Dienstag, 17. Mai 2011

Donnerwetter! Unverschämtheit! Teuflisch! Die palästinensischen Halunken, Blockadekräfte, Jammerlappen, Traumfabrikanten verzichten auf Terror!

Das ist Effektiver als Bombengürtel wird uns auf Lizas Welt erklärt

"Wenn man in einigen Jahren zurückblickt, dann könnte sich das Jahr 2011 als dasjenige herausstellen, in dem das Schicksal Israels besiegelt wurde. Und das nicht deshalb, weil der jüdische Staat militärisch oder terroristisch in die Knie gezwungen worden wäre, sondern weil 2011 den Beginn einer massiven internationalen Kampagne markierte, an dessen Ende die vollständige Delegitimierung Israels stand. ...

Es wird also vermutlich so kommen, wie es kommen muss: Die Palästinenser werden, wie zu Zeiten der zweiten Intifada, bereit sein, aufs Ganze zu gehen. Dieses Mal nicht mit Bombengürteln bewaffnet, sondern unterstützt von der Vollversammlung der Vereinten Nationen. ...

Die Ausrufung eines Staates birgt für die Palästinenser letztendlich viel mehr Erfolgschancen als alle bisherigen Abkommen. Eine Einheitsregierung und ein de facto anerkannter Palästinenserstaat würden Israel in die Situation bringen, nicht nur umstrittene Gebiete besetzt zu halten, sondern Land, das zu einer Art von Staat gehört. Das mag zwar völkerrechtlich irrelevant sein, moralisch und politisch kann es jedoch zum entscheidenden Todesstoß für den jüdischen Staat werden. ...

Dadurch könnte es auf lange Sicht doch zur Erfüllung aller palästinensischen Träume kommen: der Vernichtung Israels und der Errichtung Groß-Palästinas."

Das waren die guten, alten Zeiten, nicht wahr, als - so unser Freund Claudio Casula a.k.a. Spirit of Entebbe - die palästinensischen Halunken, Blockadekräfte, Jammerlappen, Traumtänzer zu nichts anderem in der Lage waren, als  sich mit Bombengürteln in die Luft zu sprengen. Fayyad und die Seinen sind das trojanische Pferd; fürchtet die Palis, auch wenn sie Geschenke bringen! Die Palästinenser als Vollblut-Terroristen oder ihre Zerstrittenheit (Abu Mazen hat die Wahl zwischen einem "Frieden" mit der Hamas oder mit Israel) - das waren schöne rhetorische Figuren; jetzt muß sich Israel entscheiden, ob es einen "Friedensprozess", einen Verständigungsprozess mit den Palästinensern will (ewiger Frieden jetzt und für alle Zeiten ist eine Bedingung, die, wie auch Claudio Casula und die Seinen wissen, nicht garantiert werden kann, sondern immer wieder in den nächsten Millenien errungen werden muss) - oder die Siedlungspolitik im Namen Gottes oder einer säkularisierten Variante fortsetzen:

"And you son of man, prophesy to the mountains of Israel and say,...I will multiply men upon you, all the house of Israel, all of it; and the cities shall be inhabited and the ruins rebuilt....I will make you inhabited as in former times, and do better for you than at your beginning...." Yechezk'el 36:1,9,10.11

"Avram passed through the Land to the  place called Sh'khem, to Elon Moreh. The Kena’ani were then in the land. HaShem appeared to Avram and said, ‘To your descendants I will give this Land.’” B'resheet.12:6,7
(Quelle)

Nach Herbert Eiteneier a.k.a. heplev sind Friedenshetzer am Werk

Warum stiften europäische Führer zu eineingeschränktem Krieg im Nahen Osten an?

Ich empfehle

Mustafa Barghouti, Ein Blick von innen auf die palästinensische Einheitsvereinbarung (Quelle: Reiner & Judith Bernstein PDF 6.5.2011)

Kommentare:

serdargunes hat gesagt…

Wenn man das Gebrabbel von Liza so liest, hat man den Eindruck Israel wäre nur gegründet worden, um den Antideutschen und Israelnationalisten in Deutschland einen Gefallen zu tun.

Anonym hat gesagt…

ES WIRD KEINE RÜCKKEHR GEBEN!
http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=16&Param_RB=&Param_Red=13925

Anonym hat gesagt…

Und ich empfehle Khaled Abu Toameh: Hamas in English vs. Hamas in Arabic. Spätestens nach der Lektüre dieses Beitrags weiß man, dass es Barghouti, dieser begnadete Propagandist, mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, wenn er sagt: Wenn Sie die Rede Khaled Meshals lesen, akzeptiert „Hamas“ die Charta [der PLO] durch die Akzeptanz der Zwei-Staaten-Lösung, ganz unverblümt und klar. Er sagte: '67er Grenzen, Jerusalem als Hauptstadt, souveräner Staat, demokratischer Staat, dass sie die Demokratie akzeptieren und die Ergebnisse der Wahlen, so wie sie sind. Nichts davon stimmt, kein einziges Wort.

Oscar Mercator hat gesagt…

@ Anonym

Meine Meinung ist zwar nicht maßgebend, aber ich denke, Israel würde mit einem quid pro quo oder do ut des klug handeln: Ihr verzichtet auf die Rückkehr in das Israel vor 1967, im Gegenzug lösen wir innerhalb Zeitraum X die Siedlungen auf (bis auf die ca. 5% mit den großen Siedlungsblöcken, für die eine Kompensation geboten wird).

Die Welt ist dieses Konflikts müde. Beide Seiten müssen jetzt Farbe bekennen. Ich glaube, Israel hätte in der Welt ein viel besseres Standing, wenn es nicht mehr als "Besatzungsmacht" oder "Siedlerregime" wahrgenommen würde - und würde auch eher unbterstützt, falls es nach einem Agreement angegriffen würde. Ich befürchte jedoch, dass Israel, zumal die derzeitige Administration, weder willens noch fähig ist, die Siedler zu stoppen. Ich würde mich freuen, wenn ich Unrecht hätte.

Oscar Mercator hat gesagt…

Was kann und will Netanyahu?

http://www.welt.de/politik/ausland/article13377908/Netanjahus-raetselhafte-Rede-zur-Zukunft-Israels.html