Parerga und Paralipomena zu einem Netzwerk mit "lediglich bloßen" Beziehungen, Henryk M. Broder und seine domini canes z.B. Lizas Welt, Castollux, Spirit of Entebbe, Heplev, Honestly Concerned, der legendäre Lehrer "Walter Schmidt". Dazu der unglückliche Alan Posener und Querverweise zu den "nun wahrlich unseriösen Islamophoben um Politically Incorrect."
Ein radikal monothematisches Blog - seit September 2009 - lädt zum Widersprechen ein
Flectere si nequeo superos Acherontas movebo
Montag, 29. August 2011
Henryk M. Broder erklärt Natur und Zivilisation
Wenn Broder will, dann kann er was. Es gibt bei ihm Momente, da glaube ich, dass der Heilige Geist in ihn gefahren ist. Die entschädigen mich für den ennui bzw. die Fadesse, die ich zumeist empfinde. Mit dem Kabinettstückchen "Natur! Natur!" ist er wieder auf dem Gipfel seiner Manneskraft! Ich staune immer wieder Bauklötze, wie Broder es schafft, auch komplexeste Zusammenhänge in einfachen klaren Sätzen auch dem Dümmsten verständlich zu machen. Aber seien Sie vorsichtig! "Natur! Natur!" ist ein wahrer Erkenntnisschock; Sie werden nicht mehr wissen, ob Sie lachen oder weinen sollen. - Zum Bild: dieser Vorgang gehört nach Broder zum Register der Natur, während nach Lévi-Strauss die Umwandlung von Rohem zu Gekochtem bzw. Gebratenen für den Übergang von der Natur zur Kultur steht. Kannibalismus ist eine Zivilisation, lieber Henryk, ein Grill ist eine technologische Errungenschaft wie eine Mikrowelle!
Montag, 22. August 2011
Schwach, schwächer, starke-meinungen.de
Ich habe mich mit dem nom de guerre "Alt 68er" seit ungefähr einem Jahr immer wieder gerne an Diskussionen auf dem Autorenblog Starke Meinungen ("starke-meinungen.de" ist ein Autoren-Blog. Jeder von uns vertritt seine eigene Meinung. Wir möchten zur Diskussion anregen, auch zum Widerspruch. Reden Sie mit! Es ist Ihre Demokratie. ) - dort posten u.a. Michel Friedman, Alan Posener, Christian Böhme - beteiligt.
Nun ist mir am 17. August Alan Posener mit dieser schönen Blutgrätsche in die Beine gefahren: "Ach, Alt-68er: Erst jetzt erkenne ich, dass..." Seither werden von mir keine Kommentare mehr veröffentlicht.
Frau Heckel, die ansonsten patente Blogbetreiberin, hat mich also vom Feld gestellt. Auf Anfrage teilte mir Frau Heckel mit "Kommentare, bei denen andere Kommentatoren persönlich beschimpft werden, haben wenig Nutzwert. Kommentare, in denen sachlich - und gern auch zugespitzt argumentiert wird, sehr wohl." Auf eine weitere Nachfrage, ob wir denn die Kuh vom Eise bringen könnten oder ob ich lebenslänglich gesperrt sei, hat sie bisher mit vornehmer Zurückhaltung geschwiegen. Das ist zwar nicht gerade sportlich und fair, den Gefoulten vom Platz zu stellen, aber ich habe volles Verständnis, dass Frau Heckel nicht ihren bei weitem beliebtesten Lokalmatador vom Platz stellt, auch wenn dem die Sicherungen durchbrennen. Alan Posener stolziert gern souverän über das Spielfeld wie weiland der Kaiser, wenn ihm auf den Zahl gefühlt wird, das mag der Herr, der gerne lau badet, gar nicht; der Kaiser hatte es allerdings nie nötig, derartig den Verstand zu verlieren ("Black-Out"), das Grätschen übernahm für ihn der verdienstvolle Katsche "Eisenfuß" Schwarzenbeck.
Nun will ich keineswegs den Eindruck erwecken, dass ich auf dem Spielfeld ein Waisen- oder Chorknabe bin (wenn Sie ein Mercator-Connaisseur werden wollen oder ein Dossier anlegen, schadet es nicht, hier und hier und hier und hier in die Kommentarstränge zu schauen und "Alt 68er" auf die Finger). Offenbar hat mir der Menschenfreund und Deutschenfresser (Germanophobe) Alan Posener sehr übel genommen, dass ich ihn als "Sinowjew im Schlafrock" bezeichnet habe; das war wohl eine Majestätsbeleidigung. Nun bin ich nicht wie unser gemeinsamer Freund Henryk M. Broder ein "hemmungsloser Freiheitskämpfer" und unbedingter Vorkämpfer für das Recht zu beleidigen. Von daher finde ich es nicht apriorisch bedenklich, wenn Alan Posener sich persönlich beschimpft und schwer beleidigt fühlt - und das weder goutiert noch toleriert - und werde in der nächsten Post darüber meditieren, ob es eine zulässige Zuspitzung oder eine Überschreitung ist, ihn als "Sinowjew im Schlafrock" zu titulieren.
Ich grüsse von hier aus meine geschätzten Mitkommentatoren "EJ", "KJN", "Roland Ziegler", "Susannah Winter", "Rita E. Groda", "derblondehans", "jan volens" und die anderen, die sich sicher schon gefragt habe, ob ich jetzt nach Poseners Hammer den Geist aufgegeben habe. Ich habe den Eindruck, man ist auf "Starke Meinungen" zuweilen mucksmäuschenstark.
Siehe auch: Apropos starke-meinungen.de
Nun ist mir am 17. August Alan Posener mit dieser schönen Blutgrätsche in die Beine gefahren: "Ach, Alt-68er: Erst jetzt erkenne ich, dass..." Seither werden von mir keine Kommentare mehr veröffentlicht.
Frau Heckel, die ansonsten patente Blogbetreiberin, hat mich also vom Feld gestellt. Auf Anfrage teilte mir Frau Heckel mit "Kommentare, bei denen andere Kommentatoren persönlich beschimpft werden, haben wenig Nutzwert. Kommentare, in denen sachlich - und gern auch zugespitzt argumentiert wird, sehr wohl." Auf eine weitere Nachfrage, ob wir denn die Kuh vom Eise bringen könnten oder ob ich lebenslänglich gesperrt sei, hat sie bisher mit vornehmer Zurückhaltung geschwiegen. Das ist zwar nicht gerade sportlich und fair, den Gefoulten vom Platz zu stellen, aber ich habe volles Verständnis, dass Frau Heckel nicht ihren bei weitem beliebtesten Lokalmatador vom Platz stellt, auch wenn dem die Sicherungen durchbrennen. Alan Posener stolziert gern souverän über das Spielfeld wie weiland der Kaiser, wenn ihm auf den Zahl gefühlt wird, das mag der Herr, der gerne lau badet, gar nicht; der Kaiser hatte es allerdings nie nötig, derartig den Verstand zu verlieren ("Black-Out"), das Grätschen übernahm für ihn der verdienstvolle Katsche "Eisenfuß" Schwarzenbeck.
Nun will ich keineswegs den Eindruck erwecken, dass ich auf dem Spielfeld ein Waisen- oder Chorknabe bin (wenn Sie ein Mercator-Connaisseur werden wollen oder ein Dossier anlegen, schadet es nicht, hier und hier und hier und hier in die Kommentarstränge zu schauen und "Alt 68er" auf die Finger). Offenbar hat mir der Menschenfreund und Deutschenfresser (Germanophobe) Alan Posener sehr übel genommen, dass ich ihn als "Sinowjew im Schlafrock" bezeichnet habe; das war wohl eine Majestätsbeleidigung. Nun bin ich nicht wie unser gemeinsamer Freund Henryk M. Broder ein "hemmungsloser Freiheitskämpfer" und unbedingter Vorkämpfer für das Recht zu beleidigen. Von daher finde ich es nicht apriorisch bedenklich, wenn Alan Posener sich persönlich beschimpft und schwer beleidigt fühlt - und das weder goutiert noch toleriert - und werde in der nächsten Post darüber meditieren, ob es eine zulässige Zuspitzung oder eine Überschreitung ist, ihn als "Sinowjew im Schlafrock" zu titulieren.
Ich grüsse von hier aus meine geschätzten Mitkommentatoren "EJ", "KJN", "Roland Ziegler", "Susannah Winter", "Rita E. Groda", "derblondehans", "jan volens" und die anderen, die sich sicher schon gefragt habe, ob ich jetzt nach Poseners Hammer den Geist aufgegeben habe. Ich habe den Eindruck, man ist auf "Starke Meinungen" zuweilen mucksmäuschenstark.
Siehe auch: Apropos starke-meinungen.de
Mittwoch, 17. August 2011
Benjamin Netanyahu: Sozialer Wohnungsbau in den "umstrittenen Gebieten"
SPIEGEL Online berichtet über Massenproteste in Israel - Netanyahu drohen Neuwahlen.
Benjamin Netanyahu und sein Kabinett haben jetzt rasch und zielstrebig auf die Wohnungskrise und Hunderttausende von Demonstranten reagiert. Der soziale Wohnungsbau in den "disputed territories", wie die sogenannten "besetzten Gebiete" im Westjordanland richtig genannt werden, wird jetzt intensiviert, um denen zu helfen, die in Israel bezahlbaren Wohnraum suchen. MondoPrinte berichtet: "Ramat Shlomo".
Über eine nicht gerade neue, aber sehr gewitzte Idee des fundraisings, die nur cleveren Juden einfallen kann, klopfen sich Claudio Casula und seine Freunde auf die Schenkel und plaudern aus dem Nähkästchen: Meanwhile in Rome
Ich glaube, ich muß mir die Spendenkampagnen der Katholischen Kirche demnächst genauer anschauen.
Benjamin Netanyahu und sein Kabinett haben jetzt rasch und zielstrebig auf die Wohnungskrise und Hunderttausende von Demonstranten reagiert. Der soziale Wohnungsbau in den "disputed territories", wie die sogenannten "besetzten Gebiete" im Westjordanland richtig genannt werden, wird jetzt intensiviert, um denen zu helfen, die in Israel bezahlbaren Wohnraum suchen. MondoPrinte berichtet: "Ramat Shlomo".
Über eine nicht gerade neue, aber sehr gewitzte Idee des fundraisings, die nur cleveren Juden einfallen kann, klopfen sich Claudio Casula und seine Freunde auf die Schenkel und plaudern aus dem Nähkästchen: Meanwhile in Rome
Ich glaube, ich muß mir die Spendenkampagnen der Katholischen Kirche demnächst genauer anschauen.
Ach Henryk - Mitleid mit Broder
Meinen aufmerksamen Lesern dürfte nicht entgangen sein, dass ich in letzter Zeit reichlich lustlos war, mich mit den einzigwahren Freunden Israels zu beschäftigen. Nichts Neues unter der Sonne, same as it ever was. Insbesondere Broder lebt intellektuell von ca. zehn rhetorischen Figuren, Claudio Casula von dreien.
Gerne weise ich deshalb in dieser Unlust auf die schöne Meditation "Ach Henryk - Mitleid mit Broder" von Mark T. Fliegauf auf The European hin.
Ich meditiere über einen anderen Zugang ...
Gerne weise ich deshalb in dieser Unlust auf die schöne Meditation "Ach Henryk - Mitleid mit Broder" von Mark T. Fliegauf auf The European hin.
Ich meditiere über einen anderen Zugang ...
Samstag, 13. August 2011
Henryk M. Broder: Love is in the air
Indira Weis ist das Broder-Girl 2011. Gut, schaun mer mal an, wie sie auf den Broder kam.
Montag, 1. August 2011
Henryk M. Broder ist überhaupt unschuldig!
Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Er ist sogar total unschuldig. Wenn ich ihn hier gegenüber bösartigen Beschuldigungen in Schutz nehme, bin ich sicherlich gänzlich unverdächtig, dies als ein Parteigänger und Spießgeselle Broders zu tun.
In der FR postuliert Christian Bommarius, dass Broders Schriften das "Entrebillet für aggressiven Antiislamismus" seien. "„Nach den Niederlagen von Poitiers (732) und Wien (1683) sollen die Europäer nun mit den Waffen der Demografie besiegt werden.“ Aber den Satz schrieb nicht Breivik. Er stammt von Henryk M. Broder."
En passant: Warum eigentlich geben die Europäer auf diesem Schlachtfeld so ein jämmerlich schwaches Bild ab? Und auf dem Autorenblog Starke Meinungen greift Alan Posener Broder an, ohne ihn direkt beim Namen zu nennen
"Umso bezeichnender ist es, dass die neurechten Maulhelden, aus deren Dunstkreis Anders B. hervorging, ... keinen Gedanken auf Selbstkritik verwenden, sich vielmehr in bekannter Manier wehleidig schon jetzt als Opfer des linken „Mainstreams“ und jener „Kulturmarxisten“ hinstellen, die Anders B. absolut folgerichtig seinerseits als Opfer heraussuchte. ... Und es gibt einen Zusammenhang zwischen der Neuen Rechten und den Terror-Attentaten in Norwegen. Ideen haben Konsequenzen. Worte haben Folgen. Wer das leugnet, verwirkt den Anspruch, ernst genommen zu werden."
Das ist schon starker Tobak, Broder muß ganz schön einstecken und steckt es weg wie einst Aap Müller. Wankt Henryk M. Broder? Nein, aber er ist gezwungen, eine Apologie in eigener Sache zu verfassen
In der FR postuliert Christian Bommarius, dass Broders Schriften das "Entrebillet für aggressiven Antiislamismus" seien. "„Nach den Niederlagen von Poitiers (732) und Wien (1683) sollen die Europäer nun mit den Waffen der Demografie besiegt werden.“ Aber den Satz schrieb nicht Breivik. Er stammt von Henryk M. Broder."
En passant: Warum eigentlich geben die Europäer auf diesem Schlachtfeld so ein jämmerlich schwaches Bild ab? Und auf dem Autorenblog Starke Meinungen greift Alan Posener Broder an, ohne ihn direkt beim Namen zu nennen
"Umso bezeichnender ist es, dass die neurechten Maulhelden, aus deren Dunstkreis Anders B. hervorging, ... keinen Gedanken auf Selbstkritik verwenden, sich vielmehr in bekannter Manier wehleidig schon jetzt als Opfer des linken „Mainstreams“ und jener „Kulturmarxisten“ hinstellen, die Anders B. absolut folgerichtig seinerseits als Opfer heraussuchte. ... Und es gibt einen Zusammenhang zwischen der Neuen Rechten und den Terror-Attentaten in Norwegen. Ideen haben Konsequenzen. Worte haben Folgen. Wer das leugnet, verwirkt den Anspruch, ernst genommen zu werden."
Das ist schon starker Tobak, Broder muß ganz schön einstecken und steckt es weg wie einst Aap Müller. Wankt Henryk M. Broder? Nein, aber er ist gezwungen, eine Apologie in eigener Sache zu verfassen
Mittwoch, 27. Juli 2011
Botho Strauss: Anschwellender Bocksgesang
Aus gegebenem Anlass will ich erinnern: Im SPIEGEL 6/1993, 8.2.1993 ist Botho Strauss´ Essay: Anschwellender Bocksgesang veröffentlicht worden. Eine erweiterte längere Fassung ist in Botho Strauss, Der Aufstand gegen die sekundäre Welt, Edition Akzente Hanser, München, Wien 2004, erschienen. Es lohnt sich, dieses Buch zu kaufen. M.E. ist die Analyse von Botho Strauss immer noch eine der besten Diagnosen dessen, was geschieht. Das letzte Wort in der Fassung des Buches:
"Bei der rechtsradikalen Gewalt, die vom “feigen Mord” mit elektronischer Fernsteuerung zurückgeht zum Lynchmord, der Zerreißung unter dem Lärmgott, besteht die Gefahr, dass sie nicht einmal die negative Einmütigkeit stiftet in der Ablehnung der Greuel und dass aus dem Weh kein Wohl entspringt. Wir fürchten es, wir wollen es mit aller verbleibenden Macht verhindern und haben doch kein sicheres Mittel zur Abwehr, wenn in unsere abstrakte Welt Bromios, der laute Schrecken, einschlägt und das angeblich so wirklichkeitsbezwingende Gefüge von Simulakren und Simulatoren von einem Tag zum anderen ins Wanken gerät. Die Wirklichkeit blutet wirklich jetzt."
"Bei der rechtsradikalen Gewalt, die vom “feigen Mord” mit elektronischer Fernsteuerung zurückgeht zum Lynchmord, der Zerreißung unter dem Lärmgott, besteht die Gefahr, dass sie nicht einmal die negative Einmütigkeit stiftet in der Ablehnung der Greuel und dass aus dem Weh kein Wohl entspringt. Wir fürchten es, wir wollen es mit aller verbleibenden Macht verhindern und haben doch kein sicheres Mittel zur Abwehr, wenn in unsere abstrakte Welt Bromios, der laute Schrecken, einschlägt und das angeblich so wirklichkeitsbezwingende Gefüge von Simulakren und Simulatoren von einem Tag zum anderen ins Wanken gerät. Die Wirklichkeit blutet wirklich jetzt."
Montag, 25. Juli 2011
Potsdam Mitteschön! im Juli 2011
Potsdam ist offenbar eine Insel der Seligen. Nach den Verheerungen und Versehrungen des Krieges und der Deutschen Demokratischen Republik rekonstruiert Potsdam jetzt seine alte Stadtmitte. Ich habe im März und im Mai über dieses Projekt und seine Fortschritte berichtet. Es geht voran - Stein auf Stein kann man ja heutzutage nicht mehr sagen -, aber schauen Sie
Blick von der Langen Brücke auf die Baustelle.
Hoch auf die Aussichtsplattform
Leseempfehlung: Alan Posener, Anders Breivik als Theoretiker und Propagandist der Neuen Rechten
Ich empfehle Ihnen diesen Kommentar von Alan Posener wärmstens.
Ich habe jedoch zwei Einwände gegenüber den Thesen, Glaubenssätzen von Alan Posener:
Alan Posener tritt gegenüber den Neo-Rechten für die Offene Gesellschaft ein, die sich s.E. durch ethische, religiöse und kulturelle Heterogenität auszeichne. An anderer Stelle hat Posener formuliert, dass wir derart in der "liebens- und lebenswürdigsten Gesellschaft" seit Erschaffung der Welt leben. Ich habe den Eindruck, dass dieses Gesellschaftsmodell für Posener das summum bonum, oder wenn man es hegelianisch formulieren will, die höchste Verwirklichung des Geistes in der Geschichte ist, der man, sofern man guten Willens ist, beipflichtet, sofern man bösen Willens ist, Widerstand leistet. Posener scheint nicht in den Sinn zu kommen, dass es auch materielle Grundlagen psychologischer, sozialer, ökonomischer Natur gibt, die der Verwirklichung dieses summum bonum Grenzen setzen. Hier sehe ich die Berechtigung des "rechten" Protestes, die Grundlage ihres "Unbehagens an der Kultur", das ja nicht nur von von Hard-Core-Ethnizisten geteilt wird, sondern über die Leitfiguren wie Sarrazin und Broder bis zu Angela Merkel, die Multikulti für gescheitert erklärt hat, sich in der post-bürgerlichen Mitte äußert. Für Posener scheint dies nur ein irreduzibles falsches Bewußtsein oder ein irreduzibles reaktionäres Böses zu sein. Ich halte es für fatal, wenn sich die Diskussion immer in Pro und Kontra, in eindeutigen Feindbildern, Steckbriefen, verfestigt, anstatt nach der Reichweite, der richtigen Dosis, dem Optimum, der Machbarkeit zu fragen. Diese Akzentverlagerung würde ich für ein Kriterium einer wahrhaft offenen Gesellschaft halten.
Ich weiß nicht, ob Alan Posener wirklich glaubt , dass Juden "instinktiv [oder in einem erworbenen Reflex] – und aus Vernunftgründen – gegen den Nationalismus" sind, oder ob er davon ablenken will, dass Juden, ebenfalls aus Vernunftgründen, sich sehr wohl für einen Nationalismus entschieden haben, den Zionismus, den Herzl begründet hat. Mir will es scheinen, dass Posener zwar gegen den Nationalismus der Völker, deren Homogenität, argumentieren will, vom Nationalismus Israels, dessen Homogenität, jedoch schweigen.
Ich verweise auch auf Yoram Hazony, der im Merkur Januar 2011 geschrieben hat:
“Das Problem besteht darin, dass viele in Europa sich für ein Konzept internationaler Beziehungen entschieden haben, das der nationalen Unabhängigkeit sehr große Opfer abverlangt, wenn ein Volk als wirklich legitimes Mitglied der Völkergemeinschaft anerkannt sein will. Es sind Opfer, die selbst einigen europäischen Nationen schwerfallen. Realistisch betrachtet besteht keine Möglichkeit, dass Israel diese Opfer bringen wird. Israel wurde mit dem ausdrücklichen Ziel gegründet, ein unabhängiger Nationalstaat zu sein, der Staat des jüdischen Volkes, und das wird es aus den von mir dargelegten Gründen auch bleiben. Solange viele in Europa weiterhin daran arbeiten, ihre eigenen unabhängigen Nationalstaaten abzuschaffen, werden sie weiterhin den Übergang zu einem neuen Paradigma vorantreiben, dem es äußerst schwer fällt, einer Nation wie Israel darin einen Platz einzuräumen.
Ich bin mir bewusst, dass viele Europäer auf ein anderes Israel hoffen. Ich selber hoffe, dass wir einen Gesinnungswandel in Europa erleben werden. Anständige Menschen sollten in der Lage sein, auf Israel zu schauen und einzuräumen, dass der jüdische Staat nicht notwendig deshalb dem neuen Paradigma nicht entspricht, weil etwas faul ist in Israel, sondern weil vielleicht etwas faul ist an dem neuen Paradigma. Vielleicht ist die Europäische Union nicht in jeder Hinsicht eine so vielversprechende Idee, wie man vermutete. Vielleicht haben sich die europäischen Völker geirrt und ihre nationale Unabhängigkeit zu gering eingeschätzt und waren bereit, zu einem allzu niedrigen Preis auf sie zu verzichten. Die Geschichte ist unbeständig und wechselhaft, und wer das heute nicht zu erkennen vermag, wird es vielleicht morgen sehr deutlich erkennen.
Wenn die Europäer erst einmal Anlass haben, den Wert, den sie ihren nationalen Traditionen und ihrer nationalen Unabhängigkeit zuerkennen, zu überprüfen, ist das Beispiel Israels vielleicht von größerem Interesse für sie – in einem positiven Sinne. Und wenn das geschieht, da bin ich mir sicher, werden sich die Beziehungen zwischen Europäern und Israel verbessern, vielleicht sogar überraschend schnell.”
Ich habe jedoch zwei Einwände gegenüber den Thesen, Glaubenssätzen von Alan Posener:
Alan Posener tritt gegenüber den Neo-Rechten für die Offene Gesellschaft ein, die sich s.E. durch ethische, religiöse und kulturelle Heterogenität auszeichne. An anderer Stelle hat Posener formuliert, dass wir derart in der "liebens- und lebenswürdigsten Gesellschaft" seit Erschaffung der Welt leben. Ich habe den Eindruck, dass dieses Gesellschaftsmodell für Posener das summum bonum, oder wenn man es hegelianisch formulieren will, die höchste Verwirklichung des Geistes in der Geschichte ist, der man, sofern man guten Willens ist, beipflichtet, sofern man bösen Willens ist, Widerstand leistet. Posener scheint nicht in den Sinn zu kommen, dass es auch materielle Grundlagen psychologischer, sozialer, ökonomischer Natur gibt, die der Verwirklichung dieses summum bonum Grenzen setzen. Hier sehe ich die Berechtigung des "rechten" Protestes, die Grundlage ihres "Unbehagens an der Kultur", das ja nicht nur von von Hard-Core-Ethnizisten geteilt wird, sondern über die Leitfiguren wie Sarrazin und Broder bis zu Angela Merkel, die Multikulti für gescheitert erklärt hat, sich in der post-bürgerlichen Mitte äußert. Für Posener scheint dies nur ein irreduzibles falsches Bewußtsein oder ein irreduzibles reaktionäres Böses zu sein. Ich halte es für fatal, wenn sich die Diskussion immer in Pro und Kontra, in eindeutigen Feindbildern, Steckbriefen, verfestigt, anstatt nach der Reichweite, der richtigen Dosis, dem Optimum, der Machbarkeit zu fragen. Diese Akzentverlagerung würde ich für ein Kriterium einer wahrhaft offenen Gesellschaft halten.
Ich weiß nicht, ob Alan Posener wirklich glaubt , dass Juden "instinktiv [oder in einem erworbenen Reflex] – und aus Vernunftgründen – gegen den Nationalismus" sind, oder ob er davon ablenken will, dass Juden, ebenfalls aus Vernunftgründen, sich sehr wohl für einen Nationalismus entschieden haben, den Zionismus, den Herzl begründet hat. Mir will es scheinen, dass Posener zwar gegen den Nationalismus der Völker, deren Homogenität, argumentieren will, vom Nationalismus Israels, dessen Homogenität, jedoch schweigen.
Ich verweise auch auf Yoram Hazony, der im Merkur Januar 2011 geschrieben hat:
“Das Problem besteht darin, dass viele in Europa sich für ein Konzept internationaler Beziehungen entschieden haben, das der nationalen Unabhängigkeit sehr große Opfer abverlangt, wenn ein Volk als wirklich legitimes Mitglied der Völkergemeinschaft anerkannt sein will. Es sind Opfer, die selbst einigen europäischen Nationen schwerfallen. Realistisch betrachtet besteht keine Möglichkeit, dass Israel diese Opfer bringen wird. Israel wurde mit dem ausdrücklichen Ziel gegründet, ein unabhängiger Nationalstaat zu sein, der Staat des jüdischen Volkes, und das wird es aus den von mir dargelegten Gründen auch bleiben. Solange viele in Europa weiterhin daran arbeiten, ihre eigenen unabhängigen Nationalstaaten abzuschaffen, werden sie weiterhin den Übergang zu einem neuen Paradigma vorantreiben, dem es äußerst schwer fällt, einer Nation wie Israel darin einen Platz einzuräumen.
Ich bin mir bewusst, dass viele Europäer auf ein anderes Israel hoffen. Ich selber hoffe, dass wir einen Gesinnungswandel in Europa erleben werden. Anständige Menschen sollten in der Lage sein, auf Israel zu schauen und einzuräumen, dass der jüdische Staat nicht notwendig deshalb dem neuen Paradigma nicht entspricht, weil etwas faul ist in Israel, sondern weil vielleicht etwas faul ist an dem neuen Paradigma. Vielleicht ist die Europäische Union nicht in jeder Hinsicht eine so vielversprechende Idee, wie man vermutete. Vielleicht haben sich die europäischen Völker geirrt und ihre nationale Unabhängigkeit zu gering eingeschätzt und waren bereit, zu einem allzu niedrigen Preis auf sie zu verzichten. Die Geschichte ist unbeständig und wechselhaft, und wer das heute nicht zu erkennen vermag, wird es vielleicht morgen sehr deutlich erkennen.
Wenn die Europäer erst einmal Anlass haben, den Wert, den sie ihren nationalen Traditionen und ihrer nationalen Unabhängigkeit zuerkennen, zu überprüfen, ist das Beispiel Israels vielleicht von größerem Interesse für sie – in einem positiven Sinne. Und wenn das geschieht, da bin ich mir sicher, werden sich die Beziehungen zwischen Europäern und Israel verbessern, vielleicht sogar überraschend schnell.”
Bernd Dahlenburg: Helmut Haller und Wilhelm Furtwängler
Lieber Bernd Dahlenburg,
Sie wissen, dass ich einen Narren an Ihnen gefressen habe, dass ich mich Ihnen eher schmunzelnd, mit einem Augenzwinkern als eifernd nähere. Ich finde es wunderbar, dass Sie mich mit einer Hommage an Helmut Haller wieder an diesen großartigen Fußballer aus Fugger- und Dahlenburg-Stadt Augsburg erinnern:
Augsburger Fußball-Idol Helmut Haller: Alles Gute zum 72. Geburtstag, "Hemad"
Aber jetzt, verehrter Bernd Dahlenburg, zwingen Sie mich zu eifern. Was zum Teufel hat Sie denn gejuckt bzw. geritten, dass Sie den großen Helmut Haller mit dem großen Wilhelm Furtwängler vergleichen, und zwar so:
"Man könnte es auch so formulieren: Nicht ein besenhart an seiner Partitur klebender Wilhelm Furtwängler des bis dato als höchst unsympathisch bekannten Deutschland spielte auf, sondern der leicht beschwingte und freisinnige Vivaldi aus bayerisch-rebellischen Gefilden."
Lieber Bernd Dahlenburg, Sie haben nicht die geringste Ahnung von Wilhelm Furtwängler und seiner Musik! Sie haben vielleicht den stocksteifen Diskurs-Film von Istvan Szabo gesehen, aber Furtwängler mit Sicherheit nicht gehört. Ich hoffe, Sie sind noch nicht festgelegt genug, um für ein paar Minuten Prof. Dr. Joachim Kaiser zuzuhören
Ich will Ihnen dieses schöne Gedicht von dem nach Goethe größten deutschen Lyriker Robert Gernhardt nicht vorenthalten
Kunst und Leben
Sie wissen, dass ich einen Narren an Ihnen gefressen habe, dass ich mich Ihnen eher schmunzelnd, mit einem Augenzwinkern als eifernd nähere. Ich finde es wunderbar, dass Sie mich mit einer Hommage an Helmut Haller wieder an diesen großartigen Fußballer aus Fugger- und Dahlenburg-Stadt Augsburg erinnern:
Augsburger Fußball-Idol Helmut Haller: Alles Gute zum 72. Geburtstag, "Hemad"
Aber jetzt, verehrter Bernd Dahlenburg, zwingen Sie mich zu eifern. Was zum Teufel hat Sie denn gejuckt bzw. geritten, dass Sie den großen Helmut Haller mit dem großen Wilhelm Furtwängler vergleichen, und zwar so:
"Man könnte es auch so formulieren: Nicht ein besenhart an seiner Partitur klebender Wilhelm Furtwängler des bis dato als höchst unsympathisch bekannten Deutschland spielte auf, sondern der leicht beschwingte und freisinnige Vivaldi aus bayerisch-rebellischen Gefilden."
Lieber Bernd Dahlenburg, Sie haben nicht die geringste Ahnung von Wilhelm Furtwängler und seiner Musik! Sie haben vielleicht den stocksteifen Diskurs-Film von Istvan Szabo gesehen, aber Furtwängler mit Sicherheit nicht gehört. Ich hoffe, Sie sind noch nicht festgelegt genug, um für ein paar Minuten Prof. Dr. Joachim Kaiser zuzuhören
Ich will Ihnen dieses schöne Gedicht von dem nach Goethe größten deutschen Lyriker Robert Gernhardt nicht vorenthalten
Kunst und Leben
Anders Breivik verstehen
Anders Breivik ist kein Irrer, kein Wirrkopf. Er hat die Welt 9 Jahre auseinander genommen und montiert, bevor er sich zur Tat entschloß. Er wird uns seine Weltanschauung noch weiter kundtun. Wir sollten uns dem nicht verweigern, genau lesen und hinhören, was er zu sagen hat. Ich versuche hier ein paar Texte zusammenzustellen, die das Denken und das Milieu, dem er sich zugehörig fühlt, darstellen; zögern Sie nicht, in die Kommentarstränge zu gehen. Vor Kurzschlüssen müssen wir uns hüten. Und es führt auch kein direkter Weg von Stichworten und Stichwortgebern zur Tat, auch wenn es verlockend erscheint, das Wort des Evangelisten zu paraphrasieren: Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gehaust.
Anders Behring Breivik, 2083 A European Declaration of Independence
Wenn Sie runterscrollen, können Sie das PDF öffnen
SPIEGEL, 1516 Seiten Wahn: Manifest des Massenmörders
SPIEGEL, Der Attentäter und die Hassblogger
Henryk M. Broder a.k.a. Fundstück, Me and the Manifesto
Manfred Kleine-Hartlage (Korrektheiten), Mutmaßlicher Oslo-Attentäter soll zur islamkritischen Szene gehören
Manfred Kleine-Hartlage (Korrektheiten), Warum?
Manfred Kleine-Hartlage (Korrektheiten), Osloer Merkwürdigkeiten
Martin Lichtmesz (Sezession im Netz), Das Blutbad von Norwegen
Martin Lichtmesz (Sezession im Netz), Fjordman antwortet
As der Schwerter, Zu den Anschlägen in Oslo
As der Schwerter, Warum wir nach Oslo nicht einknicken und rumheulen
Politically Incorrect, Breaking News: Bomben-Anschlag in Oslo
Politically Incorrect, Warum bombt der Islam ausgerechnet in Oslo?
Politically Incorrect, Korrektur Amoklauf Norwegen: 87 Tote
Politically Incorrect, Broder zu Broder in Breiviks Manifest
Politically Incorrect, Fall Anders B. eine konservative Katastrophe
Politically Incorrect, Der größte Feind der Islamkritik
Politically Incorrect, Utoya: Jugendliche dachten an Pali-Theater
Gates of Vienna, A Weaponized Madman
Gates of Vienna, Fjordman welcomes our new readers
Gates of Vienna, Thoughts on the recent atrocities
Mark Humphrys, The Norway attacks, 2011
Bernd Zeller (Achse des Guten), Und wenn
Anders Behring Breivik, 2083 A European Declaration of Independence
Wenn Sie runterscrollen, können Sie das PDF öffnen
SPIEGEL, 1516 Seiten Wahn: Manifest des Massenmörders
SPIEGEL, Der Attentäter und die Hassblogger
Henryk M. Broder a.k.a. Fundstück, Me and the Manifesto
Manfred Kleine-Hartlage (Korrektheiten), Mutmaßlicher Oslo-Attentäter soll zur islamkritischen Szene gehören
Manfred Kleine-Hartlage (Korrektheiten), Warum?
Manfred Kleine-Hartlage (Korrektheiten), Osloer Merkwürdigkeiten
Martin Lichtmesz (Sezession im Netz), Das Blutbad von Norwegen
Martin Lichtmesz (Sezession im Netz), Fjordman antwortet
As der Schwerter, Zu den Anschlägen in Oslo
As der Schwerter, Warum wir nach Oslo nicht einknicken und rumheulen
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Politically Incorrect, Korrektur Amoklauf Norwegen: 87 Tote
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Mark Humphrys, The Norway attacks, 2011
Bernd Zeller (Achse des Guten), Und wenn
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Sonntag, 24. Juli 2011
Bernd Zeller: Islamkritik ist Frieden
Bernd Zeller, der Scharfzeichner auf der Achse des Guten, ihr "Wilhelm Busch", ist nicht unbedingt mein Freund - an ihm beisse ich mir häufig meine Zähne entweder stumpf oder blutig - kommentiert das Geschehen in Norwegen:
"Muss man wirklich aussprechen, dass Kritik am Islamismus gerade nicht die Schlussfolgerung auf Individuen bedeutet und eben am Wert des Einzelnen ansetzt?
Leider ja, denn hier wird sie vom linksvölkischen Deutschtum systematisch und vorsätzlich falsch verstanden. Was ist denn, wenn Leute, die das Scheitern des Multokulto sehen, gesagt kriegen, sie seien Nazis und müssten NPD wählen? Vielleicht glauben sie es selbst und handeln entsprechend. Wenn Sarrazin der Rassist und Faschist ist und seine Leser desgleichen, dann hat man sich schön von ihnen distanziert und ist schon mal besser, aber was sollte dann die Leser noch hindern, Rassismus und Faschismus als Alternative anzunehmen?
Könnte man nicht vermuten, der Attentäter habe sich diese Missinterpretationen zueigen gemacht? Er sei darauf hereingefallen, Islamkritik würde in der Vertreibung der Moslems, in der Nachfolge des Antisemitismus, enden müssen? Hat er geglaubt, die Parolen von Gegengewalt und Widerstandsrecht gegen Verbrecherstaat und Willkür gälten auch für ihn? Ist er womöglich nicht zu wenig tolerant, sondern hat sich wegen Übertoleranz legitimiert gefühlt?"(Quelle)
Lesen Sie das ruhig zwei Mal, drei Mal. Was will uns Bernd Zeller damit sagen? Anders Breivik hat die Islamkritik gründlich mißverstanden: Islamkritik ist Frieden; Islamkritik bedeutet nicht die Vertreibung der Moslems in der Nachfolge des Antisemitismus; Islamkritik schlussfolgert nicht auf die Individuen (die "Musels", "Kameltreiber" und "Kulturbereicherer" etc. in den islamkritischen Blogs), sondern postuliert lediglich Gegengewalt und Widerstandsrecht gegen Verbrecherstaat und Willkür. Ist das klar? Warum hat Anders Breivik diese Losung der Islamkritik so gnadenlos mißverstanden? Es liegt nicht an der Islamkritik, sondern deren willkürlichen Mißinterpretation durch "linksvölkisches Deutschtum", in der Sprache Anders Breiviks der "kulturelle Marxismus" (wir Alten kennen noch die treffende Charakterisierung "Kulturbolschewismus" - da geht uns das Messer in der Tasche auf). Anders Breivik konnte gar nicht anders, als unter diesen Umständen Rassismus und Faschismus als Alternative anzunehmen.
Wie wäre es denn, wenn z.B. ein Pierre Vogel auf die Idee käme, die Islamisten hätten den Islam gründlich mißverstanden; schuld daran seien die Islamkritiker, weil sie den Islam total mißverstanden hätten, und dadurch hätten die Islamisten gar keine andere Wahl gehabt, als Islamnazis und Terroristen zu werden? Dann könnte er sich aber über das breite Schmunzeln und den donnernden Applaus "Islam ist Frieden" von Henryk und seinen Freunden freuen.
Insbesondere Henryk M. Broder muß von Breivik unglaublich mißverstanden worden sein (siehe); es wäre allerdings töricht, eine direkte Linie von der benevolenten Kritik eines Riesenintellektuellen zur Endlösung eines Breivik zu ziehen. Bekommen wir noch eine Klarstellung von Henryk M. Broder? In einem seiner aufklärerischen Momente hat er kundgetan, dass das Problem der Palästinenser nicht sei, dass sie vertrieben wurden, sondern dass sie nicht weit genug vertrieben wurden. Was würde er denn sagen, wenn die Israelis im Geiste des Rabbi Meir Kahane, im Geiste der Gush Emunim, im Geiste von Herbert Eiteneier a.k.a. heplev ("es besteht Einigkeit, dass die Nachkommen Ismaels im Gelobten Land nichts zu suchen haben, ihr Land ist die Wüste"), nach dem Programm der Partei HaTikva einen "Transfer" der Palästinenser betreiben würden? Würde er dann einwenden "Freunde! Man darf nicht auf die Individuen schlußfolgern, man muß den Wert des Einzelnen berücksichtigen!"?
Andererseits: könnte er die Islamkritiker, seien es die Fans von Thilo Sarrazin, die Angstbeisser von Politically Incorrect, in den Niederlanden und in Norwegen nicht halbwegs sedieren, dass sie sich nicht so sehr über ihre "Abschaffung" echauffieren und in die Hose machen sollten?
"Deutschland schafft sich ab” . Wissen Sie, das sagt erst mal gar nichts, das kann gut sein oder das kann schlecht sein. ... Ich finde es grundsätzlich [sic!] gut, dass das so genannte «weisse, heterosexuelle, blonde, arische» Europa seinem Ende entgegengeht ..."
Kanonenfutter eines Strategen.
P.S. "Fundstück" schreibt "Me and the Manifesto"
"Muss man wirklich aussprechen, dass Kritik am Islamismus gerade nicht die Schlussfolgerung auf Individuen bedeutet und eben am Wert des Einzelnen ansetzt?
Leider ja, denn hier wird sie vom linksvölkischen Deutschtum systematisch und vorsätzlich falsch verstanden. Was ist denn, wenn Leute, die das Scheitern des Multokulto sehen, gesagt kriegen, sie seien Nazis und müssten NPD wählen? Vielleicht glauben sie es selbst und handeln entsprechend. Wenn Sarrazin der Rassist und Faschist ist und seine Leser desgleichen, dann hat man sich schön von ihnen distanziert und ist schon mal besser, aber was sollte dann die Leser noch hindern, Rassismus und Faschismus als Alternative anzunehmen?
Könnte man nicht vermuten, der Attentäter habe sich diese Missinterpretationen zueigen gemacht? Er sei darauf hereingefallen, Islamkritik würde in der Vertreibung der Moslems, in der Nachfolge des Antisemitismus, enden müssen? Hat er geglaubt, die Parolen von Gegengewalt und Widerstandsrecht gegen Verbrecherstaat und Willkür gälten auch für ihn? Ist er womöglich nicht zu wenig tolerant, sondern hat sich wegen Übertoleranz legitimiert gefühlt?"(Quelle)
Lesen Sie das ruhig zwei Mal, drei Mal. Was will uns Bernd Zeller damit sagen? Anders Breivik hat die Islamkritik gründlich mißverstanden: Islamkritik ist Frieden; Islamkritik bedeutet nicht die Vertreibung der Moslems in der Nachfolge des Antisemitismus; Islamkritik schlussfolgert nicht auf die Individuen (die "Musels", "Kameltreiber" und "Kulturbereicherer" etc. in den islamkritischen Blogs), sondern postuliert lediglich Gegengewalt und Widerstandsrecht gegen Verbrecherstaat und Willkür. Ist das klar? Warum hat Anders Breivik diese Losung der Islamkritik so gnadenlos mißverstanden? Es liegt nicht an der Islamkritik, sondern deren willkürlichen Mißinterpretation durch "linksvölkisches Deutschtum", in der Sprache Anders Breiviks der "kulturelle Marxismus" (wir Alten kennen noch die treffende Charakterisierung "Kulturbolschewismus" - da geht uns das Messer in der Tasche auf). Anders Breivik konnte gar nicht anders, als unter diesen Umständen Rassismus und Faschismus als Alternative anzunehmen.
Wie wäre es denn, wenn z.B. ein Pierre Vogel auf die Idee käme, die Islamisten hätten den Islam gründlich mißverstanden; schuld daran seien die Islamkritiker, weil sie den Islam total mißverstanden hätten, und dadurch hätten die Islamisten gar keine andere Wahl gehabt, als Islamnazis und Terroristen zu werden? Dann könnte er sich aber über das breite Schmunzeln und den donnernden Applaus "Islam ist Frieden" von Henryk und seinen Freunden freuen.
Insbesondere Henryk M. Broder muß von Breivik unglaublich mißverstanden worden sein (siehe); es wäre allerdings töricht, eine direkte Linie von der benevolenten Kritik eines Riesenintellektuellen zur Endlösung eines Breivik zu ziehen. Bekommen wir noch eine Klarstellung von Henryk M. Broder? In einem seiner aufklärerischen Momente hat er kundgetan, dass das Problem der Palästinenser nicht sei, dass sie vertrieben wurden, sondern dass sie nicht weit genug vertrieben wurden. Was würde er denn sagen, wenn die Israelis im Geiste des Rabbi Meir Kahane, im Geiste der Gush Emunim, im Geiste von Herbert Eiteneier a.k.a. heplev ("es besteht Einigkeit, dass die Nachkommen Ismaels im Gelobten Land nichts zu suchen haben, ihr Land ist die Wüste"), nach dem Programm der Partei HaTikva einen "Transfer" der Palästinenser betreiben würden? Würde er dann einwenden "Freunde! Man darf nicht auf die Individuen schlußfolgern, man muß den Wert des Einzelnen berücksichtigen!"?
Andererseits: könnte er die Islamkritiker, seien es die Fans von Thilo Sarrazin, die Angstbeisser von Politically Incorrect, in den Niederlanden und in Norwegen nicht halbwegs sedieren, dass sie sich nicht so sehr über ihre "Abschaffung" echauffieren und in die Hose machen sollten?
"Deutschland schafft sich ab” . Wissen Sie, das sagt erst mal gar nichts, das kann gut sein oder das kann schlecht sein. ... Ich finde es grundsätzlich [sic!] gut, dass das so genannte «weisse, heterosexuelle, blonde, arische» Europa seinem Ende entgegengeht ..."
Kanonenfutter eines Strategen.
P.S. "Fundstück" schreibt "Me and the Manifesto"
Anders Breivik ist mein missing link
Die Freunde und Feinde, die sich auf meinem Blog tummeln, wissen, dass ich ein ceterum censeo habe:
Diejenigen, die am meisten über die Muslime und deren aggressive Fertilität, mit der sie Europa übernehmen wollen, mähren, leisten keinen oder keinen signifikanten Beitrag zur Weiterverbreitung des europäischen Genpools. Sie hocken in ihrer Matrix und zucken nur noch, wenn sie von Muslimen träumen.
In seinem Manifest " A European Declaration of Independence" schreibt Anders Breivik nach Angaben des SPIEGELS ( ich habe nicht die Ressourcen, 1.516 Seiten zu lesen) "1516 Seiten Wahn: Manifest des Massenmörders":
"Ich habe insgesamt neun Jahre an diesem Projekt gearbeitet", schreibt er. Zu Beginn habe er sich entscheiden müssen, ob er "eine Familie mit drei bis fünf Kindern" gründe oder "sich komplett auf seine Mission einer europäischen Widerstandsbewegung fokussiere".
Der familiäre Hintergrund könnte ein Plot á la Michel Houellebecq sein: Die Eltern lassen sich ein Jahr nach seiner Geburt scheiden; seit seinem 15ten Lebensjahr hat er keinen Kontakt mehr zu seinem leiblichen Vater, der sich jetzt über seinen Sohn erschüttert zeigt; sein Stiefvater "sei ein "primitives sexuelles Biest", das die meiste Zeit "mit Prostituierten in Thailand" verbringe, aber gleichzeitig ein "guter, liebenswerter Mensch".
Ist das Trauma nicht der desolate Zustand der europäischen Familie? Dann wird die Kampfzone ausgeweitet. Für was, nein, gegen was kämpft Anders Breivik?
"Menschen, die für ein friedliches Zusammenleben aller Völker eintreten, sind in seiner Welt die "Verfechter einer antieuropäischen Hassideologie", einer "demografischen Kriegsführung". Sollte ihnen nicht bald Einhalt geboten werden, drohe "die Auslöschung der westeuropäischen Rasse"."
P.S. STERN: Ein normal verkorkstes Elternhaus
P.S. SPIEGEL, Der unauffällige Massenmörder
Diejenigen, die am meisten über die Muslime und deren aggressive Fertilität, mit der sie Europa übernehmen wollen, mähren, leisten keinen oder keinen signifikanten Beitrag zur Weiterverbreitung des europäischen Genpools. Sie hocken in ihrer Matrix und zucken nur noch, wenn sie von Muslimen träumen.
In seinem Manifest " A European Declaration of Independence" schreibt Anders Breivik nach Angaben des SPIEGELS ( ich habe nicht die Ressourcen, 1.516 Seiten zu lesen) "1516 Seiten Wahn: Manifest des Massenmörders":
"Ich habe insgesamt neun Jahre an diesem Projekt gearbeitet", schreibt er. Zu Beginn habe er sich entscheiden müssen, ob er "eine Familie mit drei bis fünf Kindern" gründe oder "sich komplett auf seine Mission einer europäischen Widerstandsbewegung fokussiere".
Der familiäre Hintergrund könnte ein Plot á la Michel Houellebecq sein: Die Eltern lassen sich ein Jahr nach seiner Geburt scheiden; seit seinem 15ten Lebensjahr hat er keinen Kontakt mehr zu seinem leiblichen Vater, der sich jetzt über seinen Sohn erschüttert zeigt; sein Stiefvater "sei ein "primitives sexuelles Biest", das die meiste Zeit "mit Prostituierten in Thailand" verbringe, aber gleichzeitig ein "guter, liebenswerter Mensch".
Ist das Trauma nicht der desolate Zustand der europäischen Familie? Dann wird die Kampfzone ausgeweitet. Für was, nein, gegen was kämpft Anders Breivik?
"Menschen, die für ein friedliches Zusammenleben aller Völker eintreten, sind in seiner Welt die "Verfechter einer antieuropäischen Hassideologie", einer "demografischen Kriegsführung". Sollte ihnen nicht bald Einhalt geboten werden, drohe "die Auslöschung der westeuropäischen Rasse"."
P.S. STERN: Ein normal verkorkstes Elternhaus
P.S. SPIEGEL, Der unauffällige Massenmörder
Donnerstag, 21. Juli 2011
Jetzt beginne ich Bernd Dahlenburg zu beneiden ...
Potsdam ist zwar schön, aber kann es sich mit Augsburg vergleichen?
Hier schwärmt MERIAN.
Vielleicht wird es doch noch mal etwas mit einer gemeinsamen Fahrradtour. Aber vorher muß ich noch üben; mein reichlich störrischer Freund Bernd Dahlenburg teilt mir mit, dass ich mit ihm vielleicht ins Gespräch kommen könnte, wenn ich mich einige Mittelgebirgs- und Alpenpässe hochgequält hätte, meinen inneren Schweinehund dabei überwunden. Hier habe ich nicht so viel Gelegenheit, Berge hochzukraxeln, aber schaun mer mal.
Hier schwärmt MERIAN.
Vielleicht wird es doch noch mal etwas mit einer gemeinsamen Fahrradtour. Aber vorher muß ich noch üben; mein reichlich störrischer Freund Bernd Dahlenburg teilt mir mit, dass ich mit ihm vielleicht ins Gespräch kommen könnte, wenn ich mich einige Mittelgebirgs- und Alpenpässe hochgequält hätte, meinen inneren Schweinehund dabei überwunden. Hier habe ich nicht so viel Gelegenheit, Berge hochzukraxeln, aber schaun mer mal.
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