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Montag, 3. Oktober 2011

Dr. Clemens Heni ist zurück - und wie!

Nach der Ankündigung der Gründung des  Berlin International Center for the Study of Antisemitism hat Dr. Clemens Heni seine Hände nicht in den Schoß gelegt. Inzwischen steht die Website, Dr. Clemens Heni ist Gründungsdirektor und wird mutmaßlich von einem prominent besetzten Advisory Board unterstützt; ich glaube, er wird sie alle noch brauchen:

"The Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA) will provide scholarly research.
The main focus of the institute is anti-Semitism in the 21st century, particularly hatred of Israel.
The purpose of the Center is to conduct high-profile scholarly research without being stuck in the ivory towers of academia." (Quelle)

Also ein starkes Ein-Mann-Gegengewicht zu dem ZfA. Damit schließt Dr. Clemens Heni eine schmerzliche Lücke, die dadurch entstanden ist, dass die Yale University The Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA) "gekillt" hat (Quelle, siehe auch hier und hier).

Nicht nur das.  Dr. Clemens Heni hat zusätzlich zu dem uns bekannten einen neuen Blog Clemens Heni/Wissenschaft und Publizistik als Kritik (clemensheni.net) eröffnet, der im www noch ein Schattendasein führt; ich wünsche ihm ein geneigtes und aufmerksames Publikum. Außerdem hat er einen Klein- und Eigenverlag, die EditionCritique, gegründet, in dem seine Bücher verlegt werden. Bisher wird dort Dr. Clemens Henis neues Opus Schadenfreude - Islamforschung und Antisemitismus in Deutschland nach 9/11 angeboten.  Das 416 Seiten starke Werk ist, so der Herausgeber, 

√ Das Buch zur „Islamdebatte“, √ Das Buch zum zehnten Jahrestag von 9/11, √ Das Buch zu Islamismus und Antisemitismus

und klärt u.a.

* Was machen deutsche Islamwissenschaftler tagsüber?, * Brauchen wir „mehr Kinder von den Klugen“ oder Kritik an den „klugen“ Deutschen? + vieles mehr

Natürlich, lieber Dr. Heni, brauchen wir eher Kritik an den "klugen" Deutschen als "mehr Kinder von den Klugen" (Kosten 19,90 €). Ich muss gestehen, dass ich immer ein bißchen beschwipst werde, wenn ich mich mit Dr. Clemens Heni beschäftige. Deshalb übergebe ich jetzt gerne das Wort an Martin Kloke, der auf der Achse des Guten dieses Werk besonnen rezensiert:  "Der unerbittliche Moralist". Martin Kloke hat bei der Lektüre ein "ungutes Gefühl" beschlichen und er vermutet, dass die Antwort darauf im "Individualpsychologischen" des Dr. Clemens Heni zu finden wäre. Was meinen Sie?

Wir dürfen erwarten, dass der unerschrockene Dr. Clemens Heni der letzte Leichtmatrose ist, der das lecke Schiff der sogenannten "kritischen" Antisemitismusforschung verlassen wird. Er wird darauf unermüdlich Wasser schöpfen wollen. - Auch Broder ist ein Antisemit. Ich könnte das Dr. Heni leicht beweisen. Er ist schon mal dem notorischen Antisemiten Harald Schmidt in den Allerwertesten gekrochen.

Montag, 20. Juni 2011

Deborah Lipstadt gibt Dr. Clemens Heni und Benjamin Weinthal etwas zu bedenken - vergeblich

Dass Yale YIISA, Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism, so Dr. Clemens Heni, Devise: "Wissenschaft und Publizistik als Kritik", "gekillt" hat, darüber habe ich in dieser Post berichtet.

 Diese Interpretation wird unterstützt von Broder buddy Benjamin Weinthal.  Von ihm erfahren wir, dass Yale "kapituliert".

Die Yale University hat die Schließung der YIISA damit begründet, that YIISA has not acted “as a valued input to the research and teaching interests of some significant group of Yale faculty” and “no core of faculty research or student interest has developed around the center or has emerged to direct its interests.

Der wirkliche Grund liegt nach Benjamin Weinthal jedoch darin

"Yale’s recent reversal is part of its ongoing capitulation to political correctness, and its attendant refusal to criticize fundamentalist Islamism. ... YIISA’s important work in exposing Iranian anti-Semitism, and the regime’s longstanding persecution of women and minority groups, appears to have prompted Iran’s rulers to declare Yale University a sanctioned organization on the regime’s list of targeted groups."

Ein bißchen anders oder differenzierter sieht dies Deborah Lipstadt, Dorot Professor of Modern Jewish and Holocaust Studies at Emory University in Atlanta, im Forward

"... this struggle also demonstrates the necessity of differentiating between those who do advocacy and those who do scholarship. Both are critical — but entirely different — endeavors. Let us not forget how rightfully disturbed the Jewish community has been in recent years about the way in which advocacy and polemics have permeated so many university courses on the Middle East. Too many students who take these classes find that they have entered a zone in which advocacy masquerades as scholarship. This is unacceptable, irrespective of the source from which it emanates."


Dr. Clemens Heni könnte man ins Logbuch schreiben

"Einen Menschen aber, der die Wissenschaft einem nicht aus ihr selbst (wie irrtümlich sie immer sein mag), sondern von außen, ihr fremden, äußerlichen Interessen entlehnten Standpunkt zu akkommodieren sucht, nenne ich 'gemein'" (Karl Marx, MEW 26.2, S.112)


Das habe Karl Marx auf Clemens Heni gemünzt, meint Schmok. Ich finde diese Feststellung gewagt, aber nicht unzulässig.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Dr. Clemens Heni Gründungsdirektor des Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA).

Ich muss zugeben, dass ich immer etwas fickerig und ungeduldig werde, wenn ich einige Wochen oder gar Monate lang nichts Neues von Dr. Clemens Heni höre oder sehe. Jetzt hat er sich mit einem Paukenschlag zurückgemeldet! Dr. Clemens Heni ist Gründungsdirektor des im Frühjahr (springtime) 2011 gegründeten Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA). Noch im Sommer (summertime) dieses Jahres wird er das Standardwerk "Schadenfreude. Islamic Studies and antisemitism in Germany after 9/11" veröffentlichen!

Diese Neugründung in Berlin ist umso dringlicher geworden als, wie Dr. Clemens Heni auf deutsch und englisch auf seinem Blog informiert, der Antisemitismus in Amerika sich ausbreitet und in Yale seine Zitadelle gefunden hat

Antisemitismus in Amerika - Yale kills YIISA

"Die Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA), das 2006 gegründete erste universitäre Institut für Antisemitismusforschung in Nordamerika, wird geschlossen."

Hintergrund

Freitag, 4. März 2011

Christian Böhmes Gedankenspiel, wie man Gaddafi stürzen kann

Christian Böhme ist der Chefredakteur der "Jüdische Allgemeine". Aus Berlin postuliert er am 3. März "Stürzt Gaddafi!". Böhme kann sich vorstellen, wie das gehen könnte:

"Wie wäre es mit einer kleinen Eliteeinheit, die sich darauf versteht, unliebsame Personen ohne viel Tamtam auszuschalten? Ein paar Marines, die Jungs von der GSG 9 oder eine Handvoll Mossad-Agenten könnten das Problem namens Gaddafi aus der Welt schaffen, auf welche Weise auch immer. Das käme den Menschen in Libyen zugute. Und uns, die wir kaum etwas so sehr fürchten wie Hunderttausende, die an unseren Grenzen Einlass begehren. ... Eine derartige »unterschwellige« Intervention hat nämlich auch einen großen moralischen Vorteil: Effizient ausgeführt, würde dieser Einsatz den Menschen in Libyen signalisieren, dass ihr Schicksal uns nicht gleichgültig ist. Und das Ende des Despoten wäre ein Zeichen der Hoffnung. Viel mehr ist im Moment wohl kaum möglich. Aber vielleicht hilft es der Bevölkerung bei dem Entschluss, doch in ihrer Heimat zu bleiben."

Um dieses Gedankenspiel noch erfolgreicher umzusetzen, schlage ich anstatt der Marines, der Jungs von der GSG9 oder des Dienstes den Einsatz von noch viel ausgebuffteren Jungs vor, "The Expendables"



Ich muss sagen, dass ich von diesen Mercenaries hellauf begeistert war, ich mußte nicht nur schmunzeln, sondern habe auch herzhaft gelacht, es war ja großes Kino. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Film die strategische Vorstellungskraft von Christian Böhme angeregt hat. Oder war es dieser Hinweis von Dr. Clemens Heni und Prof. Dr. Phyllis Chesler? Phyllis Chesler trug auf der Journal for the Study of Antisemitism (JSA) conference on Muslim anti-Semitism vor "Can we learn the right lessons of Holocaust in time?" :

"“What must we do, what must be done to stop this very specific genocidal threat to the Jewish state—and the overwhelming jihadic threat against civilians everywhere? I do not think that all our documentation will be enough. I do not think we have enough time to reason with the brainwashed, one by one. Only a military victory will do it. But in the 21stcentury, military victories may look different, they may look like Stuxnet, and may include targeted assassinations that we never get to hear about.”
People were very, very quiet. (…)"

Die Zuhörer waren sehr, sehr ruhig. Hat Dr. Christian Böhme jetzt aus dem Nähkästchen der ungewaschenen Gehirne geplaudert?

Donnerstag, 13. Januar 2011

Das letzte und beste vom Meisterdenker Clemens Heni: In seiner eigenen Sache

"Wie Sie jedoch mit einem Agitator wie Zuckermann öffentlich auftreten können, wo dieser mit seiner Hetze namentlich auch gegen meine Person in Erscheinung tritt, das
ist so infam, perfide und absurd, dass es noch der Entwicklung von Wörtern bedarf um diesen Sachverhalt adäquat zu fassen."
(Quelle; Anmerkung: ich beziehe mich hier auf die Urfassung der Post "Die verlorene Reputation der Dr. Margit Reiter" vom 11.01.2011, die im folgenden als "Version 1" bezeichnet wird; Dr. Clemens Heni hat die Urfassung in der "veränderten Version, 13.01.2011" um einige wichtige selbstreferentielle Passagen bereinigt, im folgenden "Version 2"; Fettdruck durch mich)

Schockschwerenot. Wir kennen Dr. Clemens Heni als einen Mann, der nicht Zeit und Mühe scheut, sich dem Biest unserer Tage entgegenzuwerfen, egal wo es auftritt, sei es bei Harald Schmidt, bei Prof. Benz, die um einen faschistischen Bahnhof kämpfenden Stuttgarter e tutti quanti und dabei um die richtigen Worte nicht verlegen ist, so hat er die besagten Stuttgarter treffend dadurch gekennzeichnet, dass sie "nicht ganz knusprig" sind. Was zum Donner ist jetzt passiert, dass Dr. Heni die Spucke wegbleibt, gegen wen schleudert er den Bannfluch, das Anathema, wie es weiland die Kirche bei schwerwiegeneden Fällen von Sünde ohne Wille zur Umkehr verhängt hat?

Die fragliche Person ist eine Dr. Margit Reiter, Dozentin am Institut für Zeitgeschcihte an der Universität Wien; forscht unter anderem über Israelkritik, Antisemitismus und Antiamerikanismus in Europa. Nach Dr. Clemens Heni ist sie ein absoluter "no-name"

"In der internationalen, wissenschaftlichen pro-Israel, gegen Antisemitismus, Neonazismus und Islamismus gerichteten Community sind Sie auch ein no-name, warum auch immer." (Version 1),

ganz im Gegensatz zu ihm, wie er in Version 1 nicht müde wird, so ausführlich wie geboten und gerade nötig hervorzuheben


Was hat dieses unsägliche Frauenzimmer, diese Null verbrochen?

Das Frauenzimmer hat einen Prof. Moshe Zimmermann [auf Hinweis von Lesern korrigiere ich: Moshe Zuckermann] zur Präsentation und Diskussion seines neuesten Buches "Antisemit! - Ein Vorwurf als Herrschaftsinstument"  in das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien eingeladen. Wie z.B. Prof. Micha Brumlik vertritt auch Moshe Zimmermann [dito] u.a. die These, dass eine Gruppe von Autoren wie Henryk M. Broder, Matthias Küntzel, Benjamin Weinthal und Clemens Heni (namentlich genannt) in ihrem Elan, der Bestie des Antisemitismus entgegenzutreten und ohne Wenn und Aber für  Israel einzustehen, systematisch über das Ziel hinausschießen und damit kontraproduktiv werden. U.a. haben sie nach Micha Brumlik Prof. Benz "zumindest in die Nähe des Antisemitismus gerückt".  Darf ein solcher Mann eingeladen werden und eine solche These an einem Universitätsinstitut pro und contra diskutiert werden? Nein, postuliert Dr. Clemens Heni

"Was besonders schockiert ist die Tatsache, dass Sie als angeblich seriöse Historikerin oder Politikwissenschaftlerin einem Mann eine Plattform geben, der ganz offen gegen Juden wie Henryk M. Broder und Benjamin Weinthal wie auch gegen andere Kritiker des Antisemitismus wie Dr. Matthias Küntzel oder meine Person offen Hetze betreibt und natürlich – in dieser Hinsicht ganz ähnlich wie Neonazis – kleine Details völlig falsch zitiert" (Version 2)

Es wird das bleibende Verdienst Dr. Clemens Henis bleiben, aufgedeckt zu haben, dass eine strittige Tagung des ZfA in einer Verlagsanzeige des Promedia Verlags für Zimmermanns [dito] Buch  falsch datiert wurde, statt auf den Dezember 2008 auf den Dezember 2009.

Kleine Details völlig richtig zu zitieren halte ich wie Dr. Clemens Heni für minima moralia wissenschaftlicher Arbeit.  Frau Dr. Margit Reiter fragt er

"Sie sagten in Wien, wie mir berichtet wurde, dass Benz als „Antisemit“ bezeichnet würde. Wo ist Ihre Quelle?" (Version 2)

Halten wir fest, dass Clemens Heni hier ausführt, dass Prof. Benz sich von seinem Doktorvater, einem Nazi und ganz elenden Feigling nie distanziert habe, dass er den Antisemitismus via Muslimmarkt fördere, dass er durch "Gleichsetzung" von Antisemitismus und Islamkritik, fälschlicherweise von Benz als "Islamophobie" charakterisiert, den Antisemitismus fördere und damit das Präzendenzlose der Shoah derealisiere; an anderer Stelle - ich habe darüber berichtet -  hat Clemens Heni darauf hingewiesen, dass er durch diese Gleichsetzung entweder den Holocaust leugne oder ihn fortsetze. Halten wir jedoch fest, dass Dr. Heni (und die weiteren postapokalytischen Reiter, an deren Heimsuchung nicht nur Prof. Benz mit shock and awe zurückdenken) Prof. Benz nie als "Antisemiten" bezeichnet habe. Das wird man sich merken müssen. Wenn jemand einen Einwand gegen my way, kleine Details richtig zu zitieren, hat, möge er sich bitte melden.

Darüber hinaus verbietet sich eine Diskussion mit Prof. Zimmermann [dito] schon dadurch, dass er persönlich nicht ganz kosher oder knusprig ist

"Nun ist Zuckermann als Feind Israels und Freund von Holocaustleugnern bzw. des direkten Umfelds von Holocaustleugnern wie von Norman Finkelstein bekannt." (Version 2)

Weil es auf die kleinen Details ankommt, möchte ich Dr. Clemens Heni um eine Antwort bitten: Man kann ja über Norman Finkelstein alles mögliche sagen, neu ist mir jedoch, dass er ein Holocaustleugner sein soll. Wo bitte, Dr. Heni, ist Ihre Quelle?

Stellen wir weiterhin fest, dass Dr. Heni nirgendwo behauptet, dass Dr. Margit Reiter Antizionistin, gar exterminatorische Antizionistin sei, dass er jedoch sein Anschreiben an sie  so abschließt

"Sie persönlich, Frau Reiter, unterstützten mit der gestrigen Veranstaltung die Destabilisierung des jüdischen Staates Israel. Ein winziger Beitrag, sicher.
Aber einer, der unendlich schmerzt. Er zeigt, was deutsche und österreichische Forscherinnen und Forscher im Innern anzutreiben scheint.
Schließlich haben mich weitere Berichte über die Veranstaltung erreicht. Ein anonymisiertes Zitat fand ich bemerkenswert, da es zwar konkret um die VA mit Zuckermann geht, jedoch die Sprache und Herangehensweise von Akademikerinnen und Akademikern generell gemeint ist:
 „Wenn das Wort Holocaust fiel (von Shoah war nicht die Rede), dachte ich, es geht ihr um einem Auto- oder Skiunfall.“" (Version 2)

Also wenn das keine maskierte Holocaustleugnung state of the art ist! Hier haben Sie Clemens Henis work in progress, hier können Sie ihm auf die Finger schauen, wie z.B. von einem Einzelfall auf die community deutscher und österreichischer Forscher geschlossen werden kann; kalt sind sie, wie Hundeschnauzen.

Hat Dr. Heni seine eigene Reputation wieder hergestellt, indem er die von Frau Dr. Reiter lege arte auseinander nahm? Tja, die Lage ist nach wie vor nicht gut für Dr. Heni. Während solche Flachzangen wie Frau Dr. Reiter eine Dozentur an einem Universitätsinstitut besetzt halten, muss er, trotz bester Reputation und allerbesten Verbindungen, seine Brötchen als "research fellow" des Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism (SICSA), Hebrew University, Jerusalem  backen. Helft Dr. Clemens Heni endlich! Jetzt bewirbt er sich schon via San Diego Jewish World

"We have to teach German and European history, the Shoah and anti-Semitism.
In order to fight anti-Zionism and Israel hatred we have to be aware of history, too. Scholars have the responsibility to teach history accurately.
These are the reasons I would be happy to teach in the United States of America." (Quelle)

Amerika, du hast es besser, erbarme dich unser. Nimm Dr. Heni, he would be very, very happy. Holocaust Teachings sind die schönste akademische Laufbahn der Welt. I can´t help, wenn ich mir Dr. Heni als prominenten scholar der Antisemitismus- und Holocaust-Forschung vorstelle, sucht mich diese Überlegung heim

Weil sie letztlich nur "eingebettete" Experten brauchen können, bringen diese Disziplinen keine echten Wissenschaften hervor und erschweren den Übergang zum Niveau nicht-selbstbedienender Theoriebildung (Peter Sloterdijk, Du mußt Dein Leben ändern, Frankfurt/M, 2011, S. 683)

Nachtrag: Schmok: Denunziant des Tages: Clemens Heni

Dienstag, 4. Januar 2011

Jahresrückblick 2010, Vom Deutschen Wesen bis zum Frieden im Gelobten Land

2010 verweht. "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?" (Mattheus 7:16)

Ich möchte wieder darauf hinweisen, dass es sich bei den Einzig Wahren Freunden Israels nicht um eine Verschwörung, sondern um einen  „koadaptiven Mem-Komplex“ (Richard Dawkins) handelt; wenn es sich um eine „zionistische Verschwörung“ handeln würde, hätte der Mossad sein Bodenpersonal noch fahrlässiger ausgesucht als der Allerhöchste.

Ich mache hier keine Quellenangaben; vertrauen Sie mir, dass ich korrekt zitiere;  auf Anfrage kann ich Ihnen die Quellen und Kontexte nennen. Sofern nicht anders vermerkt sind alle Zitate dem Genius Henryk M. Broders entsprungen. Treten Sie ein, Sie werden schon nicht den Kopf verlieren, Sie werden hier auf ein bemerkenswert hochkonsistentes Weltbild, in dem der Satz vom Widerspruch nicht gilt, stoßen. Incipit:

Weihnachten 2010 war eine publizistische Zeitenwende, der Börne unserer Zeit, der „Polemiker“ vor dem Herrn wechselt ohne großes Aufsehen vom SPIEGEL zur Welt-Gruppe des Axel Springer Verlags.  Der Chefredakteur aller Welt-Titel,  Jan-Eric Peters, begrüsst ihn als „hemmungslosen Freiheitskämpfer“.

Dienstag, 16. November 2010

Neues vom Meisterdenker Clemens Heni (3). Sauerstoffduschen

Ich selbst bin ja geneigt, die Rosinen bei Clemens Heni (Leitspruch "Wissenschaft und Publizistik als Kritik") herauszupicken (z.B. "Da sage noch jemand es gebe keinen Fortschritt in Deutschland. Die Kinder der Nazis machen heute Wellness-Kurse mit „Sauerstoffduschen“[1], sind nicht mehr Mitglied in der Schutzstaffel (SS), dafür „Fitness-Coach“." Quelle) und werde schnell müde, wenn ich mich in seine elaborierten Traktate, mit denen er alle Fische im Wasser ertränkt, vertiefen will. Das wird mir niemand verübeln.  Keineswegs darf man Dr. Heni auf die leichte Schulter nehmen; wenn Dummheit so definiert wird "Doing the same thing over and over and exspecting a different result", muss Dr. Heni eine Grösse sein "Doing the same thing over and over and exspecting the same result".

Umso dankbarer bin ich, wenn ein energischer Jüngerer in seine Gedankengänge und Denkstrukturen tiefer eintaucht und uns begreiflich zu machen sucht, wie Dr. Heni und Seinesgleichen ticken. Ich empfehle hier den tapferen Schmok und seine Gedanken "Clemens Heni: Eine Lehrstunde in Antisemitismus".

Zu fragen bleibt: Aus welchen Schoß ist Dr. Clemens Heni gekrochen?

Sonntag, 7. November 2010

Clemens Heni! Alarm! Henryk M. Broder bei Harald Schmidt!

Dr. Clemens Heni, bitte nicht in Verzweiflung und Stupor verfallen, wir brauchen Ihre Expertise, die Analyse und den Rat eines Mannes volksdeutscher Herkunft mit dem größten Antisemitismusriecher weit und breit! Außerdem sind Sie ein Prophet - 2007 "Entweder Broder" vorhergesehen zu haben, das soll Ihnen einer nachmachen!


Ich habe in der Post "Harald Schmidt ist Antisemit und Henryk M. Broder drückt beide Augen zu" berichtet, dass Sie vor gut einem Jahr schwerste Bedenken darüber geäußert haben, dass Henryk, mit dem Sie schon in denkwürdige Kampagnen, zuletzt gegen Prof. Benz und die Seinen, die entweder den Holocaust leugnen oder ihn gar fortsetzen,  Seit an Seit geritten sind,  bei Harald Schmidt gerne Adabei ist und sich nicht scheut,  ihm in den Allerwertesten zu kriechen. Harald Schmidt ist ja bekanntlich ein sekundärer Hard-Core-Antisemit. Sie haben Henryk ins Poesiealbum geschrieben

"Broder sieht es jedoch offenbar nicht als sekundären Antisemitismus der Erinnerungsverweigerung an, wenn Witze über Gaskammern oder Hitler gemacht werden. Diese Brodersche Inkonsistenz ist problematisch. Möchte er eher ein Adabei sein? Warum war er so glücklich, als Harald Schmidt bei der Ludwig-Börne-Preisverleihung an ihn dabei war, in der Frankfurter Paulskirche? Genießt Broder mitunter die Anerkennung von Leutchen, die er unter anderen Umständen als widerliche, deutsche, arrogante Dummschwätzer, denen Israel so was von vollkommen egal ist (wenn sie es sich nicht wegwünschen), erkennen würde?"

Ja, Henryk M. Broder scheint die Gunst und das Wohlwollen von Harald Schmidt ganz doll zu geniessen. Er macht bei ihm sogar die Nina Hoss a.k.a. Rosemarie Nitribitt und führt Stöhnlaute vor.  Was meinen Sie denn, ist Henryk noch bei Trost oder einfach liebestoll und würde bei Harald alles, alles geben und machen?



Wie finden Sie Henryks Wohlfühl Tourismus ins KZ? Broder hat sich seine kopernikanische Wende gut überlegt:  "Aber es wäre überhaupt nie in der Welt etwas bewegt worden, wenn die Leute sich vorher überlegt hätten, welche Chancen sie haben." (Quelle siehe) und uns anläßlich der bedauerlichen Rücknahme seiner Kandidatur zum Vorsitzenden im Zentralrat der Juden in Deutschland seine Leitlinie begründet: Jüdische und Goyische in Deutschland, ich, "Der ideale Kandidat" würde Euch aus dem düsteren Reich der Holocaustreligion in das Reich der unbeschwerten Broder-Seligkeit führen (Bildmontage im SPIEGEL, 2.11.2009; siehe: Artikel als PDF):


Gerade auch, wenn ich zum Beispiel eine  Post wie "Auch Opa war ein Nazi" von Christian  Böhme, des Chefredakteurs der Jüdischen Allgmeinen, auf starke-meinungen.de mit der klaren Ansage "Auch Opa war ein Nazi. Das Volk der Denker und Dichter – ein barbarisches Volk. Nichts Entlastendes, nirgends." lese, juckt es mich, Freunde, Neo-Broderianer zu werden.  Die old school der Deutsch-Meister mit ihren Vertretern Christian Böhme, Dr. Clemens Heni und Alex Feuerherdt a.k.a. Lizas Welt, dem es den Magen herumdreht, wenn Deutsche feiern ("denn Auschwitz war gestern, und heute soll Deutschland Party sein?"), geht inzwischen auch Menschen mit Mordsgeduld und bestem Willen auf den Sack. Bei meiner Potsdamer Stippvisite bei Sarrazin habe ich von vielen Besuchern - und nicht nur blöden und unverbesserlichen deutschen Rassisten - gehört, dass sie Broder  dankbar sind, weil er, wenn er für Sarazzin Partei ergreiftt, auch für sie eintritt und sie sich von ihm gegen den Vorwurf, Nazi etc. zu sein, in Schutz genommen fühlen.

Broder ist, das ist für mich nicht überraschend und ich sage das auch ohne Neid, ein Typus, der die Nase im Wind hat, Zeichen der Zeit erkennt, Broder ist Protagonist einer new school.  Nicht nur auf der "Deutschland Safari", die ich als Nicht-Fernseher trotzdem allen empfehle (berichtet mir darüber), gibt er den netten Gevatter, harmlosen Onkel und drolligen Proll, der zusammen mit seinem schnuckligen Hündchen von jeder älteren Dame eingeladen würde, um bei Kaffee mit Sahne und Kuchen zu stöhnen, von ihm geht nicht die geringste Gefahr aus. Für Broder ist Deutschland die Beste aller Welten, er agiert hier fidel und froh wie der Mops im Paletot, "ohne Adolf wäre das alles nicht möglich gewesen", also hat dieser Höllenhund höchste Freiheit bewirkt. Ob Broder auch die indigenen Deutschen entspannen will?

"Die meisten autochthonen Deutschen haben ein schreckliches Problem damit, Deutsche zu sein. Und sie missgönnen den Beute-Deutschen ihre Fröhlichkeit darüber, Deutsche zu sein. Für die autochthonen Deutschen ist das Deutschsein mit Leiden und Schwermut verbunden, mit diesem ganzen schweren Gepäck im Rücken. Ich habe das alles nicht. Ich reise mit leichtem Gepäck." (Quelle)

Ich glaube, er schaut ganz genau hin, wer bei seinen KZ-Witzen schwer gelöst oder  doch, wie es sich für jemanden mit schwerem Gepäck gehört, verdruckst lacht.  Vielleicht wird das irgendwann ein Kennzeichen für einen Antisemiten, bei Broder-Witzen ganz enstpannt im Hier und Jetzt zu lachen. Vielleicht, Dr. Heni, ist diese Entpuppung auch eine List der Geschichte. Auschwitz ist, auch wenn es Alex Feuerherdt und Christian Böhme bedauern mögen, gestern und nicht heute. Heute ist Israel. Wenn also der Gevatter vom Imbissstand nebenan und harmlose und talentierte Mister Broder als "Israel Kritiker" getarnte exterminatorische Antisemiten zur Brust nimmt, gegen den Islam, die angebliche "Religion des Friedens", als gemeinsamen Feind des Abendlandes und des Frontstaates Israel mobilisiert, dann hat Broder einen besseren Riecher für Allianzen als die grämlichen, verdrießlichen, langweiligen, immer das gleiche Mantra krächzenden Deutsch-Meister der old school.

Ich will jedoch nicht weiter spekulieren. Was meinen Sie, Doktor Clemens Heni? Auch Alex Feuerherdt a.k.a. Lizas Welt ist eingeladen, sein Scherflein der Erkenntnis zu geben.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Bernd Dahlenburg a.k.a. Castollux, Clemens Heni und Jesus Christ

Über Dr. Clemens Heni und seine Diatribe gegen das Zentrum für Antisemitismusforschung, dass die an ihm arbeitenden "so-called scholars" "exactly the wrong lesson" aus dem Holocaust vertreten, damit entweder den Holocaust leugnen oder ihn fortsetzen, habe ich hier und hier berichtet. In einem offenen Brief habe ich Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Publizistik und Blogosphäre auf diesen zumindest diskussionswürdigen Gegenstand aufmerksam gemacht. Mit Erlaubnis Bernd Dahlenburgs veröffentliche ich seine Kritik an meiner Interpretation und Aktion. Sie haben hier nun Gelegenheit, die Standpunkte zu überprüfen und gegeneinander abzuwägen.

Neues vom Meisterdenker Clemens Heni. Stuttgart 21

"Die Proteste gegen das Infrastrukturprojekt Stuttgart 21 mögen anzeigen, dass viele Schwaben, die derzeit Bäume umklammern und heulen sowie einen präfaschistischen Bahnhof schützen und dessen „Führer“-treuen Architekten, der er ab 1933 war, verehren, nicht ganz knusprig sind." (Quelle)

Höret Ihr mal her, Ihr Schschduargarder! Ich sags Euch auf Hochdeutsch, nochmals mit den Worten des Doktor Clemens Heni, besser als er kann man´s nicht sagen, was machet Ihr denn da? Ihr schützet einen präfaschistischen [sic!] Bahnhof, verehret dessen "Führer“-treuen Architekten, Ihr seid nicht ganz knusprig! Und saget diesmal nicht, dass Ihr nicht wisset, was Ihr tut!

P.S. Mit dem Knuspertest von Clemens Heni könnte man jetzt endlich eine richtige Entnazifizierung durchführen. Achtung, der Knusperschein wird diesmal kein Persilschein sein! Ein Härtetest, dem sich auch die Einzigwahren Freunde Israels unterziehen sollten! Ob z.B. Henryk M. Broder ihn bekommen könnte, muss doch sehr bezweifelt werden, insofern er im Grunde seiner Seele ein etwas kauziger Adabei ist, der nicht davor gefeit ist, z.B. Harald Schmidt, der den Knusperschein auf keinen Fall bekommt, in den Allerwertesten zu kriechen. Ich habe darüber in der Post "Harald Schmidt ist Antisemit und Henryk M. Broder drückt beide Augen zu" berichtet.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Clemens Heni, Alex Feuerherdt, Aus welchem Schoß sind Sie denn gekrochen?

Clemens Heni habe ich immer noch nicht ganz verdaut, er liegt mir schwer im Magen; ich habe darüber in meiner vorletzten Post "Neues vom Meisterdenker Clemens Heni (2). Wer den Holocaust fortsetzt" berichtet. Ich habe mich mehr als ein halbes Leben lang immer wieder mal mit der Frage, was wir aus dem Holocaust lernen können, beschäftigt, dabei mehr oder weniger gelungene Diskurse gefunden, aber auch leider feststellen müssen, dass sich an der Diskussion dieser heiklen Frage nicht wenige dumme Menschen zu beteiligen gewagt haben.  Und jetzt kommt wie ein deus ex machina ein post doc aus "Harvard" und erklärt uns zusammen mit der formidablen Gelehrten Phyllis Chesler mit knappen Worten, was "the right lesson" und was "exactly the wrong lesson" ist.

Auch die Diagnostik des exterminatorischen Antisemitismus, zu der die Einzigwahren Freunde Israels wesentliches und zumeist bestürzendes beigetragen haben, nämlich dass die Deutschen in ihrer überwiegenden Mehrheit "Otto Normalvergaser" sind, dass sich eine "Volksgemeinschaft gegen Israel" formiert habe,  dass "1989 eine in einen demokratischen Jargon verpackte Fassung des Nationalsozialismus restauriert" wurde, findet in der Analyse Dr. Henis einen vorläufigen, kaum noch zu überbietenden Höhepunkt: diejenigen, die "exactly the wrong lesson" lernen, an vorderster Stelle Prof. Wolfgang Benz und das Zentrum für Antisemitismusforschung, "they continue that Holocaust" (Clemens Heni) oder, wie Phyllis Chesler formuliert "According to Dr. Heni, this is another form of either Holocaust denial or a way to continue the Holocaust".  Dr. Heni ist in das Herz der Finsternis vorgestoßen.

Wenn der Virus des Antisemitismus in Deutschland nicht mehr unter Kontrolle ist, wie Herbert Eiteneier prophezeite, und pandemisch geworden ist, wie Alex Feuerherdt schon seit Menschengedenken glänzend unkt, muss die dringende Frage beantwortet werden, welche Faktoren, welche Mutationen, genetischer oder anderer Art, immunisieren die kleine, übersichtliche Schar der Einzigwahren Freunde Israels, ihre Wortführer sind neben dem Maitre die "Volksdeutschen" Alex Feuerherdt, Walter Schmidt, Rolf Behrens a.k.a. "Claudio Casula", Herbert Eiteneier, Dr. Clemens Heni, der Magister für Evangelische Gotteskunde Bernd Dahlenburg,  gegen diesen Virus? Was lässt sie nicht wanken und irre werden in ihrem Kampf?

Diese Frage stichhaltig zu beantworten, wäre wohl der Heilige Gral  einer Wissenschaft, die in sich Kultur- und Sozialwissenschaft, Psychologie und Theologie fruchtbar verbindet. Der Berg mag hoch und unüberwindlich sein, wir dürfen uns jedoch nicht scheuen, erste, tapsende Schritte zu gehen. Ein erster Ansatz könnte sein, zu schauen, ob Alex Feuerherdt a.k.a. Lizas Welt, den wir als profunden Kenner der Tiefen und Untiefen, des Wesens und Unwesens der deutschen Seele kennengelernt haben, uns den einen oder anderen Hinweis geben kann.  Ich habe mehrmals Alex Feuerherdt als Eike Geisel redivivus vorgestellt.  Gewiss mag es zur Immunisierung beitragen, wenn man Tag für Tag die Kernsätze Eike Geisels wie Mantren repetiert, aber das erklärt nicht, warum Alex Feuerherdt Eike Geisel für den Propheten der Propheten hält, ich ihn jedoch keineswegs überzeugend finde; wie Henryk M. Broder ist Eike Geisel in seiner geistigen Entwicklung nicht weitergekommen, weil er eine scharfgeschliffene Pointe für die Krönung  des Erkenntnisprozesses hielt (ich weiß, das ist eine große Verführung). Gibt es etwas, was für die Denunziationen und Scharfrichtereien Eike Geisels oder Henryk M. Broders anfällig macht? Und was macht diese Scharfrichtereien so attraktiv?

In seiner Post "Deutsche Seelenwanderungen" analysiert Alex Feuerherdt, gestützt auf Ausführungen Eike Geisels, die Beweggründe von Deutschen, die zum Judentum konvertieren. Dabei spiele "eine besonders krude Art von „Vergangenheitsbewältigung“ eine große Rolle. In jedem Fall führe fast jeder deutsche Konvertit „wie unter Zwang seine höheren Beweggründe ins Feld“."

Nun, das ist keine umstürzend neue Erkenntnis; m.E. ist jede Konversion die Schaffung eines neuen Adam oder einer neuen Eva, ein Reinigungsprozess, in dem ein sacrificium intellectus durch ein anderes sacrificium intellectus ersetzt wird. Eine Konversion ist umso erfolgreicher, je mehr die ursprünglichen Konflikte und vor allem Ambivalenzen getilgt sind. Sigmund Freud hat von einem "purifizierten Lust-Ich" geschrieben („ ... das purifizierte Lust-Ich bildet sich durch Introjektion von allem, was eine Lustquelle darstellt, und durch Projektion von allem nach außen, was Gelegenheit zur Unlust gibt.“, Triebe und Triebschicksale, 1915).  Die "Volksdeutschen" unter den Einzigwahren Freunden Israels, Alex Feuerherdt, Clemens Heni und die anderen sind wie Edith Lutz aus einem Schoß gekrochen, der noch fruchtbar war. Wir alle haben mit einer Vergangenheit zu tun, die nicht vergehen will. Neben den mehr oder weniger defizitären Versuchen, die eigene deutsche Vergangenheit zu "bewältigen", in dem man Jude wird, scheint es eine sehr erfolgreiche Konversion und "Bewältigung" zu geben, nämlich die Zugehörigkeit zur Kongregation der Einzigwahren Freunden Israels. Insofern ist es total falsch, hier von "selbsthassenden Deutschen" zu sprechen (ich gestehe, dass ich diesen Fehler gemacht habe). Das sind reine Seelen, mit sich im reinen, dafür ganz und gar nicht mit "den" Deutschen.

Es sei mir erlaubt, eine ungestellte Frage Alan Poseners an Dr. Heni ("Aber Antisemiten riecht er [Heni] zehn Meilen gegen den Wind. Was der Arier mit dem übergroßen Antisemitenriecher da überkompensiert, will man gar nicht erst wissen.") zu verallgemeinern "Aber Antisemiten riechen sie, die Einzigwahren Freunde Israels, zehn Meilen gegen den Wind. Was die Arier mit den übergroßen Antisemitismusriechern da überkompensieren, will man gar nicht erst wissen." - Doch, doch, ich stelle die Frage, ich würde das gerne wissen, Dr. Heni, Alex Feuerherdt,  Rolf Behrens ("another day in the paradise"), Herbert Eiteneier, Bernd Dahlenburg, Walter Schmidt!

Da meine Überlegungen noch ganz in den Anfängen stehen, bitte ich Sie, mir behilflich zu sein. Legen Sie mir bitte viele Stolpersteine in den Weg, so dass ich diese "Theorie" schleifen und verfeinern kann. Jegliche Erwiderung von Ihrer Seite werde ich hier auf diesem Blog einstellen. Insbesondere den fabelhaften Alex Feuerherdt würde ich hier gerne willkommen heißen.

(Leseempfehlung: Alan Posener, Stotternde Stalinisten)

Montag, 11. Oktober 2010

Neues vom Meisterdenker Clemens Heni (2). Wer den Holocaust fortsetzt.

"I am a German. I have a responsibility to learn the right lessons of the Holocaust. When other Germans learn exactly the wrong lesson, they are continuing that Holocaust. I cannot remain silent."

sagt Dr. post doc Clemens Heni.  Phyllis Chesler ist begeistert und überzeugt

"Indeed, I have recently interviewed Clemens Heni, who confirmed that many so-called scholars of German anti-Semitism are now more interested in “Islamophobia” than in anti-Semitism. According to Dr. Heni, this is another form of either Holocaust denial or a way to continue the Holocaust"

Ihr "sogenannte Gelehrte" am Berliner Zentrum für Antsemitismusforschung, spitzt Eure Ohren! Was Ihr so treibt und verzapft, ist nicht nur exakt die falsche Lektion, sondern ist Holocaust-Leugnung, Eure Art, den Holocaust fortzusetzen! Mehr dazu in Dr. Henis Bericht

Journal for the Study of Antisemitism (JSA) conference on Muslim anti-Semitism

Darin erfahren Sie auch, dass Clemens Heni eine schöne Urkunde bekam, und was Phyllis Chesler über Krieg und Sieg im 21sten Jahrhundert zu sagen hat. Die einzig entscheidende Lektion liegt in der Frage "Can we learn the right lessons of the Holocaust in time?" - People were very, very quiet.

Wieder empfehle ich wärmstens, die Ausführungen Dr. Henis mit Sorgfalt und angemessenem Ernst zu studieren. Henryk M. Broder, hier finden Sie  ausreichend Munition, um dem ZfA den Garaus zu machen!

Gespannt dürfen wir auch sein, ob und wie das ZfA auf diese Breitseite reagiert. "To continue the Holocaust" ist ja doch noch was anderes als vom doctor angelicus in Fragen Antisemitismus bescheinigt zu bekommen, dass man vom Antisemitismus keine Ahnung habe. Dr. Clemens Heni mag ja ein Fliegengewicht sein, Phyllis Chesler und die Damen und Herren vom Journal of the Study of Antisemitism auch? - Ich fühle mich an die Klage Raul Hilbergs erinnert, dass es keine Qualitätsstandards in der  Holocaustforschung gäbe; was eine Frau wie Phyllis Chesler gut beherrscht und ein Doktor wie Clemens Heni fliessend lernt, ist, Gegner zu Tode zu diffamieren.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Neues vom Meisterdenker Clemens Heni. Stuttgart.

28. September 2010. In Schtutgard herrsche bürgerkriegsähnliche Zuschtände. Clemens Heni, post doc researcher und Treiber in der Jagdmeute Henryk M. Broders auf Prof. Benz, klärt auf: Sturm im Wasserglas. Die Stuttgarter haben die falsche Agenda, ignorieren selbstverständlich die wirklichen Probleme unserer Zeit. "Um was sollte es heute in Stuttgart gehen?" fragt Dr. post doc Clemens Heni.


"Während es in Stuttgart so große und viele Demonstrationen wie selten zuvor gibt, werden die wirklichen Probleme unserer Zeit selbstverständlich ignoriert. Ahmadinejad verbreitet den gefährlichsten Antisemitismus seit 1945, er möchte Israel zerstören und eine „World without Zionism“ blutig erkämpfen. Ein großer Stuttgarter Verlag publiziert ein Buch zu Antisemitismus von einem anti-israelischen Autoren, der Ahmadinejads wahnsinnigen, irrationalen Judenhass verharmlost bzw. gar negiert.[i] Um was also sollte es heute in Stuttgart gehen?" alles dazu hier.

Wie bekommen wir das nur in die sturen Schädel der Sauschwobn hinein? Noch allgemeiner: Wie bekommt man die Menschheit dazu, sich auf das wesentliche zu konzentrieren, nicht zu glauben, dass ihr chickenshit größer und wichtiger ist als der elephant shit des Dr. Heni?

Weil sich manche meiner "Freunde" für mein "Persönliches" interessieren, hier eine kleine Anekdote: Als meine Cousine zu ihrem Studium nach Schtutgard aufbrach, sagte mein Onkel: "Aber bring mir joa keinen Schwob mit" - Wie zu erwarten, brachte sie einen Schwob. Ein Jahr später war dann mein Onkel tot. Und meine Cousine heiratete den Schwob. Übersichtlich war die kleine Welt.

Donnerstag, 16. September 2010

Deutschland abschaffen! Und Europa gleich mit!


Dass der unbedingte totale "Israelismus" der Einzigwahren Freunde Israels mit einem profunden antideutschen Affekt Hand in Hand geht, ist den aufmerksamen Lesern dieses Blogs, die sich den Quellen, auf die ich verlinkt habe, stellten, sicher nicht entgangen. Dies heisst keineswegs, dass diejenigen, die sich für Israel engagieren per se Deutschhasser sind, da gibt es keine signifikante Korrelation. Manche Wanderer , die aus Israel,  der DIG oder den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit vorbeikommen, dürften sich über diese Kohabition die Augen reiben und den Kopf schütteln.

Bernd Dahlenburg und Alex Feuerherdt: Dem unbeschwerten deutschen Neonationalismus  nicht auf den Leim gehen

Am 1. Juli 2010 hatte der Deutsche Bundestag einstimmig eine Resolution zur Blockade Gazas durch Israel verabschiedet, eine Aufhebung der Seeblockade gefordert. Die Einordnung dieser Resolution in die Fundamente der Deutschen Nachkriegspolitik verdanken wir meiner besten Spürnase für das, was die Welt der Einzigwahren Freunde Israels im Innersten zusammenhält, Bernd Dahlenburg a.k.a. Castollux, Magister für Evangelische Gotteskunde und Chefrepräsentant einer Erkenntnis sola_fide (allein durch den Glauben),  seiner Post "German Tanks mit Leichtlauföl?" am 3. Juli

"Was sich heutzutage in Deutschland abspielt ist eben nicht nur die Neuauflage eines Fußball-Sommermärchens, sondern so ganz nebenbei die Zementierung eines Leitmotivs der deutschen Politik generell seit 1945:

Entledigen wir uns des Problems „Israel“, dann können wir noch unbeschwerter unsere Fanmeilen in Szene setzen, uns noch unbeschwerter feiern, denn merke: Juden stören beim Feiern, besonders dann, wenn sie sich ihrer Haut wehren, während sich Parlaments-Teutonen im Siegesrausch befinden. [Fettdruck durch mich]
So, jetzt haben wir es schwarz auf weiss: Eliminatorischer Antiisraelismus = Antisemitismus, weil uns Israel bzw. Juden beim Feiern stören, und das als Leitmotiv der deutschen Politik generell seit 1945. Jeder, der hier vorbeikommt, weiss, dass ich Alex Feuerherdt a.k.a. Lizas Welt schon mehrfach als Profi des Deutschen  Unwesens, der deutschen Identität post Auschwitz gefeiert habe. Alex Feuerherdt ist Eike Geisel redivivus, hält die weit überwiegende Mehrheit der Deutschen bis hoch zum ehemaligen Bundeshorst für "Otto Normalvergaser", hat uns erklärt, warum die Pullerattacke von noch grünen Jungs auf die deutsche Fahne eine vergleichsweise gute Sache war und warum deutsche Winkelemente auf Pro-Israel-Kundgebungen nichts verloren haben. Am meisten stinkt Alex Feuerherdt, dass Auschwitz gestern war, während jetzt Deutschlandparty mit allem Drum und dran sein soll. So tourt er seit der WM 2006 durch die Bundesrepublik, um vor dem neuen unbeschwerten modernisierten Nationalismus á la 2006, der in gewisser Weise produktiver als der alte ist, zu warnen:

"Denn ein Kennzeichen dieses neues Nationalismus ist es, stolz auf die deutsche »Vergangenheitsbewältigung« zu sein. Das Symbol dafür ist das Holocaust-Mahnmal – das größte Mahnmal der Welt, das es ohne den größten Massenmord der Geschichte gar nicht gäbe. Dem WM-Nationalismus vorausgegangen ist übrigens das, was ich als Lena-Nationalismus bezeichnen würde … Und ich sage, dass man diesem neuen Nationalismus nicht auf den Leim gehen darf. Denn die Feinde sind letztlich die alten geblieben, nur wirft man ihnen jetzt vor, sich zu benehmen wie früher die Nazis. So läutern sich die Deutschen selbst." (Quelle)

Und die Gaza Resolution des Deutschen Bundestages ist der Schlußstein im Gewölbe der deutschen  Läuterung und des Wohlfühl-Nationalismus:

"Es gibt keine Parteien mehr... sondern nur noch Deutsche...Alle Mitglieder des Deutschen Bundestages, von links bis rechts und ohne jede Ausnahme, haben einem antisemitischen, weil antiisraelischen Beschluss ihre Stimme gegeben. ... Es ist dies die Vollendung der Volksgemeinschaft gegen Israel, die parlamentarische Entsprechung dessen, was außerhalb des Plenarsaals ohnehin nahezu unhinterfragter Konsens ist. Die Volksvertreter, sie haben sich ihren Namen redlichst verdient." (Quelle) [Fettdruck durch mich]

Was hülfe da noch? Gleich Bomber Harris, von der Maas bis an die Neisse, Bomben drauf, hau weg die Sch....? Oder vielleicht doch noch mal Reeducation?



Die Sarrazin Krise bei den Einzigwahren Freunde Israels.

"Deutschland schafft sich ab" titelt Sarrazin und unkt, dass in diesem Land in 50 Jahren keiner mehr Wanderers Nachtlied zitieren könne (und ich befürchte z.B., dass es auch keinen Nachwuchs mehr für Bachchöre geben wird und dass man Grimms Märchen nur noch durch Hollywood kennt - und das grämt mich doch, auch wenn ich bis dahin längst das Zeitliche gesegnet habe). Hinter all dem Schlachtenlärm um eine genetische Entität geht es ja auch um die  Frage, ob es denn ein deutsches kollektives Identitätsmuster (wie bei Broders "Mustervölkern", den Isländern, Armeniern, den Juden) gibt, das für und in die Zukunft in einem Konzert der Nationen zu retten sei, für das sich ein Einsatz lohnt. Klar ist, dass ein deutsches Identätsangebot, das hauptsächlich durch Hitler und Auschwitz definiert wird, keinem Menschen auf der Welt Lust macht, in Deutschland "Deutscher" zu werden. Klar ist auch, dass eine selbstbewusste Mehrheitsbevölkerung, die hinsichtlich ihres "Egoismus der Gene" nicht schwächelt, mit Einwanderung besser zurechtkommt, die United Colours besser integrieren und assimilieren kann, weil ihre Farbe kräftig genug ist.

Eigentlich müsste Thilo Sarrazins Endkampf für "Deutschland" und das Echo, das er z.B. in BILD, die vox populi ist, findet, bei Alex Feuerherdt und den anderen Einzigwahren Freunden Israels alle Alarmglocken läuten und Synapsen feuern lassen. BILD, Printausgabe am 4. September 2010
"BILD kämpft für Meinungsfreiheit: Das wird man wohl noch sagen dürfen "Ich will mich nicht entschuldigen müssen, ein Deutscher zu sein!" (S. 1),  "Weil Hitler "Doitschland" schrie und 60 Millionen Menschen dafür sterben mussten, tun wir heute bei jeder Auslandsreise so, als kämen wir aus Schweden, Irland oder Holland. Stolz aufs Deutschsein sind wir lieber nicht." (S. 3).  BILD fordert, dass wir uns wegen Auschwitz weder entschuldigen noch schämen müssen; das ist Schnee von gestern. Das ist, nicht weiter erstaunlich, insbesondere Henryk M. Broder schnurzegal, da BILD auch für seine Meinungsfreiheit gekämpft hat, dass er endlich sagen konnte, dass Friedman ein Riesenarschloch sei. (S. 3). Während Henryk M. Broder, sekundiert durch seinen alerten Adlatus Bernd Zeller, ganz allein auf weiter Flur gegen den Mainstream der deutschen Presse, der vehementeste Unterstützer Sarrazins ist, bleibt bei Alex Feuerherdt der See bemerkenswert ruhig, sine ira et studio, etwas müde und gelangweilt räuspert er, dass Leon de Winters Satire über Sarrazins "jüdisches Gen" doch "ein veritabler Lichtblick in einer reichlich düsteren Debatte" sei. Das war´s dann schon von dem Vorkämpfer gegen den modernen unbeschwerten deutschen Nationalismus á la 2006.

Dr. Clemens Heni: Für was steht eigentlich "Deutschland"? Was ist am heutigen Deutschland so schön und wegweisend?

Der einzige, der Witterung aufnimmt, ist eine Randfigur der Einzigwahren Freunde Israels, Dr. Clemens Heni, wahrscheinlich ihr tiefster Denker, jedoch ein eher naiver Akademiker und Post-doc Researcher, der über der Frage, was denn nun wahr sein, den Nutzen einer  Mesalliance ("Die Feinde meiner Feinde sind meine Verbündeten", "Das sind Hurensöhne, aber meine Hurensöhne") nicht begreifen will. Clemens Heni meint alles, was er unterschreibt, todernst, keinesfalls würde er ein indecent proposal annehmen. Ein Idealist wie Jimmy Carter, kein Realpolitiker wie Henry Kissinger. Wenn Henryk M. Broder der Urmeter für Antisemitismus ist, ist Dr. Heni sein untrüglicher Seismograph,  eine signifikante Zacke gab es bei "Harald Schmidt", ein wildes Ausschlagen des Zeigers bei "Prof. Benz" und bei "Deutschland" befindet sich der Pegel auf einem derartig konstant hohen Niveau, dass man nicht mehr von lokalen Beben, sondern von Plattentektonik sprechen muss. Bei Dr. Heni ist die alleinig entscheidende Gretchen-Frage unserer Zeit: "Sach mal, wie hälst Du´s mit Israel?", aus dieser Relation ergeben sich alle Bewertungen, gut oder böse, ins Töpfchen oder in Kröpfchen.

Es gibt wenige Analysen, vor denen ich andächtig in einem  Heideggerschen Sinne werde. Clemens Henis "Blühende Landschaften. Stolzdeutscher Arbeitsfetischismus oder Islamkritik?" gehört dazu. Ich empfehle Ihnen wärmstens, diese Meditation von vorn bis hinten zu lesen, Sie werden mit einem, wie Freud es nannte, Lustgewinn wie bei einem guten Witz belohnt.  Ein Appetizer

"Für was steht eigentlich „Deutschland“?
Wie ‚gebildet‘ ist dieses Deutschland bzw. seine Bevölkerung? Schützt der Besuch eines Gymnasiums in diesem Land vor Antisemitismus, Jihadismus und Antiamerikanismus oder eher nicht? Gab und gibt es nicht eine ganze Reihe ‚intelligenter‘ Nazis mit Abitur? ...
Wenn Sarrazin wehleidig und populistisch die ‚Abschaffung Deutschlands‘ am Horizont sieht – WAS ist am heutigen Deutschland so schön und wegweisend?
....  Arbeit hat gerade in Deutschland einen Wert an und für sich, dem Warenfetischismus stellt sich eine Fetischisierung von abstrakter Arbeit zur Seite. Die Tische stehen auf dem Kopf und tanzen uns die Melodie vor, Subjekt und Objekt sind seit langem vertauscht. Das ist zu keiner Millisekunde ein Plädoyer für alte Zeiten. Es ist eine Erkenntnis, dass Geschichte, selbst gemachte, erst noch beginnen muss. Nach Auschwitz ist das nicht mehr möglich."

Nehmen Sie Ihren leichten Taumel als einen Hinweis, dass Sie Erstaunliches verpassen würden, wenn Sie den Text nicht lesen. Prophylaktisch sollte man jedoch so schnell wie möglich das Gymnasium und Abitur abschaffen, damit nichts Schlimmes mehr aus diesem Schoß kriecht. Was auch den Vorteil hätte, dass man für manche Arbeit nicht mehr tauglich wäre, infolgedessen nicht ausgenutzt werden könnte.

Was wollen Broder? Ein Riesenzwerg spielt Völkerball

So edel, hilfreich und gut diese Betrachtung des Dr. Clemens Heni (mehr zu Dr. Henis konspirativen Treibjagden mit Henryk M. Broder & Co hier bei Starke Meinungen, die Kerle spielen nicht nur, aber aufgepasst! wenn hier der Dienst die Finger im Spiel hätte, wäre der blueprint "Unser Mann in Havannah") jedoch sein mag, wir dürfen annehmen, dass sie für Henryk M. Broder keine Millisekunde Lektüre wert ist, für ihn ist es gänzlich irrelevant, ob eine Geschichte, selbst gemachte,  erst noch beginnen muss und ob dies nach Auschwitz möglich oder unmöglich sei. Solche akademischen Glasperlenspiele sind nichts für einen Tatmenschen, der noch was bewegen will, zumal wenn er das konkrete Tun und Handeln denen überlassen will, die bisher kläglich versagt haben. Ebenso dürfen wir voraussetzen, dass Broder nicht von einem Saulus zu einem Paulus geworden ist, der Sarrazins Sorge um das deutsche Volk oder deutsche Kulturnation teilt; Sarrazins Sorge um die schwächelnde Fertilität hat Broder schon längst, gut gelaunt an einem Frühstücksbuffet am Züri-See, ad acta gelegt

"... Ich finde es grundsätzlich [sic!] gut, dass das so genannte «weisse, heterosexuelle, blonde, arische» Europa seinem Ende entgegengeht…” (Interview mit der Berner Zeitung am 8.2.2007)

"Was ich völlig im Ernst gut finde ist, dass diese demografische Struktur Europas nicht mehr zu halten ist. Je eher die Europäer das einsehen, desto besser. Einige Städte sind schon recht farbig und nicht mehr «arisch» weiss, und dagegen kann man überhaupt nichts sagen. ...Ich würde gerne das weisse Europa aufgeben, aber ich würde ungern das demokratische Europa aufgeben"(Quelle)

Na sowas, er würde gerne das weisse Europa aufgeben. Auf diesem Bild sehen Sie den Meister  neben Stefan Herre von Politically Incorrect im Mittelpunkt von Schrumpfgermanen, mit denen er sich weiland 2005 zu einem Pro-Westlichen Heimatabend auf dem Nockerberg in München traf. Wir dürfen annehmen, dass dies nicht die Mannschaften sind, die einen höheren Fertilitäsquotienten als der Durchschnitt der deutschen Jungmänner haben, Mannen, die sich trauen würden, einem deutschen Alpha-Mädel, auf die kommt es ja an, oder auch einer süssen Madame Butterfly oder einer grazilen Gazelle aus Afrika ein überzeugendes Angebot zu machen; für Broder ist es ausreichend, wenn sie im Internet gegen die Muselmanen mobil machen.

Um was geht es also Broder, wenn er sich für Sarrazin stark und gegen die Muselmanen mobil macht? Um ein demokratisches Europa? Welcher Demos mit welchen Kulturen und Traditionen darin ist von sekundärer Bedeutung, es können nach Broder die Inder, die den Kohlenpott auf Vordermann bringen und den deutschen Hartz4-Empfängern zeigen, was entrepreneurship ist, oder die Schinesen sein, die MacPomm bevölkern. Der Phantasie eines großen Bevölkerungspolitikers ist keine Grenze gesetzt. Ich erlaube mir jetzt eine begründete Spekulation nach der Definion Broders. Also ad fontes:  Bei der bezaubernden Thea Dorn hat er dargestellt, was er von den "Europäern" hält und erwartet.

"Es gibt eine zweite Agenda. Die Auslagerung der europäischen Geschichte in den Nahen Osten. ...Psychoanalyse ist eine spekulative Wissenschaft, aber da die Volkswirtschaft auch eine spekulative Wissenschaft ist, darf ich psychoanalytisch spekulieren: Europa hat ein Unbehagen an sich selbst, nennen Sie es Antisemitismus ... Israel als Corpus delicti oder meine Existenz sind Erinnerer an den Holocaust ... das europäische schlechte Gewissen wäre enorm erleichtet, wenn jemand anders den "Job" [(Holocaust II] übernehmen würde ... Die Europäer würden es gut finden, weil 1.  der erste Holocaust im Dunst der Geschichte verschwinden würde, 2. damit bewiesen wäre, dass mit den Juden keiner kann, 3. man an die Überlebenden Care-Pakete schicken könnte. ... Dies mag spekulativ sein, aber auch nicht spekulativer als das Verleihen von Geld an Griechenland."

 Sagen Sie, wäre es nicht ein guter Schachzug, diejenigen, die den "Job" outsourcen wollen, und die, die den "Job" übernehmen sollen, gegenseitig in Stellung zu bringen? Den Teufel mit dem Beelzebub bekämpfen? Zu sehr um die Ecke gedacht? Egal, ich nehme für mich in Anspruch, dass meine Spekulationen mindestens so begründet sind wie die Broders. Bitte falsifizieren Sie!

Wanderers Nachtlied. Eine Bitte an die Jugend

Dieser düsteren Dystopie will ich als Anregung "Wanderers Nachtlied" entgegensetzen:

Der du von dem Himmel bist,
Alle Freud und Schmerzen stillest,
Den, der doppelt elend ist,
Doppelt mit Erquickung füllest;
Ach, ich bin des Treibens müde!
Was soll all die Qual und Lust?
Süßer Friede,
Komm, ach komm in meine Brust!

Jungs und Mädels, ist das nicht ergreifend oder, wenn Ihr wollt, auch geil oder voll krass? Wir wollen doch nicht, dass Thilo Sarrazin der letzte ist, der davon noch eine Ahnung hat. Ein kleine Anstrengung ist notwendig. Kulturbanausen wie Henryk M. Broder haben andere Lieder.

P.S. Die Fahnen und Spruchbänder wurden nicht von Broder, Heni, Feuerherdt, Dahlenburg getragen; sie wurden bei Antifa-Demos fotographiert. But: Great minds think alike, n´est pas?

Montag, 9. November 2009

Leon de Winter: Der Taliban im Herzen der westlichen Verteidigungsstellung

Ah, Bernd Dahlenburg a.k.a. Castollux ist meine beste "Spürnase". Dank Bernd Dahlenburg weiß ich, was die Welt der einzigwahren Freunde Israels im Innersten zusammenhält. Jetzt verdanke ich ihm die Übersetzung der Analyse des Meisterdenkers Leon de Winter "Um die Wahrheit zum Fort-Hood-Massaker herumeiern". Leon de Winter ist, wie wir wissen, der moderne Zionist, für den die USA das gelobte Land sind, der jetzt die Weltlage aus Los Angeles vom Sunset Boulevard (Boulevard der Dämmerung) aus ins Visier nimmt. 
Leon de Winter bringt es auf den Punkt:

"ein Amokschütze, der “Allahu Akbar” brüllt, während er Unbewaffnete abknallt, ist genau das, was er behauptet zu sein - ein mordender Krieger für seinen Gott. " (Fettdruck durch mich)
Genau das und nichts anderes. Während de Winter noch von "explanations" allzu bereiter politisch korrekter und liberaler kulturrelativistischer Kommentatoren schreibt, zögert Bernd Dahlenburg keine Sekunde, "explanations"  intuitiv präzise mit "Entschuldigungen" zu übersetzen und "liberals" mit "toleranten".  In der Tat,  Erklärungen bzw. Entschuldigungen sind hier fehl am Platz. Ebenso die Frage, die de Winter nicht stellt, warum die Traumatisierung und Radikalisierung eines Militärpsychiaters palästinensischer Herkunft seinen Kameraden und Vorgesetzten in Fort Hood entgangen ist. Vielleicht weil es dort eine besonders grosse "Sensibilität", sprich Abwehrhaltung gegenüber den traumatisierten Rückkehrern aus Irak und Afghanistan gibt? Gab es keine Warnsignale?

"In unserer Gesellschaft des Kulturrelativismus, in der wir Respekt für alle Kulturen und Zivilisationen zeigen, ist es unmöglich, eine Wahrheit anzusprechen, die direkt unter der Oberfläche all dieser sinnlosen Analysen zum Fort-Hood-Attentäter zu finden ist. Genauso wie die Taliban verachten nicht wenige Moslems den Fortschritt."

Wenigstens de Winter spricht das Unmögliche an.

Mittwoch, 30. September 2009

Harald Schmidt ist Antisemit und Henryk M. Broder drückt zwei Augen zu

"Spürnase" Castollux a.k.a. Bernd Dahlenburg verdanke ich diesen Tagestipp:

Neben den üblichen Verdächtigen H.M.Broder, Claudio "Pinocchio" Casula a.k.a. Spirit of Entebbe, Lizas Welt a.k.a. Alex Feuerherdt und dem einzigartigen Sachverständigen für den Nahen Osten, Matthias Küntzel,  finden Sie in den Tagestipps von Bernd Dahlenburg Clemens Heni mit dem Leitartikel


"Deutsche Wertarbeit: Harald Schmidt macht in der ARD antisemitische "Gags" und kuscht vor den Mullahs".

Ich bitte die Wertarbeit von Clemens Heni, deutscher Muttersprachler und Post-Doctoral Researcher an der Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA), YALE University, in Ruhe zu studieren.

Harald Schmidt braucht uns hier weniger zu interessieren, insofern eh "der Mainstream (und nicht nur die Linke) in Deutschland antisemitisch ist ...ein tiefes Bedürfnis nach deutscher Normalität herrscht. Ruhe von der deutschen Schuld und Auschwitz." und der Bundespräsident, wie auch H.M. Broder und Lizas  Welt a.k.a. Alex Feuerherdt mutmaßen, sich als "Helfershelfer" für ausgewiesene Antisemiten in Stellung gebracht hat.

Clemens Heni problematisiert zu Recht die vornehme Zurückhaltung Henryk M. Broders: