen Dreck. Denn ein Störfall in einem Kernkraftwerk könnte mit etwasGlück Pech außer Kontrolle geraten. ... Im Moment haben die japanischen Experten die Lage wohl halbwegs unter Kontrolle. ... Während wir uns einfäkieren wegen einer Katastrophe die bisher ausbleibt, zeigt ein anderes Volk bewundernswerte Gelassenheit angesichts der tatsächlichen - allerdings rein natürlichen - Katastrophe: Die Japaner machen sich bereits still und fleißig ans Aufräumen, während noch nicht mal die Zahl der Toten feststeht."
Denken Sie mit:
1. Es gibt eine tatsächliche - allerdings rein natürliche - Katastrophe.
2. Dafür interessieren sich die Deutschen Medien einen Dreck, egal sind ihnen die Tausende und Abertausende von Toten.
3. Dann gibt es eine "Katastrophe die bisher ausbleibt" (die Experten haben die Lage "wohl halbwegs unter Kontrolle")
4. Weil die "Deutschen Medien" ein QED haben, wünschen sie klammheimlich, dass "ein Störfall" in einem KKW "außer Kontrolle" gerät.
5. Und "wir" scheißen uns in die Hose bei einer "Katastrophe die bisher ausbleibt".
6. Während "wir" in die Hose scheissen, bleiben die Japaner ganz gelassen und krempeln die Ärmel hoch. Keine Spur von unserer Hysterie vor einer "Katastrophe die bisher ausbleibt", während SPON unkt "Die Folgen des Mega-Erdbebens und der gigantischen Tsunami-Flutwellen sind unübersehbar. Aber Japans Bevölkerung ängstigt noch mehr, wie groß die unsichtbare radioaktive Verstrahlung ist. Immer neue Kraftwerkspannen werden bekannt." (Quelle). Die Deutschen projezieren ihre Deutsche Angst auf die Japaner.
Ich vermute, dass David Harnasch von seinem point of view aus sehr konsistent argumentiert. In Deutschland wird, so David Harnasch, eine "Katastrophe die bisher ausbleibt" zu sehr durchsichtigen Zwecken instrumentalisiert. Und wenn der "Störfall" doch außer Kontrolle gerät? Keine Panik! Selbst der SPIEGEL hat, so lässt uns David Harnasch heute wissen, 2007 von "Legenden vom bösen Atom" berichtet:
"Deutsche Forscher untersuchen in Sibirien eine berüchtigte Atomfabrik aus Sowjetzeiten. Die nukleare Verseuchung, so ihr Befund, wurde überschätzt. Starben auch an den Spätfolgen der Superkatastrophen von Hiroshima und Tschernobyl weit weniger Menschen als gedacht?"
So "böse" ist das Atom gar nicht. Ich glaube, ich muß jetzt eingestehen, dass"wir" sind zu zimperlich sind, keine gesunde Risikotoleranz haben, eingebildete Gefährdete sind. Lassen "wir" uns dadurch beruhigen, dass "weit weniger Menschen als gedacht" das Zeitliche segnen mußten (damit man mich nicht mißversteht, ich bin für lückenlose Aufklärung).
Das andere Hobby der Achse des Guten, der Kampf gegen die Gutmenschen und Umweltspinner ist auf diesem Blog nur sehr beiläufig (und hier) erwähnt worden. Die Komplexität der Materie, insbesondere der Klimaforschung, hält mich davon ab, meine Meinung dazu zum Besten zu geben. Ob das Klima-Spezial, das auf der Achse des Guten als Vademecum publiziert wurde, Hand und Fuß hat, sei dahingestellt; unfreiwillig komisch ist jedoch, wenn Laien wie Henryk M. Broder mit breiter Brust den Klimaforschern die Meinung blasen:
"Und dieselben Aufschneider, die ohne zu zögern das Klima im Jahre 2050 voraussagen, zeigen sich vom Ausbruch des Winters mitten im Dezember total überrascht. Damit konnte wirklich niemand rechnen! Fest entschlossen, den Anstieg der Durschnittstemperatur auf 2° C zu begrenzen, sind sie nicht in der Lage, das Wetter für Heiligabend vorherzusagen. Geschweige denn, die Autobahnen vom Glatteis zu befreien" (Quelle)
Der schlagende Einsatz von kurzfristigen Zeitreihen (Wettervorhersage) gegen langfristige Zeitreihen (Klimaprognose) - Broder schafft es spielend, uns in einen Taumel der statistischen Vernunft zu setzen (spricht das für den Klima-Spezial Grundkurs?).
Dieser Beitrag des Stammautors der Achse des Guten, David Harnasch, verdient jedoch eine Würdigung, lesen Sie ihn noch mal:
"Gudrun Pausewang siegt auf ganzer Linie: Tausende, vielleicht Zehntausende Menschen sterben bei einer schrecklichen Naturkatastrophe und sie interessieren die Deutschen Medien einen Dreck. Denn ein Störfall in einem Kernkraftwerk könnte mit etwas
Denken Sie mit:
1. Es gibt eine tatsächliche - allerdings rein natürliche - Katastrophe.
2. Dafür interessieren sich die Deutschen Medien einen Dreck, egal sind ihnen die Tausende und Abertausende von Toten.
3. Dann gibt es eine "Katastrophe die bisher ausbleibt" (die Experten haben die Lage "wohl halbwegs unter Kontrolle")
4. Weil die "Deutschen Medien" ein QED haben, wünschen sie klammheimlich, dass "ein Störfall" in einem KKW "außer Kontrolle" gerät.
5. Und "wir" scheißen uns in die Hose bei einer "Katastrophe die bisher ausbleibt".
6. Während "wir" in die Hose scheissen, bleiben die Japaner ganz gelassen und krempeln die Ärmel hoch. Keine Spur von unserer Hysterie vor einer "Katastrophe die bisher ausbleibt", während SPON unkt "Die Folgen des Mega-Erdbebens und der gigantischen Tsunami-Flutwellen sind unübersehbar. Aber Japans Bevölkerung ängstigt noch mehr, wie groß die unsichtbare radioaktive Verstrahlung ist. Immer neue Kraftwerkspannen werden bekannt." (Quelle). Die Deutschen projezieren ihre Deutsche Angst auf die Japaner.
Ich vermute, dass David Harnasch von seinem point of view aus sehr konsistent argumentiert. In Deutschland wird, so David Harnasch, eine "Katastrophe die bisher ausbleibt" zu sehr durchsichtigen Zwecken instrumentalisiert. Und wenn der "Störfall" doch außer Kontrolle gerät? Keine Panik! Selbst der SPIEGEL hat, so lässt uns David Harnasch heute wissen, 2007 von "Legenden vom bösen Atom" berichtet:
"Deutsche Forscher untersuchen in Sibirien eine berüchtigte Atomfabrik aus Sowjetzeiten. Die nukleare Verseuchung, so ihr Befund, wurde überschätzt. Starben auch an den Spätfolgen der Superkatastrophen von Hiroshima und Tschernobyl weit weniger Menschen als gedacht?"
So "böse" ist das Atom gar nicht. Ich glaube, ich muß jetzt eingestehen, dass"wir" sind zu zimperlich sind, keine gesunde Risikotoleranz haben, eingebildete Gefährdete sind. Lassen "wir" uns dadurch beruhigen, dass "weit weniger Menschen als gedacht" das Zeitliche segnen mußten (damit man mich nicht mißversteht, ich bin für lückenlose Aufklärung).
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