Mittwoch, 6. Oktober 2010

Einladung an Bernd Dahlenburg, mit mir in Potsdam und um Potsdam und um Potsdam rum Fahrrad zu fahren

Dass ich ein begeisterter Potsdamer oder Potzdamer oder doch Potsdamer (?) bin, wissen alle, die auf ihrer Wanderschaft auf diesem Blog Halt machen. Natürlich war Potsdam/Potzdam zuerst ein Kulturschock für einen aus einer Weltregion zugereisten, wo man "Nur nit huddle" sagt. Hier sagt man "So schnell schießen die Preussen nicht". Insbesondere hat mich an Potsdam begeistert, dass man nicht die Koffer packen und verreisen muss, um die Welt zu sehen. Ich habe z.B. in diesen Posts meiner Begeisterung Ausdruck verliehen: "Summertime in Potsdam, hoppla in Potzdam, oder doch Potsdam?" und "Potzdam - Eiszeit und Klima".

Jeder Wanderer, der hier vorbeikommt, weiss auch, dass ich sehr bedaure, dass mich der Magister für Evangelische Gotteskunde aus der Fugger- und Brecht-Stadt Augsburg, Bernd Dahlenburg a.k.a. Castollux, viel weniger lieb hat als ich ihn.  Gegenüber seinen politischen Einsätzen sola_fide (allein aus dem Glauben) bin ich, wie man weiss, zwar etwas skeptisch, umso mehr kann ich mich an seinen Radtouren begeistern, z.B. "Vakantie in Krentenbollenland, Deel 1", "Deel 2", Abendrot", "Abstandsmesser bei Alpenföhn", "Meißen-Prag-Meißen-Augsburg: Radtour 2010",  "Absteigen gilt nicht". Ich lade Bernd Dahlenburg in die Fahrradstadt Potsdam ein. Nicht dass ich mir einbilden würde, dass ich mit Bernd Dahlenburg Schritt halten könnte; wenn er in die Pedale tritt, werde ich älter aussehen, als ich bin.  Ich bin ja geneigt, Fahrradfahren für die Krone der Schöpfung zu halten, man kann herrlich entspannen, lieber Bernd Dahlenburg. Vielleicht machen Ihnen diese Bilder Appetit:

Alles in Potzdam, Entschuldigung Potsdam!



Meine Touren beginnen oft am Heiligen See, ich umfahre Schloss Cäcilienhof, denke dabei an die Potsdamer Konferenz.



Von dort ist es nicht weit zu meiner Einstiegstelle am Heiligen See. Ich steige jetzt nicht mehr in das Wasser; wie Willi Brandt bade ich gerne lau. Im Bild mein geliebter Herkules.


Von dort fahre ich gemütlich an die Glienicker Brücke, denke u.a. an Francis Gary Powers, John le Carré und Anatoli Schtscharanski 


Im Garten der frisch und mit viel Liebe von Dr. Döpfner sanierten Villa Schöningen kann man diese visonäre Figurengruppe sehen


Potsdam hat nicht nur eine russische Kolonie, einen chinesichen Pavillion, eine Moschee, die Bismillah IrRahman IrRahim Pumpstation für die Anlagen von Sanssouci war, einen Ruinenberg, auf dem man  Pompeji und das ganaze klassische Altertum halluzinieren kann, hier stehen auch Schweizer Häuser ("Gruetzi!")


Ich kenne verschwiegene Herrgottswinkel, Sackgassen, Holzwege, ich schlage mich jetzt in die Büsche



Was mich um Potsdam und um Potsdam herum immer wieder begeistert, sind die Sinfonien in Grüntönen.  Natürlich ist Potsdam trotz Joop und Jauch nicht nur eine preussische Idylle, es gibt auch soziale Brennpunkte. Nicht sowas Gruseliges wie Neukölln oder Duisburg-Marxloh, sondern Villen über dem Griebnitzsee. Hier geht es um den Konflikt Privateigentum ("Eigentum verpflichtet") gegen die Allmende eines allgemein zugänglichen Uferwegs. Hier verbarrikadieren sich, bisher mit dem Recht auf ihrer Seite, gutsituierte Bürger gegen Krethi und Plethi


So, vielleicht hat Ihnen das etwas Lust gemacht, in die alte preussische Residenzstadt zu kommen, Bernd Dahlenburg. Sie werden sehen, ich bin kein Beelzebub, kein Gott-sei-bei-uns, kein Menschenfresser, schon gar nicht ein Israel-Fresser. Kommen Sie und erzählen Sie dann Ihren Freunden, dem Alex Feuerherdt, dem Rolf Behrens, nennen Sie ihn meinetwegen "Claudio" (hier an einem anderen Tag im Paradies), dem Herbert Eiteneier und den anderen Einzigwahren Freunden, dass von Potsdam keine Gefahr ausgeht. Allerdings: leicht werde ich es Ihnen auch in Zukunft nicht machen; trotzdem wäre es schön, wenn Sie oder Ihre Freunde mal einen substantiellen Einwand gegen meine Überlegungen bringen würden. Niemanden, auch mir nicht, tut es  gut, wenn er übermütig wird, weil er sich nicht besonders anstrengen muss, denn wir wissen, Übermut tut selten gut.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

aber, niemals einen guten Scheinwerfer vergessen...

Anonym hat gesagt…

lassen sie das mit dem schwäbisch und fahren sie lieber im flachland fahrrad: das tut ja weh !

das mit dem schwäbischen abitur lassen wir wohl mal fürs erste ...

ein tip: im internet gibt es von peter mangold ein schwäbisch wörterbuch, vielleicht gelingt es ihnen mit dessen hilfe die richtige lautschrift zu treffen. eine spreewald-gurke wirkt dabei sicher wunder. - oder sie fahren mal nach augsburg und überwinden den hügel des magisters ?

Oscar Mercator hat gesagt…

schade, schade, dass ich Sie irgendwie ungnädig gestimmt habe. Ich hatte das nicht mehr richtig im Ohr, habe jetzt nachgeschlagen, also, Verzeihung "nur ned huddle".

Muss man sich denn im "eigenen" Lager verschanzen? Ich finde, das bekommt keinem Menschen gut. Schauen Sie sich doch mal den traurigen Avatar von Bernd Dahlenburg an.

Anonym hat gesagt…

Lieber Othmar Kaufmann,

meinen Sie nicht, dass Ihr Angriffe gegenüber BD langsam lächerlich werden?
Keiner möchte mit ihnen Fußballspiele ansehen oder gar Radeln. Sie sind eben das aussätzige Kind, mit dem keiner spielen möchte. Woran das liegt, warum sie permanent um Aufmerksamkeit und Liebe betteln müssten sie ggf. selbst ergründen.
Vielleicht würde Ihnen ein Aufenthalt in einem guten Sanatorium doch gut tun?

In diesem Sinne, denken Sie mal drüber nach, Kaufmann

Beste Grüße

Otto Barthelmi

aaron schliersee hat gesagt…

diese blog ist eine schande für jeden deutschen der hier vorbeikommt!
warum sind sie so gegen bernd? hat er ihnen etwas getan oder warum haben sie ihn zum persönlichen feind erklärt??!!
das potzdam schö nist stimmt, aber noch schöner war es ohne sie!

Weil du solches getan hast, seist du verflucht! (1 MOSES 3,14)!!!!!

merken sie sich das besser!

Oscar Mercator hat gesagt…

@"otto barthelmi"
Danke für Ihre Fürsorge
@"aaron schliersee"
Ist Ihnen eigentlich klar, aus welchem Zusammenhang Sie Ihren biblischen Fluch gerissen haben?
Ich veröffentliche diese beiden "Kommentare" nur, weil sie beispielhaft für das vorherrschende Lagerdenken sind. Der Gegner muß der absolute, der schlechthin böse, vielleicht noch verrückte "Feind" sein - und zwar auf der ganz persönlichen Ebene. Es geht hier nicht mehr um eine Debatte, in der Argumente sich bewähren müssen, sondern um eine Denunzierung der Argumente, indem die Person, die sie äußert, als "aussätzig" gelabelt und verflucht wird. Für mich sind ein Bernd Dahlenburg und Co. eher verängstigte Persönlichkeiten, keine "Gott-sei-uns".

Anonym hat gesagt…

bislang wusste ich nicht, dass man leviticus bemühen darf, um auf dem blog zu erscheinen - das ist eine gute anregung, um auch meine bibelkenntnisse aufzufrischen ... noa net huadla !!!!

Oscar Mercator hat gesagt…

das ist keine Grundvoraussetzung, schadet aber nicht. noa ned huadle.

Anonym hat gesagt…

Bernd Dahlenburg ist ein Fall für sich. Eigentlich ist er gar nicht so wichtig, wie er hier auf diesem Blog erscheinen mag, meinen sie nicht auch?
Er ist ein liebender Katzenpapa, aber auch ein Angstbeißer. Wenn etwas nicht in sein Weltbild passt, beißt er um sich wie ein Bluthund. So erklären sich auch die Ausbrüche ihnen gegenüber, sie als Judenhasser und veritablen Antisemiten zu brandmarken.

Wenn man Broder glauben darf, waren sie aber doch sogar einst ein Juden-Lieber?

Übrigens kann ich in ihren Beiträgen keinen Hinweis dafür finden, dass sie auch nur irgendwie in die Richtung gehen, in die Bernd Dahlenburg sie gerne drängen möchte.

Was aber wahrscheinlich am ärgerlichsten ist, dass die "Achse" beschlossen hat, sie zu ignorieren. Einzig und allein ein paar Bauern werden ins Feld geworfen, um ihnen ein wenig auf die Nerven zu gehen. Die Könige und Springer bleiben schön hinten und lassen sie ins Leere laufen.

Schade eigentlich! Eine Diskussion zwischen Broder und ihnen wäre sicherlich ein Quotenknaller!

einen schönen Abend noch,

A. Netzer

Oscar Mercator hat gesagt…

@A. Netzer
Klar, Bernd Dahlenburg wird hier etwas überbelichtet; andererseits ist er nach wie vor meine beste "Spürnase", wie "es" in den Einzigwahren Freunden Israel tickt und spricht.
"Juden-Lieber". Komisches Wort, nicht wahr? Ich glaube Heinemann war es, der sagte: Ich liebe nicht Deutschland, ich liebe meine Frau. In diesem Sinne war Liebe für mich auch immer Privilegierung von Personen. Bei einer Liebe auf den ersten Blick treffen bestimmte Signale, ein Lächeln, ein Blick, ein schöner Zug. Die ethnische Herkunft war so eindeutig nicht. Natürlich wird ein deutsch-jüdischer Encounter dadurch intensiver. Konversion kam für mich nie in Frage, einen zeitweiligen "Philosemitismus" gab es sicherlich. Deutschen "Selbsthass" als Leiden an der Geschichte kann ich nachvollziehen, die antideutsche Ideologie ist jedoch die Perversion derjenigen, die ein reines Herz haben wollen.
Ignoriert wird diese Seite mit Sicherheit nicht, dass sie nicht genannt werden soll, bereitet mir keine Sorge; wir wissen, dass Verdrängungen zu noch auffälligeren Wahrnehmungsskotomen führt.

Dahlenberger hat gesagt…

Ihr guter, alter "Freund" Dahlenburg wird immer verrückter: http://castollux.blogspot.com/2010/10/befreiung-hier-und-befreiung-dort.html
Meinen Sie auch, dass so etwas eine "empathische Berechtigung" besitzt?
Und, sind Vergleiche dazu da, um angestellt zu werden? (also existieren Sie, bevor sie gemacht werden?)

Herr Mercator, helfen Sie mir!

Müssen jetzt wirklich juristische Schritte folgen?

Oscar Mercator hat gesagt…

@Dahlenberger
Das sind ja Fragen, die Sie eher an Bernd Dahlenburg richten müssen. Ich habe mir mal diese Post angeschaut. Im Kommentarbereich diskutiert er ja diese Fragen mit einem "Maimonides" (schade, solche Kaliber hätte ich auch gerne). Warum er ihm mit juristischen Schritten droht, erschliesst sich mir nicht.

"Und, sind Vergleiche dazu da, um angestellt zu werden? (also existieren Sie, bevor sie gemacht werden?)" - Interessante Frage, ich schätze, Platoniker würden ja sagen, Aristoteliker dies eher verneinen. Wenn ich jetzt weiter räsonieren würde, käme ich wie die Kuh auf dem Glatteis ins Schwimmen.

Dahlenberger hat gesagt…

Nennen Sie das, was Dahlenburg macht diskutieren?
Rotzfrech in der Gegend rumschnauzen und dann noch mit dem Kadi drohen?

Das ist doch keine Art nicht ...

Oscar Mercator hat gesagt…

Wieso bin ich eigentlich der Ansprechpartner, wenn Ihnen der Ton Bernd Dahlenburgs nicht gefällt? Das können Sie doch direkt auf seinem Blog erledigen.

Dahlenberger hat gesagt…

Ich sehe Sie als eine Art Vaterfigur für Bernd Dahlenburg an. Sie sind die einzige vernünftige Autorität, die BD in seinem Leben noch hat.
Im Moment spielt er mit Schmuddelkindern, die sich Casula oder Feuerherdt nenne. Bleibt zu hoffen, dass er seine Empathie zu diesem Gelichter überwinden kann und wieder zurückkommt zu seinem Vater, als bereuender Sünder und verlorener Sohn.

Dahlenberger hat gesagt…

PS: Ich hoffe, Sie würden ihm auch die Ehre zu teil werden lassen, ihm den Ring anzustecken und eine Ziege schlachten zu lassen?!

Oscar Mercator hat gesagt…

@Dahlenberger
Ich sehe, das kommt aus einem Nahverhältnis zu Bernd Dahlenburg. Ich bin weder sein irdischer noch überirdischer Vater. Sie müssen sich an ihn direkt wenden.