Samstag, 28. November 2009

Kristina Köhler und Henryk M. Broder: Das neue Traumpaar in der deutschen Familienpolitik

Endlich eine wirklich gute Nachricht von der CDU. Seit ich für meinen Großvater, Ortsvorsitzender der CDU, und meinen Vater, Kassenwart der CDU, über die Höfe zog, um die Mitgliedsbeiträge einzuziehen, dabei nicht Tod und Teufel, umso mehr bissige Hofhunde fürchtete, hatte ich ein gespanntes Verhältnis zu den "Schwarzen". Inzwischen ist die Farbe orange, Angela Merkel hat überhaupt keinen Stallgeruch (ihr stärkster Bezug zum hohen "C" dürfte neben ihrer Rolle als Bewährungshelferin für den deutschen Papst der Genuß von Christstollen sein), mein Verhältnis entspannt sich.

Und nun die Ernennung von Kristina Köhler zur Familienministerin!

Dr. Kristina Köhler ist "Fachpolitikerin für Islam, Integration und Extremismus." Den Begriff "Fachpolitiker" habe ich zwar nie ganz verstanden, schliesse jedoch ex negativo, dass es sich hierbei im Gegensatz zu den übrigen Politikern um Exemplare handeln muss, die sich in eine Fachmaterie hineinknieen. Nebenbei: gibt es bereits "Fachpolitiker für Christentum, Arbeitskreis zur Integration engagierter Katholiken in die CDU/CSU und Päderastie"?

Dr. Kristina Köhler ist eine junge, zielstrebige Frau mit hohem Ehrgeiz. "Längerfristig wolle sie die erste Frau sein, "die Ehe, Kinder und Karriere unter einen Hut bringt, ohne dass irgendein Teil darunter leidet und ohne jemals zur Feministin zu werden"." (Quelle) Das ist zwar eine Quadratur des Kreises, nichts desto trotz sind das glänzende Voraussetzungen für  dringend notwendige familienpolitische Erfolge. Hic Rhodos, hic salta. Geben wir doch zu, der Einsatz der bewunderswerten Frau von der Leyen war bei bestem Willen leider kontraproduktiv. Durch ihre Bestnoten sowohl im familienpolitischen Pflicht- als auch Kürprogramm, bereits vor Amtseintritt erbracht, wurden gutwillige junge Frauen eher entmutigt als ermutigt. Die Vorbildfunktion verpuffte wie zum Beispiel Madonnas Hung up bei 50jährigen Moppel-Ichs. Bei Kristina Köhler dürfen wir jetzt erwarten, dass demnächst Vollzug im Amte gemeldet wird. Das wird eine ganz andere Signalfunktion haben und endlich zur familienpolitischen Wende führen!

Und Henryk M. Broder wird Staatssekretär für Raumplanung, Migration und Bevölkerungspolitik!


Bildquellen: Dr. Kristina Köhler (DPA), Henryk M. Broder (SPIEGEL, 2.11.09, S. 161)

Eine sympathisch lächelnde junge Frau, die auch zubeissen kann, wenn es darauf ankommt, und ein beseligter Henryk M. Broder, in dessen Kopf sich die beste aller Welten zusammenbraut, in einem gutsitzenden Anzug mit Hemd in der CDU-Signalfarbe. Henryk M. Broder, der schon immer der ideale Kandidat war, wird jetzt Amtsträger. Die Grundvoraussetzung: unbedingtes Vertrauensverhältnis und innige Übereinstimmung in der Analyse der Gefahren für unsere Republik. Kristina Köhler war es, die Henryk M. Broder als Experten in die Anhörung des Innenausschusses des Deutschen Bundestages am 16.6.2008 zum Thema Antisemitismus geladen hatte, wo er zeigen konnte, wo der Hammer hängt und wem man ihn zeigen muss.

Henryk M. Broder weiss ganz genau, dass es um die Bereitschaft und die Fähigkeit unserer deutschen Eliten, der starkdeutschen Angstbeißer, die sich in Politically Incorrect versammeln, und der antideutschen Angstbeißer, die sich u.a. um Alex Feuerherdt a.k.a. Lizas Welt scharen, einen signifikanten Beitrag zur Familienpolitik und damit zum Bestand des deutschen Volkes zu leisten, nicht gut bestellt ist. Hier wird im Internet eher über die dreisten Fertilitätsattacken der Muslime, die am Fliesband kleine Kopftuchträgerinnen produzieren, gemährt und gejammert als auf dem einzig richtigen Schlachtfeld dagegen  zu halten, zurück zu schiessen - und dabei die eine oder andere Lustprämie mitzunehmen. Männer, Vater werden ist nicht schwer ... Claudio Pinocchio Casula und seine wilden Kerle machen sich lieber einen heissen Tag und keusche Gedanken mit Pics von israelischen Schützenliesels (siehe Kommentarbereich). Diese dürfen auch den Lesern von der Achse des Guten nicht vorenthalten werden.

Gemach, Henryk M. Broder bringt ins Familienministerium einen Masterplan mit, der die Verhältnisse zum Tanzen bringen wird. Nach einer Indienreise, ich habe hier darüber berichtet, lässt er uns wissen:

"Überhaupt sollte wir uns, was Indien angeht, noch auf einiges gefasst machen. Die Inder haben das Potential Europa [dessen Bewohner, wie wir an anderer Stelle von Broder gehört haben, zu faul zum Ficken sind] zu übernehmen bzw. vor der Übernahme durch die Söhne Mohammeds zu retten. Es wäre das Beste, was den Europäern passieren könnte..."

Henry M. Broders geniale programmatische Schrift Von Gaza nach Pune und nicht zurück wird in Zukunft in einem Atemzug mit Theodor Herzls "Der Judenstaat" genannt werden; neben der Lösung des Nah-Ost-Konflikts wird hier mit leichter Hand auch der gordische Knoten der deutschen Bevölkerungspolitik durchschlagen:
 
"Als flankierende Maßnahme dazu müsste man etwa 100.000 Inder in die Bundesrepublik holen, jedem 1.000 Euro Startkapital geben und sie in den „sozialen Brennpunkten“ ansiedeln. Mit dieser Anschubfinanzierung von nur hundert Millionen Euro würde man es den Indern ermöglichen, kleine Geschäfte und Werkstätten aufzumachen und so eine Binnennachfrage schaffen, die die Wirtschaft nachhaltig ankurbeln würde. Auch darüber sollten RTL, SAT 1 und VOX täglich berichten, dann würde es nicht lange dauern. bis auch der Ministerpräsident von NRW „Inder statt Kinder“ rufen würde und alle allein erziehenden Mütter der Bundesrepublik sich nichts sehnlicher als einen indischen Mann wünschen würden."

Freunde, ich hatte Deutschland schon aufgegeben, jetzt schöpfe ich wieder Hoffnung. Wir brauchen frische Ideen, frischen Wind. - Das Gute am Staatssekretär Henryk M. Broder ist auch, dass er wenig Platz braucht, weniger als Boris Becker, zum Überlegen und Planen nur ein kleines stilles Örtchen am Ende des Ganges, um ein Segen für die deutsche Familienpolitik zu werden.

Mittwoch, 25. November 2009

David Ben-Hame: Gegendarstellung

Ich hatte David Ben-Hame in einer Mail  um Sichtung, Korrektur, eventuell eine Gegendarstellung zu meiner Post "Alan Posener & Hiram7 Review: die freie Meinungsbildung in besten Händen" gebeten.

Hier ist sie (Mail v.24.11.09, 21:05):

Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Wen meint er? Doch nicht "Walter Schmidt"? Etwa sich, Alan Posener und Bernd Dahlenburg oder vielleicht mich?

Walter Schmidt! Achse des Guten!



Freunde, habt Ihr auch das gelesen, was ich auf der Achse des Guten gelesen habe? Ich war zwar gestern in dem netten "Gruselschocker" "Paranormal Activity" (allen frisch verliebten Kavalieren sei er empfohlen), getrunken habe ich jedoch nur ein Glas Rotwein zum Abendbrot. Also noch mal ganz langsam und Wort für Wort:



Also, wo ist nun Delo? Am Strand mit Christa (Bildquelle) oder zusammen mit seinen Genossen an der POS oder in der LPG? Walter Schmidts Betrachtungen mögen im weiteren Verlauf eine wichtige Diskussion voranbringen, ich bleibe jedoch an dieser Stelle hängen, die dreht und kreist und lässt mich nicht los. Ist das jetzt die lang erhoffte Wunderwaffe, mit der die Achse des Guten das Schlachtenglück wenden wird? Eine Art geistige Neutronenbombe. Die zerdeppert dir die software und lässt die hardware stehen. - Jetzt weiss ich auch, warum ich meine Meditation über "Walter Schmidts" Betrachtungen auf der Achse des Guten über den Holocaust II am Strand von Tel Aviv immer noch aufschiebe. Ich bin jetzt selbst gespannt, ob ich das noch schaffe.

Ich weiss immer noch nicht, ob nun der "Gastautor" Walter Schmidt, legendärer Lehrer zu Leipzig, ein eigenständiges Seiendes ist oder eine der Inkarnationen Henryk M. Broders. Freunde, wo finde ich außerhalb der Achse des Guten im Internet ein Lebenszeichen von ihm? Im übrigen habe ich heute die Vorschläge zur Güte des neuen Indien-Sachverständigen Henryk M. Broder mit Schmunzeln  zur Kenntnis genommen.

Dienstag, 24. November 2009

Leseempfehlung: Jorge Luis Borges, Deutsches Requiem

7 Seiten, die ca. 1.400 Seiten von Jonathan Littell aufwiegen. Meinem schlaflosen Freund Alex Feuerherdt a.k.a. Lizas Welt gewidmet.

"Siehe, er wird mich doch erwürgen, und ich habe nichts zu hoffen: doch will ich meine Wege vor ihm verantworten." Hiob, 13:15

"... Wer mir zuzuhören weiß, wird die Geschichte Deutschlands und die künftige Geschichte der Welt verstehen. Ich weiß, dass Fälle wie meiner, die heute noch erschreckende Ausnahmen sind, sehr bald trivial sein werden. Morgen werde ich sterben, aber ich bin ein Symbol der kommenden Generationen. ...
Der Nazismus ist seinem Wesen nach eine moralische Angelegenheit: Man legt den alten verrotteten Menschen ab, um sich in den neuen Menschen zu kleiden. In der Schlacht ist diese Mutation gewöhnlich ... nicht so im dumpfen Kerker, wo das hinterhältige Mitleid uns mit uralten Zartheiten versucht ...Schon vor vielen Jahren hatte ich begriffen, daß in der Welt kein Ding ist, das nicht Keim einer möglichen Hölle wäre; ein Gesicht, ein Kompaß, eine Zigarettenreklame können einen um den Verstand bringen, wenn man es nicht fertig bringt, sie zu vergessen. Muß nicht ein Mensch verrückt werden, vor dessen inneren Auge ständig die Landkarte von Ungarn steht? Ich beschloss, die Disziplinierungsordnung in unserer Anstalt nach diesem Prinzip auszurichten und ... Ich weiss nicht, ob Jerusalem begriffen hat, dass ich ihn vernichtete, um mein Mitleid zu vernichten. In meinen Augen war er kein Mensch, nicht einmal ein Jude; er hatte sich in das Symbol einer verabscheuten Zone meiner Seele verwandelt. Ich litt mit ihm Todesqualen, ich starb mit ihm, ich habe mich gleichsam mit ihm zugrunde gerichtet; deshalb war ich erbarmungslos."

Es gibt noch einiges anderes bedenkenswertes zu lesen. Borges schließt

"...Wenn der Sieg, die Ungerechtigkeit und das Glück nicht für Deutschland sind, mögen sie es für andere Nationen sein. Soll es den Himmel geben , auch wenn unser Platz die Hölle ist.
Ich betrachte mein Gesicht im Spiegel, um zu wissen, wer ich bin, um zu wissen, wie ich mich in ein paar Stunden verhalten werde, wenn ich dem Ende begegne. Mein Fleisch mag Angst fühlen, ich nicht."

(Aus: Jorge Luis Borges, Erzählungen, Das Aleph)

Mag jedoch keiner glauben, dass ich mit diesem Hinweis den Fisch im Wasser ertränkt habe. Ein paar zusätzliche Anstrengungen gibt es noch für jeden einzelnen zu verrichten.

Sonntag, 22. November 2009

Alan Posener & Hiram7 Review: Die freie Meinungsbildung in besten Händen

Nach dem long goodbye des kurzen Gastspiels auf der Achse des Guten, von dem noch zu berichten sein wird (über seinen Einstieg und seine profunde Einschätzung der Achse des Guten "Wir sind die Achse des Guten, nicht der Eiferer" habe ich bereits berichtet), hat Alan Posener sein Nachtasyl bei Hiram7 Review gefunden. Nichts ist zufällig.

Das Programm von Hiram7 Review, hinter dem David Ben-Hame steht, ist großartig

"Our belief is that the untarnished truth is freeing: with it, citizens can make informed decisions and take intelligent action, for themselves and for society, and fulfill the ideals of the American and French Revolution of Liberty and Justice." (Quelle)

Ich bin begeistert über diese Losung und die Rolle der makellosen unbefleckten Wahrheit dabei und will Sie auf einen kleinen Spaziergang mitnehmen, auf dem Sie verfolgen können, wie diese Theorie von David Ben-Hame & Alan Posener 1:1 in Praxis umgesetzt wird. Intelligent action ist dabei nicht ganz ausgeschlossen.
Am 18. Juli 2009 stellt Alan Posener auf Hiram7 Review seine Sicht über seinen Hinauswurf aus der Achse des Guten dar. Am 30. Juli dokumentiert Hiram7 Review "Neues aus der Achse der Intoleranz: digitaler Schlagabtausch zwischen Henryk M. Broder und Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer"

Zu beiden Posts habe ich einen Kommentar geschrieben, die auf dem Blog eingestellt und wieder entfernt wurden.


Ich will an dieser Stelle auf die Gründe der Maßnahme nicht eingehen. Meine Kommentare waren offenbar so unerhört, dass David Ben-Hame mir in einer Mail v. 9. August mitteilte "Ihre Kommentare sind mir stets willkommen". Dies als Präludium. Wahrnehmungsskotome, Zensuren trüben die Wahrheit nicht, sie wird dadurch um so makelloser. Was macht man auch mit einer schmutzigen Wahrheit? Das war wohl Arbeit am "rauhen Stein", n´est pas, Herr Ben-Hame?

Ob diese Flurbereinigung mit dem Großmeister des freien Diskurses Alan Posener abgestimmt war - ich weiss es nicht. Die nachfolgend geschilderte Herstellung der makellosen, ungetrübten Wahrheit ist jedoch ohne konzertierte Aktion zwischen Alan Posener und David Ben-Hame schwer vorstellbar. So, jetzt bitte ich Sie, dem Kommentarverlauf zu folgen. Alan Posener veröffentlicht auf Hiram7 Review "Henryk M. Broders belangloser PR Coup". Dazu mein Kommentar und Poseners Replik




Unerhört ist meine Bitte, diese Aussagen zu belegen. Der Kommentar wird nicht freigeschaltet.




Nicht unerhört ist und freigeschaltet wird folgender "Kommentar" im Nachschlag 22 Tage später


Den unerschrockenen Mann Gottes und Seelsorger Bernd Dahlenburg a.k.a. Castollux haben die Leser dieses Blogs schon an verschiedenen Orten (z.B. hier und hier) ins Herz schliessen können. Posener und/oder Ben-Hame finden nichts dabei, Bernd Dahlenburg als Kronzeugen auftreten zu lassen und diesen qualifizierten Einwurf  zu Hintergrund, Person und Umfeld freizuschalten. - Unerhört ist und deshalb nicht freigeschaltet wird meine Replik



Irgendwie ist kontroverse Diskussion schon lästig, eine unverschämte Anmutung gar die Aufforderung, die Behauptungen zu belegen -als ob es nicht schon so schwer genug ist, eine makellose unbefleckte Wahrheit herzustellen. Ein paar kleine Retouschen schaden nicht, wenn man Geschichte machen will.


 

Für Alan Posener ist das sicherlich die beste Empfehlung für den Stuhl des Chefredakteurs von "Cicero". Er ist der Traumkandidat: "Quousque tandem abutere, Catilina, patientia nostra? Quamdiu nos etiam furor iste tuus eludet? Quem ad finem sese effrenata iactabit audacia?"  - Posener ist ja, trotz seinen etwas unbeholfenen Bullshit-Slapsticks, kein Dummkopf - er lernt aus Erfahrung -, sehr elegant und pointiert fand ich seine Abfertigung des Kandidaten "Henryk M. Broders Farce ist vorbei". Ich halte mich ja gerne von meinen Zeitgenossen fern, hier bin ich mit ihm im Drei-Viertel-Takt geschwebt. - Höchst interessant und delikat ist jedoch immer die Bündnispolitik, die Allianzen und Mesallianzen, wenn sich hier eine Heerschar bildet aus dem atheistischen Freigeist Alan Posener, dem angeblichen Freimaurer Großmeister (oder ist der Prunk etwas zu dick aufgetragen?) David Ben-Hame und Bernd Dahlenburg, einem Vertreter eines fundamentalistischen, messianischen Residualchristentums, der sich nicht scheut, in tagespolitischen  Auseinandersetzungen "Gott auf meiner Seite" (siehe Kommentarbereich) ins Spiel zu bringen. Bei solchen Konstellationen weiss ich nicht, ob ich jetzt Sanctus oder Helau jubilieren soll. Wie sagte doch Deng Xiao Ping, den ich schon lange nicht mehr zitiert habe "Ob mit oder ohne Trauschein unter der Bettdecke, Hauptsache sie mausen."

Um David Ben-Hame zu beurteilen, schauen Sie mal in seinen Seiten, welches Erbe er geschultert hat und schauen Sie mal, wie er es erwirbt, um es zu besitzen. Rauher Stein. Grandioses Selbstbild.

P.S. In einer Mail vom  31. August hat mich David Ben-Hame aufgeklärt

"Ich habe nicht Henryk Broder angegriffen; das hätten Sie gerne, nämlich damit Sie Ihre vorgefasste Meinung gegen Israel frei laufen lassen; ich habe lediglich Alan Posener die Möglichkeit gegeben, sein Anliegen öffentlich zu machen, damit eine Debatte entsteht. Wenn Sie nun dies instrumentalisieren wollen, spiele ich nicht mit. Deshalb habe ich mir das Recht genommen, Ihre Kommentare auf meiner Seite zu löschen."  

Das ist naürlich die Methode der Wahl, um die Debatte sine ira et studio ohne Verschmutzungen fliessen lassen zu können. [Nachtrag 25.11. Hiram7 Review ist sicherlich kein öffentlicher Pranger wie BILD, aber auch keine x-beliebige Klitsche und Schmähbude im world wide web. Von daher ist es nicht irrelevant, von dem bekannten Journalisten Alan Posener als weder moralisch noch intellektuell satisfaktionsfähig deklariert zu werden, insofern ich negativ auf Israel fixiert sei, Juden ablehne, die nicht kuschen (vor wem müssen Juden in der BRD noch kuschen, etwa vor "Horst", der Nicht-Jude Posener vor Kai oder dem deutschen Papst?), und mich über jeden Juden freue, der einen Fehler macht. David Ben-Hame mit seinen Beziehungen zu u.a. Freemansonry, US Government, Hamburg Network und Jewish Leaders behauptet, dass ich vorgefasste Meinungen zu Israel frei laufen lasse, und der Blogsurfer und Adabei Bernd Dahlenburg dies so zusammenfasst, dass ich "Judenhasser" sei. Das ist bekanntlich die dümmste und schändlichste Verfehlung unserer Tage, auf die Höchststrafe steht: soziale Ächtung und Isolierung in irgendeiner Form von Quarantäne.]


David Ben-Hame ist ein bedachtsamer, gründlicher und runder Kopf. Sie wissen schon, geneigter Leser, dass Überlegungen dieses Kopfes nicht vorgefasst, sondern eher nachgefasst sind. Da dies so ist, kann er seine Behauptungen gegen mich frei laufen lassen, eine Leine ist überflüssig, und es wäre gar zu billig und unter seiner Würde, mir zu zeigen, wo ich meiner vorgefassten Meinung gegen Israel freien Lauf gelassen hätte. Freunde, sagt mir doch endlich, was ist denn meine offenbar unsägliche vorgefasste Meinung zu Israel, bei der Euch die Spucke wegbleibt? (Hier der Beitrag, in dem David Ben-Hame Broder nicht angegriffen hat: Neues aus der Achse der Intoleranz: digitaler Schlagabtausch zwischen Henryk M. Broder und Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer - tja sic transit gloria lupi). Auch David Ben-Hame ist kein Dummkopf. Und Bernd Dahlenburg war, ist und wird meine beste Spürnase bleiben.

Samstag, 21. November 2009

Wo Alex Feuerherdt Recht hat, da hat er Recht

Stimmt, Alex  Feuerherdt, Shoa-Chic.



Die Schleussen sind schon längst vor Broders Zug aus dem düsteren Reich der Holocaustrelegion in das Reich der Broderseligkeit geöffnet worden. Wenn "Auschwitz" wie bei Ihnen zu jeder Zeit und Unzeit, wenn ein paar Narrische ein deutsches Winkelement schwenkten, Sie stante pede (Pawlow lässt grüssen) an die erste Strophe des Deutschlandliedes denken mußten,  ins Spiel gebracht wird "Denn Auschwitz war gestern. Heute ist Deutschlandparty mit allem Drum und dran" und Broder damit jede seiner Stickbombem parfümierte, was erwarten Sie? Die gnädigen Damen und Herren halten die Nasen zu, stellen die Ohren auf Durchzug. Und bei Berliner Modemachern und Easy Jet ist jetzt eben Shoa-Chic en vogue, das Denkmal ist nun eine photogene Location (bitte aufpassen: das laste ich weder Broder noch Ihnen an; Sie sind auch nur ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft, oder umgekehrt). Und wir Nachdenklichen werden hinnehmen müssen, dass der kompakten Mehrheit, nach einem Holocaust I und II Experten befragt, eher Henryk M. Broder und "Walter Schmidt" (wir werden noch Gelegenheit haben, über seine Visionen vom Holocaust II am Strand von Tel-Aviv zu meditieren)  einfallen als z.B. Raul Hilberg und Wolfgang Benz.

Ihnen wünsche ich im nächsten Vierteljahr (Holydays und nachfolgend die Woche der Brüderlichkeit und die narrische Zeit) Unterscheidungsvermögen und ein paar unbeschwerte Stunden ohne Nachtgedanken an Deutschland. Daran werden Sie eh nicht mehr genesen. Es müssen ja nicht gleich die


sein, um die Seele baumeln lassen. Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist. Ich meine jetzt nicht das ganze Jahr, sondern immer wieder ein paar Stunden. Ich möchte Ihnen den grossen Dichter Robert Gernhardt ans Herz legen

"Wie aber wenn und es schalössen aus sich
Schapaß und das Ernste? Schaweres und Leichtes?
So wie sich ausschaließt Feuer und Wasser, 
Mensch und Schaweinsein, Gott und Schalange?


Es schawebt das Schawert über den Häuptern, 
Es kommt zum Schawur für Schawache und Starke:
Was also wollt ihr? Den Leichsinn? Schawermut?
Tarefft eure Wahl! Der Rest ist Schaweigen."

(Spassmacher und Ernstmacher, XII, Haffmanns Verlag, 1987)

Donnerstag, 19. November 2009

Heplev meets Spirit of Entebbe: Platt machen

Dass die Muselmanen im allgemeinen und die Palis im besonderen weder friedenswillig noch friedensfähig sind,  sondern - Gott sei Dank - "Halunken", "Jammerlappen" und "Blockadekräfte", ist Grundlage der Überzeugungen aller  Friedenswilligen, die im Kommentarbereich der Seiten von Claudio Pinocchio Casula a.k.a. Spirit of Entebbe ("it was a daring raid") mitmischen und Überlegungen, wie man doch noch zum Nahostfrieden kommen könnte, anstellen. Zutiefst traurig muss Claudio Pinocchio in seinem Leitartikel "Jammer, Wimmer, Grein" feststellen


"Finden wir uns damit ab: Auf absehbare Zeit wird es keinen Nahostfrieden geben. Er lässt sich nicht mit der Brechstange herbeizwingen, indem man den 35. Vermittler losschickt oder den 298. Gipfel anberaumt."

Auf keinen Fall ein Friedenhindernis ist andererseits der Bau von 900 Wohneinheiten in Gilo. Die weltweite Kritik von der UNO bis zum Weissen Haus ist "witzlos", schreibt Claudio Pinocchio in "Har HaBayit beYadenu" ("Der Tempelberg in unserer Hand" - in Ewigkeit! Amen!)

Als Friedensfreund und Peacemaker, der den Frieden auch gegen den erbitterten Widerstand der palästinensischen Friedensfeinde und Blockadekräfte in der "Umgebung" durchsetzen will,  tut sich im Kommentarbereich von spiritus of endebe ein Mann hervor mit dem nom de guerre heplev, ein Akronym für Herbert Eiteneier P Leverkusen (ich bitte um Auskunft für was das P steht). Herbert Eiteneier ist uns schon  vor Jahr und Tag als kleiner Prophet aufgefallen, als er in der Siedlerpostille Arutz Sheva den bevorstehenen Ausbruch eines Virus´ in Germany vorhersagte. In der Tat, er brach gleich bei "Horst" im Bundespräsidialamt aus. Ich habe darüber berichtet.

Hier die Friedenoffensive von Herbert Eiteneiner, Leverkusen, der zu den Deutschen gehört, die sich mit voller Leidenschaft und ohne Rücksicht auf Verluste für eine Lösung des Nahostkonflikt einsetzen. Henryk M. Broder weiss diese Spezies zu schätzen. (Screenshots von hier)







"Platt machen", dann ist Ruhe und Schalom. Eine schöne Vorstellung. Heplev  analysiert glasklar, welche Widerstände gegen diese Friedenskampagne noch zu überwinden sind, die "Café-Strategen" in Tel Aviv, die man noch mit einer Rakete "leiser" machen könnte, aber wie bringt man die "postzionistischen Professoren" in Haifa, Jerusalem und sogar in Beer Sheva zur Ruhe? Der gute Mann, ein richtiger Christenmensch, würde im Namen Gottes, zum Segen Israels und Heil der ganzen Welt auch ein paar selfhating jews plattmachen.

Was ist das für ein Mann, Herbert Eiteneier a.k.a. heplev? Herbert Eiteneier ist im Umfeld der wahren Freunde Israels das, was Richard Perle für George W. Bush war, der geniale "Prince of darkness". Er ist Betreiber der Thinktanks



und zusammen mit Bernd Dahlenburg a.k.a. Castollux , einem ebenso tiefgläubigen ("Gott auf meiner Seite") Mann des ewigen Friedens ("freedom from fear"),von  Medien Backspin Falsches zu Nahost richtig gestellt.

Auf "Abseits vom Mainstream" macht sich Herbert Eiteneier u.a. durch präzise Feindbildanalysen nützlich, da sind "hofierte Hetzer", "organisierte Hetze", eine "Knallchargen-Liste", "Heulsusen". Lesen Sie das, das ist fast genauso schön und aufschlussreich wie die S.H.I.T. List von Masada2000. Bei der Auswahl der Zielobjekte, wenn es ans Plattmachen geht, sind solche Listen mit Sicherheit nicht verkehrt.

In den "Nahost Infos" macht sich Herbert Eiteneier über das Heilige Land sub specie aeternitatis Gedanken


Zitat: "Für die Annahme, dass das Versprechen des Segens und des Fluchs für die Nachkommen in der Linie Abraham - Isaak - Jakob gilt, spricht z.B. auch, dass Abraham und seinen Nachkommen das Land Kanaan verheißen wurde. In 1. Mose 13,15 spricht Gott zu ihm: „Das ganze Land, das du siehst, will ich dir und deinem Samen geben auf ewig.“ Es besteht wohl Einigkeit, dass dieses Versprechen Israel gilt, nicht Ismaels Nachkommenschaft. Andernfalls wäre es nicht Jakob gegenüber wiederholt worden, wäre Israel nicht aus Ägypten in dieses Land zurück gekommen und hätte es vollständig erobert. Die Nachfahren Ismaels lebten in der Wüste, nicht in Kanaan...Die Bibel ist hier eindeutig"

Der Grundbucheintrag und wohin die Nachfahren Ismaels gehören wird hier ein für alle Male geklärt. Die Bibel ist hier eindeutig. Da gibt es nur eines: Recht auf Rückkehr: die Wüstensöhne kamen aus der Wüste, dort gehören sie wieder hin. - Es gibt Christen, die können nicht mehr an Weihnachten, Karfreitag und Ostern glauben, können nicht mehr aus voller Brust das Te Deum anstimmen, das Gotteslob hört sich wie das Pfeifen im dunklen Wald an (bei Gelegenheit: das Judentum mag eine Religion von mehr oder weniger geistreichen Exegesen der Thora, der Islam eine Religion der Leibesübungen sein, das Christentum ist entweder eine Religion des Gesangs oder ist nicht). Das Evangelium ist weitgehend durch die Resthoffnung ersetzt, dass das Heil von den Juden, nein, von Israel kommen soll. Ihren Heiland und Erlöser er-kennen die Kerle nicht mehr, selbst wenn sie einen Finger in seine Wundmale legen könnten. Bei einer derartig demoraliserten Christenheit ist es dann nicht verwunderlich, dass Henryk M. Broder zum Schirmherr der Evangelischen Internetbewegung wird. Ich habe darüber berichtet. 

Israel hat jetzt die Wahl. Sie ist eindeutig: zwischen den windelweichen "Café-Strategen" in Tel-Aviv und "postzionistischen Professoren" in Haifa, Jerusalem und Beer Sheva und den knallharten Knochen, die unverbrüchlich auf seiner Seite stehen, Herbert Eiteneier, Bernd Dahlenburg, Claudio Pinocchio Casula und, ich glaube, es ehrt den Meister, wenn man ihn zu den Musketieren dazuzählt, Henryk M. Broder. Plattmachen. Macht kaputt, was Euch kaputt macht. P.S. Mir träumte, dass Claudio Pinocchio "Casula" (auf deutsch: Meßgewand) ein abtrünniger Jesuit sei, der jetzt sein Heil als einzigwahrer Freund Israels sucht. Der verzweifelte Pontifex sagt zu ihm: Mein Sohn, die Methode der pia fraus und die unverbrüchliche Treue zu Jerusalem locuta, causa finita ist Dir auf den Leib geschrieben. Kehre zurück ins Vaterhaus. Ist irgendetwas dran an dieser reverie, Freunde?

Montag, 16. November 2009

Lizas Welt: Der Haussegen hängt nicht mehr schief

Micha Brumlik veröffentlicht in der Jüdischen Allgemeinen, Henryk M. Broder richtet und vernichtet ihn auf Lizas Welt.

Es waren schwere Wochen für Alex Feuerherdt. Ich habe hier und vor allem hier darüber berichtet. Meister Broder, dem es auf Schlagzeilen ankommt, egal auf welche, hatte sich so in Szene gesetzt.



 Das war natürlich für einen Mann aus dem Rheinland, für den der Durchschnittsdeutsche "Otto Normalvergaser" (Eike Geisel) ist, der weder dem Kölner Karneval noch deutschen Fußball-Fan-Meilen  etwas abgewinnen kann, denn "Gestern war Auschwitz, heute ist Deutschland-Party mit allem Drum und dran", der GAU.  Broder hat den Haussegen jedoch wieder gerade gehängt und seine Abrechnung mit Micha Brumlik "Der Professor und sein Prophet" zuerst auf Alex Feuerherdts antideutschem Vordenker-Blog "Lizas Welt" veröffentlicht, bevor er sie auf der Achse des Guten einstellte.

Was eint den Bonvivant Henrryk Modest Broder und den rheinländisch-jakobinischen Jecken Alex Feuerherdt? Die profunde Überzeugung von den mehrheitlich "postnazistischen, von Judenhassern zu „Israelkritikern“ mutierten Deutschen", einem "Publikum, das sich seine eigenen Ressentiments von einem leibhaftigen Juden gerne als koschere Überzeugung bestätigen lassen möchte" und wieder Mal einen Juden " mit Begeisterung zum Kronzeugen der Anklage gegen den jüdischen Staat" (alternativ gegen den Zentralrat der Juden in Deutschland) befördern will - und "hinter dem es sich notfalls bequem in Deckung gehen lässt".

Der Witz an den Frontstellungen ist so lang wie des Kaisers Bart. Begeisternd sind jedoch immer wieder die boxerischen Glanzleistungen des jüdischen Alpha-Intellektuellen, mit denen er seine erbärmlichen Gegner  zu Boden streckt, jetzt zum Beispiel 

"...finaler Höhepunkt seiner [Brumliks] ansonsten mediokren akademischen Karriere, deren demnächst bevorstehendes Ende er mit einem Big Bang zelebrieren möchte...Brumliks Begeisterung für Burg entspricht der Bewunderung, die ein Frankfurter Würstchen für eine richtig dicke Salami empfindet, die es vor ihm in die Auslage eines Metzgerladens geschafft hat. Mehr noch: Burg ist schon da, wo Brumlik noch ankommen möchte: Im Verdauungstrakt des Publikums. Und da reicht der Platz gerade aus, um mit angehaltenem Atem zu schreiben...."

Jetzt sind wir diskurstechnisch dort, wo wir immer schon anlangen wollten: im rsch der Deutschen.  Dies scheint, will man den gegenseitigen Beschuldigungen glauben, das bevorzugte und warme Biotop in unserer posttraumatischen Biedermeierzeit zu sein; sekundär scheint zu sein, ob man von oben oder unten, von hinten oder von vorn hineinkommt.  Broder sei gesagt: Du hast eine Chance, aber nutze sie, "du" bist der ideale Kandidat. Mehr stinke kannste nit. Was Broder hier taktvoll unterschlägt, ist, dass er höchstpersönlich schon längst dort ist, wo Brumlik angeblich ankommen will und somit mit Sicherheit am besten weiss, wieviel Platz man dort hat und was man tun muss, um dort bleiben zu können. - Alan Posener fordert "Pick on someone your own size, Henryk." - Alan, das schafft der Kandidat spielend bei allen. Egal mit welchen Gegnern, ob hier Micha Brumlik oder Michel Friedman oder Prof. Wolfgang Benz oder Boris Palmer und Patricia Langer oder BVK-"Horst" - der Meister vom Fliegen- bis Superschwergewicht kämpft immer auf seinem Niveau.   - Witzig, wie Alan Posener, der Traumkandidat ("Quousque tandem abutere, Catilina, patientia nostra? Quamdiu nos etiam furor iste tuus eludet? Quem ad finem sese effrenata iactabit audacia?")  für "Cicero", Broder nachsagt, er stecke zu tief im Verdauungstrakt des SPIEGEL, um dort noch zu stänkern. Aber letztendlich sind für das Drama des "benutzten" Wunderkinds die Deutschen verantwortlich, n´est pas, Alan Posener? - "Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist ...Die Leute tun, als ob die Schönheit ein Vergehn ist - Man soll doch froh sein, daß es sowas Schönes gibt."

Sonntag, 15. November 2009

SPIEGELs Bildkunst


SPIEGEL, 2. November 2009, Der neue Moses oder neue Sabbatai Zwi führt das Volk aus dem düsteren Reich der Holocaustrelegion, die wie ein schwarzer Alp auf uns lastet, in das Reich der Broder-Seligkeit und Broder-Herrlichkeit. Amen. Ich habe hier dem SPIEGEL zu dem Geniestreich der Fotomontage gratuliert.



Nur zwei Wochen später sieht auch im SPIEGEL, 16.11.2009, Charlotte Knoblochs Background wieder menschenfreundlicher aus. "Es ist hell bei ihr und still, fast friedlich [sic!]. Auf dem Couchtisch stehen Croissants, in einer Vase auf der Fensterbank sind cremefarbene Rosen arrangiert....Knobloch sagt: "Broder hat nur diffamiert". (Fettdruck durch mich). Eine Erkenntnis kommt besser später als nie.

Broder ist und bleibt der "ideale Kandidat":

"Ich habe nach reiflicher Überlegung beschlossen ...In zwei Jahren werde ich 65, ich habe immer das getan, was ich tun wollte. Jetzt ist die Zeit gekommen, das zu tun, was ich tun sollte." (Tagesspiegel, 21.10.2009) "

"Ich hab von morgen auf übermorgen eine halbe Seite frei!" hörte ich Malte schreien. "Haste einen Text für mich?" "Ich denk mir was aus!" brüllte ich zurück ... Die folgenden zwei Tage vebrachte ich im Trainingsanzug [sic!] an zwei Telefonen zugleich. Nach dem zehnten Interview hatte ich mich von der Idee, Präsident des Zentralrats werden zu sollen [sic!] selbst überzeugt, nach dem zwanzigsten wusste ich, dass ich der ideale Kandidat bin." (SPIEGEL, 2.11.2009).

Bei Normalsterblichen, die nicht Pseudologen sind, wundert man sich ein bisschen und fragt, lügt der nun hier oder dort. Keine Bange, bei Broder geht es schon lange nicht mehr um die Wahrhaftigkeit eines Individuums. Bei Broder ist der Satz vom Widerspruch nicht relevant, hier liegt eine coincidentia oppositorum vor, der geistige Gnadenstand, über die Beschränkungen des einfachen Verstandes, der einfachen Vernunft hinweg widerspruchsfrei mal dies, mal das schiere Gegenteil faseln zu können.

Freitag, 13. November 2009

Eins de Winter, zwei McCain, drei Rauswurf

Ich hatte die Ehre, davon zu berichten, von einem , der das unmögliche sagt. Der erste war Leon de Winter, der moderne Zionist, dessen gelobtes Land der Sunset Boulevard ist:

"In unserer Gesellschaft des Kulturrelativismus, in der wir Respekt für alle Kulturen und Zivilisationen zeigen, ist es unmöglich, eine Wahrheit anzusprechen, die direkt unter der Oberfläche all dieser sinnlosen Analysen zum Fort-Hood-Attentäter zu finden ist. ...Was in Fort Hood geschah, war ein Terroranschlag, ausgeführt von einem US-amerikanischen muslimischen Terroristen, nichts anderes." (Fettdruck durch mich)

Zwei, John McCain 

"John McCain hat es schon immer gewusst: In Amerika geht es politisch viel zu korrekt zu. ...„Das war ein terroristischer Akt“, meint McCain, auch wenn sich kaum jemand traue, das öffentlich zuzugeben. Deshalb werde er, McCain, jetzt Ross und Reiter beim Namen nennen"

Donnerwetter, war der Sprechakt Leon de Winters de facto "unmöglich", ist es nur kurze Zeit später bei John McCain "Kaum jemand".  Der hat 1 und 1 zusammgezählt, jetzt sind es schon die unerschrockenen zwei - und schon fühlen sich die Muselmanen unter Druck und bekommen Schiß.  "Muslime unter Generalverdacht". 

 Das Problem sind nicht nur die Muslime. Das Problem ist Barack Hussein Obama. Major Nidal Malik Hasan war der "Taliban" im Herzen der westlichen Verteidigungsstellung, in Fort Hood, Barack Hussein Obama ist für einen "skandalösen Kollaps der inneren Sicherheit" verantwortlich.  

Es ist durchaus möglich [sic!], dass unsere Regierung [Barack Hussein Obama] alles [sic!] wusste“, hält er dem Präsidenten vor. „Aber sie hat nichts unternommen, weil alle Angst davor hatten, der Stimmungsmache gegen Muslime bezichtigt zu werden.“

Das heisst wohl, Barack Hussein Obama samt gesamter Administration hat diesen terroristischen Akt bewusst in Kauf genommen, um in Kairo ein schöne Rede halten zu können.
Es soll schon im Vorfeld der Tragödie, seit mindestens Juni 2007, mehrere Warnzeichen dafür gegeben haben,

"...dass mit Major Nidal etwas nicht stimmte...Auch das FBI wurde bereits vor längerer Zeit auf ihn aufmerksam, als er begann E-Mails, mit einem radikalen islamischen Kleriker, Anwar Aulaqui, auszutauschen. ...Die FBI-Fahnder ermittelten jedoch nie weiter, ob auch bei Hasan terroristische Neigungen bestehen könnten. „Ist das Weiße Haus nicht besorgt, dass da wichtige Indizien übersehen wurden?“, wird Obama-Sprecher Robert Gibbs am Donnerstag von einem Reporter gefragt."

Sagen wir mal sine ira et studio so:  dieser "skandalöse Kollaps" geschah während der Amtszeit von Barack Hussein Obama. Unter dem Oberbefehlshaber George W. Bush und seinem designierten kongenialen Nachfolger John Mc Cain ist das nicht passiert, da haben sich die FBI-Fahnder von Juli 2007 bis Januar 2009 keine Ermittlungspanne geleistet.  Zu dieser Zeit war das Weiße Haus im Bilde und hat keinerlei Indizien übersehen. Danach hat Barack Hussein Obama willentlich die Augen geschlossen und die demoralisierten FBI-Fahnder haben die Ermittlungen eingestellt.


Leon de Winter hat eine genaue Gefahrenanalyse geliefert:

"Er [Major Nidal] stellt keine seltene Ausnahme der Regel dar und es gibt Zehntausende muslimischer Terroristen, die Frauen und Kinder ermorden wollen." 

Was tun? Kontraproduktiv ist sicher, wenn, wie FOCUS berichtet, ein Reservist des US-Marine-Corps einen griechisch-orthodoxen Priester niederschlägt, weil er den Bärtigen für einen Muslim-Terroristen hält, das ist unappetitlich und erinnert vage an den "spontanen Volkszorn" in der Reichskristallnacht. Reicht der "Rauswurf aller Muslime" aus der Armee, wie die "American Family Association" fordert? 
       
Die Forderung finde ich grundsätzlich gut.

"Die einzigen, die ohne Bedenken als Soldaten dienen können, sind jene, die ihre Religion nicht ernst nehmen“, meint AFA-Präsident Bryan Fischer. "Sobald sie uns eine absolut fälschungssichere Methode nennen, mit der wir die Dschihadisten von den moderaten Islamisten trennen können, werden wir ihnen wieder erlauben, dem Militär beizutreten."

Mit dieser Messlatte der "absolut fälschungssicheren Methode" lässt sich auch das fruchtbare Reservoir fundamentalistischer Christen für Uncle Sam, messianischer Juden für die Tzahal und von Wunderkindern für die Achse des Guten trockenlegen.  

Aber all das reicht sicherlich nicht aus.  Wollen wir warten, bis der Taliban-Bäcker soviel Hefe in die Brötchen macht,  dass  seine arglosen Kunden wie Teig aufgehen? Wollen wir warten, bis  der Taliban-Physiker im funktionierendeen Teilchenbeschleuniger ein lokales schwarzes Loch erzeugt? Wollen wir warten, bis die Taliban-Nutte die Kunden zu frommen Eunuchen macht? Das sind doch alles hochsensible Sicherheitsbereiche.  Assymptotisch - die Parallelen schneiden sich im Unendlichen - können wir uns der "absolut fälschungssicheren Methode" nähern, erreichen werden wir sie nicht, solange müssen wir die Kerle "rauswerfen". Wie können wir anders verhindern, dass "zehntausende muslimischer Terroristen" daran gehen, unsere Frauen und Kinder zu massakrieren? "Rauswurf" ist sicherlich humaner als eine Endlösung. Die Geschichte lehrt uns, nicht zu lange zu warten und das Notwendige aufzuschieben. Hätten die Nationalsozialisten den "Madagaskar-Plan" zielstrebig umgesetzt, hätte es nicht zu dem kommen müssen, was wir heute euphemistisch "Endlösung" nennen.



Ich bitte Leon de Winter, nom de guerre "Flandern in Not", und Henryk M. Broder, nom de guerre "Schlagoberst", und wenn diese zu müde sind, Bernd Dahlenberg a.k.a. Castollux ", nom de guerre "freedom from fear", um weitere konstruktive Beiträge.  Hatte uns Bernd nicht schon frühzeitig, vor der Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Hussein Obama darauf hingewiesen, dass von ihm noch einige Kuckuckseier zu erwarten sind? Ein starker Kämpfer ist zur Zeit nur bedingt einsatzfähig. Claudio Pinocchio Casula a.k.a. spiritus von enndebe ("it was a daring raid") ergötzt sich zu sehr daran, mit kleinen, feinen Miniaturen des Feindbildes den Beifall seiner Kumpanen zu bekommen, um sich hier beteiligen zu können.


(Bildquelle: Castollux)

Donnerstag, 12. November 2009

Broders Normalität - aber einer, einer will nicht mit (Lizas Welt a.k.a. Alex Feuerherdt)

Der SPIEGEL und ich haben darüber berichtet: über den Auszug aus dem düsteren bedrückenden Reich der Holocaust Religion in das Reich der Broder-Seligkeikt und -Herrlichkeit, in Ewigkeit Amen.







Mancherorts als Sprechorgan Broders verschrieen, konnte der SPIEGEL nichts mehr und nichts weniger vermelden, als dass Henryk M. Broder (der Moses unseres Säkulums oder der neue Sabbatai Zwi?) wie jeder wegweisende Prophet "ein wenig Lob und jede Menge Spott und Hohn" einstecken musste. Jedoch: "Doch die subversive Kraft der Provokation entfaltete ihre Wirkung - eine ernsthafte [sic!] Diskussion ist jetzt [sic!] entbrannt. Damit sei es genug getan, meint Broder..."(Fettdruck durch mich) und bejubelt im "Fundstück" am 10.11.2009 


Wenn Dr. Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland,  sagt

"Vom tristen, ewig ungeliebten Dauermahner und vom chronisch brumigen Dauer-Warner zum putzmunteren Antreiber und Impulsgeber, 
Phantasie statt Rituale, 
weniger sauertöpfische Übellaunigkeit und mehr frischer Einfallsreichtum, 
weniger oberleherhafte, moralinsauere Besserwisserei und mehr offener, aber durchaus auch kontoverser Dialog,
weniger Empörungsmaschinerie, weniger Empörungsroutine und mehr quicklebendige Kreativität, entschlossener Einsatz für die gemeinsame jüdische Einheit mit Phantasie und Begeisterung und mit Leidenschaft, gepaart mit glaubwürdigem Respekt für unsere neue Vielfalt und deren Wurzeln, 
nicht immer nur laut hinaus schreiend, wogegen wir Juden sind, sondern auch einmal endlich: wofür eigentlich, 
endlich heraus aus der bleischweren Rolle des Moralwächters, heraus aus der Dauer-Mecker-Ecke und auch aus der so unendlich traurigen Opferrole überhaupt 
und mitten hinein ins bunte Leben von leidenschaftlicher Debatte, von frischer Diskussion, von lebendiger Kultur und dem neugierigen Forschnach den vielen, positiven Schätzen, die das bunte Judentum auch heute anzubieten hat."

ist das dem subversiven Impuls von Henryk M. Broder zu verdanken.


Die Römer sind überall, aber da ist noch ein kleines, gallisches Dorf, es nennt sich Lizas Welt. Von dort spricht Alex Feuerherdt "Auschwitz war gestern, heute ist Deutschlandparty" und sieht angesichts von

"Jubel, Trubel, Heiterkeit - Seid zu Heiterkeit bereit" der deutschen-paneuropäischen und deutsch-universalistischen Feiern ("alle dürfen mit uns schunkeln, auch der ärgste Bolschewik - denn im Dunkeln ist gut munkeln in der Bundesrepublik, la lala.." Enzensberger) am 9.11.2009 ein "Trauerspiel"

"Allenthalben begegnet einem die Forderung, doch nicht alles gar so negativ zu sehen. Und sie hat etwas Richtiges: Das Gute an den Feierlichkeiten zum zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls ist beispielsweise, dass sie in wenigen Stunden vorbei sind. Und auch historisch gesehen ist das größte anzunehmende Unglück nicht eingetreten: Das Vierte Reich ist nämlich ausgeblieben."

Hier sind so viele Rosinen im Teig, dass es mir wirklich schwer fällt, die eine oder andere als Illustration herauszupicken. Also Lesebefehl! Besten Appetit! Wenn es ginge, würde ich den Kuchen gerne länger als unendlich aufessen, schmackofatz hier:

"Der Schutzwall, ... ist perdu, und mit ihm – das ist noch keine große Dialektik – auch die Versicherung gegen eine Wiederkehr deutscher Normalität. Nicht der blanke Wahn des Nationalsozialismus, sondern seine in demokratischen Jargon verpackte Fassung wurde nach 1989 restauriert..."

schmackofatz dort:

"...gemeinsamen Wunsch nach Normalität, nach der Möglichkeit, sich mit Deutschland vorbehaltlos identifizieren zu können. Was zu diesem Behufe dem gemeinen Volk die Fußball-Nationalmannschaft und die schwarzrotgoldene Gesichtsbemalung, das ist dem Kulturmenschen – und für einen solchen hält sich der Deutsche gern – die klassische Musik, in concreto die romantische. Denn in ihr kann man sich so herrlich vergessen und mit sich selbst auch die Vergangenheit; die Kunst wird zum Instrument der Erlösung."

und hier wieder schmackofatz:

"Dass der militante Nationalismus Richard Wagners nun ausgerechnet zum „Freiheitsfest“ am Brandenburger Tor erklingen soll, findet ein Zeitgenosse gleichen Namens gänzlich unproblematisch. Wagner Junior ist Namensvetter, Schriftsteller, Journalist und jüngst ein klein wenig bekannt geworden als der Ex-Ehemann der Frau Müller, die vor ein paar Wochen auch noch kaum jemand kannte, bis der Literaturnobelpreis das änderte. Auf der Achse des Guten hat Richard Wagner in starker Konkurrenz zu Vera Lengsfeld bereits tatkräftig zum Sonderbeauftragten für Deutschnationales sich qualifiziert und seine affirmativen Tugenden auch dieser Tage wieder unter Beweis gestellt."

und noch diese Rosine , Sie sehen, ich kann, schmackofatz, gar nicht genug fressen:

"Es geht ihnen nämlich um die Freiheit, ganz deutsch sein zu dürfen, mithin nicht von Vernunft und Zweifel angekränkelt zu werden. Und deswegen passt der alte zum jungen Wagner, und beide passen zum originär deutschen Freiheitsfest."

Schmackofatz:

"Den Wagnerrichards ging und geht es nicht um das, was Freiheit im liberalen Sinne heißen könnte: nicht um Zivilisiertheit durch Recht und bürgerliche Freiheit, nicht um republikanische Verfassung und demokratische Verfasstheit, sondern um Deutschland, diese Sache um ihrer selbst willen. ..
Und dabei ist Daniel Barenboim behilflich. Der nämlich ist noch für jede politische Dummheit dumm genug (und darum der gute Jude der Deutschen)...Und nächstes Jahr, wenn zum 3. Oktober wieder ein rundes Jubeldatum ansteht, wird dann vielleicht auch Schoenberg entsorgt. Dann gibt’s Hans Pfitzners „Von deutscher Seele“, dann soll endlich Schluss sein mit geschichtspolitischer Zerknirschtheit und undeutscher Kakophonie.
" (Fettdruck durch mich).

Also Freunde, nichts wie ran an den Speck! Vielleicht findet ihr noch eine Rosine, die ich nicht gefressen habe. Komisch, ich bin nach wie vor nicht matt wie eine Raupe Nimmersatt.

Nun, Alex Feuerherdt ist als kleines gallisches Dorf, das den Römern widersteht, bereits zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und der Fußball-Europa-Meisterschaft 2008 aufgefallen. Damals ging es ihm um die bedenkenswerte Frage, "Warum das (vermeintliche) Pinkeln auf die deutsche Fahne eigentlich schlimmer oder geschmackloser sein soll als das Schwenken derselben". 


Von einem diplomierten Psychologen namens Othmar Kaufmann habe ich die Hypothese gehört, dass Alex Feuerherdt mindestens so traumatisiert sein muss wie Henryk M. Broder. Einem Menschen, der "deutsche Normalität" als Normalität von "Otto Normalvergaser" riecht und wahrnimmt, dem muss der Leibhaftige direkt vor der Nase gestanden haben. Das sei die einzige mögliche Begründung dafür, Eike Geisel ernst zu nehmen und Tag für Tag dessen Mantren zu repetieren. Das ist natürlich Quatsch und Pseudowissenschaft. An der deutschen "Normalität" wird die Welt noch verrecken. Die Frage ist "Was tun?". Lizas Welt a.k.a. Alex Feuerherdt regt an:  Miess gemacht VIII und Bomber Torres, do it again. Von der Maas bis an die Neisse, Bomben drauf, hau weg die Scheisse.

Berichtigung: Alex Feuerherdt macht mich in einer Zuschrift v.  12.11.2009, 23:09 darauf aufmerksam, dass nicht er der Autor des gewürdigten Beitrags "Richard Wagners Negerküsse" sei. Ich trage also nach: Autor ist ein gewisser Christian J. Heinrich. Ich muss gestehen, die vielen multiplen Persönlichkeiten in diesem Netzwerk machen mich ganz wuschig: Unter dem Artikel stand "Verfasst von Liza um 00:25". So habe ich denn fälschlicherweise geglaubt, dass "Christian J. Heinrich" ein weiterer nom de guerre von Alex Feuerherdt ist. Jetzt muss ich wieder annehmen, dass hier zwei Herzen im Dreivierteltakt geschlagen haben. Aber der legendäre Satz "Auschwitz war gestern, heute ist Deutschlandparty mit allem drum und daran" stammt doch von Ihnen, Alex Feuerherdt? Am wuschigsten bin ich nach wie vor bei dem Meister. Veröffentlicht der nun unter Pseudonymen wie "Fundstück", "Israel Shalom", "Walter Schmidt" oder sind das eigenständige Entitäten? Jetzt stolpere ich auf der Achse des Guten über eine angebliche "Gastautorin" namens "Katharina Lustgarten [sic!]" mit einem angeblichen "Gastbeitrag": "Prof. Unrats epochaler Unsinn". Die Quelle wird leider nicht genannt. Der Text ist eigentliche Broder pur. Hat das nun der Meister selbst geschrieben oder Frau "Lustgarten" in die Feder souffliert? - Nach solchen Exerzitien fühle ich mich immer sauwohl wie der Zigeunerbaron "Mein idealer Lebenszweck, gr, gr, ist Borstenvieh und Broderspeck .."

Montag, 9. November 2009

Leseempfehlung: Johann Peter Hebel, Moses Mendelsohn

"Moses Mendelsohn war jüdischer Religion, und Handlungsbedienter bei einem Kaufmann, der das Pulver nicht soll erfunden haben. Dabei war er aber ein sehr frommer und weiser Mann, und wurde daher von den angesehensten und gelehrtesten Männern hochgeachtet und geliebt. Und das ist recht. Denn man muß um des Bartes willen den Kopf nicht verachten, an dem er wächst. Dieser Moses Mendelsohn gab unter anderem von der Zufriedenheit mit seinem Schicksal folgenden Beweis. Denn als eines Tages ein Freund zu ihm kam, und als er eben an einer schweren Rechnung schwitzte, sagte dieser: "Es ist doch schade, guter Moses, und ist unverantwortlich, dass ein so verständiger kopf wie Ihr es seid, einem Manne ums Brot dienen muss, der Euch das Wasser nicht bieten kann. Seid Ihr nicht am kleinsten Finger gescheiter, als der am ganzen Körper, so groß er ist?" Einem andern hätt´das im Kopf gewurmt, er hätte Fedr und Tintenfaß mit ein paar Flüchen in den Ofen geworfen, und seinem Herrn aufgekündigt auf der Stelle. Aber der verständige Mendelsohn ließ das Tintenfaß stehenn, steckte die Feder hinter das Ohr, sah seinen Freund ruhig an, und sprach zu ihm also: "Das ist recht gut, wie es ist, und von der Vorsehung weise ausgedacht. Denn so kann mein Herr von meinen Diensten viel Nutzen ziehen, und ich habe zu leben. Wäre ich der Herr, und er mein Schreiber, ich könnte ihn nicht brauchen."
Aus: Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreundes, 1811

Leon de Winter: Der Taliban im Herzen der westlichen Verteidigungsstellung


Ah, Bernd Dahlenburg a.k.a. Castollux ist meine beste "Spürnase". Dank Bernd Dahlenburg weiß ich, was die Welt der einzigwahren Freunde Israels im Innersten zusammenhält. Jetzt verdanke ich ihm die Übersetzung der Analyse des Meisterdenkers Leon de Winter "Um die Wahrheit zum Fort-Hood-Massaker herumeiern". Leon de Winter ist, wie wir wissen, der moderne Zionist, für den die USA das gelobte Land sind, der jetzt die Weltlage aus Los Angeles vom Sunset Boulevard (Boulevard der Dämmerung) aus ins Visier nimmt. 

Leon de Winter bringt es auf den Punkt:

"ein Amokschütze, der “Allahu Akbar” brüllt, während er Unbewaffnete abknallt, ist genau das, was er behauptet zu sein - ein mordender Krieger für seinen Gott. " (Fettdruck durch mich)

Genau das und nichts anderes. Während de Winter noch von "explanations" allzu bereiter politisch korrekter und liberaler kulturrelativistischer Kommentatoren schreibt, zögert Bernd Dahlenburg keine Sekunde, "explanations"  intuitiv präzise mit "Entschuldigungen" zu übersetzen und "liberals" mit "toleranten".  In der Tat,  Erklärungen bzw. Entschuldigungen sind hier fehl am Platz. Ebenso die Frage, die de Winter nicht stellt, warum die Traumatisierung und Radikalisierung eines Militärpsychiaters palästinensischer Herkunft seinen Kameraden und Vorgesetzten in Fort Hood entgangen ist. Vielleicht weil es dort eine besonders grosse "Sensibilität", sprich Abwehrhaltung gegenüber den traumatisierten Rückkehrern aus Irak und Afghanistan gibt? Gab es keine Warnsignale?

"In unserer Gesellschaft des Kulturrelativismus, in der wir Respekt für alle Kulturen und Zivilisationen zeigen, ist es unmöglich, eine Wahrheit anzusprechen, die direkt unter der Oberfläche all dieser sinnlosen Analysen zum Fort-Hood-Attentäter zu finden ist. Genauso wie die Taliban verachten nicht wenige Moslems den Fortschritt."

Wenigstens de Winter spricht das Unmögliche an. Ist der Virus des Kulturrelativismus in Fort Hood, das Herz der westlichen Verteidigungsstellung, eingedrungen? - Dann Freunde, lasst alle Hoffnung fahren!

"Was über ihn jetzt bekannt wurde, zeigt deutlich, dass Major Nidal Malik Hasan sich in einen amerikanischen Taliban verwandelt hatte. Er wurde ein extrem Strenggläubiger, ein Extremist. Er stellt keine seltene Ausnahme der Regel dar und es gibt Zehntausende muslimischer Terroristen, die Frauen und Kinder ermorden wollen. Die Non-Kombattanten sind aus Sicht des Extremisten keine unschuldigen Menschen; vielmehr sind sie Ungläubige, die die Herrschaft des islamischen Gottes nicht anerkennen wollen.
Was in Fort Hood geschah, war ein Terroranschlag, ausgeführt von einem US-amerikanischen muslimischen Terroristen, nichts anderes."
(Fettdruck durch mich)


Was tun? Die Muslime (mit oder) ohne Ausnahme als enemy aliens internieren wie weiland während WW2 die Japes, denen man ja auch nicht ansehen konnte, ob sie Freund oder Feind sind? Mission impossible: daran würde wohl die offene Gesellschaft in den Staaten zerbrechen. Könnte man sich hier nicht an den Vorschlag des Kollegen Meisterdenker Broder in seinem epochalen Werk "Kritik der reinen Toleranz" erinnern, nämlich diese Fundamentalisten in die Steinzeit zu befördern, indem man ihnen das Handy entzieht? Oder haben die einzigwahren Freunde Israels noch einen anderen Vorschlag?



Freunde, ich habe einen Traum: Wir stellen eine Kommandoeinheit zusammen, die moralisch, weltanschaulich, psychisch, politisch derartig gefestigt ist, dass sie aus ihren Einsätzen im Nahen Osten, aus Pallyland, Irak, Afghanistan unbeschadet und siegreich herauskommt: An ihrer Spitze stehen die im Felde bewährten Prodigies und modernen Zionisten Henryk M. Broder, nom de guerre "Schlagoberst" (Pour le mérite im Sinaifeldzug),  und Leon de Winter, nom de guerre "Flandern in Not" (Pour le mérite im 6 Tage Krieg), die glorreichen Sieben sind Alex Feuerherdt (Schiedsrichter), Bernd Dahlenburg (Radfahrer und  Feldgeistlicher "Gott auf meiner Seite"), Mathias Küntzel (Wissenschaftler), Clemens Heni (zweiter Wissenschaftler), Claudio Pinocchio Casula a.k.a. Spirit of endebe (embedded journalist, "It was a daring raid. Even by Israeli standards"), Walter Schmidt ("Lehrer zu Leipzig" und Frontschwein), Herbert Eiteneier a.k.a. Heplev("Lehrer an der Gebrüder Grimm Märchen Schule Leverkusen und 2tes Frontschwein).  -  Das sind die Kerle, die wissen, wie man noch dagegen halten kann. Oder ist das die bittere Wahrheit? Während der freie Westen es nicht geschafft hat, mit Legionen aus den Achsen der Willigen und schock and awe and rapid dominance ("Fortschritt") die Muselmanen zu pazifizieren und zur Vernunft zu bringen,  schafft es ein einziger Taliban (und hinter ihm warten noch 10 Tausende), die offene Gesellschaft des freien Westens aus den Angeln zu heben?


Richtigstellung: Bernd Dahlenburg weist mich in einer Mail v. 11.11.2009 darauf hin: 

"Sie wollen mir also Korrekturnachhilfe geben: ...schon mal was von kontextueller Übersetzung gehört, oder davon, dass es im US-Englisch für „Explanation“ auch die Übersetzungen „Entschuldigung, Ausflucht“ gibt? Und wissen Sie eigentlich, dass im US-Englisch „liberal“ nicht mit dem hiesigen „liberal“, sondern eher mit „links oder (über-) tolerant“ übersetzt wird?"

Dienstag, 3. November 2009

Der ideale Kandidat

Ich bin total geplättet. Broder zieht seine Kandidatur zurück. So schnell erfüllt sich einer meiner Lieblingsaphorismen "Das Leben ist die Guillotine der Wahrheiten" an mir selbst.

Broder hat es im SPIEGEL am 2.11.09, S. 160 - 161 allen gezeigt, die das gemacht haben, was er beabsichtigte, nämlich ihn beim Wort zu nehmen. Dafür müssen sie jetzt zu dem Schaden auch noch seinen Spott einstecken, dass er "offensichtlich ... den politischen G-Punkt der Deutschen getroffen habe".

Der SPIEGEL hat gezeigt, was er für eine zünftige Debatte hält, nämlich den, der den Stein ins Wasser geworfen und einen blanken Hans ausgelöst hatte, auch noch das Dankgebet über den tosenden Wogen (O-Ton SPIEGEL: "Doch die subversive Kraft entfaltete ihre Wirkung - eine ernsthafte [sic!] Diskussion über die Vertretung der Juden in Deutschland ist jetzt entbrannt.") und die abschließende Würdigung seiner Tat vortragen zu lassen.

Ein Geniestreich ist dem SPIEGEL mit der Fotomontage (Quelle: SPIEGEL, 2.11.09, S. 160 -161) gelungen.



Der neue Moses (oder eher der neue Sabbatai Zwi?) führt sein Volk aus dem düsteren Reich der Holocaust Religion, die wie ein schwarzer Alp auf uns liegt, in das Reich der Broder-Seligkeit. Die "Deutschen" selbstverständlich, insbesondere die Freunde Broders aus Politically Incorrect werden sich auf die Schenkel klopfen und die Vornehmeren sich einen Ast lachen. Aber Vorsicht! der Grat ist ganz schmal: Wer weiss, wie lange Broder zu dieser Bildkomposition steht. Gut möglich, dass er bei passender Gelegenheit darauf hinweisen wird, dass diese Montage das Werk von goyischen Deutschen ist und ein Symptom dafür, dass diese einen Schlußstrich unter die Schuldknechtschaft ziehen und dem gutgelaunten Wohlfühlpatriotismus z.B. eines Gerhard Schröder frönen wollen.  Was meint Alex Feuerherdt a.k.a. Lizas Welt? "Denn Auschwitz, das war gestern. Heute ist Deutschlandparty mit allem Drum und Dran".

Was mich tröstet, nachdem mich Broder an der Nase herumgeführt hatte, war, dass ich bei seinen Ausführungen im SPIEGEL lernte, wie man in Deutschland etwas in Gang setzen kann, nämlich durch Entfesselung einer Personaldebatte und dabei Vollkörpereinsatz. Der Möglichkeiten sind Legion - das führt mich aus der Depression. So könnte z.b. Alan Posener, wenn er BILD und Diekmann zerreisen will, sich für den Posten Dr. Döpfners ins Gespräch bringen, sein neues Buch mit der Ankündigung vorstellen, selbst Papst werden zu wollen, wenn ich einen Schiedsrichter für Flasche leer halte, stürme ich aufs Spielfeld und entreisse Alex Feuerherdt seine Pfeife.


Ein  einfühlsamer Artikel aus der Süddeutschen Zeitung.

Gibt es in Broders Umfeld keinen jungen Menschen, der ihm die Amfortasfrage stellt "Oheim, was leidest Du?"

P.S. Nachtrag: Alan Posener, ich bin erst heute 10.11. darauf gestossen, hat ins Netz gestellt: Broders Bullshit.