Ich habe Henryk M. Broder immer als Wissenschaftstheoretiker geschätzt. "Eine wertfreie Wissenschaft gibt es ebensowenig wie objektiven Journalismus. Gesinnung, schreibt Christian Böhme, sei "das Gegenteil von freier Wissenschaft". Auch das stimmt nicht. Wissenschaft ist Gesinnung." (Quelle) Wissenschaft sei "absurd und abstrus" und habe sich nach 5 Jahren sowieso überholt (Quelle). Broder hat in "Kritik der reinen Toleranz" mit einem unsterblichen Syllogismus die Methode der Wissenschaft dargestellt
"Weil aber sowohl [sic!] die Volkswirtschaft [sic!] wie [sic!] die Psychoanalyse ebenfalls spekulative Disziplinen sind, deren Vertreter retrospektiv immer die richtigen Voraussagen treffen, will auch ich [sic!] mir eine begründete [sic!] Spekulation erlauben.“ (Wolf Jobst Siedler jr., Berlin, 2008, 1. Auflage, S. 213)
Die Agenda zu Guttenberg gibt dem Riesenzwergen (ein Kerl, der auf allen Schultern steht) Gelegenheit, der Wissenschaft ihre nichtige Bedeutung aufzuzeigen
"Es war das Ende der längsten Treibjagd in der neueren deutschen Geschichten aus einem Anlass, der kaum nichtiger sein konnte. Zuletzt gaben 23.000 promovierte Akademiker und Doktoranden eine Petition gegen Guttenberg im Bundeskanzleramt ab. Obwohl bis zuletzt eine Mehrheit der Deutschen der Ansicht war, Guttenberg habe sich zwar dumm und falsch verhalten, sollte aber dennoch nicht zurücktreten, sagt die Causa Guttenberg viel über die Moral der Nation Guttenberg aus. Man kann mit Despoten Geschäfte machen, solange sie fest im Sattel sitzen. Straucheln sie, erklärt man sie rückwirkend zu Psychopathen. Schreibt aber einer seine Doktorarbeit ab, gibt es keine mildernden Umstände. Denn ehrlich währt am längsten, Lügen haben kurze Beine, und das Glück gleicht dem Balle, es steigt zum Falle. " (Quelle)
Broder ist der Präceptor Germaniae (hätte den Hinweis auf den Umgang mit Despoten auch mit einem Shema Yisrael, Höre Israel, verbinden können). Broder hat ein paar Monate länger als Franz Josef Wagner die Universität von innen gesehen, bis er zu der Einsicht kam, dass er die unique selling position seines ungewaschenen Mauls besser in der Pöblizistik zur Geltung bringen kann. Franz Josef Wagner brachte die Sache auf den Punkt "Ich habe keine Ahnung von Doktorarbeiten... Macht keinen guten Mann kaputt. Scheiß auf den Doktor."
Ich möchte nur noch vorsichtig beim Springer Verlag anfragen, welche Maßstäbe des freien Westens mit dem größten Dichter nach Goethe und dem "hemmungslosen Freiheitskämpfer" gegen die Fanatismen des Glaubens, gegen Rechtgläubigkeit, die sich nicht hinterfragen lässt, verteidigt werden sollen. Dass die größten Dummbeutel ihr Maul aufreißen können?
Parerga und Paralipomena zu einem Netzwerk mit "lediglich bloßen" Beziehungen, Henryk M. Broder und seine domini canes z.B. Lizas Welt, Castollux, Spirit of Entebbe, Heplev, Honestly Concerned, der legendäre Lehrer "Walter Schmidt". Dazu der unglückliche Alan Posener und Querverweise zu den "nun wahrlich unseriösen Islamophoben um Politically Incorrect."
Ein radikal monothematisches Blog - seit September 2009 - lädt zum Widersprechen ein
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Donnerstag, 3. März 2011
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