Herbert Eiteneier a.k.a. heplev ist einer der kleinen Propheten. Am 30. Oktober 2008 prophezeite er in der Zeitschrift der Siedlerbewegung Arutz Sheva
"I wonder how long official
Germany will still pay its lip service. Should the left-wing parties be
able to form the next federal government, expect a change of course
soon. How long the Christian Democrats will hold out paying their lip
service and letting some honest people make a stand, I can't say. But
the virus is out. And I am convinced it will get out of control sooner
or later."
Der kleine Prophet ist von den Ereignissen überrollt worden. Grosse Propheten wie Henryk M. Broder und Alex Feuerherdt a.k.a. Lizas Welt berichten, wie der Virus bereits das Bundespräsidialamt und den hochrangisten aller Christdemokraten infiziert hat. "Lippenbekenntnisse" sind von gestern.
"...innerhalb von nur zwei monaten sind zwei antisemiten mit auszeichnungen
geehrt worden. beide male war der bundespräsident involviert. einmal
hat er die urkunde unterzeichnet, das andere mal die laudatio gehalten.
ich tendiere immer noch dazu, dies für für koinzidenz zu halten - in
tateinheit mit inkompetenz im umfeld des präsidenten.
für den fall allerdings, dass es kein zufall war und sie demnächst
noch weitere antisemiten bzw. jüdische selbsthasser ehren wollen, ...
sehr geehrter herr dr. haller,
vielen dank für ihre erstaunlich schnelle antwort, der ich entnehme,
dass die antisemitischen phantasien von mankell den bundespräsidenten
nicht daran gehindert haben, eine laudatio auf ihn zu halten...." (Quelle: Achgut, Broder, Hilfe für den Präsidenten)
Während der entgeisterte, gutgläubige und gutwillige Henryk M. Broder dem Bundespräsidenten noch Hilfe anbieten will, weiss der unsentimentale, von Eike Geisel in die Pflicht genommene Realist Alex Feuerherdt in seinem Leitartikel "Laudator?Si!" ganz genau:
"Bundespräsident Horst Köhler wusste ganz genau, auf wen er da am vergangenen Freitag seine Laudatio hielt: ...Allemal von Interesse ist jedoch, dass der Bundespräsident den Laudator
für einen glühenden Israelhasser gegeben hat – denn er kann sich nicht
darauf zurückziehen, nur einen speziellen Teil von Mankells Schaffen
gewürdigt haben zu wollen. ...Mag sein, dass es nicht Mankells Antisemitismus war, der den Ausschlag
für die Verleihung des diesjährigen „Friedenspreises“ inklusive einer
Laudatio des Bundespräsidenten gab. Aber er hat ihr auch nicht im Weg
gestanden. Und das ist so bezeichnend wie übel genug."
Für welches Engagement der Bundespräsident, der eine besondere Affinität zu Afrika hat, in seiner Laudatio Mankell ehrte, ist gänzlich irrelevant. Einzig und allein entscheidend ist die Gretchenfrage unseres neuen Milleniums "Nun sag, wie hast du´s mit Israel?" auf der Waagschale der Beurteilung eines Menschen.
Mankells Statement ist eine Fundamentalkritik und radikale Infragestellung Israels und des zionistischen Projekts. Mankell beurteilt Israel unter dem Gesichtspunkt der Apartheid und der Herrschaft eines Volkes über ein anderes Volk. Diesem System wünscht er den Untergang. Propheten sind zornig und äußerst einseitig. Israel und seine Fürsprecher mögen sich verständlicherweise in diesem Spekulum, Spiegel oder Zerrspiegel, nicht erkennen. Nachdenklich könnte jedoch stimmen, dass diese Kritik gerade auch von Persönlichkeiten geäußert wird, die im Kampf gegen das Apartheidssystem in Südafrika engagiert waren, dessen Struktur und Symptome genau kannten, und letztlich die Erfahrung machten, dass dieses System transformiert werden konnte.
Mankells Statement ist eine Fundamentalkritik und radikale Infragestellung Israels und des zionistischen Projekts. Mankell beurteilt Israel unter dem Gesichtspunkt der Apartheid und der Herrschaft eines Volkes über ein anderes Volk. Diesem System wünscht er den Untergang. Propheten sind zornig und äußerst einseitig. Israel und seine Fürsprecher mögen sich verständlicherweise in diesem Spekulum, Spiegel oder Zerrspiegel, nicht erkennen. Nachdenklich könnte jedoch stimmen, dass diese Kritik gerade auch von Persönlichkeiten geäußert wird, die im Kampf gegen das Apartheidssystem in Südafrika engagiert waren, dessen Struktur und Symptome genau kannten, und letztlich die Erfahrung machten, dass dieses System transformiert werden konnte.