Sonntag, 20. Dezember 2009

Jeshayahu Leibowitz, Leseempfehlung

Es gibt Zeitgenossen, die sind schnell bei der Hand, jemanden als Antisemiten oder gar Antizionisten zu verunglimpfen; das sind Zeitgenossen, die annehmen, den Turing-Test schon bestanden zu haben, wenn sie sich als "Israelophile" bezeichnen und die Palis für Halunken und natural born killers halten. Aus gegebenen Anlass möchte ich nochmals auf meine Leseempfehlung v. 14. September, Yeshayahu Leibowitz hinweisen.

Leibowitz´ kurze und bündige Definition des Zionismus - damit ich richtig verstanden werde, sie ist für mich kein Glaubenssatz, sondern eine Diskussionsgrundlage:

"Wir Juden haben genug von der Herrschaft der Gojim über das jüdische Volk (We are fed-up with being ruled by goyim). Möglicherweise ist die Herrschaft der Nicht-Juden heute sehr gut - fragen Sie jeden amerikanischen Juden, und er wird Ihnen das bestätigen-, aber es gibt Juden, die genug davon haben, dass Nicht-Juden über sie herrschen. Das ist das ganze Wesen des Zionismus."

Freitag, 18. Dezember 2009

Neue Hymne für den FC Bayern München?

Erst mal ein herzliches Dankeschön nach München!

Mein Vorschlag:

"GROSSER FRANCK WIR LOBEN DICH, LAHM WIR PREISEN DEINE STÄRKE, VOR OLIC NEIGT DIE LIGA SICH UND BEWUNDERT SCHWEINIS WERKE, WIE BUTT WAR VOR ALLER ZEIT, SO BLEIBT BUTT IN EWIGKEIT"

Natürlich halboffiziell, bei besonderen Anlässen, Dankgottesdiensten, Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Gewinn der Champions League 2010. Bleibt Viva, Viva, FC Bayern 1. Wahl.?

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Alan Posener auf: Hiram7 Review

 ALAN POSENER´S COLUMN: FACTS ABOUT THE SWISS MINARET CONTROVERSY

Alan Posener, immer lesenswert, streitbar, kommt zur Sache. Schade, dass er diesen etwas schrägen Tick mit "Bullshit" hat. Hier teilt uns Alan Posener mit, dass Henryk M. Broder seine Vertraute im Familienministerium, die Fachpolitikerin für Islam, Integration und Extremismus,  Dr. Kristina Köhler,  CC über alle Aktionen auf dem laufenden hält. Familienpolitisch geht es ja nicht um die Kirche bzw. das Minarett im Dorf oder der Schweiz, sondern darum, die Gebäroffensive der Muselmanen zu stoppen, die Männer und Mädels rund um Politically Incorrect, Lizas Welt, Schwüzer obacht! und der Achse des Guten anzuregen, einen kleinen demografischen Beitrag dafür zu leisten, dass Europa nicht durch die Söhne Mohammeds übernommen wird. In diesem Zusammenhang hoffen wir natürlich, dass auch bald Vollzug im Amte der Ministerin gemeldet wird. Falls das nicht klappt, hat Henryk M. Broder einen B-Plan. Mehr dazu hier.

Bernd Dahlenburg a.k.a. Castollux schlägt furchtbar zurück

Hier. Und wie! schlecht verkappter Antisemit, "Kunstkenner" (in Gänsefüßchen, der weiß, wie er mich treffen kann), heuchlerisch, Volldeppenmeldung, Schwachsinn, dummes Maul, auf heimtückischte Art und Weise einschleimen und - das schlägt dem Fass den Boden aus - Pe**er! Warum eigentlich? Ich habe doch lediglich seine Kunst der Übersetzung gerühmt?  Gut, Bernd Dahlenburgs gelehrte Hinweise auf den Unterschied zwischen Übertragung  in und Übersetzung aus und wo die Quellenangabe, wann oben, wann unten, zu stehen hat, schaden mir nicht.

Schade, ich dachte "ihr Blut ist invertiert" wäre ein "unverfügbares Wort" im Sinne Doktor Luthers, jetzt teilt Bernd Dahlenburg mit, dass es seine eigene Formulierung, die jedoch den "Kern der eigentlichen Intention" aufnimmt und transportiert, sei. Umso mehr dürfte Bernd Dahlenburg in der Lage sein, uns den luziden Sinn dieser Textanreicherung zu erklären. Bitte, was meinen Sie damit?

Was ist das für ein Bild? Wo haben Sie das her? Dies scheint eine Kreatur im Zustand höchster Erschütterung zu sein, wahlweise bei der Sichtung eines Mysterium tremendum oder Mysterium fascinosum. Erblickte sie die Erscheinung des "invertierten Blutes"? Bitte, lieber Bernd Dahlenburg, teilen Sie uns das trotz Ihres Grolles mit. Wenn Sie sich scheuen, dies hier zu machen - Sie wissen, Sie sind jederzeit eingeladen -, dann eben auf Ihrem Blog, auf dem Sie dann mehr Leser erreichen als bei mir.

Bitte, machen Sie mich nicht böse, indem Sie mich wieder mal als Antisemiten, verkappt oder nicht, ohne Belege dafür zu geben, zu diffamieren versuchen. Belegen Sie die "dämliche Denunziation" oder nehmen Sie sie zurück. Den Lügner und Tatsachenverdreher, der dümmer ist als die Polizei erlaubt, Claudio Pinocchio Casula als Zeugen aufzurufen, ist mehr als fahrlässig. Über ihn und seine Kunst der pia fraus kann man sich z.B. hier ein Bild machen.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Bernd Dahlenburg a.k.a. Castollux, Sola Scriptura

Bernd Dahlenburg ist ein gottesfürchtiger Mann, neben sola_fide und sola_gratia steht auf seinem Wappen sola_scriptura. Bernd Dahlenburg ist auch Übersetzer wichtigen Schrifttums der Neocons für die Freunde, die diese nicht so gern im amerikanischen Original lesen wollen.

Hier ein Leitartikel von Michael Ledeen auf PajamasMedia



Und hier die Übersetzung von Bernd Dahlenburg auf Castollux

 


Bernd Dahlenburgs Kunst ist es, einen nüchternen Text zum Glänzen, eine blutleere Phrase zum Bluten zu bringen. Sola Scriptura heisst ja nicht, sklavisch am Buchstaben zu kleben, sondern die viva vox (die lebendige Stimme) zur Sprache kommen zu lassen. "Bei diesem Vorgang sei der Mensch nur passiv - er empfange das unverfügbare Wort" empfahl Dr. Martin Luther. Das ist Bernd Dahlenburg mit der Übersetzung von "The Left turned into its opposite" in "Die Linke hat sich in ihr Gegenteil verkehrt, ihr Blut ist invertiert." glänzend gelungen. Für uns religiös unmusikalische ist dies ein dunkles Wort, ich vermute, dass Bernd Dahlenburg eine sakrale oder magische Transsubstantiation vor Augen hatte, möglicherweise "Inverted Blood is Power". Aber bitte, ich bin mir hier nicht sicher, ich stochere etwas in Nacht und Nebel. Bernd Dahlenburg, geben Sie uns bitte einen Wink, bringen Sie ein Licht in unser Dunkel!

Schade, dass Bernd Dahlenburg bei der Bildauswahl die süsse, kleine Madame Butterfly durch eine keifende Bitterlady ersetzt hat. Inverted blood is power.

Freitag, 11. Dezember 2009

Debatte der Debatten:
Henryk. M. Broder meets Maxim Biller

Die Debatte ist die Königsdisziplin der gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Wie Freud anmerkte, wer irgendwie sein Maulwerk zu gebrauchen versteht, muß nicht zum Speer greifen. Keiner verkörpert diesen Fortschritt in der Geistigkeit und der Zivilisierung unserer Gewaltneigungen in unserer Zeit besser als Henryk M. Broder. Oder soll es Maxim Biller sein?

Ich hatte in letzter Zeit gleich zweimal Gelegenheit, von Broders Apotheosen der Debatte zu berichten. Dass er zusammen mit seinem Sprachrohr SPIEGEL, der verdächtigt wird, Broder als Minenhund in jüdischen Dingen auszuschicken, selbst den abschließenden Segen und die abschließende Würdigung seiner "Kandidatur" sprach ("Der ideale Kandidat" und "Broders Normalität ..."). Dann die wegweisende Israel Debatte "Je schuldiger die Juden, desto unschuldiger die Deutschen" auf SPON, die Broder souverän zum verdienten Ende brachte

" Lieber Herr Follath, ich schlage vor, wir gehen zusammen essen, brüllen uns an, und wer zuerst heiser ist, zahlt die Rechnung, okay? Chinese, Thai oder Vietnamese? Ihr HB"

Hauptsache nicht koscher und nicht deutsch.

Und jetzt das Gipfeltreffen mit Maxim Biller im Magazin der Süddeutschen. Es ist das Heft Nr. 50, mithin zur Zeit an den Kiosken.

"Henryk M. Broder trifft Maxim Biller" - 12 Uhr mittags, ein Show down. Der Kitzel der Titelstory ist natürlich "Sie sind die zwei streitlustigsten Juden Deutschland." Das ist ein Superlativ, der zeigt, dass es zwei geschafft haben, an die Spitze der Pyramide in einem lustigen Völkchen zu kommen. Dass das nicht an den Testosteronen liegen kann, hat die Wissenschaft inzwischen zweifelfrei dargestellt. Um was geht es denn in dieser Debatte?

Dienstag, 8. Dezember 2009

Einer, einer hat noch gefehlt:
Henryk M. Broder zu Klima, Eisbären, Pilawa und Bauernschläue

Lange habe ich auf diese Sternstunde gewartet. Henryk M. Broders Wort zum Klimagipfel. Auf SPON, wo denn sonst? "Pilawa rettet die Welt". Lesebefehl!

Als Adept von Ray Kurzweil freue ich mich natürlich, wenn die Differenz zwischen "realer" und "virtueller" Existenz und Arterhaltung immer irrelevanter wird, ich begrüsse Henryk an Bord:

"Es wäre sinnlos, an dieser Stelle entgegenzuhalten, dass die Population der Eisbären in den letzten Jahren nicht ab-, sondern erheblich zugenommen hat. Der Eisbär ist, ebenso wie der Wal, inzwischen eine Art Haustier, der Knut oder Keiko heißt und in vielen Haushalten den Hamster ersetzt hat, virtuell natürlich. Sich um ihn zu sorgen, gehört heute zur emotionalen Software der Kinderkanal-Zielgruppe, deren Eltern noch um das Leben von Max und Moritz bangten, die von einem Bauern in einen Sack gesteckt, in kleine Stücke zermahlen und den Enten zum Fraß vorgeworfen wurden."

Nichts menschliches ist Henryk fremd, auch nicht das Klima:

"Wenn wir alle an einem Strang..., wenn alle mitmachen...., wenn alle wollen ..." So hat das Neue Deutschland früher für die Fünfjahrespläne geworben. Es hat die DDR nicht vor dem Untergang gerettet. Und auch [sic!] das Klima wird solche Appelle gelassen überhören."

Henryk hatte sich vorgenommen, nachdem das bei der Leibeserziehung "anscheinend" ein gänzlich hoffnungsloses Unternehmen gewesen wäre, des Deutschen besser Herr zu sein als 99,9 % der Ureinwohner, der deutschen Deutschen. Das gelingt ihm, wie man sieht, mit links und fröhlichem Gleichmut. Jetzt erneuert er noch unser Sprachdenken. Wissen würden wir jedoch gerne, was das Klima danach macht, wenn die "DeDeÄR", sprich die Pilawa, Obama und die anderen Mitglieder des Klima-Politbüros  untergegangen sind. Trauert es dann den guten, alten Zeiten nach, es war doch nicht alles so schlecht im Ancien Régime?  Gut, dass es "zeitgleich" noch Bauern gibt. Aber lesen sie doch selbst.

Hier die Begeisterung im Kommentarbereich von SPON.

Und hier zu meiner Meditation "Henryk M. Broder goes science".  Science to go.

Nachfrage: Bekommt man auf SPON für solche Geistesblitze noch Geld? Oder ist das pure Selbstausbeutung von einem, der auch "nach 14 Stunden harter Arbeit"  noch nicht genug räsoniert und gefaselt hat?- Hat sich Bernd Dahlenburg schon zu den Eisbären und deren Vermehrung geäußert? Und "Walter Schmidt"?

P.S. 11.12.2009
Lorenz Jäger, Klimaskeptiker - Die letzten Fortschrittsgläubigen
 Heiko Werning, Climategate und die Achse des Blöden



Freitag, 4. Dezember 2009

Gott sei dank, Henryk M. Broder bekommt Hunger

Der SPIEGEL eröffnet eine Israel Debatte "Je schuldiger die Juden, desto unschuldiger die Deutschen.". Hier wird das Thema bis auf den letzten Stein umgedreht. Gott sei dank, in bekömmlicher Kürze, scheibchenweise von den SPIEGEL Duellanten Follath und Broder. Alle Kommunikationstheoretiker sind glücklich, dass, nachdem alle Steine erweicht wurden, Broder endlich der Kragen platzte und er futtern wollte "Chinese, Thai oder Vietnamese?" (Teil 9). Hauptsache unkoscher - und nicht deutsch. Was haben wir von der Debatte? Broder in aller Kürze, ein Stundenbüchlein, Broder in der Nußschale, Broders Katechismus - mit Erich Follath als Maieutiker (Hebamme).

Und genug zu überlegen über kommunizierende Röhren "Je geiler die Juden, desto keuscher die Deutschen", "Je dümmer die Juden, desto g´scheiter die Deutschen", "Je hungriger die Juden, desto satter die Deutschen". Freunde, das Thema ist unerschöpflich. Schlagzeilen müssen sitzen, hier haben wir das Rezept der Rezepte.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Henryk M. Broder: Alteisen, Lumpen, Papier

In den guten alten Zeiten, als die Not noch klar definiert werden konnte, gab es den Lumpensammler, einen Beruf, der mit Fleiß seinen Mann, selten eine Familie ernähren konnte. Heutzutage ist das alles nicht mehr eine Frage des Überlebenskampfes, da gibt es Leute, die sich Tag für Tag selbst ausbeuten - und keine Hungerleider sind, wie auf der Achse des Guten. Eine Erfolgsgeschichte "jenseits des Mainstreams".

Dort gibt es einen Selbstausbeuter mit dem nom de guerre "Fundstücke". Dieser Mann, unverkennbarer Stil, 14 Stunden harte tägliche Arbeit, unterbrochen durch eine Caféhaus-Pause, ist ein wahrer Linksauger, mit ihm sind Sie, wenn Sie von Information nicht genug bekommen können, auf der Höhe des Informationszeitalters. In den letzten zwei Tagen auf der Achse des Guten:

Weiter im Progrom 2, Weiter im Progrom, "Eine undemokratische Entscheidung", Einer muss den Anfang machen, Frau Katajun ist schockiert, Moslems gegen Minarette

Meister "Fundstück", Sie haben das Plansoll als Bestarbeiter erfüllt. Von der Sowjetmacht lernen, heisst siegen lernen. Die Konterrevolutionäre unter Tonnen von Information begraben. Ein wahrer Stachanow der Entropie!

Was unterscheidet Die Achse des Guten von Politically Incorrect? Hier haben sie Spürnasen, dort keine Kommentarzone. Ich wette, die Stimmung in einem Kommentarbereich der Achse des Guten wäre noch entschiedener und testosterongesättigter. Broder mit und ohne Potenz, Broder im Quadrat. Hier zum Einstimmen ein Bürger von Nürtingen  als "Gastautor" auf der Achse des Guten.

Samstag, 28. November 2009

Kristina Köhler und Henryk M. Broder: Das neue Traumpaar in der deutschen Familienpolitik. Licht am Ende des Ganges

Endlich eine wirklich gute Nachricht von der CDU. Seit ich für meinen Großvater, Ortsvorsitzender der CDU, und meinen Vater, Kassenwart der CDU, über die Höfe zog, um die Mitgliedsbeiträge einzuziehen, dabei nicht Tod und Teufel, umso mehr bissige Hofhunde fürchtete, hatte ich ein gespanntes Verhältnis zu den "Schwarzen". Inzwischen ist die Farbe orange, Angela Merkel hat überhaupt keinen Stallgeruch (ihr stärkster Bezug zum hohen "C" dürfte neben ihrer Rolle als Bewährungshelferin für den deutschen Papst der Genuß von Christstollen sein), mein Verhältnis entspannt sich.

Und nun die Ernennung von Kristina Köhler zur Familienministerin!

Dr. Kristina Köhler ist "Fachpolitikerin für Islam, Integration und Extremismus." Den Begriff "Fachpolitiker" habe ich zwar nie ganz verstanden, schliesse jedoch ex negativo, dass es sich hierbei im Gegensatz zu den übrigen Politikern um Exemplare handeln muss, die sich in eine Fachmaterie hineinknieen. Nebenbei: gibt es bereits "Fachpolitiker für Christentum, Arbeitskreis zur Integration engagierter Katholiken in die CDU/CSU und Päderastie"?

Dr. Kristina Köhler ist eine junge, zielstrebige Frau mit hohem Ehrgeiz. "Längerfristig wolle sie die erste Frau sein, "die Ehe, Kinder und Karriere unter einen Hut bringt, ohne dass irgendein Teil darunter leidet und ohne jemals zur Feministin zu werden"." (Quelle) Das ist zwar eine Quadratur des Kreises, nichts desto trotz sind das glänzende Voraussetzungen für  dringend notwendige familienpolitische Erfolge. Hic Rhodos, hic salta. Geben wir doch zu, der Einsatz der bewunderswerten Frau von der Leyen war bei bestem Willen leider kontraproduktiv. Durch ihre Bestnoten sowohl im familienpolitischen Pflicht- als auch Kürprogramm, bereits vor Amtseintritt erbracht, wurden gutwillige junge Frauen eher entmutigt als ermutigt. Die Vorbildfunktion verpuffte wie zum Beispiel Madonnas Hung up bei 50jährigen Moppel-Ichs. Bei Kristina Köhler dürfen wir jetzt erwarten, dass demnächst Vollzug im Amte gemeldet wird. Das wird eine ganz andere Signalfunktion haben und endlich zur familienpolitischen Wende führen!

Und Henryk M. Broder wird Staatssekretär für Raumplanung, Migration und Bevölkerungspolitik!



Dr. Kristina Köhler  &  Henryk M. Broder
(das wunderbare Bild von Henryk M. Broder finden Sie, wenn Sie Frank Hönsch - Fotographie googeln, gehen Sie im Menue auf Literatur, H.M.B. finden Sie dort in der zweiten Reihe ganz rechtsaußen)



Eine sympathisch lächelnde junge Frau, die die richtigen Zähne hat und zubeissen kann, wenn es darauf ankommt, und ein beseligter Henryk M. Broder, in dessen Kopf sich die beste aller Welten zusammenbraut, in einem gutsitzenden Anzug mit Hemd in der CDU-Signalfarbe. Henryk M. Broder, der schon immer der ideale Kandidat war, wird jetzt Amtsträger. Die Grundvoraussetzung: unbedingtes Vertrauensverhältnis und innige Übereinstimmung in der Analyse der Gefahren für unsere Republik. Kristina Köhler war es, die Henryk M. Broder als Experten in die Anhörung des Innenausschusses des Deutschen Bundestages am 16.6.2008 zum Thema Antisemitismus geladen hatte, wo er zeigen konnte, wo der Hammer hängt und wem man ihn wie zeigen muss.

Mittwoch, 25. November 2009

David Ben-Hame: Gegendarstellung

Ich hatte David Ben-Hame in einer Mail  um Sichtung, Korrektur, eventuell eine Gegendarstellung zu meiner Post "Alan Posener & Hiram7 Review: die freie Meinungsbildung in besten Händen" gebeten.

Hier ist sie (Mail v.24.11.09, 21:05):

Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Wen meint er? Doch nicht "Walter Schmidt"? Etwa sich, Alan Posener und Bernd Dahlenburg oder vielleicht mich?

Walter Schmidt! Achse des Guten!



Freunde, habt Ihr auch das gelesen, was ich auf der Achse des Guten gelesen habe? Ich war zwar gestern in dem netten "Gruselschocker" "Paranormal Activity" (allen frisch verliebten Kavalieren sei er empfohlen), getrunken habe ich jedoch nur ein Glas Rotwein zum Abendbrot. Also noch mal ganz langsam und Wort für Wort:



Also, wo ist nun Delo? Am Strand mit Christa (Bildquelle) oder zusammen mit seinen Genossen an der POS oder in der LPG? Walter Schmidts Betrachtungen mögen im weiteren Verlauf eine wichtige Diskussion voranbringen, ich bleibe jedoch an dieser Stelle hängen, die dreht und kreist und lässt mich nicht los. Ist das jetzt die lang erhoffte Wunderwaffe, mit der die Achse des Guten das Schlachtenglück wenden wird? Eine Art geistige Neutronenbombe. Die zerdeppert dir die software und lässt die hardware stehen. - Jetzt weiss ich auch, warum ich meine Meditation über "Walter Schmidts" Betrachtungen auf der Achse des Guten über den Holocaust II am Strand von Tel Aviv immer noch aufschiebe. Ich bin jetzt selbst gespannt, ob ich das noch schaffe.

Ich weiss immer noch nicht, ob nun der "Gastautor" Walter Schmidt, legendärer Lehrer zu Leipzig, ein eigenständiges Seiendes ist oder eine der Inkarnationen Henryk M. Broders. Freunde, wo finde ich außerhalb der Achse des Guten im Internet ein Lebenszeichen von ihm? Im übrigen habe ich heute die Vorschläge zur Güte des neuen Indien-Sachverständigen Henryk M. Broder mit Schmunzeln  zur Kenntnis genommen.

Dienstag, 24. November 2009

Leseempfehlung: Jorge Luis Borges, Deutsches Requiem

7 Seiten, die ca. 1.400 Seiten von Jonathan Littell aufwiegen. Meinem schlaflosen Freund Alex Feuerherdt a.k.a. Lizas Welt gewidmet.

"Siehe, er wird mich doch erwürgen, und ich habe nichts zu hoffen: doch will ich meine Wege vor ihm verantworten." Hiob, 13:15

"... Wer mir zuzuhören weiß, wird die Geschichte Deutschlands und die künftige Geschichte der Welt verstehen. Ich weiß, dass Fälle wie meiner, die heute noch erschreckende Ausnahmen sind, sehr bald trivial sein werden. Morgen werde ich sterben, aber ich bin ein Symbol der kommenden Generationen. ...
Der Nazismus ist seinem Wesen nach eine moralische Angelegenheit: Man legt den alten verrotteten Menschen ab, um sich in den neuen Menschen zu kleiden. In der Schlacht ist diese Mutation gewöhnlich ... nicht so im dumpfen Kerker, wo das hinterhältige Mitleid uns mit uralten Zartheiten versucht ...Schon vor vielen Jahren hatte ich begriffen, daß in der Welt kein Ding ist, das nicht Keim einer möglichen Hölle wäre; ein Gesicht, ein Kompaß, eine Zigarettenreklame können einen um den Verstand bringen, wenn man es nicht fertig bringt, sie zu vergessen. Muß nicht ein Mensch verrückt werden, vor dessen inneren Auge ständig die Landkarte von Ungarn steht? Ich beschloss, die Disziplinierungsordnung in unserer Anstalt nach diesem Prinzip auszurichten und ... Ich weiss nicht, ob Jerusalem begriffen hat, dass ich ihn vernichtete, um mein Mitleid zu vernichten. In meinen Augen war er kein Mensch, nicht einmal ein Jude; er hatte sich in das Symbol einer verabscheuten Zone meiner Seele verwandelt. Ich litt mit ihm Todesqualen, ich starb mit ihm, ich habe mich gleichsam mit ihm zugrunde gerichtet; deshalb war ich erbarmungslos."

Es gibt noch einiges anderes bedenkenswertes zu lesen. Borges schließt

"...Wenn der Sieg, die Ungerechtigkeit und das Glück nicht für Deutschland sind, mögen sie es für andere Nationen sein. Soll es den Himmel geben , auch wenn unser Platz die Hölle ist.
Ich betrachte mein Gesicht im Spiegel, um zu wissen, wer ich bin, um zu wissen, wie ich mich in ein paar Stunden verhalten werde, wenn ich dem Ende begegne. Mein Fleisch mag Angst fühlen, ich nicht."

(Aus: Jorge Luis Borges, Erzählungen, Das Aleph)

Mag jedoch keiner glauben, dass ich mit diesem Hinweis den Fisch im Wasser ertränkt habe. Ein paar zusätzliche Anstrengungen gibt es noch für jeden einzelnen zu verrichten.

Sonntag, 22. November 2009

Alan Posener & Hiram7 Review: Die freie Meinungsbildung in besten Händen

Nach dem long goodbye des kurzen Gastspiels auf der Achse des Guten, von dem noch zu berichten sein wird (über seinen Einstieg und seine profunde Einschätzung der Achse des Guten "Wir sind die Achse des Guten, nicht der Eiferer" habe ich bereits berichtet), hat Alan Posener sein Nachtasyl bei Hiram7 Review gefunden. Nichts ist zufällig.

Das Programm von Hiram7 Review, hinter dem David Ben-Hame steht, ist großartig

"Our belief is that the untarnished truth is freeing: with it, citizens can make informed decisions and take intelligent action, for themselves and for society, and fulfill the ideals of the American and French Revolution of Liberty and Justice." (Quelle)

Ich bin begeistert über diese Losung und die Rolle der makellosen unbefleckten Wahrheit dabei und will Sie auf einen kleinen Spaziergang mitnehmen, auf dem Sie verfolgen können, wie diese Theorie von David Ben-Hame & Alan Posener 1:1 in Praxis umgesetzt wird. Intelligent action ist dabei nicht ganz ausgeschlossen.
Am 18. Juli 2009 stellt Alan Posener auf Hiram7 Review seine Sicht über seinen Hinauswurf aus der Achse des Guten dar. Am 30. Juli dokumentiert Hiram7 Review "Neues aus der Achse der Intoleranz: digitaler Schlagabtausch zwischen Henryk M. Broder und Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer"

Zu beiden Posts habe ich einen Kommentar geschrieben, die auf dem Blog eingestellt und wieder entfernt wurden.

Ich will an dieser Stelle auf die Gründe der Maßnahme nicht eingehen. Meine Kommentare waren offenbar so unerhört, dass David Ben-Hame mir in einer Mail v. 9. August mitteilte "Ihre Kommentare sind mir stets willkommen". Dies als Präludium. Wahrnehmungsskotome, Zensuren trüben die Wahrheit nicht, sie wird dadurch um so makelloser. Was macht man auch mit einer schmutzigen Wahrheit? Das war wohl Arbeit am "rauhen Stein", n´est pas, Herr Ben-Hame?

Ob diese Flurbereinigung mit dem Großmeister des freien Diskurses Alan Posener abgestimmt war - ich weiss es nicht. Die nachfolgend geschilderte Herstellung der makellosen, ungetrübten Wahrheit ist jedoch ohne konzertierte Aktion zwischen Alan Posener und David Ben-Hame schwer vorstellbar. So, jetzt bitte ich Sie, dem Kommentarverlauf zu folgen. Alan Posener veröffentlicht auf Hiram7 Review "Henryk M. Broders belangloser PR Coup". Dazu mein Kommentar und Poseners Replik

Samstag, 21. November 2009

Wo Alex Feuerherdt Recht hat, da hat er Recht

Stimmt, Alex  Feuerherdt, Shoa-Chic.


Die Schleussen sind schon längst vor Broders Zug aus dem düsteren Reich der Holocaustrelegion in das Reich der Broderseligkeit (aus diesen beiden Pics ist zupackende Bildmontage gefertigt worden, die Broders Debattenbeitrag "Der ideale Kandidat" im SPIEGEL v. 2.11.1009, S. 160f illustrierte) geöffnet worden. Wenn "Auschwitz" wie bei Ihnen zu jeder Zeit und Unzeit, wenn ein paar Narrische ein deutsches Winkelement schwenkten, Sie stante pede (Pawlow lässt grüssen) an die erste Strophe des Deutschlandliedes denken mußten,  ins Spiel gebracht wird "Denn Auschwitz war gestern. Heute ist Deutschlandparty mit allem Drum und dran" und Broder damit jede seiner Stickbombem parfümierte, was erwarten Sie? Die gnädigen Damen und Herren halten die Nasen zu, stellen die Ohren auf Durchzug. Und bei Berliner Modemachern und Easy Jet ist jetzt eben Shoa-Chic en vogue, das Denkmal ist nun eine photogene Location (bitte aufpassen: das laste ich weder Broder noch Ihnen an; Sie sind auch nur ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft, oder umgekehrt). Und wir Nachdenklichen werden hinnehmen müssen, dass der kompakten Mehrheit, nach einem Holocaust I und II Experten befragt, eher Henryk M. Broder und "Walter Schmidt" (wir werden noch Gelegenheit haben, über seine Visionen vom Holocaust II am Strand von Tel-Aviv zu meditieren)  einfallen als z.B. Raul Hilberg und Wolfgang Benz.

Donnerstag, 19. November 2009

Heplev meets Spirit of Entebbe: Platt machen

Dass die Muselmanen im allgemeinen und die Palis im besonderen weder friedenswillig noch friedensfähig sind,  sondern - Gott sei Dank - "Halunken", "Jammerlappen" und "Blockadekräfte", ist Grundlage der Überzeugungen aller  Friedenswilligen, die im Kommentarbereich der Seiten von Claudio Pinocchio Casula a.k.a. Spirit of Entebbe ("it was a daring raid") mitmischen und Überlegungen, wie man doch noch zum Nahostfrieden kommen könnte, anstellen. Zutiefst traurig muss Claudio Pinocchio in seinem Leitartikel "Jammer, Wimmer, Grein" feststellen


"Finden wir uns damit ab: Auf absehbare Zeit wird es keinen Nahostfrieden geben. Er lässt sich nicht mit der Brechstange herbeizwingen, indem man den 35. Vermittler losschickt oder den 298. Gipfel anberaumt."

Auf keinen Fall ein Friedenhindernis ist andererseits der Bau von 900 Wohneinheiten in Gilo. Die weltweite Kritik von der UNO bis zum Weissen Haus ist "witzlos", schreibt Claudio Pinocchio in "Har HaBayit beYadenu" ("Der Tempelberg in unserer Hand" - in Ewigkeit! Amen!)

Als Friedensfreund und Peacemaker, der den Frieden auch gegen den erbitterten Widerstand der palästinensischen Friedensfeinde und Blockadekräfte in der "Umgebung" durchsetzen will,  tut sich im Kommentarbereich von spiritus of endebe ein Mann hervor mit dem nom de guerre heplev, ein Akronym für Herbert Eiteneier P Leverkusen (ich bitte um Auskunft für was das P steht). Herbert Eiteneier ist uns schon  vor Jahr und Tag als kleiner Prophet aufgefallen, als er in der Siedlerpostille Arutz Sheva den bevorstehenen Ausbruch eines Virus´ in Germany vorhersagte. In der Tat, er brach gleich bei "Horst" im Bundespräsidialamt aus. Ich habe darüber berichtet.

Hier die Friedenoffensive von Herbert Eiteneiner, Leverkusen, der zu den Deutschen gehört, die sich mit voller Leidenschaft und ohne Rücksicht auf Verluste für eine Lösung des Nahostkonflikt einsetzen. Henryk M. Broder weiss diese Spezies zu schätzen. (Screenshots von hier)

Montag, 16. November 2009

Lizas Welt: Der Haussegen hängt nicht mehr schief

Micha Brumlik veröffentlicht in der Jüdischen Allgemeinen, Henryk M. Broder richtet und vernichtet ihn auf Lizas Welt.

Es waren schwere Wochen für Alex Feuerherdt. Ich habe hier und vor allem hier darüber berichtet. Meister Broder, dem es auf Schlagzeilen ankommt, egal auf welche, hatte sich so in Szene gesetzt.

Die Bildmontage im SPIEGEL v. 2.11.2009, die Broders Debattenbeitrag "Der ideale Kandidat" illustrierte, war aus folgenden beiden Pics montiert:

Charlotte Knobloch & Henryk M. Broder
(Sie finden das herrliche Foto von H.M.B, wenn Sie Frank Hönsch Fotographie googeln, gehen Sie im Menue auf Literatur, H.M.B. ist in der zweiten Reihe ganz rechts zu sehen)

 Das war natürlich für einen Mann aus dem Rheinland, für den der Durchschnittsdeutsche "Otto Normalvergaser" (Eike Geisel) ist, der weder dem Kölner Karneval noch deutschen Fußball-Fan-Meilen  etwas abgewinnen kann, denn "Gestern war Auschwitz, heute ist Deutschland-Party mit allem Drum und dran", der GAU.  Broder hat den Haussegen jedoch wieder gerade gehängt und seine Abrechnung mit Micha Brumlik "Der Professor und sein Prophet" zuerst auf Alex Feuerherdts antideutschem Vordenker-Blog "Lizas Welt" veröffentlicht, bevor er sie auf der Achse des Guten einstellte.

Was eint den Bonvivant Henrryk Modest Broder und den rheinländisch-jakobinischen Jecken Alex Feuerherdt? Die profunde Überzeugung von den mehrheitlich "postnazistischen, von Judenhassern zu „Israelkritikern“ mutierten Deutschen", einem "Publikum, das sich seine eigenen Ressentiments von einem leibhaftigen Juden gerne als koschere Überzeugung bestätigen lassen möchte" und wieder Mal einen Juden " mit Begeisterung zum Kronzeugen der Anklage gegen den jüdischen Staat" (alternativ gegen den Zentralrat der Juden in Deutschland) befördern will - und "hinter dem es sich notfalls bequem in Deckung gehen lässt".

Der Witz an den Frontstellungen ist so lang wie des Kaisers Bart. Begeisternd sind jedoch immer wieder die boxerischen Glanzleistungen des jüdischen Alpha-Intellektuellen, mit denen er seine erbärmlichen Gegner  zu Boden streckt, jetzt zum Beispiel 

"...finaler Höhepunkt seiner [Brumliks] ansonsten mediokren akademischen Karriere, deren demnächst bevorstehendes Ende er mit einem Big Bang zelebrieren möchte...Brumliks Begeisterung für Burg entspricht der Bewunderung, die ein Frankfurter Würstchen für eine richtig dicke Salami empfindet, die es vor ihm in die Auslage eines Metzgerladens geschafft hat. Mehr noch: Burg ist schon da, wo Brumlik noch ankommen möchte: Im Verdauungstrakt des Publikums. Und da reicht der Platz gerade aus, um mit angehaltenem Atem zu schreiben...."

Sonntag, 15. November 2009

SPIEGELs Bildkunst

SPIEGEL, 2. November 2009, Der neue Moses oder neue Sabbatai Zwi führt das Volk aus dem düsteren Reich der Holocaustrelegion, die wie ein schwarzer Alp auf uns lastet, in das Reich der Broder-Seligkeit und Broder-Herrlichkeit. Amen. Ich habe hier dem SPIEGEL zu dem Geniestreich der Fotomontage aus diesen beiden Pics gratuliert.


Nur zwei Wochen später sieht auch im SPIEGEL, 16.11.2009, S. 46, Charlotte Knoblochs Background wieder menschenfreundlicher aus. "Es ist hell bei ihr und still, fast friedlich [sic!]. Auf dem Couchtisch stehen Croissants, in einer Vase auf der Fensterbank sind cremefarbene Rosen arrangiert....Knobloch sagt: "Broder hat nur diffamiert". (Fettdruck durch mich). Eine Erkenntnis kommt besser später als nie.

Broder ist und bleibt der "ideale Kandidat":

"Ich habe nach reiflicher Überlegung beschlossen ...In zwei Jahren werde ich 65, ich habe immer das getan, was ich tun wollte. Jetzt ist die Zeit gekommen, das zu tun, was ich tun sollte." (Tagesspiegel, 21.10.2009) "

"Ich hab von morgen auf übermorgen eine halbe Seite frei!" hörte ich Malte schreien. "Haste einen Text für mich?" "Ich denk mir was aus!" brüllte ich zurück ... Die folgenden zwei Tage vebrachte ich im Trainingsanzug [sic!] an zwei Telefonen zugleich. Nach dem zehnten Interview hatte ich mich von der Idee, Präsident des Zentralrats werden zu sollen [sic!] selbst überzeugt, nach dem zwanzigsten wusste ich, dass ich der ideale Kandidat bin." (SPIEGEL, 2.11.2009).

Bei Normalsterblichen, die nicht Pseudologen sind, wundert man sich ein bisschen und fragt, lügt der nun hier oder dort. Keine Bange, bei Broder geht es schon lange nicht mehr um die Wahrhaftigkeit eines Individuums. Bei Broder ist der Satz vom Widerspruch nicht relevant, hier liegt eine coincidentia oppositorum vor, der geistige Gnadenstand, über die Beschränkungen des einfachen Verstandes, der einfachen Vernunft hinweg widerspruchsfrei mal dies, mal das schiere Gegenteil faseln zu können.

Freitag, 13. November 2009

Eins de Winter, zwei McCain, drei Rauswurf

Ich hatte die Ehre, davon zu berichten, von einem , der das unmögliche sagt. Der erste war Leon de Winter, der moderne Zionist, dessen gelobtes Land der Sunset Boulevard ist:

"In unserer Gesellschaft des Kulturrelativismus, in der wir Respekt für alle Kulturen und Zivilisationen zeigen, ist es unmöglich, eine Wahrheit anzusprechen, die direkt unter der Oberfläche all dieser sinnlosen Analysen zum Fort-Hood-Attentäter zu finden ist. ...Was in Fort Hood geschah, war ein Terroranschlag, ausgeführt von einem US-amerikanischen muslimischen Terroristen, nichts anderes." (Fettdruck durch mich)
Zwei, John McCain 
"John McCain hat es schon immer gewusst: In Amerika geht es politisch viel zu korrekt zu. ...„Das war ein terroristischer Akt“, meint McCain, auch wenn sich kaum jemand traue, das öffentlich zuzugeben. Deshalb werde er, McCain, jetzt Ross und Reiter beim Namen nennen"
Donnerwetter, war der Sprechakt Leon de Winters de facto "unmöglich", ist es nur kurze Zeit später bei John McCain "Kaum jemand".  Der hat 1 und 1 zusammgezählt, jetzt sind es schon die unerschrockenen zwei - und schon fühlen sich die Muselmanen unter Druck und bekommen Schiß.  "Muslime unter Generalverdacht". 
 Das Problem sind nicht nur die Muslime. Das Problem ist Barack Hussein Obama. Major Nidal Malik Hasan war der "Taliban" im Herzen der westlichen Verteidigungsstellung, in Fort Hood, Barack Hussein Obama ist für einen "skandalösen Kollaps der inneren Sicherheit" verantwortlich.  
Es ist durchaus möglich [sic!], dass unsere Regierung [Barack Hussein Obama] alles [sic!] wusste“, hält er dem Präsidenten vor. „Aber sie hat nichts unternommen, weil alle Angst davor hatten, der Stimmungsmache gegen Muslime bezichtigt zu werden.“
Das heisst wohl, Barack Hussein Obama samt gesamter Administration hat diesen terroristischen Akt bewusst in Kauf genommen, um in Kairo ein schöne Rede halten zu können.
Es soll schon im Vorfeld der Tragödie, seit mindestens Juni 2007, mehrere Warnzeichen dafür gegeben haben,
"...dass mit Major Nidal etwas nicht stimmte...Auch das FBI wurde bereits vor längerer Zeit auf ihn aufmerksam, als er begann E-Mails, mit einem radikalen islamischen Kleriker, Anwar Aulaqui, auszutauschen. ...Die FBI-Fahnder ermittelten jedoch nie weiter, ob auch bei Hasan terroristische Neigungen bestehen könnten. „Ist das Weiße Haus nicht besorgt, dass da wichtige Indizien übersehen wurden?“, wird Obama-Sprecher Robert Gibbs am Donnerstag von einem Reporter gefragt."
Sagen wir mal sine ira et studio so:  dieser "skandalöse Kollaps" geschah während der Amtszeit von Barack Hussein Obama. Unter dem Oberbefehlshaber George W. Bush und seinem designierten kongenialen Nachfolger John Mc Cain ist das nicht passiert, da haben sich die FBI-Fahnder von Juli 2007 bis Januar 2009 keine Ermittlungspanne geleistet.  Zu dieser Zeit war das Weiße Haus im Bilde und hat keinerlei Indizien übersehen. Danach hat Barack Hussein Obama willentlich die Augen geschlossen und die demoralisierten FBI-Fahnder haben die Ermittlungen eingestellt.
Leon de Winter hat eine genaue Gefahrenanalyse geliefert:

Donnerstag, 12. November 2009

Broders Normalität - aber einer, einer will nicht mit (Lizas Welt a.k.a. Alex Feuerherdt)

Der SPIEGEL und ich haben darüber berichtet: über den Auszug aus dem düsteren bedrückenden Reich der Holocaust Religion in das Reich der Broder-Seligkeit und -Herrlichkeit, in Ewigkeit Amen (aus diesen beiden Pics war die beeindruckende Fotomontage im SPIEGEL v. 2.11.2009 komponiert, mit denen Broders Debattenbeitrag "Der ideale Kandidat" illustriert wurde).


Mancherorts als Sprechorgan Broders verschrieen, konnte der SPIEGEL nichts mehr und nichts weniger vermelden, als dass Henryk M. Broder (der Moses unseres Säkulums oder der neue Sabbatai Zwi?) wie jeder wegweisende Prophet "ein wenig Lob und jede Menge Spott und Hohn" einstecken musste. Jedoch: "Doch die subversive Kraft der Provokation entfaltete ihre Wirkung - eine ernsthafte [sic!] Diskussion ist jetzt [sic!] entbrannt. Damit sei es genug getan, meint Broder..."(Fettdruck durch mich) und bejubelt im "Fundstück" am 10.11.2009 


Wenn Dr. Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland,  sagt


"Vom tristen, ewig ungeliebten Dauermahner und vom chronisch brumigen Dauer-Warner zum putzmunteren Antreiber und Impulsgeber, 
Phantasie statt Rituale, 
weniger sauertöpfische Übellaunigkeit und mehr frischer Einfallsreichtum, 
weniger oberleherhafte, moralinsauere Besserwisserei und mehr offener, aber durchaus auch kontoverser Dialog,
weniger Empörungsmaschinerie, weniger Empörungsroutine und mehr quicklebendige Kreativität, entschlossener Einsatz für die gemeinsame jüdische Einheit mit Phantasie und Begeisterung und mit Leidenschaft, gepaart mit glaubwürdigem Respekt für unsere neue Vielfalt und deren Wurzeln, 
nicht immer nur laut hinaus schreiend, wogegen wir Juden sind, sondern auch einmal endlich: wofür eigentlich, 
endlich heraus aus der bleischweren Rolle des Moralwächters, heraus aus der Dauer-Mecker-Ecke und auch aus der so unendlich traurigen Opferrole überhaupt 
und mitten hinein ins bunte Leben von leidenschaftlicher Debatte, von frischer Diskussion, von lebendiger Kultur und dem neugierigen Forschnach den vielen, positiven Schätzen, die das bunte Judentum auch heute anzubieten hat."


ist das dem subversiven Impuls von Henryk M. Broder zu verdanken.

Montag, 9. November 2009

Leseempfehlung: Johann Peter Hebel, Moses Mendelsohn

"Moses Mendelsohn war jüdischer Religion, und Handlungsbedienter bei einem Kaufmann, der das Pulver nicht soll erfunden haben. Dabei war er aber ein sehr frommer und weiser Mann, und wurde daher von den angesehensten und gelehrtesten Männern hochgeachtet und geliebt. Und das ist recht. Denn man muß um des Bartes willen den Kopf nicht verachten, an dem er wächst. Dieser Moses Mendelsohn gab unter anderem von der Zufriedenheit mit seinem Schicksal folgenden Beweis. Denn als eines Tages ein Freund zu ihm kam, und als er eben an einer schweren Rechnung schwitzte, sagte dieser: "Es ist doch schade, guter Moses, und ist unverantwortlich, dass ein so verständiger kopf wie Ihr es seid, einem Manne ums Brot dienen muss, der Euch das Wasser nicht bieten kann. Seid Ihr nicht am kleinsten Finger gescheiter, als der am ganzen Körper, so groß er ist?" Einem andern hätt´das im Kopf gewurmt, er hätte Feder und Tintenfaß mit ein paar Flüchen in den Ofen geworfen, und seinem Herrn aufgekündigt auf der Stelle. Aber der verständige Mendelsohn ließ das Tintenfaß stehen, steckte die Feder hinter das Ohr, sah seinen Freund ruhig an, und sprach zu ihm also: "Das ist recht gut, wie es ist, und von der Vorsehung weise ausgedacht. Denn so kann mein Herr von meinen Diensten viel Nutzen ziehen, und ich habe zu leben. Wäre ich der Herr, und er mein Schreiber, ich könnte ihn nicht brauchen."
Aus: Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreundes, 1811

Leon de Winter: Der Taliban im Herzen der westlichen Verteidigungsstellung

Ah, Bernd Dahlenburg a.k.a. Castollux ist meine beste "Spürnase". Dank Bernd Dahlenburg weiß ich, was die Welt der einzigwahren Freunde Israels im Innersten zusammenhält. Jetzt verdanke ich ihm die Übersetzung der Analyse des Meisterdenkers Leon de Winter "Um die Wahrheit zum Fort-Hood-Massaker herumeiern". Leon de Winter ist, wie wir wissen, der moderne Zionist, für den die USA das gelobte Land sind, der jetzt die Weltlage aus Los Angeles vom Sunset Boulevard (Boulevard der Dämmerung) aus ins Visier nimmt. 
Leon de Winter bringt es auf den Punkt:

"ein Amokschütze, der “Allahu Akbar” brüllt, während er Unbewaffnete abknallt, ist genau das, was er behauptet zu sein - ein mordender Krieger für seinen Gott. " (Fettdruck durch mich)
Genau das und nichts anderes. Während de Winter noch von "explanations" allzu bereiter politisch korrekter und liberaler kulturrelativistischer Kommentatoren schreibt, zögert Bernd Dahlenburg keine Sekunde, "explanations"  intuitiv präzise mit "Entschuldigungen" zu übersetzen und "liberals" mit "toleranten".  In der Tat,  Erklärungen bzw. Entschuldigungen sind hier fehl am Platz. Ebenso die Frage, die de Winter nicht stellt, warum die Traumatisierung und Radikalisierung eines Militärpsychiaters palästinensischer Herkunft seinen Kameraden und Vorgesetzten in Fort Hood entgangen ist. Vielleicht weil es dort eine besonders grosse "Sensibilität", sprich Abwehrhaltung gegenüber den traumatisierten Rückkehrern aus Irak und Afghanistan gibt? Gab es keine Warnsignale?

"In unserer Gesellschaft des Kulturrelativismus, in der wir Respekt für alle Kulturen und Zivilisationen zeigen, ist es unmöglich, eine Wahrheit anzusprechen, die direkt unter der Oberfläche all dieser sinnlosen Analysen zum Fort-Hood-Attentäter zu finden ist. Genauso wie die Taliban verachten nicht wenige Moslems den Fortschritt."

Wenigstens de Winter spricht das Unmögliche an.

Dienstag, 3. November 2009

Der ideale Kandidat

Ich bin total geplättet. Broder zieht seine Kandidatur zurück. So schnell erfüllt sich einer meiner Lieblingsaphorismen "Das Leben ist die Guillotine der Wahrheiten" an mir selbst.

Broder hat es im SPIEGEL am 2.11.09, S. 160 - 161 allen gezeigt, die das gemacht haben, was er beabsichtigte, nämlich ihn beim Wort zu nehmen. Dafür müssen sie jetzt zu dem Schaden auch noch seinen Spott einstecken, dass er "offensichtlich ... den politischen G-Punkt der Deutschen getroffen habe".

Der SPIEGEL hat gezeigt, was er für eine zünftige Debatte hält, nämlich den, der den Stein ins Wasser geworfen und einen blanken Hans ausgelöst hatte, auch noch das Dankgebet über den tosenden Wogen (O-Ton SPIEGEL: "Doch die subversive Kraft entfaltete ihre Wirkung - eine ernsthafte [sic!] Diskussion über die Vertretung der Juden in Deutschland ist jetzt entbrannt.") und die abschließende Würdigung seiner Tat vortragen zu lassen.

Ein Geniestreich ist dem SPIEGEL mit der Fotomontage (Quelle: SPIEGEL, 2.11.09, S. 160 -161) gelungen, die aus diesen beiden Pics komponiert wurde


Charlotte Knobloch & Henryk M. Broder
(Sie finden das wunderbare Foto von Henryk M. Broder, wenn Sie Frank Hönsch - Fotographie googeln, gehen Sie im Menue auf Literatur, H. M. B. zweite Reihe, ganz rechts)



Der neue Moses (oder eher der neue Sabbatai Zwi?) führt sein Volk aus dem düsteren Reich der Holocaust Religion, die wie ein schwarzer Alp auf uns liegt, in das Reich der Broder-Seligkeit. Die "Deutschen" selbstverständlich, insbesondere die Freunde Broders aus Politically Incorrect werden sich auf die Schenkel klopfen und die Vornehmeren sich einen Ast lachen. Aber Vorsicht! der Grat ist ganz schmal: Wer weiss, wie lange Broder zu dieser Bildkomposition steht. Gut möglich, dass er bei passender Gelegenheit darauf hinweisen wird, dass diese Montage das Werk von goyischen Deutschen ist und ein Symptom dafür, dass diese einen Schlußstrich unter die Schuldknechtschaft ziehen und dem gutgelaunten Wohlfühlpatriotismus z.B. eines Gerhard Schröder frönen wollen.  Was meint Alex Feuerherdt a.k.a. Lizas Welt? "Denn Auschwitz, das war gestern. Heute ist Deutschlandparty mit allem Drum und Dran".

Was mich tröstet, nachdem mich Broder an der Nase herumgeführt hatte, war, dass ich bei seinen Ausführungen im SPIEGEL lernte, wie man in Deutschland etwas in Gang setzen kann, nämlich durch Entfesselung einer Personaldebatte und dabei Vollkörpereinsatz. Der Möglichkeiten sind Legion - das führt mich aus der Depression. So könnte z.b. Alan Posener, wenn er BILD und Diekmann zerreisen will, sich für den Posten Dr. Döpfners ins Gespräch bringen, sein neues Buch mit der Ankündigung vorstellen, selbst Papst werden zu wollen, wenn ich einen Schiedsrichter für Flasche leer halte, stürme ich aufs Spielfeld und entreisse Alex Feuerherdt seine Pfeife.

Ein  einfühlsamer Artikel aus der Süddeutschen Zeitung.

Gibt es in Broders Umfeld keinen jungen Menschen, der ihm die Amfortasfrage stellt "Oheim, was leidest Du?"

P.S. Nachtrag: Alan Posener, ich bin erst heute 10.11. darauf gestossen, hat ins Netz gestellt: Broders Bullshit.

Samstag, 31. Oktober 2009

Gott sei dank, Henrykes geht den steilen Weg

Wir dürfen aufatmen, Henrykes Modest Broder, wird die Ochsentour durch die jüdischen Gemeinden machen

"Ich habe den Durchblick ... Ich kann Situationen beurteilen...Ich bin ziemlich chancenlos, klar. Aber es wäre überhaupt nie in der Welt etwas bewegt worden, wenn die Leute sich vorher überlegt hätten, welche Chancen sie haben. Die Chancen von Kolumbus, Amerika zu entdecken, waren minimal ...Wenn jemand wie Rainer Brüderle Minister werden kann, dann habe auch ich gute Chancen, Zentralratspräsident zu werden." (Quelle: hier und hier)

Hat nicht Columbus lange über den Seeweg nach Indien nachgedacht (und dabei die Welt als Kugel vorausgesetzt), in der Politik sehr dicke Bretter gebohrt und sich gute Chancen ausgerechnet? Dass dann Amerika im Weg lag und von ihm entdeckt wurde, ist eine andere Geschichte. Macht nichts, lieber Henryk, Deine Parallelisierungen verraten den Durchblick, der sich nicht durch Petitessen beirren lässt. Vielleicht werden Sie nicht Präsident des Zentralrats, sondern gleich Bundespräsident und lösen "Horst" ab? 

Henryk M. Broder in seinem Lauf halten nicht Ochs und Esel auf, schon gar nicht der "Krawattenmann des Jahres 2000" Michel Friedman. Hier "...und Friedman hat ihn nicht" (nämlich den Durchblick, den Broder hat) präsentiert Henrykes in der Hochstimmung des erfolgreichsten Nimrods aller Zeiten ("Leichen pflastern seinen Weg") die Jagdstrecke, die Trophäen, Michel Friedman und gentlemanlike gleich noch den Kopf von Friedmans Gattin Bärbel Schäfer mit. Was erstaunt, ist, dass Michel Friedman und Bärbel Schäfer bei diesen Plattschüssen immer noch Lebenszeichen von sich geben.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Henryk Modest am Scheideweg


Bildquelle: Palazzo Farnese, Rom, Annibale Carracci, Herkules am Scheideweg


" Der alte Herkules a.k.a. Henryk Modest sitzt, auf seine Antisemitismuskeule gestützt, mitten im Bild. Zwar neigt sich sein Haupt dem Laster zu, der blonden Frau, die sich vor dem alten Mann entblößt und ihm ein bequemes Leben mit Schinken, Talkshows, Pornogrannies und Schlagober verspricht - die Tugend aber steht zur Rechten des Helden, sie ist züchtig bekleidet und weist auf den steilen Pfad, der Henryk Modest ewigen Ruhm einbringen wird"  (Quelle)

Als Henryk Modest seine Kippa in den Ring warf, tat er uns kund:
"Ich habe nach reiflicher Überlegung beschlossen, mich um das Amt des Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland zu bewerben." (Fettdruck durch mich)

Wie es Sitte bei der Achse des Guten ist, wurden Pro und Contra ausgewogen dargestellt. Es fällt jedoch auf, dass dem Appell Michael Wuligers "Lieber Henryk, lass es sein" doch ein bisschen mehr Platz eingeräumt wurde. Es gab bereits Kommentatoren, die darin eine bequeme und schäbige Exit-Strategie sahen. Ich gehe davon aus, dass Henryk Modest sich nicht von seinem "reiflich überlegten" Weg abbringen läßt, sondern dass er mit diesem Einwurf eines "wohlwollenden" Zeitgenossen zeigen wollte, welchen fast überwältigenden Versuchungen er widerstehen muss.

Michael Wuliger, ist er Freund oder Feind?, auf jeden Fall ist er ein Versucher, hat die Chutzpah, Henryk Modest zu fragen:


"Lieber Henryk,
Hast Du Dir das wirklich gut überlegt?..."
Hat er? Hier ein Argument, das sich Henryk Modest  mit Sicherheit überlegt hat:
"Seriöse Kleidung ist für Zentralratspräsidenten Pflicht – dunkler Anzug und Krawatte. Das ist nicht nur unbequem, es wird Dir auch nicht stehen. Du hast dafür nicht die Figur. Du wirst aussehen wie Norbert Blüm."

Es ist überhaupt kein Problem, einen guten Fitness-Coach und eine hervorragende Diät-Beraterin zu finden. Wenn das nicht hilft, gibt es hervorragende Herrenschneider, die auch etwas moppeligeren Persönlichkeiten zu einer bella figura verhelfen können. Wenn Angela Merkel überaus positiv in Oslo aufffallen konnte, sollte es Henryk Modest mit etwas Arbeit an sich selbst gelingen, im nächsten Jahr in Bayreuth nicht unangenehm aufzufallen.


Schwerer ins Gewicht fällt Wuligers Schlußplädoyer
"Lieber Henryk, lass es lieber sein. Es gibt Wichtigeres als den Zentralrat. Und Bekömmlicheres. Das Schweinefilet in Sahne-Buttersoße beim Italiener bei mir an der Ecke zum Beispiel. Lass uns dort mal am nächsten jüdischen Fasttag essen gehen."

Tja, ich könnte es verstehen, wenn Henryk Modest, der potentiell stärkste Makkabäer unserer Zeit, nicht den steilen und steinigen Weg zur Unsterblichkeit geht, sondern dieser Versuchung nicht widerstehen kann "I can resist everything except temptation".  - Was wäre jedoch eine Entscheidung wert, wenn sie denn leicht fiele und nicht mit einem schweren Triebverzicht erkauft wäre? Henryk Modest, yes, you can go die Ochsentour durch die deutsch-jüdische Gemeindearbeit! Es wäre doch schade, wenn Henryk M. Broder nicht Präsident würde und mit "Horst" auf gleiche Augenhöhe käme. Anstatt Mails zu schreiben, die im Vorzimmer abgefangen werden, lädt Henryk Horst zur Audienz ein. Noch etwas: Der Schaden wäre nicht abzusehen, er wäre verheerend, wenn der jüdische Alpha-Intellektuelle Henryk M. Broder, gefragt, warum er seine Kippa wieder aus dem Ring nehme, antworten würde, dass das Schweinefilet mit Butter-Sahne-Sauce wichtiger sei als der Zentralrat. Wäre Broder ein Beispiel für geglückte Assimilation?

Sonntag, 25. Oktober 2009

Eine Lanze für Henryk M. Broder

Dass Henryk M. Broders Ankündigung, seine Kippa in den Ring zu werfen, Himmel und Hölle, Freund und Feind in Bewegung setzen würde, dass Hohn und Spott kübelweise über den Kandidaten für das Amt des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland gegossen würden, war abzusehen. Eindeutig die Grenze der political correctedness und der Rest-Nettikette im Umgang mit politischen Gegnern hat Mathias Bröckers, für Broder seit dem ersten Date ein kongenialer Feind wie Prof. Moriarty für Sherlock Holmes, am 24. Oktober mit der Polemik "Alles Antisemiten außer Mutti" auf Telepolis, dem "deutschsprachigen Mekka [sic!] für Digital Cultural Studies" überschritten.

Ist das nicht unter aller Kanone? Wie kann sich Henryk M. Broder gegen ein On-dit zur Wehr setzen, das angeblich an einem Abend im September 1982 unter vier Augen gefallen sein soll?

"Als ich am Abend bei unserem damaligen Kolumnisten Wolfgang Neuss saß und nach ihm fragte, sagte der: "Broder wollte von mir schon vor Jahren, dass ich die jüdische Gemeinde ein bisschen aufmische, aber ich hab ihm nicht getraut: erst zieht er dir ein paar antijüdische Witze ab, und später haut er dich als Antisemit in die Pfanne.""

Wie allen bekannt, plädiere ich auf diesem Blog dafür, alle Hypothesen sorgfältig, wenn möglich aus mehreren Quellen zu belegen, und fordere meine Kombattanten zur Falsifizierung auf, falls ich möglicherweise falsche oder überzogene Schlussfolgerungen aus den Quellen gezogen habe. Gibt es noch weitere Zeugen dafür, dass der grosse Wolfgang Neuss Henryk M. Broder, der Neuss in sein Pantheon aufgenommen hat, als verschlagenen linken Hund ansah?

Kaum weniger unter die Gürtellinie schlägt Bröckers, wenn er Broder als "Gesegnet mit dem Sex-Appeal eines alten Wischmobs ..." lächerlich zu machen versucht. Henryk M. Broder ist der deutsch-jüdische Salman Rushdie. Zwar ist er noch nie mit langbeinigen Supermodels mit scharfem Verstand gesichtet worden, dafür hat er das, was Frauen lieben, er stellt Freuds Frage "Was wollen und machen die Ladies?" immer wieder aufs Neue, nicht nur wenn er bei den Gents ist. Broder hat unsan passender Stelle berichtet (dort finden Sie den Link), dass die Pornogrannies "auch alles für die Befriedigung geben" und ist ein begnadeter Huldiger an schöne, üppige weibliche Formen. Sympathisch ist auch, dass er darunter leidet und sich nicht damit abfinden will, von Frau Hecht-Galinski und Berliner Landrichtern, die´s nur im Dunkeln und still und heimlich treiben, als "Pornoverfasser" anerkannt zu werden, nur weil er sich schon seit Menschengedenken mehr für die primäre Begegnung zwischen Mann und Frau interessiert habe als zum Beispiel für Sport und Völkerball.

Also das ist Pfui!! Spargeltarzan Mathias Bröckers!

Samstag, 24. Oktober 2009

Hat Dr. Mathias Döpfner Axel Springers Unternehmensgrundsätze präzisiert?

Axel Caesar Springer hat  5 Unternehmensgrundsätze formuliert, die wie die Anbindung der Bundesrepublik an den freien Westen durch Konrad Adenauer  zu den Meilensteinen der demokratischen Entwicklung Deutschlands zählen und totalitärem Denken Widerstand entgegensetzt haben. Der zweite Unternehmensgrundsatz lautet:

"Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen, hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes."

Der Achse des Guten gebührt das Verdienst, uns auf ein wegweisendes Interview des Nachfolgers Axel Caesar Springers, Dr. Mathias Döpfners,  in der Jerusalem Post aufmerksam gemacht zu haben. Dort sagt er nach Darstellung der Jerusalem Post

"Israel and Europe should have an understanding of absolutely common interests in the defense of democracy and the values of the free Western world.... " (Fettdruck durch mich)

Ich kann leider nicht auf das "exclusive, wide-ranging interview" mit der JP Anfang Oktober zurückgreifen, sondern muss mich mit dem Bericht v. 19. Oktober begnügen. Nicht ausgeschlossen, dass der Verfasser Benjamin Weinthal, ein buddy Henryk M.Broders, eine komplexere Aussage Dr. Döpfners auf Vordermann brachte. Gesetzt jedoch, dass Mathias Döpfner dies so wie es hier steht geäußert hat:   Passt da noch ein Blatt Papier zwischen die Interessen Europas und Israels? Möglicherweise verstehe ich den CEO der Axel Springer Media AG nicht ganz richtig. Meint er mit "absolutely common" total, völlig, unbedingt, vollkommen, hundertprozentig übereinstimmend oder etwas anderes? Als skeptischer, aber unbeirrbarer Befürworter der Demokratie (mit Anfällen von Zucht- und Ordnungsphantasien) war ich immer der Ansicht, dass Demokratie die schlechteste aller denkbaren Regierungsformen mit Ausnahme aller anderen ist. Interessen von Koalitionären, Bündnispartnern können nie deckungsgleich sein, müssen immer wieder ausgehandelt und überprüft werden. Was will uns Dr. Döpfner sagen? Dass deutsche und europäische Politik ohne Wenn und Aber hinter israelischer Politik zu stehen habe? Muss Bündnispolitik so formuliert werden, dass Assoziationen wie "... die Reihen fest geschlossen" geweckt werden? Ich möchte zu bedenken geben: wäre das Projekt dieser Interessengemeinschaft nicht attraktiver und kreativer, wenn es sich zwar auch, aber nicht nur um defense, sondern auch um the further development of democracy and the values of the free world  handeln würde? Könnte man da nicht wenigstens in einer Fußnote über eine Aporetik einer Demokratie als Besatzungsregime und über die Voraussetzungen einer gelingenden Bündnispolitik meditieren?

Oder handelt es sich bei Dr. Döpfners Ausführung lediglich um journalistischen Begleitschutz für die von der Bundesregierung zu finanzierende Lieferung von weapons of democracy, hier Tarnkappenkorvetten, an die israelische Marine?

Freitag, 23. Oktober 2009

Henryk M. Broder goes science


Von einem Präsidenten in spe des Zentralrats der Juden in Deutschland ist es gut zu wissen, nicht wie er zur Religion, einem eher bedenklichen Ast in der menschlichen Evolutionsgeschichte, sondern wie er zur "Wissenschaft" steht. Broder redet Tacheles. Es tut uns allen gut und entlastet uns von unnützen Studien, wenn "Wissenschaft" bzw. ihre Priester entzaubert werden.

Broder berichtet auf SPON von den "Berliner Wirtschaftsgesprächen", zu denen er nie gegangen wäre, wenn nicht der leidlich bekannte Sarazzin aufgetreten wäre, leider "ungewohnt zahm". Das gibt Henryk M. Broder jedoch die Gelegenheit, allgemein verbindliche Erkenntnisse über die sog. "Wirtschaftswissenschaften" vorzustellen (en passent: dieser gewohnt zahme Beitrag von Henryk M. Broder auf SPON gibt die Gelegenheit, nochmals alle gewohnt taffen Statements Sarazzins Revue passieren zu lassen):

"Am Ende der anderthalbstündigen Debatte war vor allem eines futsch: der Glaube, Experten würden mehr von Wirtschaft verstehen als das gemeine Volk...Die Fachleute dagegen hängen ratlos unter der Kuppel und überlegen...Sie haben zur Wirtschaft dasselbe Verhältnis wie Meteorologen zum Wetter. Ihre “Vorhersagen” erklären das Gestern."

Bartel weiss, wo man den Most holt. In dem epochalen Werk "Kritik der reinen Toleranz" zieht Henryk M. Broder die Konjektur

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Broder und das Potential der Inder

Bei einem radikal monothematischen Blog wie Von den einzigwahren Freunden Israels ist es natürlich oberstes Gebot, nicht jedes Hüsteln zu registrieren und jeden Furz zum Hurrican zu deklarieren (auch wenn der der berüchtigte Schmetterling sein mag). So z.B. auch die sog. "Einladung" durch den Maharadscha nach Jodhpur, in der Tat eine recht anstrengende 5tätige Promoreise, die Henryk M. Broder von dem "Pfälzer Buben" und Event-Veranstalter  Matthias Hoffmann bezahlt bekam. Für diesen hat sich die Investition in Broder gelohnt, der return on invest war ein üppiger redaktioneller Beitrag in SPON auf der Themenseite: Broders Reisen (dort sieht man ihn auch schlemmen) "Indien für die Zirkusmanege" mit einer gestochen scharfen Bildreportage, wie wir sie von Volksreportern und 50plus Globetrottern kennen und lieben. Wir werden hier nicht überrascht, nicht schockiert, freuen uns daran, dass DuMonts Devise "Man sieht nur, was man weiss" nach wie vor gültig ist.

Also, unser Mann Broder war without any doubt tatsächlich in Indien. Wer seine Backstage Berichterstattung auf der Achse des Guten unter dem Titel "Am Ende des Ganges" mit angemessener Aufmerksamkeit verfolgte, hätte fragen können, ist der jetzt in Indien oder nur am Ende des Ganges? Die Frage ist weniger relevant, als sie scheint, insofern der Unterschied in der Wahrnehmung und Erkenntnis bei Broder hier oder dort nur minimal ist.

Für unsere Ausdauer werden wir in Folge 8 der Serie reichlich entlohnt. In Göttingen im "Maharadscha" offenbart uns Broder das Rettende (aus dem Munde des Präsidenten des Zentralrats der Juden in spe muss das berichtet werden!)

"Überhaupt sollte wir uns, was Indien angeht, noch auf einiges gefasst machen. Die Inder haben das Potential Europa [dessen Bewohner, wie wir an anderer Stelle von Broder gehört haben, zu faul zum Ficken sind] zu übernehmen bzw. vor der Übernahme durch die Söhne Mohammeds zu retten. Es wäre das Beste, was den Europäern passieren könnte..."

Noch haben wir diese Erleuchtung nicht richtig verdaut und schon werden wir von Henryk M. Broder zu einem Highlight der vergleichenden Völkerkunde auf die Toilette geschickt:

"Dort finden Sie ein Wandgemälde, das einen Mann und einen Frau bei der primären [sic!] Begegnung zeigt...Für die Berliner Landrichter, die es - wenn überhaupt - im Dunkeln, stumm und mit geschlossenen Augen treiben, wäre das schon Pornografie, für die Inder ist es die Hohe Kunst der Liebe...Und falls Sie eine weibliche achgut-Leserin in Göttingen sind: BItte gehen Sie auf die Damentoilette im Maharadscha und schreiben Sie uns, was und wer dort auf der Wand zu sehen ist"

Dieser Aufforderung kommen wir gerne nach. Meine Großtante, mit der ich Göttingen das "Maharadscha" besuchte, brachte mir von der Damentoilette folgendes Anschauungsmaterial mit:

 

Lesefrucht: Albert Caraco, Brevier des Chaos

" Keine Geistlichkeit wird über die Biologie und Ökologie obsiegen, alle Geistlichen sind überholt, es gibt keinen Unterschied zwischen Zauberern und Priestern, wir sind gleichermaßen verachtenswert dafür, den Rat der einen einzuholen wie den anderen Achtung entgegenzubringen. Die Naturgesetze sprechen den Exorzismen wie den Gebeten Hohn und jetzt, wo man lernt, erstere besser zu verstehen, macht man sich strafbar, sie zu verletzen, und das doppelt, wenn es letzteren zuliebe geschieht. Wahrlich, die Weigerung, den Göttern zu opfern und ihre Priester zu ehren, wird niemanden mehr das Leben kosten, aber die Unkenntnis de Ökologie und die Verachtung der Biologie bereiten der gesamten Gattung die tragischste Zukunft. Unsere Religionen sind Seuchen und die Mächte, die sie stützen, Verschwörungen von Giftmischern, unsere Geistigkeit ist nur eine Selbstbefriedigung der Verstandestätigkeit, wir brauchen künftig alle unsere Kräfte, wenn wir die Welt neu überdenken wollen, eine Welt, in der der Mensch der einzige Herr über Leben und Tod ist, der einzige, sage ich, wohlgemerkt, denn das metaphysische Alibi läuft aus, und hinter unserer Ohnmacht können wir uns nicht verstecken."
Albert Caraco, Brevier des Chaos, Matthes & Seitz, München 1986

Le chaim!! Isch kandidiere

Lieber Henryk M. Broder,
Ihr Bewerbungschreiben für das Amt des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland im Tagesspiegel

Meine Kippa liegt im Ring

hat mir und gewiß auch bei vielen anderen Ihrer Freunde und Feinde Schauer von Endorphinen und anderen euphorisierenden Botenstoffen, auf gut Deutsch, Begeisterung durch die Adern gejagt

"Ich habe nach reiflicher Überlegung beschlossen ...In zwei Jahren werde ich 65, ich habe immer das getan, was ich tun wollte. Jetzt ist die Zeit gekommen, das zu tun, was ich tun sollte."

Gottseidank, kein Ironietag oder "Vorsicht, Satire!", mit sochen Worten müssen Sie es nur mindestend so ernst meinen wie weiland der Führer, als er beschloss, Politiker zu werden. Das ist Berufung!
Besonders begeistert und von Ihren Leaderhip-Qualitäten überzeugt hat mich Ihr profundes Geschichtsbild und ihre Perspektive sub specie aeternitatis:

"Der Zentralrat versteht sich als eine Art Frühwarnsystem gegen politischen Extremismus und andere aufziehende Gefahren. Das war die Rolle, die den kapitolinischen Gänsen im alten Rom zukam. Dennoch haben sie den Untergang Roms nicht verhindern können."

Die kapitolinischen Gänse haben Rom 387 v.Chr. vor den Galliern gerettet, der weströmische  Teil des Imperium Romanum ging endgültig in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung zugrunde. Mich überzeugt eine Haltung, in der 800 bis 900 Jahre letztlich ein Nichts vor dem Ende sind.

Noch mehr begeistert hat mich die allgemeine Menschenliebe Broders, sein Universalismus

Montag, 19. Oktober 2009

Broder, Politically Incorrect, Rabbi Meir Kahane
Archiv 2.7.2008

Henryk M. Broder, Politically Incorrect und die Rabbi Meir Kahane Connection
Getrennt Marschieren - Vereint Schlagen. Alliance oder Mesalliance?

Stefan Niggemeier am 14.5.2008 "Terrowerbung auf Politically Incorrect" sowie nachfolgend SPON am 30.5.2008 "Allianz der Islamophoben" haben darauf aufmerksam gemacht, dass die „wahrlich unseriösen Islamophoben“ (Alan Posener) von Politically Incorrect auf die website der „Jewish Task Force“ (JTC) verlinken, die den Lehren des Rabbi Meir Kahane verpflichtet ist.

Kahane ist der Gründer der Jewish Defense League und der Kach. „In 1986, Kach was declared a racist party by the Israeli government and banned from the Knesset, and, in 1994, following the Cave of the Patriarchs massacre by Baruch Goldstein the movement was outlawed completely”




Von Abbas und dem "Hitler von Teheran" führt ein Link auf die Seite der Jewish Task Force - Jews against Obama (siehe auch Post: Die einzigwahren Freunde Israels und Barak Hussein Obama)





Der zweite von links ist Rabbi Meir Kahane, der dritte Chaim Ben Pesach, der Betreiber der Seite. Verschwörungstheoretiker bitte ich, das Logo der JTF nicht als reales USRAEL zu interpretieren. Dies ist eher ein Zeichen dafür, dass es jüdische Sektierer gibt, die diese Machtphantasie hegen. Die politischen Ziele sind

Alan Posener empfiehlt sich für die Achse des Guten
Archiv 6.6.2008

Im Mai 2008 veröffentlichte Internationale Politik, Deutschland führende außenpolitische Zeitschrift, eine Debatte zwischen Lorenz Jäger (FAZ) und Alan Posener (WELT)

Verschwörungstheoretiker! Antisemiten! 

Lorenz Jäger hatte in seinem Beitrag "Der militärisch-ideologische Komplex" u.a. ausgeführt

"So, wie in den Vereinigten Staaten jüdische Neokonservative und protestantisch-evangelikale Armageddon-Gläubige in der Lobby ein prekäres Bündnis eingegangen sind, so ist in Deutschland der Bogen weit gespannt: von der links-extremen Jungle World, der Zeitschrift Konkret und der „antideutschen“ Linken bis zu den seriösen Atlantikern in den Zeitungen des Axel-Springer-Verlags. Publizistisch kommen noch die Blogger der „Achse des Guten“ dazu, schließlich, am unteren Ende des Diskussionsniveaus, die Internetseite „Politically Incorrect“, die sich nach eigenen Angaben als „proamerikanisch“ und „proisraelisch“ versteht. ...
Dass man sich selbst dabei als „politisch unkorrekt“ bezeichnet, ist ein geschickter Etikettenschwindel. Er wird nicht dadurch besser, dass auch ein angesehener Journalist wie Josef Joffe dabei mittut. „Schöner denken. Wie man politisch unkorrekt ist“ hieß das Buch von Michael Miersch, Henryk M. Broder und Joffe, das die Anliegen dieser Publizistik versammelte, von der Pazifismuskritik über die Spießerschelte bis zur Israel-Sympathie – und das einzig wirklich unkorrekte Wort, das dabei fehlte, war just „Israel-Lobby“. Man reibt sich die Augen: „Unkorrekt“, marginalisiert also, sollen ausgerechnet Positionen sein, die vom Spiegel (Broder) über die Welt (Miersch) bis zur Zeit (Joffe) ihre Foren haben?"

In seiner Replik "Die polit-psychologische Matrix" versuchte Alan Posener Lorenz Jäger nach allen Regeln der Kunst auseinanderzunehmen, u.a. damit

"Dass er jedoch Broder, Joffe und Miersch bloß deshalb, weil sie ein Buch mit dem Untertitel „Wie man politisch unkorrekt ist“ geschrieben haben, in die Nähe der nun wahrlich unseriösen Islamophoben um „Politically Incorrect“ zu rücken versucht, ist niederträchtig, aber für das Niveau seiner Argumentation bezeichnend." (Fettdruck durch mich)

In einer freundlichen Mail am 8. Mai 2008 wies ich Alan Posener mit einigen Belegen, u.a. einem Pic, das im Internet an vielen Stellen (z.B. hier und hier und hier) zu finden ist, darauf hin, dass dieses "bloß deshalb" in seiner Dekonstruktion nicht ganz stichhaltig sei; das Bild hatte ich kommentiert

"Hier finden Sie auf einem "pro-westlichen Heimatabend" das Schwergewicht vom SPIEGEL ... geradezu Schulter an Schulter mit Herrn Herre von Politically Incorrect. Sie sehen eine entente cordiale...Dass der SPIEGEL Autor ... jetzt die Nähe leugnet, ist doch eher taktisch bedingt."

Alan Posener antwortete in einer ebenso freundlichen Mail am 9. Mai

""Guilt by association" - Mitschuld durch bloße Verbindung. Im Falle Jägers durch bloße Assoziation "politisch unkorrekt" - "Politisch Inkorrekt". In Ihrem Fallle dadurch, dass Broder und Herre vor drei Jahren auf derselben Veranstaltung waren - ist und bleibt eine infame Methode der Diffamierung" (Fettdruck durch mich)

Samstag, 17. Oktober 2009

Lesebefehl: "Walter Schmidt" reloaded auf der Achse des Guten, Vorsicht Satire?

"Walter Schmidt" und Hentryk M. Broder sind ein Traumpaar. Während Broder in der öffentlichen Sitzung des Innenausschusses des Deutschen Bundestages am 16.6.2008 (wir berichteten hier) sich total sicher war, Or HaOlam zu sein, den Abgeordneten  mit seinem Antisemitenhammer einzuleuchten, und ihnen vorab mit traumwandlerischer Sicherheit versicherte, "dass Sie am Ende meines Statements es nicht bereuen werden, mich eingeladen zu haben",  hat "Walter Schmidt" nur ein halbes Jahr später mit einem genialischen Eureka! Prof. Wolfgang Benz, dem Zentrum für Antisemitismusforschung und seinen verfehlten Forschungsansätzen den Garaus gemacht. Beide zusammen werden die Leitfiguren einer "kopernikanischen Wende" in der Antisemitismusforschung sein; die Paradigmen von Benz & al. werden im Orkus der Wissenschaftsgeschichte verschwinden.
Mit dem neuen Beitrag "Walter Schmidts" auf der Achse des Guten: Vorsicht, Satire? haben wir einen neuen wundervollen Beleg, wie zwei Herzen - "Walter Schmidt" und Henryk M. Broder - im Dreivierteltakt schlagen. Henryk M. Broder hatte uns - wir haben darüber berichtet - die Lektüre von Klaus Bittermanns "Unter Zonis - zwanzig Jahre reichen jetzt so langsam wieder mal" ans Herz gelegt. Der springende Punkt für Henryk war dabei, dass hier und nicht weit hinter der Türkei die Brudervölker mit gleichberechtigten Anschlägen aufeinander einschlagen - und er quietschvergnügt, das Weltkind in der Mitten - als Profisachverständiger adabei sein kann. Während man gemäß Broder die gesamte Bagage samt Knüppeln gleichberechtigt in einen Sack stecken kann, macht "Schmidt", ansonsten das grobmotorische alter ego Broders, einen Rollentausch und zeigt uns in einer Apotheose der Dialektik, was Dialektik für unser Verständnis zu leisten vermag:

Leseempfehlung: Avi Efroni, Geerd Wilders und Henryk M. Broder: ein perfektes Paar

Er wird wohl noch einige Zeit frisch bleiben, der Kommentar von Avi Efroni auf Der Berliton - Der Deutsch Israelische Treffpunkt.
Avi Efroni betont zu recht, dass es sich bei dem Paar Wilders & Broder um eine Alliance, nicht um eine Mésalliance handelt. Teiletappen auf dem Wege Henryk M. Broders dahin werde ich in Kürze mit Archivbeiträgen
- Politically Incorrect, Henryk M. Broder und die Meir Kahane Verbindung, sowie
- Alan Posener empfiehlt sich für die Achse des Guten
darstellen.
Ich habe immer dafür plädiert, Broder nicht als pars pro toto, weder für die Juden in Deutschland noch die zionistische Bewegung zu sehen, auch wenn Charlotte Knobloch ihm mal bedingslose Unterstützung versprochen hatte; er selbst hätte am liebsten folgende Definition des Antisemitismus durchgesetzt: Wer gegen Broder argumentiert, kann nur Antisemit oder selbsthassender Jude sein. Denkste. Hier weitere kritische jüdische Stimmen (sind das selbsthassende Juden?)
Anja Lena Müller, Fight-Club: Broder vs. Niggemeier,
Micha Brumlik, Das halbierte Humanum. Wie Ralph Giordano zum Ausländerfeind wurde, in: Thorsten, Gerald Schneiders, Hrsg., Islamfeindlichkeit: Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen
Zitat: "Henryk Broder und Leon de Winter, an die Giordano hier womöglich als 'Kenner' denken mag, sind nämlich genau dies nicht: Kenner! (…) Weder können sie arabisch, noch haben sie Religionswissenschaften oder Theologie studiert – es handelt sich bei ihnen, ebenso wie bei Giordano selbst um meinungsfreudige Journalisten, die indes für nichts anderes bürgen als für ihre eigene Inszenierung."